News Social-Media-Verbot für unter 16-jährige: Australien sperrt 4,7 Millionen Konten bei Facebook und Co

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Floorp schrieb:
Ein Verbot ist doch nur Symptom Bekaempfung. Einfach in Aufklaerung investieren. Hat bei Religion zum Teil auch geklappt.
Aufklärung bringt leider rein gar nichts gegen die süchtig (Dopamin) machenden Algorithmen. Das läuft gerade bei Kindern und jungen Jugendlichen komplett auf der emotionalen Ebene und ich wage zu behaupten bei vielen Erwachsenen auch, die nicht vom Doomscrolling lassen können.

Und wer meint Social Media ersetze soziale Kontakte hat insofern Recht, als dass sie sie tatsächlich "ersetzen", was zu abnehmenden sozialen Kompetenzen führt.
 
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Elverado schrieb:
Das kann man doch auch problemlos ohne Account anschauen?
Die Sperrung der Konten bedeutet bei Youtube doch nur, dass du weder angeschrieben werden kannst, noch selber Kommentare verfassen kannst - abseits natürlich dessen, dass man keine Videos uploaden kann.
Insofern sehe ich das nicht als problematisch.
Ist es sehr wohl, da es auch Bildungskanäle betrifft - einfach alles. Zudem bedeutet eine Alterskontrolle schlussendlich, dass sich alle ausweisen müssen, ob sie es denn nun wollen oder nicht. Sprich ID, FaceScan, Kreditkarte etc. Es geht nicht um den Jugendschutz sondern um Kontrolle - nichts anderes. Alles andere ist naiv. Bezüglich Australien einfach mal nachlesen, wie die Jugendlichen das bspw. via VPN umgehen. Das zeigt sich auch, dass bspw. X für Jugendliche gesperrt wurde, Bluesky aber nicht.

Dies wäre Sache der Eltern nicht des Staates, es braucht daher mehr (Aus)bildung der Eltern und Bildung der Jugendlichen in der Schule, aber nicht starre Verbote. Wohlgemerkt, bei Pornoseiten darf es durchaus eine Alterskontrolle geben, aber hier geht es um Social Media.
 
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Ich bin erstaunt wie viele für ein solches Verbot sind. Bei uns in Deutschland würde das zudem ja auch gleich in Richtung Echtnamenpflicht abbiegen, das fordern ja eh schon diverse Politiker die ein Problem mit Kritik haben.
 
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daVinci schrieb:
Es sind ja nicht grundsätzlich die Blagen, von denen problematische Inhalte kommen...
Also wer Kinder als "Blagen" bezeichnet...
 
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WebBeat84 schrieb:
Gut so! Brauchen wir hier auch, aber nur eine Partei ist dafür... Die hat zum Glück die meisten Stimmen aktuell... Mal abwarten...
Du meinst die Partei, die die Korruption der anderen Parteien beenden wollte und gegen die im letzten Jahr 1,1 Millionen von den insgesamt 1,7 Millionen Euro an vom Bundestag verhängten Strafen wegen nicht richtig gemeldeten Spenden verhängt wurde? Also mehr als alle anderen Parteien zusammen? Oder die Partei, die ebenfalls mehr verurteilte Straftäter im Bundestag sitzen haben als ebenfalls alle anderen Parteien zusammen? Und bei deren Abgebordneten regelmäßig die Immunitäten aufgehoben werden?

Die Partei meinst Du?
 
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Cr4y schrieb:
Für vernünftige Menschen werden solche Gesetze ja auch nicht geschrieben. Manchmal muss der Gesetzgeber einschreiten, um die Kinder vor den Eltern zu schützen, weil die es nicht ordentlich gebacken bekommen.
Dann hast Du den Rest meines Beitrages nicht gelesen. Es geht um das Vermitteln von Miedienkompetenzen - dann braucht es keine Verbote.
 
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Cool Master schrieb:
Als Millennial kann ich mich noch Ende der 90er und Anfang der 2000er erinnern indem Medienkompetenz gelehrt wurde. Vor allem mit dem Punkt im Internet nicht alles direkt zu glauben. Das wurde von den vorherigen und nachfolgenden Generationen irgendwie über die letzen ~20 Jahre verlernt.
Nein, wurde es nicht, es wurde nur nicht mehr gelehrt. An der Schule unseres Juniors herrscht ein - nachweislich - völlig rechtswidriges Smartphone-Verbot. Ist ja eben auch einfacher, als Medienkompetenzen zu vermitteln. Was interessieren schon die ganzen Experten, die durch die Bank weg gegen solche Verbote sind.


Cool Master schrieb:
Da bist du die wohl die Ausnahme!
Das spielt dabei keine Rolle. Es zeigt aber, dass es wirkt - daher sind die Schulen gefragt. Und zumindest in NRW gehört die Vermittlung von Medienkompetenzen zum Bildungsauftrag von Schule.

Haben die Stop-Schilder damals was gebracht?
 
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Sun-Berg schrieb:
Aufklärung bringt leider rein gar nichts gegen die süchtig (Dopamin) machenden Algorithmen. Das läuft gerade bei Kindern und jungen Jugendlichen komplett auf der emotionalen Ebene und ich wage zu behaupten bei vielen Erwachsenen auch, die nicht vom Doomscrolling lassen können.
Seltsam dass unser Junior Null interesse an Facebook, TikTok & Co hat. Woher das wohl kommen mag?
 
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Blutomen schrieb:
Klar .. schließt die Jugendliche einfach von der Sozialen-Teilhabe aus. In einer digitalisierten Welt - wer braucht da schon Social-Media? Steinzeitliche Rauchzeichen gehen ja auch.

Interessant wie stark die VPN Nutzung in Australien gestiegen ist. :D
social media > ein missgestaltetes Wortkonstrukt

früher haben wir facebook tatsächlich genutzt um uns zu verabreden, wer wann wo ist und wo es etwas gibt, mittlerweile ist das ein Selbstbeweihräucherungsladen für irgendwelche dahergelaufenen "Influencer" oder sonstigen Kuchenback, "Lifehack" was weiß Typen geworden

wessen soziales Umfeld von diesem künstlichen Schmarrn abhängt, der hat kein soziales Leben mehr
 
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mischaef schrieb:
Nein, wurde es nicht, es wurde nur nicht mehr gelehrt. An der Schule unseres Juniors herrscht ein - nachweislich - völlig rechtswidriges Smartphone-Verbot. Ist ja eben auch einfacher, als Medienkompetenzen zu vermitteln. Was interessieren schon die ganzen Experten, die durch die Bank weg gegen solche Verbote sind.

Klar wird es noch gelehrt, es interessiert nur niemanden und vor allem die Eltern nicht. Ich frage mich allerdings, wozu es diese noch gibt, machen die heutzutage überhaupt noch was, oder liegt inzwischen echt alles an der Schule? Früher hat man da nur so Sachen wie Bildung gelernt und den Rest gab's Zuhause, heute scheint sich das deutlich verschoben zu haben. Und dann sind die Schulen wieder Schuld.

Das Problem sind nicht die Schulen, die Medien oder was auch immer, sondern die Eltern!
 
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Blutomen schrieb:
Klar .. schließt die Jugendliche einfach von der Sozialen-Teilhabe aus. In einer digitalisierten Welt - wer braucht da schon Social-Media? Steinzeitliche Rauchzeichen gehen ja auch.

Interessant wie stark die VPN Nutzung in Australien gestiegen ist. :D
Ja gut, aber ich lebe auch gut ohne Sozial Media. Kann mit niemand erzählen das Facebook/Instagram/Tiktok und wie das alles heisst notwendig ist um gut leben zu können.

Was am Internet Sozial sein soll verstehe ich eh nicht. Sozial ist echte Begegnung!
 
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Cool Master schrieb:
So etwas brauchen wir auch, gibt ja schon div. Studien die besagen, dass Social Media in jungen Jahren mehr schadet als gut tut vor allem bei jungen Mädchen.

Aber bei unseren Dinos im Bundestag wird da nichts passieren.
Wann hat die Politik eigentlich einen Erziehungsauftrag vom Souverän bekommen?
 
mischaef schrieb:
Dann hast Du den Rest meines Beitrages nicht gelesen. Es geht um das Vermitteln von Miedienkompetenzen - dann braucht es keine Verbot
Doch habe ich. Aber für mich, bzw. für meinen Punkt, macht das keinen Unterschied. Wer kein Bewusstsein für die Schadhaftigkeit dieser Netzwerke hat, hat auch keine Kompetenz, dass den Kindern zu vermitteln.
Schule kann das auch kaum übernehmen, sowas nimmt doch keiner ernst, der es schon nutzt.

Es diskutiert ja auch keiner mehr über das Alkohol- und Rauchverbot für Minderjährige. Wenn du als Kind in einem entsprechenden Haushalt groß wirst, ist das Risiko ebenfalls süchtig zu werden deutlich erhöht. Wenn deine Eltern tiktok zombies sind, welche Chancen denkst du, haben deren Kinder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Verbot behebt halt nicht das Problem, dass sich ein Großteil der Nutzer (egal welchen Alters) lieber brainrot content und sinnlosen Influencer-Müll reinzieht, statt sich mit den durchaus ebenfalls vorhandenen sehr guten Inhalten zu beschäftigen, die einige Leute erstellen. Und das ist doch in anderen Medien genauso... die Mehrheit "liest" halt lieber BILD und konsumiert im Fernsehen schwachsinnigen Reality-TV Kram, statt sich mit etwas zu beschäftigen, das etwas mehr Substanz hat.

Sinnvoller als solche Verbote wäre wohl, dass man sich etwas mehr mit Medienkompetenz im Allgemeinen auseinandersetzt im Bildungssystem, die Vor- und Nachteile sowie Potentiale und Gefahren von (Social) Media bespricht und vor allem junge Menschen im Umgang mit fake news, AI Slop u.ä. schult.
 
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Ich wünsche mir diesen Schritt in Deutschland sehr! Die müssen endlich von dieser Sucht befreit werden. Und die Eltern sind einfach nicht mehr bereit, Konflikte mit ihren Kindern einzugehen und vernachlässigen, z.T. durch Benutzung dieser ganzen Kacke, ihre Erziehungsaufgaben. Und dann irgendwann ist es zu spät und die Konflikte zuhause starten teils heftig.

Wir alle hier wissen, viel Power ein heutiges Smartphone hat und welchen Unsinn man damit anfangen kann. Das darf nicht einfach so an Kinder und Jugendliche gegeben werden. Ich bin mir 100% sicher, dass man in 30 Jahren geschockt sein wird darüber, dass das mal legal war. Hoffentlich schon früher.

Messaging muss Geld kosten mit Vertrag und dann überlegen wir Erwachsenen uns es wohl, ob wir uns nicht doch lieber treffen sollten.;)
 
Gut so und hier in der EU ebenfalls bitter nötig!
 
Ja, junge Menschen unter 16 Jahren verbringen sehr viel Zeit in den sozialen Medien, aus meiner Sicht zu viel. Mein Problem dabei ist, dass sie dadurch fast ausschließlich der politischen Einflussnahme an unseren Schulen ausgesetzt sind. So wächst eine Generation heran, die aus meiner Sicht hoffnungslos verloren sein könnte. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, soll es dann auch noch ein Wahlrecht ab 16 geben, bei dem diese ganze Indoktrination voll zum Tragen käme. Besonders in Deutschland halte ich das für äußerst bedenklich.
 
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