News Snapdragon C: Das kann Qualcomms Chip für 300-Dollar-Notebooks

uberLemu schrieb:
... und es bleiben trotzdem Mikrocontroller, die etwas fundamental anderes sind als Notebook-SoCs. Dazu die komplett andere Abteilung, letzten Oktober erst übernommen. Oben hast du selbst geschrieben:
Die KI-Dronen der Ukraine laufen bestimmt nicht nur mit einem Mikrocontroller, ein paar von den Videos wo russische Tanklaster gejagt werden hast du doch bestimmt schon gesehen.
uberLemu schrieb:
Ich komme hier nicht mehr so ganz mit.
Dann wirf einen Blick auf den Link den ich bereits gepostet habe:

https://docs.arduino.cc/hardware/uno-q/

Und/Oder klick dich mal von diesem Link den ich bereits gepostet habe weiter durch die Website:

https://www.qualcomm.com/internet-of-things/products/q2-series/qrb2210

Oder frag ne dusslige KI die dir das zusammenfassen soll.
 
Der Arduino und die Q2-Serie hat sicher nichts mit dem hier zu tun. Ein Wiederholen der Links nützt hier auch nichts.

Allerdings hab ich tatsächlich etwas recherchiert (anstatt nur grob von KI-Drohnen zu reden), und der Snapdragon C könnte sehr wahrscheinlich ein Snapdragon 778G bzw. viel mehr ein QCS6490 sein. Hier sind die Specs (bis auf leicht höhere Taktfrequenzen) erstaunlich ähnlich.

Für den gibt's dann zumindest Support für "Android, Qualcomm® Linux®, Ubuntu, Windows 11 IoT Enterprise". Sofern keine SecureBoot-Shenanigans wie bei den X/X2 stattfinden, könnte also Linux sogar ganz gut darauf laufen (hängt bei jeden Laptop dann noch von allen anderen verbauten Geräten ab).

V.a. wer sagt denn, dass die KI-Drohnen mit Linux laufen?
Man kann prinzipiell alle ARM-CPUs/MCUs auch baremetal programmieren. Also ganze ohne Betriebssystem bzw. nur mit ein paar Headern welche (wie Treiber) die Register und damit die verbauten Komponenten verfügbar machen. Bei den kleinen Cortex-M-MCUs durchaus sehr üblich aber auch mit den größeren Cortex-A-Kernen möglich.
Sowas hat auch den riesen Vorteil, dass man alles selbst geschrieben und in der Hand hat und nicht von Linux + alle möglichen Libraries und Programme abhängig ist. V.a. für Militär (und Avionik und sogar Automotive) sehr interessant.
 
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SirKhan schrieb:
Der Arduino und die Q2-Serie hat sicher nichts mit dem hier zu tun. Ein Wiederholen der Links nützt hier auch nichts.

Allerdings hab ich tatsächlich etwas recherchiert (anstatt nur grob von KI-Drohnen zu reden), und der Snapdragon C könnte sehr wahrscheinlich ein Snapdragon 778G bzw. viel mehr ein QCS6490 sein. Hier sind die Specs (bis auf leicht höhere Taktfrequenzen) erstaunlich ähnlich.
Und welche Serie ist das?

Dragonwing!

SirKhan schrieb:
V.a. wer sagt denn, dass die KI-Drohnen mit Linux laufen?
Ach, man bastelt sich mal eben einen neuen IP-Stack für die Kommunikation über Starlink, Videocodecs, KI-Tooling, Krypto, etc. pp. mal eben neu? Und was soll der Spaß dann kosten?
SirKhan schrieb:
Man kann prinzipiell alle ARM-CPUs/MCUs auch baremetal programmieren. Also ganze ohne Betriebssystem bzw. nur mit ein paar Headern welche (wie Treiber) die Register und damit die verbauten Komponenten verfügbar machen. Bei den kleinen Cortex-M-MCUs durchaus sehr üblich aber auch mit den größeren Cortex-A-Kernen möglich.
Damit wäre die Time to first kill einfach zu langsam.
SirKhan schrieb:
Sowas hat auch den riesen Vorteil, dass man alles selbst geschrieben und in der Hand hat und nicht von Linux + alle möglichen Libraries und Programme abhängig ist. V.a. für Militär (und Avionik und sogar Automotive) sehr interessant.
Dir ist bekannt das in einer F-35 ein lokales Kubernetes läuft, das nicht auf einem neuen DIY-OS läuft.

uberLemu schrieb:
Da würde ich sogar meine Oma drauf verwetten. Wir reden hier schließlich von Qualcomm und Microsoft.
https://radxa.com/products/dragon/q6a/
https://www.thundercomm.com/product/rubik-pi/#faq
 
foofoobar schrieb:
Ach, man bastelt sich mal eben einen neuen IP-Stack für die Kommunikation über Starlink, Videocodecs, KI-Tooling, Krypto, etc. pp. mal eben neu?
Ne. Da nimmt man libraries wie lwip oder die Hersteller-SDKs. Damit kann man das alles auch ohne großes Betriebssystem easy integrieren.
Dann gibt es auch noch kleine RTOS-Systeme wie FreeRTOS, NuttX, ChibiOS o.ä.

Gerade für Drohnen fliegen in der Ukraine wahrscheinlich durch die ganzen Minidrohnen mehr mit modifizierten Betaflight (baremetal), ArduPilot (ChibiOS) oder PX4 (NuttX) als alles andere.

foofoobar schrieb:
Nur weil es für den expliziten IoT-Chip Boards gibt wo das frei läuft heißt das noch lange nicht, dass für die vernagelte Windows-Version namens Snapdragon C nicht anders kommt. Gerade Windows 11 verlangt sehr stark nach SecureBoot und da es beim X und X2 an Board war, würde es mich sehr wundern wenn die das hier nicht integrieren. Da muss auch gar nichts am Chip selbst geändert werden dafür.
 
Stahlseele schrieb:
ist das was anderes als ein 64 bit prozessor? x.x
Japp: Die Bit beim Speicherinterface beschreiben quasi die "breite" der Verbindung bzw. die Anzahl der Datenleitungen: je mehr, desto breiter, desto mehr Speicherbandbreite, aber eben auch teurer.
64bit bei einer CPU meint im Normalfall den Adressraum, mit der diese CPU den RAM ansprechen kann und damit verbunden die maximal ansprechbare RAM größe. Bei 32bit sind es maximal 4gb RAM, bei 64bit sind es wohl im Exabyte Bereich - theoretisch.

Wenn ich mir ne Analogie aus der realen Welt ausdenke: Die Bit einer CPU ist Vergleichbar mit der Anzahl der Postleitzahlstellen und damit verbunden die maximale Anzahl unterscheidbarer Orte. Während die bit des Speicherinterfaces der Anzahl von Fahrspuren entspricht.
 
Cr4y schrieb:
64bit bei einer CPU meint im Normalfall den Adressraum, mit der diese CPU den RAM ansprechen kann
Jein. Es ist die Registerbreite der CPU, also wie viele Bits die Daten/Adressen für die eigentlichen Berechnungen haben können (ausgenommen SIMD-Erweiterungen). Es gibt auch 32bit-CPUs die Speicher weit über 32bit addressieren können.

RAM hat Addressleitungen und Datenleitungen. Hier ist von 64 Datenleitungen (64bit) die Rede (welche bei DDR5 nun auch noch in 2x32bit-Gruppen unterteilt sind).
Die Addressleitungen sind bei DDR5-DIMMs 13 Leitungen pro 32bit-Gruppe, wobei das nicht direkt die Adressbits sind sondern die nochmal nach Reihe und Spalte untergliedert sind. Ist etwas kompliziert, aber dadurch kann man etliche Leitungen einsparen (wären ja sonst nochmal 36 Leitungen um z.B. 64GB zu addressieren.

Aber grob ist es richtig. Beim RAM, bestimmt die Anzahl der Bits wieviel Daten pro Takt transportiert werden können und bei der CPU, wieviele Bits pro Operation verarbeitet werden können.
 
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SirKhan schrieb:
Ne. Da nimmt man libraries wie lwip oder die Hersteller-SDKs. Damit kann man das alles auch ohne großes Betriebssystem easy integrieren.
lwip, ist das nicht dieses Ding wo man die bytes in flight für die Sendedaten in der Applikation halten muss?
Und für Retransmits Callbacks vorhalten muss. Und wahrscheinlich ist dann auch noch das Flow-Control hundsmiserabel, insbesondere bei hohen Latenzen/Jitter und hohen Anforderungen für Bandbreiten um den Videostream übertragen zu können. Und das Ganze soll natürlich auch gut verschlüsselt sein, am besten per VPN um so wenig wie möglich über sich zu verraten.

SirKhan schrieb:
Dann gibt es auch noch kleine RTOS-Systeme wie FreeRTOS, NuttX, ChibiOS o.ä.

Gerade für Drohnen fliegen in der Ukraine wahrscheinlich durch die ganzen Minidrohnen mehr mit modifizierten Betaflight (baremetal), ArduPilot (ChibiOS) oder PX4 (NuttX) als alles andere.
Sicherlich wird für die reine Flugsteuerung/Flugstabilisierung irgendwo ein µc verbaut sein, ohne Zielsteuerung nützt das nichts, die Dinger sollen ja auch treffen.
Mittlerweile ist man da ein klein wenig weiter, die Dinger sollen ja schließlich auch bewegliche Ziele treffen die auch ausweichen und einen fetten elektromagnetischen Störnebel um sich haben um die Videoübertragung zu stören und auch mit hohen Latenzen zwischen Bediener und Drohne klarkommen.
Das erfordert einen hohen Grad an Autonomie, schau dir einfach mal die die Videos von diesen Dingern an, der Bediener klickt die Zielstruktur an und dann verfolgt die Drohne dieses Ziel autonom und so lange eine Verbindung besteht kann der Bediener das (bewegliche und ausweichende) Ziel weiter präzisieren, und das auch bei hoher Latenz.

The main feature of the Hornet UAV is its high autonomy with target detection and capture algorithms, as well as visual navigation, for which a camera looking down is needed. This allows it to be independent of satellite navigation. That is why this drone does not have a multi-element anti-jamming GPS system.
The module based on the Qualcomm QCS5430 processor is responsible for executing all algorithms with artificial intelligence elements, and the databases are stored on a 128 Gb drive, another 64 Gb drive is used for software.
[... ]
It is known that now the Ukrainian military is already actively using Starlink terminals on the Hornet UAV, which allows them not to be bothered by russian electronic warfare equipment. russians also complain that mesh modems were also noticed on these drones, which together may indicate the intention of the Ukrainian side to deepen the strikes through relaying.
https://en.defence-ua.com/weapon_an...from_and_what_are_its_key_features-18597.html

Und für die verschiedenen Übertragungswege will man auch nicht monatelang warten bis das die Entwickler auf einem µc einigermassen stabil hingefrickelt haben. Und wenn der Gegner wirksame Gegenmaßnahmen gefunden will man die natürlich auch so schnell wie möglich überwinden, da ist möglichst viel DIY einfach nur kontraproduktiv und zu langsam. Und man will natürlich auch diese Dinger möglichst schnell patchen können um neue Features in Feld zu bringen. Und wenn man eine neue CPU/SOC verbaut will man natürlich auch nicht Monate warten bis das läuft. Oder weil gerade nur Starlink-Terminal nur WIFI und ohne Ethernet verfügbar will man auch nicht wieder Monate warten bis endlich eine WIFI-Stack fertig ist.

Und der Artikel ist vom Mai dieses Jahres, da hat sich sicherlich schon wieder einiges geändert.

Und Teile dieser Technologie wird man sicherlich auch nutzen um bei den Raffinieren möglichst gut die Kolonnen zu treffen und WB-Lager möglichst in der Mitte, und Öltanks in der Mitte etc. pp..

SirKhan schrieb:
Nur weil es für den expliziten IoT-Chip Boards gibt wo das frei läuft heißt das noch lange nicht, dass für die vernagelte Windows-Version namens Snapdragon C nicht anders kommt. Gerade Windows 11 verlangt sehr stark nach SecureBoot und da es beim X und X2 an Board war, würde es mich sehr wundern wenn die das hier nicht integrieren. Da muss auch gar nichts am Chip selbst geändert werden dafür.
Ich gehe eh nicht davon aus das Windows auf ARM jemals ein grosser Markt werden wird.
 
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foofoobar schrieb:
Ich gehe eh nicht davon aus das Windows auf ARM jemals ein grosser Markt werden wird.
Und wie groß ist der Markt für die Snapdragon X und X2-Laptops für Linux?

foofoobar schrieb:
lwip, ist das nicht dieses Ding wo man die bytes in flight für die Sendedaten in der Applikation halten muss?
Es ist ein TCP/IP-Stack. Wie alle TCP/IP-Stacks ist TCP stateful und UDP stateless. Kann man mit machen was man will. Also genau das was hier in den Raum geworfen wurde:
foofoobar schrieb:
Ach, man bastelt sich mal eben einen neuen IP-Stack
:rolleyes:
 
SirKhan schrieb:
Und wie groß ist der Markt für die Snapdragon X und X2-Laptops für Linux?
Keine Ahnung, aber es wird sicherlich Gründe geben warum Qualcomm jetzt in IOT, upstream Linux und so weiter macht. Windows ist halt wesentlich fester an X64 genagelt als Linux.
SirKhan schrieb:
Es ist ein TCP/IP-Stack. Wie alle TCP/IP-Stacks ist TCP stateful und UDP stateless. Kann man mit machen was man will. Also genau das was hier in den Raum geworfen wurde:
Wahrscheinlich hast du es noch nie mit einem dieser ganzen rottigen IP-Stacks zu tun gehabt die da draußen leider immer noch rum schwirren, und nur bei schönen Wetter im Kabel einigermasssen funktionieren.

Und es ist gut das du für Ukraine keine Design Entscheidungen triffst, sonst wäre die Ukraine längst die Privat-Hölle Putins.
 
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