Sind Büchermuffel dumm?

Ich lese sehr viel und bin der Meinung, dass das nicht zwangsläufig mit Allgemeinbildung
zusammenhängt.
Denn HdR, Harry Potter, Illuminati, The Da Vinci Code u.ä. vermitteln nur bedingt Wissen,
da müssen schon Sachbücher her, ich bin zB sehr an Boas und Python interessiert.

Allgemein wird aber der Sprachgebrauch sicher hochwertiger, also die Formulierungen,
der Wortschatz usw. - lesen bringt neben Unterhaltung also definitiv Vorteile!

Und beim zocken - naja^^
Durch englishe Spiele lernt man zT ganz gut english :D
Aber ansonsten eher reiner Unterhaltungswert, zumindest RTS oder Shooter.


cYa
 
Ich bin eher der Typ, der hin und wieder mal ein Buch liest, aber wenn ich mal ein gutes in die Hände bekomme, ist es innerhalb kürzester Zeit K.o.
Der Spruch "Lesen bildet" kommt bestimmt aus einer Zeit, als es Internet und vermutlich Fernsehen noch nicht gab.
Trotzdem glaube ich, dass lesen schlauer macht, da man den Geist benutzen muss, um in die Welten von Romanen usw. einzutauchen.
Bei einem Film im Fernsehen oder auf DVD sehe ich die Landschaften, Häuser usw., bei einem Buch läuft das alles in meiner Phantasie ab, und das ist oft viel interresanter, als es auf dem Bildschirm zu sehen.
Von den Lesern eines Romans, Thrillers usw. sieht jeder seine eigene Welt, wie eben er sich die Handlungsorte und Personen vorstellt.
Das ist nebenbei bemerkt auch immer das Problem bei Buchverfilmungen wie zB. Herr der Ringe, jeder Leser war in einer anderen Welt, die häufig nichts mit der visualisierten Form im Film zu tun hat, rein optich betrachtet.

Meine Meinung ist, dass Lesen durchaus schlauer macht.
Ob Bücherwurm oder Büchermuffel beinhaltet aber sicher keine direkte Aussage über den Intellekt, da der ja von sehr viel mehr Faktoren abhängig ist.
 
Nein Büchermuffel sind nicht dumm x) Vllt sind belesene Menschen gebildeter, aber nicht intelligenter, da muss man unterscheiden ;)
 
ich glaube, dass seine Freundin dumm als Synonym verwendet hat. Es ist also sicher nciht so gedacht, dass alle, die mal excessiv Computer spielen dumm sind, sondern eher, dass sie sich nicht weiterbilden und einen geringeren Wissensstandart beibehalten (Betonung liegt auf excessiv).
Ein Freund von mir ist zum Beispiel, seitdem er ne DSL Flat hat (und diese zum Spielen über Internet nutzt) um eine Note im Schnitt in der Schule abgesackt.
 
Richtig, Bücherlesen fördert den Wortschatz ungemein und erleichtert die Kommunikation. Wortgewandtheit (und damit meine ich nicht simples Quatschen-können) kommt nun mal auch einfach daher, wenn man in sich bündige Texte selbst sich selbst aneignet und sie nachvollzieht von A-Z...und nicht wenn man im chat abhängt oder sich einen Gossenslang aneignet. :)
Wie sehr beispielsweise die Rechtschreibung leidet, kann man in Foren so oft erleben...und diese Fehler macht keiner nur weil er zu schnell schreibt...sondern der/diejenige weiß schlicht nicht wie bestimmte Wörter richtig geschrieben werden. Woher auch, wenn man sie selten zu lesen bekommt ;)
 
KL0k schrieb:
das allgemeinwissen konzentriert sich nur auf andere bereiche.
Ich denke, einige hier haben den Begriff "Allgemeinwissen" nicht ganz begriffen. Mit Allgemeinwissen oder -bildung ist der Bildungskanon gemeint - sprich, das Wissen, worüber unsere Kultur definiert ist. Das Allgemeinwissen kann sich nicht auf ein paar Bereiche beschränken, dann ist es nämlich kein Allgemeinwissen mehr. ;)
Und genau dieses Allgemeinwissen lässt sich sehr gut über Bücher vermitteln. Von einer Person mit sehr guter Allgemeinbildung wird i.A. z.B. erwartet, dass sie ein gutes Geschichtsverständnis hat, die wichtigsten Werke der großen Dichter und Denker zumindest ansatzweise kennt, dem Kunst und Kultur nicht völlig fremd sind, sich für Politik interessiert etc.
Normalerweise lesen solche Leute eben auch gern Bücher. :)
 
Ich les gerne Buecher, wenn auch nicht oft. Das mit der Wortschatzerweiterung kann ich mir gut vorstellen, haengt aber bestimmt auch mit dem restlichen Mileus der Person ab.
 
Ich bin schon ein bisschen enttäuscht. Warte hier schon die ganze Zeit da drauf, dass irgend jemand schreibt
Ey man. Ich lehse keine Bücha unt bin nich dof. Und was fürn Mileus ist das, der schult dran sein soll, das n par bitches nich lehsen könen
(Liebe Kinder: nehmt euch den letzten Satz bitte nicht als Vorbild); @deSeis: fiel mir gerade auf: Milieu nicht Mileu

Naja. mal wieder ernst:
@Jace: Wenn Kinder aber vor etwas gesetzt werden, das von Erwachsenen (oder wenigstens Heranwachsenden) geschrieben wurde, dann werden sie deren Rechtschreibung nicht anzweifeln, da die ja schon alt sind und alles wissen, sondern unter Umständen deren Fehler kopieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du erwartest, dass so ein.. pardon.. Ghettogangster im CB Forum auftaucht?
O_o Ein paar User hier sind vllt ein wenig... ungebildet.. aber so schlimm? Nee ^^



Kann sein. Aber Kinder sollen ja eh nur mit Aufsichtspersonen ins Internet.. und die sollen die Kinder egfälligst auf passende Seiten mit passender Rechtschreibung lenken!!1222324
xD
 
auch mal wider sehr interessant: ungebildete Ausdrucksweise wird sogleich mit Ghetto-Gangstern assoziiert^^ Wobei ich gestehen muss, dass ich den gleichn Hintergedanken beim Verfassen des Textes hatte^^

Aber wie häufig nehmen sich Eltern die Zeit und überprüfen, wo ihr Kind genau im Internet surft. Die begnügen sich doch häufig damit, dass sie die Windowskindersicherungsprogramme zum Laufen gekriegt haben. Aber wirklich kontrollieren, womit sich die Kinder die Zeit verreien wird kaum jemand machen.
 
Wenn das "bitches" nicht wäre, hätte ich vllt auch an ein kleines Kind gedacht.. aber im Endeffekt ist das wahrscheinlich das gleiche... o_O

Tja. Und man kann es ihnen leider nichtmal vorwerfen. Wer hat heutzutage schon Zeit? Na gut.. angesichts steigender Arbeitslosenzahlen. vllt auch wiedefr doch.. Nee

Also.. Ich weiß leider auch keine Antwort auf diese Problematik.
 
Würde auch eher das Wort "dumm" durch "gebildet" (bzw. im Kontext "ungebildet") ersetzen.
Auch hier darf natürlich nicht pauschalisiert werden.
Es ist nun aber so, dass ein Buch viele Dinge verbindet die für eine erfolgreiche Bildung wichtig sind. Man muss sich mit einem Buch lange befassen (Kurzweil und Mulit-Tasking sind der Feind der Bildung) und benötigt Phantasie und Vorstellungsgabe um das Gelesene verarbeiten zu können.

In so fern ist die Auswirkung eines Buches auf die "Bildung" unserer Kinder erheblich positiver als die Auswirkung von Fernsehen oder PC als Unterhaltung. Hier bin ich durchaus bereit diese Aussage zu pauschalisieren.

Ich selbst habe als Kind sehr viel gelesen und es dann mit 10-12 Jahren vollkommen sein gelassen (der PC war ja wichtiger) ... seid ein paar Jahren lese ich wieder gerne. Teils zur Unterhaltung (Dan Brown, Schätzing und als letztes Buch "Die Chemie des Todes") und teils aus Notwendigkeit (Fachbücher). Ich merke, dass dies durchweg positive Auswirkungen hat. Die "Nebeninformationen" die man selbst in einem Groschenroman erhält sind weitaus komplexer als in einem TV-Film. Ferner sind die Charakterzüge der Akteure im Buch weitaus detaillierter beschrieben... All das bildet in meinen Augen schon.

Und gerade bei fachlichen Dingen liegt der Vorteil in jedem Fall bei den Büchern. Die Konzentration beim "Buch lesen" ist eine völlig andere als beim Lesen am Monitor.
Das fängt schon bei der Verleitung zum Multi-Tasking an und hört bei der Suchfunktion auf (diese ist nämlich nicht immer von Vorteil, da sie dazu verleitet, dass man Informationen aus dem Kontext reißt).
 
Quasi ein Teufelskreis ;-)
 
Mit Teufelskreis meinte ich eher folgendes:

Man liest als Kind und wird dadurch gebildet -> Also liest man meist auch später viel -> Also wird man gebildeter -> Man liest weiter -> ... -> ...

Daher auch der fette Smilie ;-)

In Deutschland nennt man das, was du sagtest übrigens "Chancenungleichheit" (zumindest in gewissen politischen Kreisen)
 
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