Naja, das würde ich doch schon deutlich einschränken!
Ja, der Devialet Phantom kommt für sein Volumen enorm tief. Aber er braucht halt auch bauartbedingt und durch seine aktive Regelung und Entzerrung ungemein viel Leistung dafür (unterirdischer Wirkungsgrad, weshalb die angegebene Verstärkerleistung längst nicht so üppig umgesetzt wird wie man den Zahlen nach vermutet) und regelt bei höheren Pegeln den Bass zurück, ähnlich wie es auch viele kompakte Speaker machen (z.B. Bose SoundLink Mini). Dies erfolgt zwar eleganter und genauer als bei den preiswerten Mini-Speakern, aber als partytauglich würde ich ihn nicht sehen. Bei normalen Wohnräumen und typischen Pegeln beim Musikhören sorgt er tatsächlich für einige überraschte Gesichter.
In einem größeren Raum mit vielen Menschen geht ihm dann aber sehr schnell die Puste aus!

Ich hab das Teil mal draußen vor einem Laden gehört, da war es dann schnell vorbei mit der Herrlichkeit...
Nur mal zum Vergleich:
Der Devialet Phantom mit 1.200W ist mit max. 101dB angegeben. Während er leise bis 16Hz und in normaler Lautstärke noch bis 25Hz runter kommt, wird bei hohem Pegel schon deutlich im Bass reduziert.
Die von yaegi empfohlenen Tannoy kosten nur einen Bruchteil (300,- pro Paar statt 1.600,- für den Einzelspeaker) und sind mit je 114dB angegeben (ergo 117dB für das Paar!). Zwar werden sie im Bass mit 42Hz nicht so tief angegeben, real unter Party-Last dürfte sich da aber nix tun. Afaik macht der Devialet dann sogar nur noch 49Hz.
Wem die 42Hz der Tannoy nicht reichen, der kann ja immer noch einen Sub ergänzen, welcher dann im Gegensatz zu dem Devialet bei Party-Beschallung nicht den Bass zurück dreht!
Der Devialet ist ein Technik- und Designstück für Liebhaber. Mit realistischem Sound fürs Geld hat er aber wenig zu tun und für´s Mixen eher ungeeignet, da man für Stereo zwei davon bräuchte! Das können andere Speaker für weniger Geld besser, da beim Devialet der weitaus größte Teil des Budgets in die Entwicklung/Konzeption und das Statussymbol fließen statt in den Klang!