Servicekatastrophe Lenovo

Katzenjoghurt

Commander
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Hallo Community,

Ich möchte hier gerne meine kürzlichen Erfahrungen mit meinem Lenovo Laptop und dem Lenovo Service teilen.

Vor ca. 12 Tagen habe ich mein just zwei Jahre altes Notebook aus dem Regal genommen
und gemerkt, dass der Akku nicht mehr läd. Nach kurzem Schreck versuchte ich einen
Tipp aus dem Internet, mittels 30sekündigem Drücken des Power-Button Kondensatoren
zu entladen, worauf der Akku wohl wieder erkannt werden soll. Klappte tatsächlich.
Sei wohl eine typische Krankheit von Lenovos.

Gut. Anschließend führte ich das Wartungsprogramm für den Akku-Ladestand-Reset aus,
das einen kompletten Ladezyklus herbeiführt. Dachte, das sei eine gute Idee in dem Fall.
Nach mehreren Stunden hörte ich plötzlich ein Pfeifen aus der Ecke mit dem Laptop...
und mit "Klack!" ging er aus und wollte nicht mehr anspringen.
Alle Kabel gezogen, gewartet... plötzlich ging er wieder an. Jedoch wird nun das Ladegerät
nicht mehr erkannt, sobald man es mal abzieht, während der Akku installiert ist.
Tut man dies, muss ich den Rechner runterfahren, Akku rausnehmen, Netzteil abziehen,
aus der Steckdose nehmen, warten und hoffen, dass es nach etwas Pause wieder geht.
Toll.

Wie ich inzwischen erfahren habe, ist das ganze wohl ein bekanntes Problem und Lenovo
hat nichts unternommen um Besitzer auf das Problem hinzuweisen bzw. die Software zu reparieren
oder wenigstens für diese Geräte zu deaktivieren - hat man Glück und noch Garantie wird
das Mainboard getauscht.
Das Wartungsprogramm schrottet wohl recht zuverlässig einen der MOSFETs auf dem Board.
Siehe z.B. :
https://forums.lenovo.com/t5/IdeaPa...tect-AC-adapter-after-performing/td-p/1641892
Bei mir war die Garantie seit 2 Monaten abgelaufen (es galt wohl das Herstellungsdatum)
und der "Agent" am Telefon sagte nach 30 Sekunden, dass er "nicht mehr mit mir reden
dürfe", da meine Garantie abgelaufen sei. Das sei "oberste Anweisung" von Lenovo.
Ich hab gedacht, ich hör nicht recht. Er gab mir dann die Nummer eines 1,99€/min Premium-
Supports über den ich eine Reparatur mit Kostenvoranschlag aushandeln soll.

Das Tüpfelchen auf dem i ist dann nur noch, dass mein Thread, den ich gestern im englischen
Lenovo Forum schrieb, gelöscht worden zu sein scheint.
(https://forums.lenovo.com/t5/IdeaPa...-a-lot-Lenovo-Battery-Gauge-Reset/m-p/1837972)

Wer jetzt noch ein bißchen lachen will:
Amazon interessiert die Sache auch nicht mehr, da ich inzwischen 11 Tage über dem Gewähr-
leistungszeitraum bin. Auch hier null Kulanz.


Um es zusammenzufassen:
Lenovo lieferte eine Laptop-Serie mit einem Selbstzerstörungsknopf aus und wenn man den
blöderweise nach der Garantiezeit drückt, ist sich Lenovo keiner Schuld bewusst und versucht
einen noch abzurippen.

Denkt darüber nach, wo Ihr Eure Notebooks kauft.
Lenovo Geräte laufen für mich nun unter der Kategorie China-Böller mit Basic Service.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenns an dem MOSFET auf der Platine liegt und der bekannt ist kann dir ja immerhin jeder Elektroniker/Bastler recht einfach helfen um den zu tauschen.
 
Katzenjoghurt schrieb:
Um es zusammenzufassen:
Lenovo lieferte eine Laptop-Serie mit einem Selbstzerstörungsknopf aus und wenn man den
blöderweise nach der Garantiezeit drückt, ist sich Lenovo keiner Schuld bewusst und versucht
einen noch abzurippen.

Troll?
Weshalb hast du dir nicht einfach einen neuen Akku besorgt? Es ist natürlich nicht sonderlich gesund wenn die Akkus, im schlimmsten Fall auch noch komplett entleert jahrelang im Regal gelagert werden und kein einziges mal geladen werden.

Das ist dein Fehler, weshalb möchtest du nun Lenovo dafür zur Rechenschaft ziehen?
Die Sache ist doch eindeutig, und deine Aussage vonwegen es wurde ein Selbstzerstörungsknopf verbaut lässt das ganze nur noch lächerlicher darstellen - Gut das du nicht in die Luft geflogen bist :king:
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja, das ist natürlich schade, daß das kaputt geht und auch schade, daß keine Rückrufalktion oder sonstiges von Lenovo kam.

Lenovo baut eigentlich schon recht hochwertige Notebooks bei entsprechendem Preis.

Dein IdeaPad gehört aber nicht dazu. Diese Billiglinien mußten die einführen (wie andere Premiumhersteller wie Sony und HP) um mit MSI, Asus und Acer konkurrenzfähig zu bleiben. Das geht nun mal auf kosten der Qualität.
 
Killerphil51 schrieb:
Troll?
Weshalb hast du dir nicht einfach einen neuen Akku besorgt? Es ist natürlich nicht sonderlich gesund wenn die Akkus, im schlimmsten Fall auch noch komplett entleert jahrelang im Regal gelagert werden und kein einziges mal geladen werden.

Das ist dein Fehler, weshalb möchtest du nun Lenovo dafür zur Rechenschaft ziehen?
Die Sache ist doch eindeutig, und deine Aussage vonwegen es wurde ein Selbstzerstörungsknopf verbaut lässt das ganze nur noch lächerlicher darstellen - Gut das du nicht in die Luft geflogen bist :king:

Der Akku ist ja völlig in Ordnung. (Jahrelang lag das Notebook nun auch nicht rum... ca 2 Monate, schätz ich)
Auch bei einem Neugerät hätte dies passieren können - das Lenovo Forum ist voll von Leuten, die mit
der Reset Funktion ihr Y5xx Notebook beschädigt haben.
Es ist ein bekanntes Problem. Einziges Statement im Forum von Lenovo dazu:
Eigentlich sollte man den Button eh nie drücken müssen.
Witzig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir haben in der Firma 2012 umgerüstet von Toshiba auf Lenovo und es gibt kaum/keine Probleme mit dem Support, mein privater Lenovo
der allerdings in 2-3 Wochen abgelöst wird (und auch wieder ein neuer Lenovo wird) hat mir fast immer treue Dienste geleistet.
Es wurde einmal nur noch 4 von 8 GB Arbeitspeicher erkannt und das wurde über den Support bestens abgewickelt.
Von daher kann ich das überhaupt nicht unterschreiben was @Katzenjoghurt da schreibt.
 
Vmax1168 schrieb:
Wir haben in der Firma 2012 umgerüstet von Toshiba auf Lenovo und es gibt kaum/keine Probleme mit dem Support, mein privater Lenovo
der allerdings in 2-3 Wochen abgelöst wird (und auch wieder ein neuer Lenovo wird) hat mir fast immer treue Dienste geleistet.
Es wurde einmal nur noch 4 von 8 GB Arbeitspeicher erkannt und das wurde über den Support bestens abgewickelt.
Von daher kann ich das überhaupt nicht unterschreiben was @Katzenjoghurt da schreibt.

Der Laptop hatte ursprünglich auch einen defekten Grafikchip -> wurde über Boardtausch zügig behoben.
(über Medion, die den Service für Non-ThinkPads abwickeln)

Hier geht es mir einfach um einen wohl bekannten Defekt in einem Gerät und wie Lenovo damit umgeht.
Dazu fand ich das Gespräch mit dem Support-Mitarbeiter sehr krass.
Keine Garantie mehr? Darf mit Ihnen nicht mehr reden. What?

Klar sind IdeaPads keine Thinkpads... trotzdem hat das Teil 1.100€ gekostet.
Und kommt mit fehlerhafter Software daher, die die Hardware beschädigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für den TE: der Garantiezeitraum beginnt ab Kauf, nicht ab Herstellung. Ab Herstellung ginge eigentlich nur, wenn sie mehr Zeitraum angeben als die zwei Jahre. Bei Festplatten hat man das eigentlich gerne mal so.

Was diese ganze Sache aber an sich betrifft... ich hatte vor einigen Monaten ein Notebook von Lenovo für eine Bekannte eingerichtet. Als ich Probleme hatte, das Bootmenü aufzurufen (FN-Tasten sind bei dem Modell standardmäßig aktiv, was ich nicht wusste), musste ich die Dokumentation durchblättern. Dabei fand ich einen Hinweis auf die Lebensdauer. Da hieß es, die Gerätelebenszeit sei vier Jahre ab erster Inbetriebnahme. MIR sagt so eine Formulierung, dass da ganz offensichtlich ein Timer startet mit dem ersten Einschalten.
Und ich hatte echt überlegt, mir das gleiche Gerät auch zuzulegen. Bei meinen wenigen mobilen Nutzungsstunden wäre das aber eine verhältnismäßig teure Angelegenheit geworden.
Vielleicht ist das Gerät des TE auch ein Gerät mit eingebauter "Selbstzerstörung".
 
Klar das ist schon krass, aber ich denke das da eigentlich kein unterschied gemacht wird ob Idea/ oder Thinkpad vom support.
 
Naja, die Thinkpads sind auf langjährigen Support ausgelegt.

1100€ ist natürlich schon eine Hausnummer.

Der Support ist ja ausgegliedert und die rufen dann ja einen Servicepartner an, der den Thinkpad vor Ort repariert.
Weiß gar nicht, ob das beim IdeaPad möglich ist. Trotzdem scheint es ein Serienfehler zu sein. Leider wohl nicht lebensgefährdent, wie ein Akku.

Mich würde sowas auch ärgern, obwohl ich so einen Transistor ja tauschen könnte. Aber das kann man vom normalen Endkunden nicht verlangen.
 
Sterntaste schrieb:
Für den TE: der Garantiezeitraum beginnt ab Kauf, nicht ab Herstellung. Ab Herstellung ginge eigentlich nur, wenn sie mehr Zeitraum angeben als die zwei Jahre. Bei Festplatten hat man das eigentlich gerne mal so.

Die 2jährige Gewährleistung (wenn Du die meinst) ist ja Händlersache.

Es ist etwas wirr.
Gekauft hab ich das Ding Mitte Dezember.
Laut Lenovo lief die Garantie im Oktober ab (online gecheckt über Seriennummer).
Laut Amazon lief die Herstellergarantie sogar im September ab (wurde mir so telefonisch mitgeteilt)
Ergänzung ()

miac schrieb:
Mich würde sowas auch ärgern, obwohl ich so einen Transistor ja tauschen könnte. Aber das kann man vom normalen Endkunden nicht verlangen.

Ja, mein bisheriger Plan war es, 'nen Notebook-Reparatur-Service aufzusuchen, in der Hoffnung, dass es nicht
all zu teuer wird, wenn man mit dem Finger schon auf das Problem zeigen kann.

Gestern nacht ist mir dann noch eingefallen, dass ich das Ding mit meiner Amazon-Kreditkarte bezahlt habe,
was bis vor kurzem noch 1 Jahr zusätzliche Garantie via Versicherung brachte.
Merkwürdig nur, dass die am Telefon mich nicht drauf hinwiesen... aber das führt jetzt zu weit. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die Garantie bei Lenovo ist freiwillig und unabhängig vom Erstkäufer (zumindest bei Thinkpads).

Wenn die Daten vom Kauf abweichen, kann man sich bei Lenovo registrieren und korrigieren lassen. Muß man leider wissen und ist auch nicht einfach zu finden und geht wohl auch nur kurz nach dem Kauf.
 
Schade, das ich sowas hiier über den Lenovo Support hören muss, ich habe immer gedacht die wären ganz gut. Aber Asus toppt alle nochmal (im negativen Sinn gemeint).
Ich habe Glück, ein MSI zu haben, der Service bei denen ist echt noch ok.
 
Das ist echt krass, dass die sich stur stellen.
Sieht echt nach einem Konstruktionsfehler/Bedienungsfehler aus. Wenn du eine Rechtschutzversicherung hast kannst du das vielleicht gerichtlich durchdrücken. Mach denen mal ein bisschen Druck. Die geben vielleicht klein bei bevor da ein Urteil ergehen könnte.
 
Da Lenovo ja nicht weiß wann man das Gerät kauft ist dort immer das falsche Datum eingetragen wird aber normalerweise nachdem man den Support kontaktiert auf das Rechnungsdatum geändert.
Ich persönlich habe allerdings auch sehr schlechte Erfahrungen mit Lenovo bzw. der Garantieabwicklung über Medion gemacht. Verweigerung der Garantie, ewige Bearbeitungszeit und ignorieren von Kontaktversuchen. Am Ende hat sich mein Problem nur dadurch gelöst, dass der Laptop bei der Rücksendung von Medion zu mir mit DHL verloren ging und ich jetzt auf die Erstattung von DHL warte (da kann Medion natürlich nix für). Sonst würde ich mich immernoch mit denen streiten.
Das Lenovo Forum zeigt auch ein eindeutiges Bild. Immerhin habe ich Hoffnung, dass wenigstens die Thinkpad Reihe mit Vor Ort Service besser behandelt wird.
 
Ich habe mit den bring-in-Service ganz gute Erfahrungen gemacht; Habe das Ding zu einem Service-Partner gebracht, die mussten ein Teil bestellen und es war auch schon 3 Tage später eingebaut. Alles 1a.
 
Nachtrag:
Am Ende erkannte Lenovo wohl kein Eigenverschulden und wollte 199€ für die Reparatur.

Also gezahlt... Mainboard wurde getauscht, Festplatte gelöscht und Windows neu installiert
(angebliches zusätzliches Softwareproblem, klar - machen sie glaub einfach immer).

Das Aufladen geht nun wieder ohne umständliche Prozedur... dafür klappert die Tastatur
jetzt wie bescheuert auf einer Seite.

Geht wohl direkt wieder zurück.
Ach, Lenovo.
Bin begeistert.
 
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