News Social-Media-Verbot für unter 16-jährige: Australien sperrt 4,7 Millionen Konten bei Facebook und Co

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mischaef schrieb:
Nein, wurde es nicht, es wurde nur nicht mehr gelehrt.

Der Logik her würde das ja dann nur die jüngeren betreffen. Ich sehe aber sowohl bei jungen als auch bei 40+ Jahre alten Leuten die immer mehr auf Verschwörungstheorien gehen und jeden Müll sofort glauben Stichwort "ichbin40undschwurbler".

mischaef schrieb:
An der Schule unseres Juniors herrscht ein - nachweislich - völlig rechtswidriges Smartphone-Verbot. Ist ja eben auch einfacher, als Medienkompetenzen zu vermitteln. Was interessieren schon die ganzen Experten, die durch die Bank weg gegen solche Verbote sind.

Dann ab zur Polizei und Anzeige erstatten wenn es nachgewiesen ist. Ich würde allerdings sagen es ist erlaubt weil es eine schulrechtliche Regelungen ist sowie, in meinen Augen, durchaus verhältnismäßig ist. Das gab es schon zu meiner Zeit, dass man es zwar mitnehmen durfte aber nicht nutzen durfte. Was ich wie gesagt vollkommen ok finde und wenn man mal drauf geschaut hat war das auch kein Problem.

mischaef schrieb:
daher sind die Schulen gefragt.

Was sollen die Schulen noch alles machen? Zumal wer soll es machen. Es gibt ja jetzt schon kaum Lehrer und dann muss sich auch noch einer finden der das (freiwillig) macht. Ich hatte damals Glück weil der Mathe Lehrer das freiwillig gemacht hat und ich er uns halt wirklich nicht nur Logik bei Mathe gelernt hat sondern die Logik auch auf andere Aspekte anzuwenden.

mischaef schrieb:
Haben die Stop-Schilder damals was gebracht?

Nein, aber was erwartest du von der Flinten-Uschi ähhh Zensursula? Das war schon damals nichts weil schon damals besagte Seiten nicht im Clear-Web sondern im aufkommenden Darknet aka TOR waren.
 
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Einfach mal die Eltern zur Verantwortung ziehen. Aber das alles ist nicht so einfach umzusetzen.
 
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Unverhältnismäßige, übermäßige und drakonische Verbote und Eingriffe in die Freiheit gutzuheißen zeugt nicht unbedingt von Intelligenz.

Das sind faule und unüberlegte Methoden, die lediglich Symptome bekämpfen. (und selbst das nicht gut)

Australien ist (nicht nur damit) auf einem erschreckend dunklen und eindeutig falschen Weg.
Dass das von einigen Deutschen hier befürwortet wird, ist leider nicht überraschend.

Es bleibt zu hoffen, dass bald wieder Vernunft einkehrt und man sich um Bildung und Medienkompetenz kümmert, statt Freiheitsrechte und den Zugang zu Informationen einzuschränken.
 
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Sowas sollte in einer freiheitlichen Demokratie, wie wir sie in der EU haben, nicht geben. Der Gedanke ist sicher nicht falsch, die dafür notwendigen Kontrollen mit unserer Grundordnung jedoch inkompatibel und somit die Kosten zu hoch.
 
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Cr4y schrieb:
Wenn es die Eltern nicht selbst hinbekommen, muss es so wohl umgesetzt werden.
Ist erstaunlich, wie so manche Eltern die Kinderbetreuung schon ab 1 oder 2 Jahren an das Tablet abgeben. Da wird sich erst recht keine Gedanken über die Auswirkungen von modernem Social Media gemacht. Je weniger dort sind, desto geringer der soziale Druck.
Easy cheesy, wenn man sich nicht mit seinem Kind beschäftigen, einfach rausgehn oder Ausflüge unternehmen will.
Gibt nix besseres, mein Zwerg würd den ganzen nur Müll konsumieren, egal was läuft, Hauptsache reingucken. Ist halt bei den Eltern dieser Kids nichts anderes.

Mit Medienkompetenz hat das rein gar nichts zu tun...
 
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@H3rby
Woher sollen die Eltern den die Kenntnisse hernehmen? Wann sollen die das auch noch machen? Wir konnten es unserem Junior deswegen beibringen, weil ich beruflich jeden Tag damit zu tun habe. Aber Eltern, wo die Kinder jeden Tag bis Nachmittags in der Schule sind, damit beide Arbeiten können, um über die Runden zu kommen? Du machst es Dir dann doch ein wenig zu einfach.

Und nochmal: Hier in NRW gehört die Vermittlung von Medien-Kompetenzen zum Bildungsauftrag von Schule - nur an dem Gymnasium, auf dem unser Sohn ist, wird da nichts vermittelt...
 
Sebaz360 schrieb:
Ohne Altersprüfung wird das doch sowieso umgangen. Die Nutzer geben ein falsches Geburtsdatum und schon gehts weiter.

Und du meinst das fällt nicht auf, wenn Jugendliche Fotos teilen, wo sie und ihre Freunde drauf sind?
 
Cr4y schrieb:
Schule kann das auch kaum übernehmen, sowas nimmt doch keiner ernst, der es schon nutzt.
Finde ich ein wenig weit hergeholt. Den Jugendlichen kann beispielsweise mal klar gemacht werden, warum so um sie geworben wird...da gibt es viele Möglichkeiten...aber wenn Du meinst...
Ergänzung ()

Cool Master schrieb:
Der Logik her würde das ja dann nur die jüngeren betreffen. Ich sehe aber sowohl bei jungen als auch bei 40+ Jahre alten Leuten die immer mehr auf Verschwörungstheorien gehen und jeden Müll sofort glauben Stichwort "ichbin40undschwurbler".
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich bin in den 80ern zur Schule gegangen. Wir haben noch in der analogen Zeit beigebracht bekommen, wie mit Quellen und so umgegangen werden muss. Ich halte mich da heute noch drann und es passt immer noch. Und dennoch gibt es genügend Schwurbler in meinem Alter.

Wenn ich aber sehe, wie das auf dem Gymnasium meines Sohnes ist, dann bekommen die das so nicht mehr beigebracht. Also hat sich was geändert.

Cool Master schrieb:
Dann ab zur Polizei und Anzeige erstatten wenn es nachgewiesen ist.
Bitte mal nachdenken. Das hat nichts mit der Polizei zu tun, sondern dagegen muss geklagt werden. Wenn Du das Geld für solch einen Prozess hast, lass es mich wissen-


Cool Master schrieb:
Ich würde allerdings sagen es ist erlaubt weil es eine schulrechtliche Regelungen ist sowie, in meinen Augen, durchaus verhältnismäßig ist.
Woher willst Du das wissen? Du weisst doch gar nicht, wie die Regeln ausgestalltet sind. Woher willst Du also wissen, dass es verhältmnismäßig ist?

Cool Master schrieb:
Das gab es schon zu meiner Zeit, dass man es zwar mitnehmen durfte aber nicht nutzen durfte. Was ich wie gesagt vollkommen ok finde und wenn man mal drauf geschaut hat war das auch kein Problem.
Es geht dabei aber nicht um das Verbot selbst, sondern um die Konsequenzen. Also bitte nicht irgendwas meinen, wenn man den Rahmen nicht kennt.

Cool Master schrieb:
Was sollen die Schulen noch alles machen?
In NRW gehört die Vermittlung von Medienkompetenzen zum Bildungsauftrag von Schule. Wiederhole ich hier jetzt schon zum X-ten mal.
Cool Master schrieb:
Zumal wer soll es machen.
Aber Eltern über 50 oder noch älter sollen das? Wenn in der Schule mit iPad & Co gearbeitet wird, dann gehört so etwas ach dazu.
Ergänzung ()

Zulgohlan schrieb:
Easy cheesy, wenn man sich nicht mit seinem Kind beschäftigen, einfach rausgehn oder Ausflüge unternehmen will.
Meine Güte...Du kennst also alle Eltern? Was sollen solche Verallgemeinerungen? Woher nimmt man bitte so viel Arroganz?


@Topic
Vor allem fällt mir eines auf: Hier dürften sicherlich einige ein Verbot fordern, die selber Kinder haben. Eigentlich geben diese damit zu, dass sie das Smartphone-Verhalten ihrer Kinder nicht im Griff haben. Traurig.
 
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mischaef schrieb:
Und nochmal: Hier in NRW gehört die Vermittlung von Medien-Kompetenzen zum Bildungsauftrag von Schule - nur an dem Gymnasium, auf dem unser Sohn ist, wird da nichts vermittelt...
Das ist Schade, denn das Thema "Sicher im Netz" ist bereits bei meinem 8 Jährigen Teil des Lehrplans, ebenso der Umgang mit Tablets und das spielerische Heranführen an Programmierung.

Soziale Netzwerke allein zu verteufeln ist in meinen Augen aber auch nicht der optimale Weg, da werden alternative Wege zum konsumieren gesucht, ich finde deshalb den Fokus auf Medienkompetenz viel wichtiger.
Mit dem erreichen des 16., 18. oder 40. Lebensjahres kommen einem diese Fähigkeiten nicht zugeflogen, das sind Dinge, die man erlernen muss, durch Hören, durch Sehen, durch Erleben im geschützten Raum.
Deshalb ist eine Sperre bis Alter X in meinen Augen nicht zielführend, auch wenn ich der Meinung bin, das gegen Desinformation und Manipulation vorgegangen werden sollte.

Ich finde es daher richtig und wichtig, das es Teil des Schulunterichtes ist, denn ich hätte zuhause überhaupt nicht die Möglichkeiten, all das zu machen, was in der Schule gemacht wird.
Ich kann ihm aber zumindest weiterführende Informationen vermitteln, teilweise muss ich da auch selbst noch Recherchieren, aber das mache ich gerne.
IT ist ein wichtiger Aspekt unseres Lebens und da möchte ich meine Kinder auch zeitnah heranführen, natürlich mit der entsprechenden Sorgfalt und Aufbau einer Medienkompetenz, das sie auch die Dinge, die man im Netz so sieht einschätzen kann.

Wie so viele Sachen, ist das etwas, was meiner Ansicht nach durch Schule und Elternhaus vermittelt werden muss, ähnlich wie Sozialkompetenzen.
 
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mykoma schrieb:
Das ist Schade, denn das Thema "Sicher im Netz" ist bereits bei meinem 8 Jährigen Teil des Lehrplans, ebenso der Umgang mit Tablets und das spielerische Heranführen an Programmierung.
Das traurige ist, dass das Gymnasium auf der anderen Seite einen großen Teil des Unterrichts mit iPads bestreitet, mit ChatGPT arbeitet und sich auch ansonsten so digital präsentiert...aber dann nicht mal die Basics durchnimmt. Dann wird zwar mal in einer Projektwoche zum Thema Mobbing Facebook & Co gestreift, aber das war es dann auch schon.

mykoma schrieb:
Soziale Netzwerke allein zu verteufeln ist in meinen Augen aber auch nicht der optimale Weg, da werden alternative Wege zum konsumieren gesucht, ich finde deshalb den Fokus auf Medienkompetenz viel wichtiger.
Mit dem erreichen des 16., 18. oder 40. Lebensjahres kommen einem diese Fähigkeiten nicht zugeflogen, das sind Dinge, die man erlernen muss, durch Hören, durch Sehen, durch Erleben im geschützten Raum.
Später muss man ja auch erst mal wieder die Zeit dafür haben.

mykoma schrieb:
Deshalb ist eine Sperre bis Alter X in meinen Augen nicht zielführend, auch wenn ich der Meinung bin, das gegen Desinformation und Manipulation vorgegangen werden sollte.
Du hast es oben schon angedeutet: Mit 16 bedeutet es dann noch lange nicht, dass die Jugendlichen dann besser mit den Sachen im Netz umgehen können...es hat ihnen bis dahin ja auch keiner beigebracht. Und so viel vernünftiger sind die dann auch nicht.
 
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mischaef schrieb:
In NRW gehört die Vermittlung von Medienkompetenzen zum Bildungsauftrag von Schule. Wiederhole ich hier jetzt schon zum X-ten mal.

Aber Eltern über 50 oder noch älter sollen das? Wenn in der Schule mit iPad & Co gearbeitet wird, dann gehört so etwas ach dazu.
Ergänzung ()
Wenn man tiktok, fb und andere konsorten mit Medienkompeenz gleichsetzt, mangelt es wohl an eben dieser.
mischaef schrieb:
Meine Güte...Du kennst also alle Eltern? Was sollen solche Verallgemeinerungen? Woher nimmt man bitte so viel Arroganz?
Nein, ich kenne nicht alle Eltern, du hast mich ertappt :) Aber bei Gott sehr, sehr viele Eltern. Das allgemeine Conclusio zu diesem Thema spricht eine sehr eindeutige Sprache.
mischaef schrieb:
@Topic
Vor allem fällt mir eines auf: Hier dürften sicherlich einige ein Verbot fordern, die selber Kinder haben. Eigentlich geben diese damit zu, dass sie das Smartphone-Verhalten ihrer Kinder nicht im Griff haben. Traurig.
Es scheinen wohl die unzähligen Empfehlungen, basierend auf unzähligen evidenten Studien, zu maximaler Bildschirmzeit über alle Altergruppen an die Kinder und nicht an die Eltern gerichtet zu sein, jene die Zeit ggf minimieren sollten...

Dreck zu konsumieren fördert niemanden in irgendeiner Art und Weise.

"Das Smartphone-Verhalten ihrer Kinder nicht im Griff haben" Mehr Präpotenz und Arrgoanz kann man kaum in einen Satz packen. Traurig.
 
Zulgohlan schrieb:
Nein, ich kenne nicht alle Eltern, du hast mich ertappt :) Aber bei Gott sehr, sehr viele Eltern. Das allgemeine Conclusio zu diesem Thema spricht eine sehr eindeutige Sprache.
Welches "Conclusio"? Nur weil die meisten dann nach ihrem Bauchgefühl gehen, was nie wirklich die Realität abbildet? In meinem Umfeld ist es genau anders. Was sagt das also? Genau: Nichts.


Zulgohlan schrieb:
Es scheinen wohl die unzähligen Empfehlungen, basierend auf unzähligen evidenten Studien, zu maximaler Bildschirmzeit über alle Altergruppen an die Kinder und nicht an die Eltern gerichtet zu sein, jene die Zeit ggf minimieren sollten...
Ja, Du ziehst aber die falschen Schlüsse daraus. Denn selbst wenn Kinderschutzbünde und Lehrerverbände gegen ein generelles Verbot sind, sollte man aufhorchen. Natürlich sollte die Bildschirmzeit reduziert werden...aber das ist aber eben mit der Vermittlung entsprechender Kompetenzen nachhaltiger als mit einem Verbot, wo die Kids gar nichts lernen.

Zulgohlan schrieb:
"Das Smartphone-Verhalten ihrer Kinder nicht im Griff haben" Mehr Präpotenz und Arrgoanz kann man kaum in einen Satz packen. Traurig.
Und warum fordern so viele Eltern ein Verbot? Diese Frage wirst Du mir mit großer Wahrscheinlichkeit nicht beantworten können ohne mir dabei zuzustimmen. Wenn die Kinder damit kein Problem hätten, dann würden die Eltern auch kein Verbot fordern, weil es gar kein Problem gibt. Aber wenn sie es fordern, schaut es anscheinend anders aus. Oder sie befürchten, dass es einmal zu einem Problem werden könnte.

Wie oben beschrieben: Wir haben es "im Griff" und haben die Probleme nicht - Facebook, TikTok & Co sind für unseren Junior völlig uninteressant. Zudem hat er einen gesunden Umgang mit seinem Smartphone.
 
Zuletzt bearbeitet:
Grundsätzlich halte ich nichts von Sperren und Verboten, gerade im Bezug auf das Netz.
Andererseits muss ich einfach sagen, dass die 2000er einfach vorbei sind, die Zeit kleiner unschuldiger sozialer Blasen (Foren) und Chaträumen ist vorbei.
Auch wurde schon mehrfach auf die hässliche Fratze der sozialen Medien hingewiesen, die alles für tun um die "Nutzerinteraktion zu verbessern" und vor allem zu verlängern. Bisherige Ver

Ich werde für meine Kinder so lange wie möglich versuchen sie von derlei Netzwerken und auch vom Smartphone fern zu halten und hoffe, wenn sie das Alter erreicht haben, ihnen nahebringen kann, dass Insta und Co keine erstrebenswerte Orte zum aufhalten sind.

Von Eltern verlangen, dass sie ihren Sprösslingen Medienkompetenz beibringen, hat selbst keine Kinder. Das können Die, die es interessiert, eine Ahnung haben und es auch wollen. Da fällt ein Teil schonmal raus, allein durch die alltäglichen Belastungen, die Job Haushalt und Kinder eben so mit sich bringen.

Schule...pffff, das ist ein sehr löchriger Teppich. Wenn überhaupt Lehrer sind, dann gibts hier in BW in Klasse 5 das Fach Medienbildung, was einmal alles abdecken soll. Das halte ich für sehr optimistisch. Wahrscheinlich wird das noch in andere Fächer mit rein verwoben. Wiederum an der Realschule wurde das Fach Gemeinschaftskunde(also das Fach wo es noch am ehesten zu Sprache hätte kommen können) mit Kochen/Nähen verheiratet. Und auch da brauchts dann ein*e Lehrer*in, welche darin firm sind.
Von den ganzen anderen Defiziten des Schulsystems mal ganz abgesehen.

Ist das ein guter Weg in Australien? Sicher nicht, aber ein gangbarer.

Blutomen schrieb:
Klar .. schließt die Jugendliche einfach von der Sozialen-Teilhabe aus.
Millionen von Jugendlichen werden in digitaler Isolation vor ihren Handy siechen.
Blutomen schrieb:
Interessant wie stark die VPN Nutzung in Australien gestiegen ist
Dann haben ein paar jugendliche was über VPN gelernt (vielleicht) und können sich nun überlegen ob sie wirklich monatlich für Soziale Medien zahlen wollen, wo 80% der Klasse aber fehlen.
mischaef schrieb:
Eigentlich geben diese damit zu, dass sie das Smartphone-Verhalten ihrer Kinder nicht im Griff haben.
Na haben ja auch noch kein Smartphone ;)
Dennoch halte ich die Aussage für Arrogant.
Beispiel Schokolade:
Wenn ich meinen Beiden jeweils eine Tafel Schokolade hinlege, wird die Große die Tafel in Gänze verdrücken und sich Gründe ausdenken, warum sie jetzt noch eine Zweite haben sollte. Während die Kleine ein Rippchen essen wird und die Schokolade dann beiseite legt.
 
MGFirewater schrieb:
Ich glaub, ich muss jetzt meine Augen mit Bleiche ausspülen. Boah ey!

Cr4y schrieb:
Wozu? Einmal verifiziert wird man kaum wieder unter der Altersgrenze sein.
Accounts werden gelegentlich weitergegeben und können dann tatsächlich in Kinderhänden gelangen oder wechseln unrechtmäßig den Besitzer. Sich dann und wann nochmal zu authentifizieren, damit das unterbunden wird, ist doch ok. Cookies halten deutlich kürzer als ein Ausweis und da meckert niemand.
Da kann man bestimmt einen sicheren, gegenüber den Firmen anonymen und auch einfachen Weg finden, das umzusetzen.

Ich bin immer noch dafür, dass es eine staatliche Stelle gibt, wo eine Firma nachfragen darf, ob ein Kunde volljährig ist/einen Führerschein hat/what-ever hat. Die Stelle benachrichtigt z. B. per Mail oder App den Kunden und der gibt dann frei, ob man der Firma mit Ja oder Nein antworten darf. Mit so einem Verfahren kann man auch recht einfach Schutz einbauen, z. B. dass nur Firmen fragen können, die in DE oder EU ein Büro haben und verifiziert sind. Oder so was. Natürlich darf diese Stelle die Abfragen und Antworten nicht weitergeben. Das kann man ja per Gesetz festschreiben.

Ähnlich Stellen gibt es ja auch heute schon, z. B. das Katasteramt bzw. Vermessungsamt oder auch Notare.

LuckyMagnum schrieb:
Verbote und Eingriffe in die Freiheit gutzuheißen zeugt nun mal nicht von Intelligenz.
Diese Aussage ist einfach falsch!
Guck dir unsere Gesetze an! Die meisten beschäftigen sich damit, was erlaubt, was verboten ist und wo man eingreifen muss. Und das gibt es alles aus gutem Grund! Da von fehlender Intelligenz zu sprechen, ist... gewagt.
 
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Dessi schrieb:
Wäre echt interessant wenn das auch in Deutschland geben würde !
Aber ich werde das nicht mehr erleben...
heute in der sdz: cdu will klarnamenpflicht aus reality.exe mit virtuality.exe synchronisieren und socialmedia verbot für jugendliche erzwingen ... +digitalsteuer für erwachsene oder so ...

ich denke alle täten gut daran, den virtuellen raum nicht mit der realität zu verwechseln, oder klar socialmedia in fantasie und reality bereiche zu spalten,

inzoi der instakiller geht als mmo game ja auch bald live, dann dürften die jugendlichen hier jedenfalls frei leben?

btw facescan wenn man mit deutscher ip surft ist seit jahresbeginn auf diversen seiten bereits aktiv, das neue gesetz kam auch heimlich, techseiten berichten nicht darüber, also sei dir mal nicht so sicher, dass du die ganzen verrückten ideen aus diktaturkulturen nicht auch bald in deiner deutshcen domainreality.exe findest ...

geht auf jedenfall steil bergab mit deutschlands digitaler kultur 🙄 digitalität darf nicht so konservativ wie die reality.exe werden ... die ganzen alten säcke mit ihren überkontrollfantasien stören das internet seit jahren ganz erheblich.
 
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@mischaef

Ich glaube, wir reden hier an ein paar Stellen aneinander vorbei, deshalb versuche ich es mal zusammenzuführen und zu versachlichen.

Zum Smartphone-Verbot:
Ich bestreite gar nicht, dass es Ausgestaltungen geben kann, die rechtlich problematisch sind (entwenden usw). Mein Punkt war lediglich, dass ein grundsätzliches Nutzungsverbot während des Unterrichts oder auf dem Schulgelände nichts Neues ist und nicht per se unverhältnismäßig sein muss und damit rechtlich vollkommen ok ist. Das war auch früher schon üblich. Entscheidend ist da gebe ich dir recht wie es umgesetzt wird und welche Konsequenzen daran hängen. Ohne den konkreten Rahmen zu kennen, kann man weder pauschal "rechtswidrig" noch "unproblematisch" sagen.

Zur Medienkompetenz:
Dass Medienkompetenz heute Teil des Bildungsauftrags ist, stelle ich nicht in Abrede. Das ist sie auch nach KMK-Beschluss eindeutig und das in div. Ländern, nicht nur NRW. Mein Einwand zielt eher auf die praktische Umsetzung. Schulen haben schon jetzt massive Personalprobleme, volle Lehrpläne und ständig neue Zusatzaufgaben. Medienkompetenz gehört dazu, ja aber sie fällt nicht vom Himmel. Man braucht dafür Zeit, ausgebildete Lehrkräfte und ein schlüssiges Konzept, sonst bleibt es bei Einzelinitiativen engagierter Lehrer, so wie es bei mir damals auch war.

Was die Altersfrage angeht:
Mein ursprünglicher Punkt war, dass fehlende Medienkompetenz heute keine reine Generationenfrage ist. Wenn ich sehe, wie viele 40+, 50+ oder ältere Menschen völlig unkritisch Inhalte aus Telegram, Tik Tok, Facebook oder dubiosen Blogs weiterverbreiten, dann kann man das nicht allein auf "Schulen lehren es nicht mehr" schieben. Viele von denen haben sehr wohl gelernt, mit Quellen umzugehen sie wenden es nur nicht mehr an oder haben es nie auf digitale Medien übertragen. Genau deshalb greift es zu kurz, das Problem ausschließlich bei den heutigen Schulen oder den Jugendlichen zu verorten.

Eltern vs. Schule:
Natürlich können und sollen Eltern das nicht allein auffangen, vor allem wenn sie selbst kaum digitale Erfahrung haben. Aber genauso wenig kann Schule alles kompensieren, was gesellschaftlich schief läuft. Medienkompetenz ist letztlich eine gemeinsame Aufgabe von Schule, Elternhaus und Gesellschaft. Ein iPad im Unterricht ersetzt keine kritische Einordnung, genauso wenig wie ein Smartphone-Verbot automatisch Kompetenz schafft.
 
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LuckyMagnum schrieb:
Verbote und Eingriffe in die Freiheit gutzuheißen zeugt nun mal nicht von Intelligenz.
Also verbrennen wir gleich mal das Strafgesetzbuch, weil wir so intelligent sind... und von schwarzen Zeiten reden im Absatz darunter xP
LuckyMagnum schrieb:
Statt Freiheitsrechte und den Zugang zu Informationen einzuschränken.
Es wird ja nicht der prinzipielle Zugang zu Information gesperrt, nur zu ein paar asozialen Medien.
 
mf4t4lr schrieb:
Dann muss wieder der Staat einspringen und z.B. versuchen über die Bildung positiv zu lenken.
Das ist Scherz oder? Es muss einer sein. Von welcher Bildung reden wir? Mein Schulsystem mit dem ich gestartet bin, das der DDR, war dem jetzigen 50 Jahre voraus, das System der Kinderbetreuung dem jetzigen um 100 Jahre. Der Staat hat von allen die geringste (Bildungs)Kompetenz. Wie man an Faust light, Haftbefehl statt Goethe und den immer weiter nach unten korrigierten Anforderungen bei Prüfungen und Abitur sieht. Zauberlehrling auswendig lernen ist heute vermutlich auch zu viel verlangt? Mit etwas Einsatz hat man das damals in 15 Minuten geschafft. Danach war Freizeit angesagt.
Ich finde, die Hauptschulabgänger von vor 20 Jahre hatten mehr auf den Kasten, als Studenten mit Bachelor-Abschluss heute.

Kindererziehung ist Sache der Eltern und nicht des Staates. Man muss weg von dieser Vollkaskomentalität und das Leben selbst in die Hand nehmen.
 
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Hannibal Smith schrieb:
jeden Tag wie Zombies durch die Gegend laufen und nur in ihr Smartphone und Social Media vertieft sind ...
Weil es auch von der Gesellschaft aktiv vorgelebt wird.
Kinder und Jugendliche übernehmen das natürlich… sie lernen von den Erwachsenen.

Wir brauchen eher Schutz für die gesamte Bevölkerung vor social Media in seiner jetzigen Form oder bessere Vorbilder für die Kinder und Jugendliche.
 
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