Speicher-Probleme bei Umrüstung auf Intel

lead341

Lt. Commander
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Hallo,

ich habe drei Komponenten meines Systems (Athlon 4000+, Corsair 2 GB DDR1 Value Select Ram, A8N-SLI Deluxe Board) durch folgende ersetzt:

- Intel Core Duo 6600
- 2 GB Corsair Ram DDR2 (XMS 2 "Twin2X 2048 6400 etc...")
- Asus P5B Deluxe Board

Die Umrüstung hat sich leider als ausserordentlich problembehaftet erwiesen.An erster Stelle ist der Ram zu nennen:

- es hat sich sehr früh gezeigt, dass overclocking kaum möglich war (ich habe mich nach Zeitungsempfehlungen gerichtet --> Prozessor von 2,4 GHZ auf 3,42 GHZ). Im Programm "everest" konnte ich den Lesedurchsatz zwar messen (etwa 8000 mb/s), beim Schreibdurchsatz ist der Rechner jedoch hängen geblieben, ähnlich bei der Installation von Programmen etc. Durch die Hinzunahme von Programmen wie CPU-Z konnte ich rausfinden dass - obwohl ich ein hochwertiges Bundle (2x 1024 XMS 2 Ram) gekauft habe, die Bauteile unterschiedlich sind! Nur einer scheint ein xms2, der andere scheint ein Value Select zu sein. Auch unterscheiden die Bauteile sich in gewissen Werten, wie der Taktfrequenz (266 vs 270) --> Kann darin der Kern des Problems liegen?

- Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass die neuen Boards nur noch einen IDE-Anschluss haben. Da ich zwei DVD-Laufwerke sowie zwei IDE-Festplatten habe (zusätzlich zu weiteren 2 SATA) weiss ich nicht, wie ich die insgesamt vier Laufwerke an einen IDE-Kontroller bringen soll. Darüber hinaus habe ich einen Big Tower und die "Entfernungen" zwischen Board und Laufwerken sind doch recht "groß"

- Im neuen System konnte ich einen leichten Leistungsabfall meiner Raptor 10.000x (WD1500 etc.) feststellen. Vorher hatte ich bei HDTach 138 MB/s Durchsatz, jetzt nur noch 130 MB/s. Woran könnte dies liegen?

- und schliesslich: bei der Neuerstellung des Systems wurden die Laufwerksbuchstaben vertauscht. Ehemals Systempartition "C:" ist jetzt plötzlich "D:", die Partition für Anwendungsprogramme "C:" etc. Hat dies auf die Funktionalität irgendeinen gesonderten Einfluss?


Über kurze Kommentare und Anregungen würde ich mich sehr freuen.

Gruss lead
 
Hallo,

nun es ist kaum zu glauben, aber man kann eine CPU auch so verwenden wie sie ist.

Das mit den IDE Kontroller ist zwar ärgerlich, ich schlage mich auch gerade damit herum, aber irgendwann muß man auch mal alte Zöpfe abschneiden. Ich habe das Problem mit einem PCI IDE Kontrollen und neue SATA Platten gelöst.

Zu Deiner Festplatte. Also die Raptor schafft weder 138 noch 130 Mbyte/s. Wenn sie 80 MByte/s schafft wäre normal.

Nun ja mit den vertauschten Laufwerksbezeichnungen ist das so ne Sache. Probleme wirst Du auf alle fälle bekommen.

Tipp: Ändere die LW Buchstaben von Hand so ab, das Du den alten Zustand wieder hast. (Ort = Datenträgerverwaltung)

Gruß :p

Chris
 
Danke für die Antwort!
Was die CPU anbelangt: ich würde schon gern das ganze Potential ausnutzen (für insgesamt knapp 800 Euro ist mir das schon wichtig). Aber kann es denn sein, dass die Ram-Bauteile unterschiedlich sind?

zu den Laufwerksbuchstaben: ich verstehe das nicht ganz - welche Probleme soll das denn bringen? Es handelt sich doch einfach nur um Bezeichnungen.
Und mit der Datenträgerverwaltung - das ist so eine Sache: ich glaube, der lässt eine Änderung gar nicht zu (ich meine mich dumpf daran zu erinnern).

Was die Raptor angelangt: also jedenfalls zeigt HD-Tach irgendwas mit 130 an...vielleicht waren es auch 130 kb/s burst oder irgendso etwas, ich kann es leider von hier (Arbeit) nicht abrufen.

Gruss lead
 
"Anbelangt" meinst du wohl. Nimm mal den burst Modus raus bei HD-Tach. Ausserdem solltest du vielleicht mal überlegen dein System neu aufzusetzen.
Bei Corsair ist es durchaus möglich dass Speicherriegel aus einem Kit u8nterschiedliche voreinstellungen haben, bzw unterschiedlich belastbar sind. Pack den schnelleren in die erste Bank und stell die Settings manuell ein, dies sollte funktionieren.
Falls nich, dann verpackt der Controller die vielleicht nicht, prüfe dann mal mit Memtest86! Ausserdem unterstützt das P5B kein EPP, d.h. die Setting werden nicht automatisch voreingestellt wies bei Nvidia Chipsätzen der fall ist, du kannst, wie gesagt, alles manuell einstellen.
Du wirst die Systempartition nicht ändern können über die Windowsverwaltung, du kommst dann nicht drum herum es nocheinmal aufzusetzen. Mach hierbei aber beide Partitionen platt und richte sie danach neu ein, ist der einfachste und schnellste Weg!
 
Danke für die Nachricht.

Was bedeutet aber EPP? Und was meinst Du mit automatisch voreingestellten Settings? Ich bin als Laie in diesen Begrifflichkeiten nicht so firm.
Noch einmal zu den Laufwerksbuchstaben: ich frage mich nach wie vor, weshalb ich das Betriebssystem nicht auf D: etc. lassen sollte. Bringt das ganze etwa Abstürze oder Performance-Verluste mit sich?

Gruss lead
 
netchrishw schrieb:
Tipp: Ändere die LW Buchstaben von Hand so ab, das Du den alten Zustand wieder hast. (Ort = Datenträgerverwaltung)
Chris


keine chance! der laufwerksbuchstabe der systempartition kann nicht geändert werden. da würd nur ne neuinstallation helfen.
aber der buchstabe ist nicht wichtig. das system stört es nicht, ob der buchstabe nun C, D oder E ist. ich würd es so lassen.
 
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Sorry, aber EPP hat hier nix verloren. Und das ist auch kein sonderlicher Verlust ...

Aber jeder Speicherriegel hat einen SPD, der auf bestimmte Werte einprogrammiert ist. Deiner wird wohl u.a. auf 5-5-5-15 DDR2-667 programmiert sein. Auf jeden Fall hat dies das Board offensichtlich so eingestellt. Zum Teil auch deshalb, weil der DDR2-800 Betrieb mit den standardmäßig vergebenen 1,8V Spannung nicht stabil wäre. In jedem Fall heißt das für Dich: Timings und Spannung im Bios manuell einstellen (steht im sehr ausführlichen und guten Handbuch).

Es kann ferner nicht sein, dass Deine Speicherriegel mit unterschiedlichen Taktfrequenzen arbeiten, entweder machen beide 333Mhz (DDR2-667) oder eine andere Frequenz. CPU-Z liest häufig genug Unsinn aus, das ist bei mir nicht anders. Probiere mal Everest aus. Außerdem halte ich es für fraglich, dass Du einen "Valueselect"-Riegel erwischt haben solltest, da diese keine Heatspreader besitzen.

Da Du zudem von AMD zu Intel gewechselt hast, solltest Du Dich in die Übertaktungsmaterie einlesen, das ist nämlich nicht so einfach wie das manchmal so locker flockig erscheint. Aber folgendes gilt: Speicherteiler bei Übertakten zunächst senken auf ein FSB-DRAM-Verhältnis von 1:1 (das wäre DDR2-533), sämtliche Stromsparmechanismen ausschalten( z.B. EIST), VCore auf 1,3V manuell festlegen, schrittweise FSB erhöhen, Veränderungen auf Stabilität prüfen usw.

Zu den Platten: Du hättest Dich eigentlich auch vor dem Board-Kauf über die Austattung versichern müssen, aber ein zusätzlicher IDE-Controller für 15,- ist sicher kein schmerzhafter Einschnitt in die Weihnachtskasse ... Im übrigen können leichte Schwankungen der Festplattenperformance bei einem anderen Controller festgestellt werden. Bei Dir scheint allerdings lediglich die Burst-Performance (also die der Schnittstelle im SATA1-Modus) geringfügig geringer zu sein. Das macht nix, da diese von der Platte niemals ausgenutzt werden kann.
 
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Vielen Dank für die sehr ausführliche Darstellung - ich denke, das hilft mir schon weiter und vergewissert mich auch in der ein oder anderen Frage.
Vielleicht liegt das mit den RAm auch an CPU-Z und das Programm macht falsche Angaben. Allerdings habe ich die beiden Ram einzeln ausprobiert und mit dem "schwächeren" fährt das System manchmal gar nicht erst hoch.

An dieser Stelle eine interessante Frage: der dual core 6600 soll ja doch erheblich leistungsfähiger sein als der Athlon 4000+ - bspw. wenn in Spielen oder Simulationen bei Grafikberechnungen die CPU-Leistung beansprucht wird.
Wenn ich jetzt bspw. in everest feststelle, dass (ohne übertaktung) die Speicherbenchmarks denjenigen vom Athlon 4000+ ähneln (in beiden Fällen Lesedurchsatz etwa 6000Mb/s) - dann heisst dies doch nicht, dass sich beide leistungstechnisch nicht unterscheiden, oder?
 
Also die Rechenleistung eines C2D E6600 ist schon mehr als deutlich der des Athlon überlegen. Allerdings haben die AMD-CPUs einen Vorteil, der ihnen eben aufgrund der besseren Leistungsfähigkeit der Intel-Prozzis aber nicht mehr viel nützt: sie besitzen im gegensatz zu Intel einen in der CPU integrierten Speichercontroller, der einen Datenaustausch direkt zwischen CPU und Speicher ermöglicht, während bei Intel noch der Umweg über die Northbridge des Chipsatzes vorhanden ist.

U.a. deshalb gibt es bei AMD auch keinen FSB mehr, sondern nur noch den sog. Referenztakt. Dies bedingt auch, dass ein asynchrones Taktverhältnis zwischen "FSB" und Ram beim AMD keine Performanceeinbrüche beim Speicher bewirkt (wie noch beim Athlon XP), während es bei Intel zumindest nicht ganz egal ist (die neuen Chipsätze wie der 975er oder der 965er haben damit allerdings kaum Schwierigkeiten).

EDIT: Wenn einer von Deinen Riegeln herumzickt, kann das auch daran liegen, dass er einfach defekt ist. Wie bereits schon vorgeschlagen, solltest Du einen Durchlauf mit memtest machen lassen ...
 
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Danke für die Antwort.
Ich habe gestern meine Ram-Riegel umgetauscht - und siehe da, jetzt habe ich zwei der gleichen Bauart (vorher war einer ein XMS und einer ein VS).

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Burstspeed der raptor also ohne belang, egal ob 138 oder 130 MB/s.

Noch eine Frage zum chipsettreiber: ich habe den aktuellen für das Asus P5B (Intel - chipsatz) noch nicht installiert. Welche "Auswirkung" kann ein aktueller chipset treiber haben? Ich befürchte, dass durch die Installation im Nachhinein Probleme auftauchen könnten.

Interessant ist noch der Temperaturaspekt: "coretemp" zeigt bei mir für beide Kerne zwischen 18 und 22 Grad an. Kann aber natürlich nicht sein. Liegt das jetzt daran, dass die Temperaturfühler nicht funktionieren oder dass der Geschwindigkeit runtergeregelt wird ("intel speedstep technology" ist "disabled")
 
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