News Sicherungen und Backups: Habt ihr schon mal Daten verloren und wie schützt ihr euch?

Einiges habe ich achon mehrfach gespeichert, teilweise auch durch Synchronisierung, aber unterm Strich bin ich bei dem Thema leider echt nachlässig. Bei privater IT in den letzten Jahren insgesamt, es fehlt einfach die Zeit.
Ein Wunder, dass seit mindestens 15 Jahren nichts schlimmes mehr passiert ist.
 
Ich tu mich ja schwer, dass als eine Auswahlmöglichkeit RAID1 genannt und angeboten wird als ein Backup... - ein No Go.
 
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Viele lernen erst wie wichtig backups sind wenn sie Daten verloren haben. Grüße gehen raus an zwei Jahre Berichtsheft damals auf meiner 3,5" externen. :P
 
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Meine Daten liegen zentral auf einem NAS mit RAID 5.
Meine PC/Laptops legen mit VEEAM dort auch noch mal regelmäßig eine Vollsicherung ab.
Das NAS wird dann regelmäßig in zwei Versionsständen auf externen HDDs gesichert, eine davon wird außerhalb meiner Wohnung gelagert.
 
Daten liegen nur auf NAS/Nextcloud.
Da gibt es ab und an ein zfs sync auf externe Platte.
Manchmal ein ZFS sync auf mein NAS bei meinen eltern, paar 100km entfernt.
 
Das Thema ist ein ziemlicher Alptraum. Apple, Google und MS geben sich alle Mühe, an die Daten ihrer Kunden zu kommen und haben damit zumindest einen großen Teil der Fotos und Dokumente. Wie gut das aber klappt, sieht man spätestens beim Umzug von Signal und Whatsapp auf ein neues SmartPhone.

Normale Menschen, ohne PC, sind da oft auch ziemlich blank. Das Frontend verschleiert die tatsächliche Funktion. Die Leute wissen nichts von Filesystemen und Dateien. Bei Fotos haben die Leute keinen Schimmer von Auflösung und Qualität. Meine Schwester (kurz vor der Rente), weiß daß alle Fotos der letzten Jahre auf ihrem Telefon sind, was bald den Geist aufgibt. Sie weiß, daß es einen Google-Account gibt, kennt aber nicht das Passwort und weiß nicht, ob dort ein Backup aktiv ist. Sie möchte zur Drogerie um ihre Fotos mal zu sichern (ausdrucken).

MS hätte schon vor 30 Jahren optional eine 2. HDD fürs Backup unterstützen können. Die HDD-Hersteller hätte HDDs anbieten können, die zu diesem Zweck wie CDs nur additiv geschreiben werden können und erst mit einem Jumper wieder zurückgesetzt werden.

Mein Backup-Vorgehen ist sehr umständlich. Ich brauche gerne über eine Stunde. Die Platten anschließen, mounten, die verschiedenen Datenbereiche synchen und teils überprüfen. Oft ändern sich Verzeichnisnamen, was zum Löschen und Neukopieren führt.

Ich benutze Paragon als Imager für die Windows-Partition. Unkomprimiert schafft es 650MB/s hat aber lange Denkpausen. Ja, es wäre mir ein Horror, Windows neu zu installieren, all die Tools, Programme, Spiele und Konfigurationen, Treiber, regedit-Hacks neu zu machen.
 
calippo schrieb:
Ich kann schon verstehen, dass Leute ihre mühsam aufgebaute Sammlung nicht noch mal neu organisieren wollen.
Ich hab zwar "nur" meine ca. 1000 CDs gerippt zu flac, ist also nicht so viel Speicherplatz notwendig, aber keinesfalls wollte ich das noch mal machen und ein bisschen hänge ich schon daran.
Ja, verständlich, aber für mich trotzdem nichts, das ich 3 oder 4-fach sichern würde. Ich habe auch noch viele, sortierte Musikordner aus den 2000er Jahren. Aber ganz ehrlich: Da hab ich locker seit 10 Jahren nichts mehr davon gebraucht. Primär seit ich Musikstreaming nutze.
Die Daten sind schon auch noch gesichert, aber eben 1x auf dem PC, 1x noch extern. Das reicht mir als Risikoabsicherung.
Das hier manche ihr Zeug auf 4-5 verschiedenen Platten und 3 oder 4 Orten lagern - ein bisschen Verfolgungswahn ist da doch schon dabei^^
 
Ich mache jede Woche ein Backup mit Macrium Reflect. Oder auch einfch zwischendurch wenn ich neue Software ausprobiere. Die backups und restores sind sehr zuverlässig damit.
 
Khaotik schrieb:
Aber ganz ehrlich: Da hab ich locker seit 10 Jahren nichts mehr davon gebraucht. Primär seit ich Musikstreaming nutze.
Wenn ich es gar nicht mehr brauchen würde, dann hätte ich es wahrscheinlich schon gelöscht. Musikstreaming nutze ich z.B. nicht.

Meine Daten liegen auf dem NAS, der Einfachheit halber unterscheide ich nicht zwischen wichtigen und weniger wichtigen Daten, das kommt alles auf eine externe Platte und in die Cloud.

Es an 3-4 verschiedenen Orten zu lagern scheint mir auch übertrieben zu sein.
 
Anfang der 2000er hat mir eine damalige Studienkollegin ihre Projektarbeit auf 3,5 Zoll Diskette gegeben, da sie nichts von USB-Sticks hielt ... Ich habe mich breit schlagen lassen und habe extra dafür ein altes Diskettenlaufwerk rausgekramt und angeschlossen. Leider ist mir dabei nicht aufgefallen, dass der Stecker verbogen war, sodass ich den Stromführenden Pin direkt mit der Masse verbunden habe. Das hat natürlich einen Kurzschluss verursacht, hat den Stecker sowie die am gleichen Strang angeschlossene - und für damalige Verhältnisse verdammt große - 80GB IBM Platte gebrutzelt. Zu meinem Glück hat das Enermax Netzteil den Rest des Systems sowie damit auch meinen studentischen Geldbeutel geschont. Seither bin ich ein sehr großer Enermax Freund.

Damals hatte ich nicht die finanziellen Möglichkeiten für ein komplettes Backup. Zum Glück für mich hatte ich die wichtigsten Daten wenigstens gesichert und der Schaden durch den Datenverlust hat sich dadurch in Grenzen gehalten.

Seit dem achte ich penibel auf meine regelmäßigen Full-Backups.
Mittlerweile gespiegelt auf 2 NAS Server + ein Offline-Backup für die besonders kritischen Daten.
 
machs111 schrieb:
Richtig wichtige Daten wie Versicherungen und Bankkonten sollte man auch ausdrucken und abheften. In einem Erbfall ist das sehr hilfreich. es liegen jetzt schon 4 Milliarden auf deutschen Konten von denen keiner weiß wem es gehört. mit drr Digitalisierung und zig Konten nur online wird das bald mehr.....
Absolut,
Ich habs anders gelöst, ich habe ein Notfallprotokoll gedruckt (Keepass Link + Kennwort), welches in einem versiegeltem Umschlag bei meinen Eltern liegt.
Für den Fall der Fälle, kommen sie zumindest an meine PW Datenbank und da sind Zugangsdaten für alles Wichtige dabei.
Dennoch wirds am Ende unübersichtlich, weil selbst für mich ist es teilweise schwer über all die Sachen einen Überblick zu behalten.

@Khaotik
Ich bin da vielleicht altmodisch, ich höre Musik nicht über Streaming. Es gibt einen einfachen Grund, es gibt schlicht und einfach nicht alle Songs die ich hören will bei den Streamingdiensten.
Ich komme auch günstiger weg, wenn ich alle paar Monate mal 1-2€ in paar MP3s investiere.

Tidal fand ich cool was die Qualität angeht (da kann Spotify nicht mithalten), aber auch da war das Problem es ist nicht alles da was ich höre.

@calippo
Naja 3-2-1 Prinzip hat sich nicht umsonst durchgesetzt.
Es gibt Szenarien wo 3 Kopien der Daten hilfreich sind. Auch rotieren kann sinnvoll sein, falls doch mal eine Datei korrupt wird, so hat man vielleicht eine ältere Kopie davon die noch geht.
Oder als Beispiel es gibt eine Überspannung oder Feuer in der Bude, da hast du die Daten dann auch nicht mehr.
Cloud hat in der Regel auch keine Versionierung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bezüglich "Kein Backup = kein Mitleid":

ich weiß, dass das eher so eine Floskel ist, aber was bringt demjenigen denn "Mitleid"?
Wenn die Daten weg sind, sind sie weg. Die kommen durch Mitleid auch nicht zurück und Mitleid schwächt auch den Verlust nicht ab.

Selbstverständlich helfe ich Freunden und Familie trotzdem die Daten zu recovern, sofern das technisch noch im Rahmen meiner Möglichkeiten liegt. Wieso sollte ich denen die Hilfe verweigern? Sie helfen mir ja auch wenn ich in Situationen komme, die man hätte verhindern können.

Ich nutze das eher aus, um ihnen für die Zukunft ein (besseres) Backup Konzept an die Hand zu geben.
 
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Euphoria schrieb:
Ich habs anders gelöst, ich habe ein Notfallprotokoll gedruckt (Keepass Link + Kennwort), welches in einem versiegeltem Umschlag bei meinen Eltern liegt.

Das ist eine sehr gute Sache, das "digitale Erbe" wird allzu schnell vergessen. Man hofft zwar, dass es nie benötigt wird, aber sicher kann man sich da auch nicht sein.
 
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Ich habe einmal Anfang der 2000er auf Win ME für mich recht persönliche Daten verloren, seit dem nie wieder.
Ich habe seit Mitte der 1990er PCs. Ich habe seit dem nur eine 500GB-HDD aus 2010 erst vor 2 Wochen aussortiert, weil sie nicht mehr richtig läuft und der Zustand lt. CrytalDiskInfo plötzlich als "Schlecht" angezeigt wurde. Ich habe 7 1TB-HDDs und noch eine 500GB-HDD rumliegen. Und noch eine 3.5" HDD 320Gb und eine mit 250GB.
Ich nutze die alten 2.5" 1TB-HDDs (10-15 Jahre alt), ausgeschlachtet aus meinen vorherigen Systemen für Backups.
Ich betreibe keinen großen Aufwand nach Plan oder so. Nutze je eine externe Backup-HDD für meine aktuellen Systeme (1 Mini-PC, 3 Laptops, 1 Gamin-PC).
Die Backups aktualisiere ich nur, wenn ich auf einem System besonders wichtige gespeichert oder erzeugt habe. Beim Gaming-PC ca. 1mal pro Woche, beim Rest recht unregelmäßig, so alle 1-2 Monate vielleicht.
 
Ich habe ein paar wenige, wichtige Daten auf Google Drive und meine privaten Fotos/Videos werden manuell auf 2 externe SSDs gesichert.

Früher hatte ich statt der 2. SSD eine Diskstation mit Raid1 im Einsatz, als dann die Diskstation selbst einen Defekt hatte musste ich feststellen dass man die Platten gar nicht so einfach auslesen kann und sich dazu erst eine entsprechende Linuxumgebung aufsetzen muss, seitdem ist das für mich als Backup raus.

Eigentlich sollte ich noch eine 3. Kopie der Daten machen die dann nicht bei mir zuhause liegt...
Cloud für 2 TB Daten war mir bisher einfach zu teuer.

Für das Backup auf die SSDs muss ich mir mal noch Optionen ansehen um das zu automatisieren.
 
Als ich meinen ersten DVD-Brenner hatte, kam mir die Idee, meine Daten auf +RW Rohlinge zu sichern. - Als ich am nächsten Morgen den PC einschalte, klackert die HD wie verrückt und war dann nicht mehr ansprechbar: Eine erst 10 Monate alte 30 GB IBM Deskstar.

10 Monate später ging auch die neue kaputt und wieder 10 Monate später die nächste: Als die mir dann nochmal eine IBM andrehen wollte, habe ich mich geweigert und habe dann eine 40 GB Samsung P80 bekommen: Die funktioniert noch immer: Für Tests nutze ich sie gelegentlich noch per USB-PATA-Adapter.

Seit dem ich 2015 auf Linux umgestiegen bin, experimentiere ich viel und gerne, weshalb mir Datensicherungen besonders wichtig sind: Im Eifer der Gefechts… ;)

Ich sichere per selbst geschriebene Skipte mehrstufig auf mehreren Datenträger: je 10-stufig monatlich und on demand: Wenn ich am experimentieren bin, sogar mehrmals am Tag.

Davon ist einer die Kingston 2 TB Mini-SSD (reicht für alle meine Daten), die ich in die kleine USB-Stick-Tasche vorne rechts bei Jeans stecke, wenn ich das Haus verlasse, so dass ich auch dann keine Daten verliere, falls hier in meiner Abwesenheit was passiert. - Die ist mein primäres Backup, also immer am aktuellsten.
 
Syrato schrieb:
Naja, man kann es auch übertreiben.
Kommt immer darauf an. Vor allem wenn man kriminell oder Whisteblower ist. Aber das dürfte nur auf die wenigsten zutreffen. Trotzdem sollte man im Internet nicht über alles offen sprechen. Man ist online nicht anonym wie viele denken. Aber ja, man kann es auch übertreiben.
 
NoNameNoHonor schrieb:
Komisch dass die Art des Backups irgendwie bei der Umfrage weniger die Rolle gespielt hat, bspw. ob man das System gleich mit sichert, also ein bootfähiges Image sichert, oder ob man nur Dateien sichert.
Ich sichere sicher nicht das bootfähige Image, Linux ist in max. 25 Min. wieder aufgespielt, und so eingerichtet wie ich es haben will. 😏😉
SuperDonkey schrieb:
Ich denke man muss bei dem Spruch differenzieren:

Im privaten Umfeld bin ich bei dir.

Ausreden gibt es hier nicht mehr. Wer im 21. Jahrhundert nicht gelernt hat, dass so etwas obligatorisch ist, der lernt durch Schmerz.
Auch im privaten Umfeld nicht.
Wir haben 2025!, selbst im Privaten ist IT bei den meisten schon mindesten 30 Jahre im Einsatz!
Da sollte jeder in der Zwischenzeit begriffen haben wie wichtig eigene Daten auf dem System sind.🙄🤦‍♂️
Khaotik schrieb:
Ich frage mich manchmal schon, was man an TB von so wertvollen Daten als Privatperson haben kann, dass man sie mehrfach an verschiedenen Orten lagern muss.
Nun ja, ich komme nach knapp 40 Jahren doch auf einige Daten die ich ungern verlieren würde.🙄

Da wären erstmal alle meinen wichtigen Unterlagen, und die von mir erstellten Bilder (ca. 200GB), die mir sehr wichtig sind.
Und dann noch die in den Jahren angesammelten Reference Bilder, die ich als (Teil) Vorlagen für meine eigenen Zeichnung nehme (ca. 700GB).
Da wäre es zwar kein Weltuntergang wenn ich die verlieren, aber ich will mir auch nicht nochmal die Arbeit machen, die wieder aus dem Internet zu suchen😏🙄.

Und ca. 900 GB braucht ja nun auch nicht so lange bei der Sicherung.😉
 
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