Software Engineering und Gehälter über 100k

Ich glaube jeder kann ganz gut öffentlich und offensichtlich sehen was du für ein Schmarrn schreibst. Das schaffst du ganz alleine mein freund :)

Aber evtl. hast du einfach den Boom nicht mitbekommen in den letzten Monaten :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Pogrommist
Ramschbude schrieb:
Ich hab versucht mich schlau zu machen, bin aber gescheitert. Wie wird man besteuert, wenn man 100% in D wohnt/lebt aber für eine ausländische Firma OHNE Sitz in D arbeitet?

Hat sie einen Sitz in D ist man ja wohl ganz normal angestellt. Ich habe nämlich gerade ein Angebot aus der Schweiz für 130k+ aber wenn ich mir die Mietpreise da angucke, mache ich da Verlust.
Bei mir läuft das über einen Dienstleister. Der bekommt das Bruttogehalt vom Arbeitgeber in USD überwiesen. Dann werden Steuer und Sozialabgaben abgeführt und ich bekomme mein Nettogehalt in EUR ausgezahlt. Dadurch schwank mein Netto natürlich abhängig vom Kurs. Der Arbeitgeber übernimmt die Kosten dafür.

Edit:
Zum Thema Boom oder nicht:
Aktuell boomt es nicht so richtig. Wenn man eine gute Position in einer Firma hat, die nicht auf Fremdkapital angewiesen ist, würde ich mir gerade eher drei mal überlegen zu wechseln.
 
OK du hast gewonnen. Alles über 75k ist absolute Ausnahme und du darfst dich offiziell wieder gut bezahlt fühlen. 👍
 
birday schrieb:
OK. Es ist die Krise, es ist das Land, es ist alles aber nicht PHuV persoenlich wenn er nicht 100k verdienen kann.
Wenn Du wüßtest...
birday schrieb:
Ich begebe mich jetzt auf das Niveau herab. Ich nehme mal den ganzen Dreck, den ich jeden Tag bei Xing bekomme. Zum Hinweis: Xing benutze ich gar nicht, und schaue zum Spass 1x im Monat rein, um zu sehen was sich in good old Germany tut.
:
Aber, es geht um typische Jobs in DE.
Was ich jetzt poste ist der absolute Abfall, den man von random recruitern bekommt.

Das ist alles ausnahmslos 80k+ bei irgendwelchen no-namen firmen. Auch komplett uninteressante Jobs. Das ist noch nicht einmal verhandelt. Wenn man sich mal was ordentliches sucht, gibt's auch garantiert mehr, denn das sind nur wald-und-wiesen jobs.

Sollte aber durchaus zeigen dass 100k drin sind - darueber wird's in der Tat schwierig, aber in den Letzten Monaten hat sich einiges getan, so blind-angebote mit 120k+ habe ich sonst nie gesehen.

Du kannst mir nicht sagen, dass mehr als 75k "eigentlich" nicht gehen und die absolute ausnahme sind.
Dann mal Dir mal den Spaß und bewerbe Dich dort. Ja, ich hab diese Jobs auch gesehen, mich beworben, und Absagen bekommen. Du weißt, daß auch Recruitingfirmen solche Dummy-Anzeigen schalten, nur um Dich in Ihrer Datenbank als Referenz zu haben. Fakt ist - so meine 5 monatige Erfahrung - ja, es winken viele mit solchen Jobs, aber im persönlichen Gespräch kam immer raus, daß die Stelle seltamerweise schon besetzt sei und nicht mehr verfügbar. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Und das mit dem "Gehalt bis..." ist auch eine absolute Blende, weil dann alle Leistungen so schöngerechnet werden, daß theoretisch diese Summe so rauskommt, praktisch siehts anders aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
birday schrieb:
Aber, es geht um typische Jobs in DE.
Was ich jetzt poste ist der absolute Abfall, den man von random recruitern bekommt.
Interessanter Einblick... ich habe gut ausgefüllte Profile auf LinkedIn, mit Skills und Techstack.
Im Schnitt bekomme ich 5-6 Anfragen pro Monat pro Plattform, einige davon aber offensichtlich für dieselbe Stelle. Das erste welches ich mit Gehaltsangabe gefunden habe, ist von Anfang August und war für eine Product Owner Rolle in Stuttgart mit bis zu 60% Homeoffice, welche einen Gehaltsrahmen von 60-80T€ bietet.
Ich hatte vor einige Zeit auch noch Profile auf den üblichen Freelancerportalen und bei mehr als 65€/h kamen keine Anfragen mehr rein. Ich hatte sogar einige Projekte in dem Preisbereich bzw. sogar noch für einen geringeren Tagessatz. Ich bin auch seit Monaten wieder auf Jobsuche und das ziemlich erfolglos, eben weil es mehr als 75k€ sein sollen.
Je nach technischen Skills und Techstack hat man wohl doch eine andere Realität des Arbeitsmarktes.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PHuV
PHuV schrieb:
Mein Fehler, ich hätte das mehr ausführen sollen. Ja, brutto kommst Du auf 100k, aber mit all den Steuern, Abzügen, Vorsteuer und Co. hast Du dann - vorausgesetzt, Du führst alle Sozialabgaben wie bei Gehalt ab - weniger als derjenige, der 100k als Festangesteller bekommt.
Haben sich in den letzten Jahren die Sozialabgaben für Freelancer so extremst erhöht? Ich kenne da nur noch grob die Rechnungen von vor 5-10 Jahren und das, was ich aktuell vom Brutto abführe (ohne Beachtung des Tarif-"Mülls", den ich nur schwer beziffern kann, den aber hier sowieso keiner will). Nur dass ich als Angestellter keine >3 Monate frei habe, damit ich rechnerisch mit den Stundensätzen unserer ext. MA oder Freelancer und 40h/Woche auf "nur" 100k€ Brutto zu kommen.

k.hussle schrieb:
Stellst du dich jetzt Absicht du*m? Es ging doch genau um deutsche Firmen.
Also zählt eine deutsche GmbH schon deshalb nicht dazu, weil sie einen ausländischen Mutterkonzern hat? Jedenfalls wird man bei der deutschen Tochter (GmbH) mit deutschem Arbeitsvertrag nach deutschem Tarifrecht angestellt und bezahlt.
 
birday schrieb:
Nein? Wenn er es nicht kann oder nicht will liegt es natuerlich an ihm. Inder arbeiten auch nicht nur fuer Indische firmen, wenn sie mehr als ein paar Rupien verdienen wollen.
ja, arbeiten für eine ausländische Firma ist immer noch ein Sonderfall.
 
gymfan schrieb:
Haben sich in den letzten Jahren die Sozialabgaben für Freelancer so extremst erhöht? Ich kenne da nur noch grob die Rechnungen von vor 5-10 Jahren und das, was ich aktuell vom Brutto abführe (ohne Beachtung des Tarif-"Mülls", den ich nur schwer beziffern kann, den aber hier sowieso keiner will). Nur dass ich als Angestellter keine >3 Monate frei habe, damit ich rechnerisch mit den Stundensätzen unserer ext. MA oder Freelancer und 40h/Woche auf "nur" 100k€ Brutto zu kommen.
Ich weiß nicht, wie der Kollege auf 9 Monate mit 66 €/Stunde kommt. Vor ca. 11 Jahren stand ich vor der selben Entscheidnung, und ich habe mit 2 Monaten gerechnet, + Rente, Sozialversicherung, Krankenkasse wie bisher (die man ja dann selbst zahlt, da der AG-Anteil wegfällt) + Reisekosten + Fahrzeug und Fahrkosten + Hotel/Zimmer bei Kunden vor Ort, und da errechnete ich, daß ich mindestens 75 €/Stunde benötigte, um dann netto 3000 € im Monat zu haben.

@Elchfarmer, komisch, daß sich Deine praktischen Erfahrungen mit meinen decken. 😉 Bilde ich also nicht nur mir so ein.
 
PHuV schrieb:
Mein Fehler, ich hätte das mehr ausführen sollen. Ja, brutto kommst Du auf 100k, aber mit all den Steuern, Abzügen, Vorsteuer und Co. hast Du dann - vorausgesetzt, Du führst alle Sozialabgaben wie bei Gehalt ab - weniger als derjenige, der 100k als Festangesteller bekommt.
Einkommenssteuer richtet sich nicht danach, ob du Freelancer oder angestellt bist(wenn ich mich nicht täusche)
MwSt kommt meines Wissens nach immer auf den Stundensatz on top, davon kannst du sogar profitieren, wenn du für deine "Firma" was kaufst
Abzüge wie KV sind gar nicht die Rede wert
Dass keine RV abgezogen wird ist in meinen Augen sogar von Vorteil.
Ergänzung ()

@PHuV
66 x 21 x 8 x 9 ~ 100k
Freelancer heißt nicht unbedingt, dass Kunde nicht vor Ort ist. Und selbst wenn - auch da ist mittlerweile 100% HO eher die Regel.
 
Also ich hatte zwei Bewerbungen einmal knapp unter 100k und einmal knapp 110k + Firmenwagen aber dafür Reisen.

Der Punkt ist die 110k+Firmenwagen kamen erst nachdem ich durchblicken ließ das ich nen Angebot mit 90-100k habe. Davor wollte man mir auch "nur" 80-90k zahlen ohne Firmenwagen natürlich.

Wegen Kindern habe ich mich dann gegen das höhere Gehalt entschieden, da die Reisetätigkeit aktuell schon hart wäre. Die Kids sind einfach noch zu klein, da muss immer jemand da sein...

Von daher ja es gibt die Jobs, aber definitiv nicht wie Sand am Meer und jeder versucht einen zu drücken beim Gehalt....
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PHuV
Nachdem der Thread von mir gestartet wurde, daher gehe ich mal auf den Startpost der letzten Diskussion ein.
PHuV schrieb:
Ich habe seit April 2022 gesucht, und es gab genau ein Angebot über 100k für eine ANÜ (Arbeitnehmerüberlassung, beschränkt auf 18 Monate). Alle aktuellen gefragten Jobs für DevOps, Admins, DB Admins (Oracle und Co), IT-Consulting, Entwicklung und Co. lagen bei ca. 70-75k, Cloud Solution Architect, Teamleiter in einer Bank bei 84-85k. Da ich hier 4-5 und mehr Kontakte pro Woche habe, kann ich das aktuell ziemlich gut beurteilen.

Daher kann man sich wirklich, wenn man nicht viel viel Glück hat, über absolut gefragtes Spezialwissen verfügt, und der Zufall es will, die 100k ziemlich vergessen.
Das meisten Tätigkeiten, die da angegeben sind machen es schwer die 100k zu knacken. Als reiner Entwickler, low level Architect oder ;anager wird man sich schwer tun. Man muss aus da schon vorwiegend aus dem Tagesgeschaeft raus. Man kann schon die 100k knacken, allerdings fuer diese Form der Tätigkeit nur bei einem großen vorwiegend US based tech Unternehmen. Localer muss man dann scchon eine Ebene höher.
Ansonsten ist halt auch selbst Marketing und hartes recruiter filtern.
Ich sehe regelmässig lebensläufe und kann da schon häufig erkennen, dass es sich um Software Entwickler und nicht Software Engineers handelt. Der Markt kann sich mittlerweile gedreht habe, jedoch weis ich von 7-8 Job Angeboten von Anfang des Jahres in meinem Umfeld im deutlich ueber dem >100k Bereich.
Ist halt alles kein x/y zeug und vorwiegend im Bezug auf der Fähigkeit größere Projekte shippen zu können. Da interessiert es keinen das man bestimmte Technologien beherrscht. Die Guten arbeiten sich da in alles schnell ein.
 
Elchfarmer schrieb:
Interessanter Einblick... ich habe gut ausgefüllte Profile auf LinkedIn, mit Skills und Techstack.
Im Schnitt bekomme ich 5-6 Anfragen pro Monat pro Plattform, einige davon aber offensichtlich für dieselbe Stelle.
Ich bekomme über Linkedin mindestens 5-6 Anfragen pro WOCHE.
Aufgrund meines Profils bekomme ich üblicherweise nur Anfragen für Stellen mit technischer und/oder disziplinarischer Leitung (Architekt, Lead Engineer, Engineering Manager, ...). Ab und an werden mir auch Senior Engineer Angebote zugeschoben.
Kein einziges Angebot liegt unter 80k, sondern bewegt sich eher um die 100k herum (auch für die Senior Stellen).
Bei den Anfragen, die ich beantwortet habe, ist es mir noch nie untergekommen, dass ich mit falschen Angaben geködert wurde auch kann ich keinen Rückgang der Anfragen feststellen.
Da ich momentan für ein Schweizer Unternehmen arbeite, sind die Angebote freilich trotzdem uninteressant für mich.

Ich war bei meinem alten AG für eine Zeit lang direkt in den Recruiting-Prozess involviert und hatte mit diversen Recruiting-Firmen direkt tun, um Entwickler-Stellen im In- und Ausland zu besetzen. Die Mutmaßungen hier über das Vorgehen der Headhunter kann ich absolut nicht teilen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: _killy_ und foo_1337
Funart schrieb:
Das meisten Tätigkeiten, die da angegeben sind machen es schwer die 100k zu knacken. Als reiner Entwickler, low level Architect oder ;anager wird man sich schwer tun.
Das ist auch verständlich. Jedoch ist es gerade in meinem Fall sehr schwierig und speziell, weil ich eben von Projektleitung wie -planung und Teamleitung, bis hin zur Projektakquise(Vertrieb) eben mehrere Stellen ausfüllte. Seltsamerweise erlebe ich es aktuell, daß man den Techniker dem Leiter, der auch Technik versteht und kann, vorzieht, weil anscheinend mehr "Ahnungslose" leiten und wenig vorhandene technische Sachverständige das realisieren sollen. Bös formuliert, es gib zuviele und mehr Wasserköpfe, die führen und leiten wollen, als die Leute, die dann wirklich tun und arbeiten sollen. Und deshalb dreht sich die Situation gerade etwas.
Funart schrieb:
Ich sehe regelmässig lebensläufe und kann da schon häufig erkennen, dass es sich um Software Entwickler und nicht Software Engineers handelt.
Das Problem ist hier auch, daß sich die Begriffe verändert und erweitert haben. Beispielsweise wurde ich in den 90ern als Systemanalytiker geführt. Das ist im Prinzip das, was man heute als Software Engineers bezeichnet. Jedoch sind die meisten, die so arbeiten, auch diejenigen, die dann programmieren, entwickeln, die Systeme aufbauen. Sprich, in der Praxis hat man selten eine scharfe Trennung in diesen Bereichen. Der Software Engineer stellt dann eben auch die Infrastruktur hin, betreibt und konfiguriert sie im Sinne eines DevOps oder Admins, leitete das auch im Form eines Product Owners bzw. Projekt- wie Team- oder Fachleiter usw. Gerade wenn es um neue Umgebungen, Produkte und Projekte geht, wo erst mal eine PoC (Proof of Concept) geht, die klassische Machbarkeitsstudie, mußt Du ja erst mal alle Voraussetzungen schaffen, um zu zeigen, daß es so oder anders funktioniert.

Ergebnis vom Lied, Du mußt Dich als moderner IT-ler eh in vielfältigen Rollen bewegen, wenn Du beispielsweise - so wie ich - ein Dienstleister in verschiedenen Umgebungen und Kundenprojekten warst. Genau aus dem Grunde war ich mit allen anderen Kollegen schlichtweg immer nur als IT-Consultant geführt, obwohl sich selbst die Rollen bei den Kollegen dramatisch unterschieden.
Funart schrieb:
Der Markt kann sich mittlerweile gedreht habe, jedoch weis ich von 7-8 Job Angeboten von Anfang des Jahres in meinem Umfeld im deutlich ueber dem >100k Bereich.
Ist halt alles kein x/y zeug und vorwiegend im Bezug auf der Fähigkeit größere Projekte shippen zu können. Da interessiert es keinen das man bestimmte Technologien beherrscht. Die Guten arbeiten sich da in alles schnell ein.
Eben. Aber dafür müssen die Recruiter wie die Personaler erst mal begreifen, daß man eben genau diese Möglichkeiten hat, und darf sich eben nicht nur aus dem Lebenslauf die 2-3 Stichworte für eine Tätigkeit rausziehen. Das was ich da in den 5 Monaten hier erlebte, daß die meisten Personalwerber weder das Know-How wie das Alter hatte, um überhaupt so ein Profil fachlich richtig einschätzen zu können. Und dann bekommt man eben entsprechend grützige Angebote, die bei weitem nicht den Lebenslauf widerspiegeln.

Daher, ich hab jetzt genau so einen Job, mit viel Geduld, Warten und Glück, bekommen. Sprich, Bezahlung über 100k, großes komplexes Projekt, schnelle Einarbeitung gefordert usw. Aber das waren jetzt 2 solche Angebote von hunderten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: sharkATX und birday
Man kann schon die 100k knacken, allerdings fuer diese Form der Tätigkeit nur bei einem großen vorwiegend US based tech Unternehmen.
Selbst große deutsche Unternehmen ziehen langsam nach. Für viele amerikanische Unternehmen sind wir hier in Deutschland IT-bezogen immer noch ein Billiglohnland.
Ich hatte im letzten Jahr relativ viel mit Personalcontrolling bei uns zu tun. Daher kenne ich die Vollkostensätze, die wir für interne Mitarbeiter im mittleren außertariflichen Band ansetzen. Diesen Satz müssen wir als Steuerungsgröße ranziehen, wenn wir vor haben eine ext. Ressourcen einzuphasen. Natürlich gehen da etwas mehr als nur die reinen Lohnkosten des Mitarbeiters ein. Der gesamte Satz lag bei knapp einer Viertelmillionen. Rein rechnerisch sind da die 100k an Lohn locker drin und haben viele bei uns auch. Einen Freelancer könnte man dann für ca 950 netto pro Tag problemlos rein holen.

In der Regel ist es jedoch orts- und branchenspezifisch. Es haben sich bei uns in der letzten Zeit vor allem viele IT-ler aus der Real Estate Branche beworben. Da wundere ich mich aber auch jedes Mal für wie wenig Geld diese Leute arbeiten. Und da reden wir von ehemaligen Mitarbeitern großer Konzerne wie Deutsche Wohnen und Vonovia. Für diese sind 75k tatsächlich das Ende der Fahnenstange ohne leitende Funktion.

Aber dafür müssen die Recruiter wie die Personaler erst mal begreifen,
Naja inzwischen werden viele Bewerbungen einfach nur zur Fachabteilung durchgeleitet. HR filtert nicht mehr sonderlich groß. Zudem ist eher das Projektportfolio interessant und nicht die Jobbezeichnungen, die man vorher hatte.
 
Airbag schrieb:
Personalcontrolling bei uns zu tun. Daher kenne ich die Vollkostensätze, die wir für interne Mitarbeiter im mittleren außertariflichen Band ansetzen. Diesen Satz müssen wir als Steuerungsgröße ranziehen, wenn wir vor haben eine ext. Ressourcen einzuphasen. Natürlich gehen da etwas mehr als nur die reinen Lohnkosten des Mitarbeiters ein. Der gesamte Satz lag bei knapp einer Viertelmillionen. Rein rechnerisch sind da die 100k an Lohn locker drin und haben viele bei uns auch
Erstens hat bei weitem nicht jede Firma ein 1/4 Mio. je Mitarbeiter zu Verführung
Zweitens nach deiner Logik könnte sich jeder, der 3k mtl. verdient, einen Porsche für 2k finanzieren.
 
Ja also wer mit LinkedIn oder XING und Offers in den Plattformen daher kommt, der hat nicht verstanden, dass das kein Realbezug ist. Das sind Werbeangebote zum Locken. Und die wenigen, die stimmen, und nicht broadcasts oder bots sind, sind leider auch für 99% der Adressaten uninteressant, da sie nicht spezifisch anhand der Skills wirklich ausgewählt wurden (dazu fehlt die Expertise bei Recruitern) und deren angegebenes Skillset in LinkedIn oder XING oder selbst wsl im CV nicht der Wahrheit entspricht sondern gepusht wird mit unnötigen Keywords.
Von Menschen, die auch das hier staten würde ich Abstand halten, da !kritisch!, Blendergefahr.

Wenn man richtig gute Programmierer finden will, die soviel können, dass sie dem Bruttogehalt entsprechen, das hier debattiert wird, dann muss man in die Forschung schauen. Nur dort, und nur mit genug Publikationen findet man ausreichende Skillsets. Ich bezweifele stark, dass hier einer mehrere Publikationen raushaut. Goodfellow, Mikolov oder andere sind bekanntere Kandidaten, in DE gibt es leider fast keine Pioniere, vor allem keine bekannten.

Wer als SE heute 100k in DE verdient, ohne Managementarbeit zu machen, der wird überbezahlt, weil er definitiv zu wenig kann. Viel Routineprogramming, Framework anwendung und updates sowie Wartung ist ein Kassenjob. Vice versa sind aber Manager genauso überbezahlt weil in DE Manager meist fern des Dev Workflows und Verständnisses sind, vergleichbar mit Recruitern.
 
safeThePlanet schrieb:
Ich bezweifele stark, dass hier einer mehrere Publikationen raushaut.
Publizieren tust du fast nur während der Dissertation. Ich hatte in mehreren Center of Excellence mitgearbeitet aber auch nur an einem Paper mitgeschrieben. Wenn ich ne Dissertarion geschrieben hätte hätte das sicherlich anders ausgesehen, aber so? War halt nicht drin. Dafür habe ich halt Zeug implementiert, das in EU Projekten genutzt wurde. Aber das wäre jetzt auch nur bedingt publizierbar. Bzw es war halt die Grundlage für weitere Arbeiten die dann publiziert wurden...

safeThePlanet schrieb:
Wenn man richtig gute Programmierer finden will, die soviel können, dass sie dem Bruttogehalt entsprechen, das hier debattiert wird, dann muss man in die Forschung schauen.
Ja und nein. In der Forschung hast du auch genug Leute die dir entweder Spaghetti Code schreiben, oder so overingenieertes Zeug hinknallen, das langsam ist wie Hölle...

Am Ende vom Tag ist es halt alles ein extrem weites Feld und du brauchst halt Leute die die Probleme lösen, die einem über den Weg laufen.

Ich habe z.b. den Dr. Nicht gemacht, liefere aber zuverlässig Lösungen für quasi jedes beliebig Problem das man mir vor die Füße wirft. Nicht so schnell und so perfekt wie der jeweilige Domänen Experte, aber dafür eben für jedwedes Problem dann halt doch ne Lösung und gerade bei komplexen Problemen sehen die Spezialisten teils nicht das große Ganze und rennen daher gegen die Wand. Am Ende brauchst du aber beides Generalisten und Spezialisten.

safeThePlanet schrieb:
Wer als SE heute 100k in DE verdient, ohne Managementarbeit zu machen, der wird überbezahlt, weil er definitiv zu wenig kann.
Würde ich definitiv nicht unterschreiben. Die Leute die dir komplexe Systeme am laufen halten sind schnell das Geld Wert.

Wenn du für externen Support Millionen zahlen würdest, dann ist nen Mitarbeiter ruhig 100k Wert. Die Frage ist doch oft, ob du skalieren kannst oder nicht. Das hat aber weniger mit dem Können der Leute zu tun.

Ich habe z.b. Software entwickelt die richtig Geld gespart hat, weil man eben keine teure kommerziellen Produkte kaufen musste.

Da habe ich mein Gehalt zickfach eingeholt. Und das ist schneller passiert als man denkt.
 
Gibt paar Stellen die verlangen Publikationen in dem Bereich aber nicht zwingend phD. Da steht dann was von wichtige Konferenz etc. Schätze das ist dann A oder B Konferenz vom Rating her gemeint. Ka was das in DE zahlt. Die Auswahl an Kandidaten ist da ja schon bissl gering mit Erstautor eines Konferenzpapers zu dem Thema.

Postdoc Freunde von mir in der Industrie von mir verdienen jenseits 100k, aber nicht in DE. Da wird dann ab und an auf Industrial Tracks ein Paper eingereicht aus der aktuellen Arbeit.

Nvidia zb möchte oft gern Publikation bzgl CUDA /GPU optimierung. Da hab ich eins, auch wenn phd noch 1+ Jahr dauern wird leider.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin jetzt mal etwas direkter. Wenn ich einen Lebenslauf mit langer Universitätslaufbahn sehe stelle ich mich schon mal darauf ein, dass die Tiefe und Detailwissen fehlt. Ich habe es selten bis nie gesehen, dass es solche Leute in höhere IC Positionen schaffen.
Dachte ich hätte es auch klar gemacht dass "richtig gute Programmierer" keinen interessieren. Gut bezahlt werden Ingenieur.
Eines das ich mit Sicherheit sagen kann ist das Personen die in der Forsche unterwegs sind meist keine Erfahrung mit realen komplexen Systemen besitzen. Dazu sind diese häufig zu fokussiert auf ein Teilgebiet und dann fehlt es an 3 anderen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: mrhanky01
Ist halt ein anderer Karrierepfad zu promovieren. Man ist weniger Generalist und mehr Spezialist. Ebenso baut man Skills bezüglich komplexer Forschungsprojekte auf, aber lernt nicht wie man ein guter Softwareentwickler wird. Tiefe und Detailwissen ist genau das wofür man einen phd einstellt. In seiner Domäne.

Wer eine Karriere als Softwareentwickler anstrebt braucht dafür nicht promovieren. Da bringen die 5 Jahre Berufserfahrung und Weiterbildungen statt einer Promotion sicherlich mehr.

Dafür hat man mit einer Promotion halt andere Möglichkeiten als nur mit Diplom/Master. Industrielle Forschung, FH Prof etc. Setzt natürlich voraus dass das Promotionsthema keine obskure Orchidee ist.

Wie man Forschungsprojekte plant, durchführt und publiziert lernt man nicht als Master der einfach als SWE arbeitet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben