Speichermedium für OS?

NemesisFS

Lt. Commander
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Sep. 2008
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Hi,
ich bastele gerade einen Homeserver. Nun ist noch eine Frage offen: Wo kommt das Betriebssystem hin? Zur Wahl stehen für mich ein USB-Stick, eine Speicherkarte und eine kleine 2,5" Platte.
Das System wird alle 24 Stunden gebackupt, das einzige Kriterium ist sparsamkeit und das system sollte mit ner annehmbaren Geschwindigkeit laufen.

was würdet ihr machen?

mfg Nemesis
 
Wie wärs mit einer kleinen SSD? (Sofern die €'s vorhanden sind).
 
Auf die 2.5"-Platte. Das andere mag zwar etwas weniger verbrauchen, aber die Performance dürfte zu schlecht sein.

Ist es möglich von den dreien einen kurzen Benchmark zu machen? z.B. mit CrystalDiskMark so als grobe Übersicht?
 
USB-Sticks brechen ja gerade bei kleinen Dateien stark ein. Speicherkarten sind ja generell noch langsamer. Die Speicherchips eines solchen Mediums überleben auch nicht lange bei ständigen Zugriffen. Als Systemlaufwerk ungeeignet.
Also entweder 2,5" HDD oder SSD.
 
SSD ist leider zu teuer.
Benchmark kann ich leider auch nicht machen, da ich mir erst die entsprechende hardware kaufen muss... wenn ihr irgendwo im netz einen vergleich kennt, wäre das aber sehr hilfreich....
wie lange würde denn ein usb stick den 24/7 betrieb überstehen?
 
Welches OS muss überhaupt drauf? Windows zB mag es ja nicht, vom USB-Stick zu laufen.

Und je nach dem, wieviele GB du brauchst, wäre ein kleiner USB-Stick wohl kein soo großer Kostenfaktor, und FreeNAS zB braucht ja nur eine Hand voll MB, da würde sogar ein 512MB-Stick, den man schonmal als Werbegeschenk kriegt, ausreichen...

Und UDMA-fähige CFs (die via Adapter wie eine IDE-Platte anzuschließen sind) wären auch nicht soo lahm und würden die CPU nicht belasten, PIO-Mode-Karten wären da eher nicht tauglich...
 
Ich habe dir hier mal einen CDM-Screen meines USB-Sticks:



Die Random Write Werte sind für den OS-Betrieb viel zu gering. Wenn du nicht schon einen USB-Stick hast, mit dem du das mal probeweise testen könntest, würde ich dir das nicht empfehlen. Eine 5400RPM 2.5" Festplatte dürfte ja nur 2-5 Watt ziehen, das sollte doch verkraftbar sein.
 
Ich starte seit langer Zeit meinen NAS (installiert FreeNAS) über einen alten ausrangierten USB-Stick (256MB), sogar nur über USB 1.1.

Zwar dauert das Booten sehr lange (ca. 10 Minuten) aber ich fahre den NAS ja auch nur einmal in der Woche hoch. Bei der Arbeitseschwindigkeit merkt man keinen Unterschied ob Platte oder USB-STick.
Das ist also ausreichend. Ist leise, zieht keinerlei Strom und ich brauche keine extra Platte für das OS.
 
als betriebssystem soll Ubuntu Server laufen. Ich würde mir dafür auch einen guten USB-Stick zulegen, zB einen mit 30MB/s schreiben und 25MB/s lesen (natürlich Herrstellerangaben =/)
 
du kannst dir auch ein mal das system bauen und es dann als live-system auf irgend ein speichermedium bannen. das ganze wird dann beim starten in den ram geladen und es findet 0 schreibzugriff auf das speichermedium statt. so hat auch malware keine chance ;) (wobei sie es nur bei einem physikalisch nicht schreibbaren medium wirklich zu 100% hätte)
aber ich befürchte, dass ein ausgewachsenes ubuntu etwas overkill dafür ist ^^

so oder so:
wenn du immer nur die selbe (relativ zum ram wenige) software benutzt ist die lesegeschwindigkeit des speichermediums egal, da die software sowieso schon im ram liegt, da sie ja benutzt wird. sie muss aber natürlich beim booten erstmal geladen werden.

swap schaltest du einfach ab. natürlich nur bei einer guten menge ram.

unnötige schreibzugriffe werden entschärft, indem man /tmp und vielleicht /var in eine ramdisk mountet. bei /var möchte man aber vielleicht die logs erhalten, die müsste man dann auf beliebige art sichern. mit einem cron-job und rsync z.b.
PS: man beachte aber, dass /var bei vielen server-diensten verdammt groß werden kann! kommt halt drauf an was du benutzt und das ganze testest du sowieso besser vorher aus, bevor du etwas in den ram auslagerst.
 
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