Sind Büchermuffel dumm?

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Hallo,

hatte gestern Abend wieder einmal ne interessante Diskussion mit meiner Freundin.

Sie: Bücherwurm (und sie hat es nicht so mit dem PC)
Ich: PC-Wurm (meine Bilanz: 3 Bücher in 24 Jahren)

Ihre Behauptung: Menschen die keine Bücher lesen, können bei vielen Themen nicht mitreden. Die Allgemeinbildung lässt zu wünschen übrig und bleibt irgendwann auf dem gleichen Level. Vorallem Menschen, die sich sehr oft mit dem PC beschäftigen, damit meine ich natürlich PC zocken, wären mit der Zeit immer abgestumpfter gegenüber Bücher, und dem damit verbundenen Wissen das sie vermitteln.

Deshalb meine Frage:

Sind Menschen die keine Bücher lesen, dumme Menschen?

Wie ist eure Meinung? Hoffe auf rege Anteilnahme.

Gruss
Dukemaster3453
 
Dukemaster3453 schrieb:
...Ihre Behauptung: Menschen die keine Bücher lesen, können bei vielen Themen nicht mitreden. Die Allgemeinbildung lässt zu wünschen übrig und bleibt irgendwann auf dem gleichen Level. Vorallem Menschen, die sich sehr oft mit dem PC beschäftigen, damit meine ich natürlich PC zocken, wären mit der Zeit immer abgestumpfter gegenüber Bücher, und dem damit verbundenen Wissen das sie vermitteln.

Das ist Unsinn. Erstens ist Allgemeinwissen nicht gleichbedeutend mit Intelligenz (als Gegensatz zu Dummheit) und zweitens wird Wissen in unserer medialen Welt durch vielfältige Kanäle transportiert. Bücher sind da nur eine Möglichkeit, sich Wissen anzueignen. Das einzige, bei dem Menschen die keine Bücher lesen nicht mitreden können, sind Bücherthemen, d.h. wenn ein paar Leute sich über die derzeitige Spiegel-Bestseller-Liste austauschen. Das ist dann aber ohnehin nur Wissen zum Selbstzweck und damit auch wieder recht fragwürdig. ;)
 
Natürlich kann man das ganze nicht pauschalisieren, allerdings würde ich deiner Freundin bei mindestens einem Argument in den meisten Fällen zustimmen:
Dukemaster3453 schrieb:
Vorallem Menschen, die sich sehr oft mit dem PC beschäftigen, damit meine ich natürlich PC zocken, wären mit der Zeit immer abgestumpfter gegenüber Bücher, und dem damit verbundenen Wissen das sie vermitteln.
Also verallgemeinert auf Zocker, die den ganzen Tag über nichts anderes machen.

Aber ansonsten, ich weiß nicht so recht.
Ich lese zum Beispiel auch eher weniger Bücher (Habe bis jetzt (21 Jahre) vielleicht 20-30 Bücher gelesen), aber trotzdem würde ich mich nicht als dumm bezeichnen ;)
Was ich allerdings merke ist, dass ich Texte langsamer durchlese, als zum Beispiel Kommilitonen, die sehr viele Bücher lesen. Alles eine Frage der Übung :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wundert mich das deine Freundin noch mit Dir zusammen ist wo sie so eine hohe Meinung von Dir hat. Zu dem ist Dumm ja ein ziemlich schwammiger Begriff. Ich kenne einige dumme studierte Leute und stell mich manchmal auch ziemlich dumm an. Und ich hatte schon einige Bücher in der Hand und hab sie manchmal sogar aufgeschlagen ;)
 
Zuletzt bearbeitet: (Die dumme Rechtschreibung)
Würde ich nicht so sehen... ich habe bis vor einigen Jahren nie gelesen...bis ca. 20 hab ich außer den Büchern in der Schule nur Zeitschriften etc. gelesen. Erst seit einigen Jahren lese ich und seit dem auch ziemlich viel... ca 1-2 Bücher/Monat.
Aber mal ehrlich...was für wissen zieht man den aus Romane etc...is doch alles Fiktion und damit fürs Allgemeinwissen eher unerheblich.
Ich hatte eigentlich immer schon n sehr gutes Allgemeinwissen und das hab ich in erster Linie durchs Fernsehen (immer viele Dokus/Reportagen usw) und das Internet bekommen...
Von daher würde ich sagen, dass Fernsehen und Internet eher das Allgemeinwissen fördern...sofern man nicht nur Pornos runterlädt und zockt sondern auch mal n bisschen ließt (im Netz). ;)
 
Sag deiner Freundin doch mal das sie ein Gesicht wie ein Lexikon hat... ;)
Spaß beiseite, lass es lieber.

Selbst viel Tätigkeit vorm PC lässt sich mit (Bücher) lesen verbinden.
Fang doch an eBooks zu lesen. Brauchst dich von dem PC nich tzu trennen und liest ein Buch.

Aber Büchermuffel als dumm hinzustellen ist übertrieben.
Meine Freundin ist auch ein Lesemuffel und dumm ist sie trotzdem nicht.
Eher faul.

Nur geb ich deiner Freundin in soweit recht, dass lesen bildet. Man nimmt doch eine Menge von Sprachen und Redewendungen auf. Man fängt auch an sich anders auszudrücken (je nachdem was man liest auch qualifizierter usw.).

Also Lesen hat keine Nachteile aber wer es nicht tut verblödet auch nicht ;)
 
Auch ich halte das Medium, mit dem du dir Informationen beschaffst, für nicht ausschlaggebend. Aber wenn ich deinen Beitrag richtig verstanden habe, geht es deiner Freundin nicht um die Frage, ob man besser im Buch oder am PC liest, sondern um die von ihr vermutete abstumpfende Wirkung des PC-Spielens. Nach meinen Beobachtungen könnte darin schon ein wenig Wahrheit liegen.

In Bezug auf das Lesen von Papier (Buch) und am PC ist mir schon etwas aufgefallen: Beim Lesen im Buch verarbeite ich die aufgenommenen Informationen mit mehr räumlichen oder bildhaften Vorstellungen als ich das am PC mache. Das könnte eventuell zur Folge haben, daß solche Informationen leichter in das Langzeitgedächtnis aufgenommen werden. Manches Mal habe ich schon einen solchen Eindruck.
 
stimme MacII in der letzten aussage zu. allerdings kann es auch an einer art reizüberflutung liegen (überall knöpfe zum drücken, msn, yahoo oder icq meldet sich usw) oder schlicht weg an den "alten" lernmethoden (bin ja selber noch relativ jung mit 18jahren ^^). wenn die nächste generation jetzt z.b. anstatt bücher direkt medienplattform pc benutzt kann ich mir durchaus vorstellen das diese dann multitaskfähiger werden und dann leichter am pc lernen als mit nem alten schinken :D

bezüglich zocker würde es zutreffen das man langsam son nerd wird. man verkehrt teilweise in total neuen kreisen wo man dann halt bei gesprächsthemen die das zocken anbelangen mitsprechen kann und sich da dann halt auch weiter mit auseinandersetzt. ein bücherwurm könnte jetzt herzlich wenig was mit einer diskussion über pings und netsetting von CS anfangen ^^

allerdings verallgemeinern und sagen das pc-user dumm werden halte ich für den größten schabanack, wird aber häufig von älteren generationen als argument benutzt: "wann hast du denn das letzte mal ein buch in der hand gehabt?! von der scheisskiste wirste ja noch total blöd!". ich habe die letztens drei jahre 1 buch gelesen und behaupte mal das ich dennoch ein gewisses maß an allgemeinbildung mitbringe. bevorzugt dann halt aber auch in bereichen die mich interessieren. nicht mitreden könnte ich z.b. in bezug auf rechtschreibung und grammatik, bundesländer, kommunen etc., weil ich da einfach kein interesse dran entwickeln konnte ^^
 
Pauschalisieren darf man das natürlich nicht, dass Leute die keine Bücher lesen im Allgemeinwissen nen Mangel haben, ABER wenn es um spezielle Themen geht, kommt an man Bücher nicht vorbei...
*Wird mir grad im Studium eingehämmert*;) Und mein Prof hat da schon Recht, vor allem wenn es um naturwissenschaftliche/technische Dinge geht, muss man schon mal zu nem Sachbuch greifen.

Das dies aber Spezialthemen sind, halte ich auch die Aussage: "Ohne Bücher kein gutes Allgemeinwissen" als falsch. Es gibt genug andere Medien die genauso gut sind, wenn nicht besser, da aktueller, anschaulicher usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leute die sich intensiv mit PCs beschäftigen.. naja.. man kann das nicht direkt einordnen. Hier sind alle Extreme vertreten. Schließlich spielt das Allgemeinwissen vor dem Bildschirm keine Rolle.

Tendenziell würde ich aber schon sagen, dass das Lesen von Büchern zumindest ein Indikator ist. Ein wenig für Intelligenz, aber viel mehr für Bildung.
Kinder aus wohlsituierten Familien greifen nunmal eher zum Buch als die Kinder aus einem ärmeren Milieu. Und wer als Kind viel liest, wird wohl als Erwachsener auch viel lesen. Das Kinder aus wohlsituierten Familien ein höheres Bildungsniveau haben ist wohl allgemeinhin bekannt.
Bleibt natürlich noch die Frage wieweit das Lesen der Bücher hineinspielt.


@DarkDragn Hm.. Der letzte Punkt ist gut.. es kann sgoar sein, dass du mehr weißt als jemand aus einer älteren Generation. Aber die Themenbereiche sind, wie du sagtest, anders. Und hier knackt es halt. All die PC-Sachen und so.. das zählt anscheinend nicht zum Allgemeinwissen. Es erscheint extrem schwierig, das Allgemeinwissen von Leuten aus verschiedenen MIlies, verschiedenen Alters und verschiedenen Kulturen zu vergleichen.
 
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Kommt darauf an welche Bücher man ließt und was man mit dem PC macht.
Alles was man in Bücher finden kann gibts im Internet auch.

Im Gegenteil:
Mit google & co kommt wann viel schneller und meist ganz nebenbei an Wissen.
 
das ist richtig, man kommt schneller an Infos ran, doch heutzutage muss sehr darauf geachtet werden ob die Quelle seriös und glaubhaft ist. Es gibt doch mittlerweile echt alles und jeden im www.


Wow! danke für euer Feedback.

Ich muss dazu sagen dass ich keineswegs zu den Zockern gehöre die 10-14 Std. am PC sitzen und sich das Hirn rausballern. Mein Allgemeinwissen ziehe ich mir auch sehr oft von Zeitschriften, TV und Internet.
 
Ich behaupte jetzt mal, dass man über wikipedia zB sehr viel mehr Wissen erlangt, als durch ein Studium der gesammelten Werke von J.K. Rowling :P

Andererseits wird man in Sachbüchern mehr wissenswertes erfahren als auf german-bash.org ...

insofern kommt es halt immer drauf an, womit genau man sich befasst. Bücher und PC sind dabei nur unterschiedliche Informationskanäle, die man zu nutzen wissen muss. Genau wie mit dem TV. Man kann sich den ganzen Tag rtl2 reinziehn und verdummen oder mal auf EinsExtra (oder so) schalten.
 
Die Arbeit am PC fördert imho die sogenannte Multitaskingfähigkeit. Gerade wenn ich nebenbei noch surfe, Musik höre und vielleicht noch eine CD brenne erledige ich zwar relativ viele Aufgaben aber keiner widme ich in dem Moment meine volle Aufmerksamkeit.

Gerade die gezielte Suchen von Informationen in Bücher fällt zunehmend schwerer. Dazu müsste man sich über einen längeren Zeitraum auf eine Sache konzentrieren und bekommt viel zusätzlichen Input der meist in diesem Moment unwichtig ist.

Wie oben schon erwähnt leidet die Phantasie sehr unter dem Computer(und dem Fernseher).
Wenn ich ein Buch lese dann entstehen die Bilder in meinem Kopf aber wenn ich einen Film sehe oder ein Spiel spiele dann bleibt nicht viel Platz für die eigene Phantasie. Gerade bei heutigen Filmen bei denen möglichst alles gezeigt wird.

Wenn man schnell etwas wissen will oder etwas lernen will ist der Computer eine tolle Erfindung. Man kann einen Text lesen oder sich eine Aufzeichnung anhören und bekommt nebenbei noch alles in Bildern gezeigt. Aber wenn man mal der realen Welt "entfliehen" will, dann ist das Buch wesentlich besser geeignet.
 
Sofern mit Computer nur Computerspiele gemeint sind, stimme ich deiner Freundin zu.
Bei Computerspielen lernt man relativ wenig. Man verbesssert größtenteils nur seien Reaktionen (Ego-Shooter, Rennspeile,...). Spiele, bei denen man etwas lernt sind sehr selten.

Bücher hingegen fordern beinahe immer das Gehirn (Ausnahmen wie die Biografie von Dieter Bohlen gibt es natürlich auch). Beim lesen stellt man sich automatisch die beschriebenen Sachen vor, was die Krativität und das räumliche denken fördert. Es dürfte aber kein Unterschied sein, welches Medium man zum lesen nutzt.
Wichtig ist aber, dass man keine Bilder vorgesetzt bekommt (außer es ist wissenschaftlich/kompliziert genug, sodass man die Graphiken zum Verständnis braucht).

Medien, wei Fernsehen eignen sich nur bedingt zur Wissenserweiterung. Diese sind versuchen immer eine möglichst große Zielgruppe zu erreichen und strahlen ein Programm des entsprechenden Niveeaus aus.
RTL2 wird selbst einem Kleinkind nach einigen Minuten zu doof werde, während NBC dazu dienen kann seine Egnlisch kenntnisse zu verbessern und sich zusätzlich zu informieren.
 
Also Buechermuffel sind natuerlich nicht dumm.
Heutzutage gibt es sehr viele Moeglichkeiten um sich wissen und eine gute Allgemeinbildung anzueignen, das Internet ist dafuer eigentlich das bessere Medium als ein Buch.
Doch wie fast jedes Medium, haben auch Buecher Vorteile die die anderen Medien einem nicht so bieten, da waere das raeumliche Denken, das Verstehen und zusammenhaenge zu bilden. Wer viel liest, hat normalerweise auch eine saubere Aussprache, eine gute Grammatik sowie Ausdruck, einer der Buecher gaenzlich links liegen laesst kann, muss aber nicht, hier schlechter sein. Es kommt halt auf die Person selbst darauf an.
Ebenfalls muss man Buecher selbst differenziert betrachten, nicht alle Buecher sind gleich gut. ;)

Und ein gutes Computerspiel kann mitunter locker ein Buch ersetzen, das wohl beste Beispiel dafuer ist TES III: Morrowind, von den meisten absolut gehasst, doch die die das Spiel zu schaetzen gelernt haben bezeichnen es nicht umsonst als das beste TES Spiel, mitunter sogar als das beste Rollenspiel (ich gehoere dazu). ;)


Eines ist jedoch traurige Tatsache, ich moechte jetzt nicht auf Computer, Konsolen oder Fernseherbevorzuger das auslegen aber das Lesen von Buechern kommt in der großen Masse von Deutschland viel zu kurz.
Unsere kleinen Kinder werden gleich vor dem Fernseher oder Computer gesetzt, diese "Zukunftsmenschen" werden es verdammt schwer haben Buecher schaetzen zu lernen.
Ich seh da sehr Schwarz fuer Deutschland.
In Schulen wird Literatur gehasst, das Lesen von Buechern wird verachtet.
Kommentare wie: "Das dicke Bucht liest du wirklich?" ... "Echt dir ist nicht zu helfen." zeugt wie arm das ist. :(
 
ich muss mich jetzt spontan an eine leseprobe erinnern, wo sie einen haben vorlesen lassen und dann fragten ob er nicht zuhause auch lesen würde. "Ja, Teletext und so." - ich habe mich nass gemacht vor lachen ^^
 
Bücher lesen ist einfach schöner als am PC zu sitzen, davon abzuleiten das alle Nichtbuchleser dumm seien ist Quatsch.

Schließlich heißt es :Lesen bildet!

Das dies nur mit Büchern geht hab ich noch nicht gehört oder gelesen.

OMaOle
 
Es gab vor ein paar Jahren mal eine Untersuchung, laut der die Schulnoten derer, die mehr lesen besser waren, als die derer, die kaum lesen. Das war nach Lesestunden/Tag gestaffelt.
Allerdings waren die Noten derer, die über 3 Stunden/Tag lesen schlechter, als die, die 2 bis 3 Stunden/Tag lesen. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass dieser Lesekonsum nicht sehr weit verbreitet ist und man somit kein wirklich representatives Bild dieser Gruppe erzeugen kann.
Wobei es natürlicha uch Lesemuffel gibt, die hochintelligent sind.
 
Kann ich mir eigentlich nur erklären, dass die Kinder die soviel am Tag lesen, oftmals die "schwachen" Kinder sind, die sich in ihre Traumwelten flüchten, wenig soziale Kontakte haben und auch wenig Selbstbewusstsein.
Also auch nicht gerade die, die mit guten Noten auffallen sondern einfach gar nicht.^^



Das man Internet und Fernsehen zur Bildung benutzen kann.. bah.. Unsinn. Genau wie das Argument, dass es bei McDonalds Salat gibt. Diejenigen, die elektronische Medien fast ausschließlich für Bildung benutzen, verbringen auch meistens viel Zeit mit Büchern... der Zocker oder Durchschnittsjugendliche, der Wikipedia für sein Referat ausdruckt ist da wieder was anderes.
 
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