News Snapdragon X70: Qualcomm baut ersten 5G-SA-mmWave-Link ohne Anker auf

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Im Rahmen der Hausmesse 5G Summit hat Qualcomm den erfolgreichen Aufbau einer 5G-SA-Verbindung im Millimeterwellenspektrum ohne den üblicherweise benötigten Anker im Sub-6-GHz-Spektrum bekannt gegeben. Qualcomms Modem-RF-Lösung der 5. Generation soll zum Ende des Jahres in ersten Smartphones zum Einsatz kommen.

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Uff, da habe ich eine doofe Frage: ist das überhaupt sinnvoll?
Mit 5GHz im WLAN (ja, WLAN != Mobilfunk, aber Physik trifft bei beiden zu) kommt
man kaum ums Eck, wie sieht dass dann bei 26GHz?

Werden dann alle 5m Femto-Zellen aufgebaut?
 
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@GTrash81
Naja, wenn sich zig Zellen und deren Reflektionen überlagern ist das recht bescheiden für alle Teilnehmer in allen betroffenen Zellen. Mit geringerer Reichweite wird dieses Problem minimiert.
Und ja, das ergibt kleine Zellen, die fast nur mit direkter Sichtverbindung funktionieren und es ist oft nur sinnvoll für hochfrequentierte Orte.

Sinnvoll ist es wahrscheinlich auch für mobile Basisstationen für Veranstaltungen unter freiem Himmel. Bei einer Reichweite von ~1km kann man so mit 5g mmWave deutlich mehr Klienten versorgen, als es nur mit 5Ghz möglich wäre.
 
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GTrash81 schrieb:
Uff, da habe ich eine doofe Frage: ist das überhaupt sinnvoll?
Mit 5GHz im WLAN (ja, WLAN != Mobilfunk, aber Physik trifft bei beiden zu) kommt
man kaum ums Eck, wie sieht dass dann bei 26GHz?

Werden dann alle 5m Femto-Zellen aufgebaut?
Ja solche System sind z.B. für private Netze gedacht wie in der Industrie, in Bürogebäuden oder auch z.B. auf einem Messegelände.
 
Man kann über Qualcomm sagen, was man will (über angebliche oder faktische Wettbewerbsverzerrungen durch Bindungen von Kunden an Qualcomm in Form von Lizenz-Zahlungen), aber Qualcomm ist und bleibt de-facto im mobilen Bereich ziemlicher Technologie-Führer und reißt einen Meilenstein nach dem nächsten.

Weil Effizienz und Stromaufnahme ist immer ein kritischer Punkt, den Qualcomm so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen versucht, bevor die Produkte ausgerollt werden.

Von sowas konnte Intel als sie noch im Modem-Geschäft waren nur träumen …
Kein Wunder also, daß man sich damals ungeniert bei Qualcomm bediente (nachdem Intel es wieder mal nicht selbst hinkriegte), als Apple Intel Qualcomm-Interna und Blaupausen über patentierte Prinzipien und Technologien zuzustecken versuchte. Glücklicherweise ist selbst Apple's/Intel's Industrie-Spionage nach hinten los gegangen und Apple mußte am Ende des Tages für Intel's Inkompetenz die teure Zeche zahlen.

Der Grund, weswegen Apple Intel's gesamte Modem-Sparte für 'nen Apple und ein Ei bekam, ist nämlich, weil Apple den Rest der Summe schon vorher in den Patent-Streitigkeiten an Qualcomm abdrücken mußte. Und ich gehe jede Wette, daß Apple hinter vorgehaltener Hand Intel indirekt gedroht hat, das mit dem Technologie-Diebstahl an die große Glocke zu hängen und Intel selbst anzuschwärzen (für den Fall, daß Apple die Sparte nicht für einen schmalen Taler bekommen hätte). War praktisch Erpressung für Intel.

Am Ende bekam Apple Intel's Sparte für schmales Geld und hat im Settlement mit Qualcomm eine Klausel reinkriegen können, daß man sich 6 Jahre gegenseitig nicht wegen Patent-Streitigkeiten verklagen kann.

Von Apple ziemlich genial gelöst worden. Nicht nur Intel ausgespielt und die mobile Sparte gekriegt, sondern kann auch fröhlich vor Qualcomm's Augen sich derer Technologien bedienen und Qualcomm muß währenddessen stillsitzen (selbst wenn evidenter Patent-Diebstahl erwiesenermaßen im Raume steht)!

Meine Güte war das ein Coup von Cook, hat beide erst angeschwärzt und lässt danach nochmal beide für alle Zukunft schmoren! xD

TechFA
 
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