SQL-Server für Praxis

xamoel

Lt. Commander
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Hallo zusammen,

habe mir mal grob meinen Praxis-Server zusammengeklickt, wird verwendet für Ivoris, basiert auf SQL meines Wissens, aber keine Ahnung welche Version.

Zugriff von maximal 30 Mitarbeitern gleichzeitig, viele Röntgenbilder etc.

So schaut die Konfig aktuell aus

-Die SSDs als RAID1, Spiegelung, gegen Ausfallsicherheit (natürlich alles extern gebackupt).
-ECC RAM
-GPU für Berechnung von 3D-Röntgen
-Mainboard am besten mit mindestens 2x Gbit LAN für gemanagten Switch, evtl 10Gbit, macht halt den Switch sehr teuer
-Case u Netzteil ehrlich gesagt keine Ahnung, irgendwelche Vorschläge?

Seht ihr grundlegende Fehler? Würdet ihr was anders machen?

Vielen Dank.
 
1. Kann das Board überhaupt Raid mit M2 SSDs?
2. Da das Ding für eine Praxis ist würde ich dir einen Server von einem renomierten Hersteller empfehlen da hast dann sowas wie 4 Stunden Mission Critical Support wo du innerhalb von 4 Stunden Ersatz hast bei defekt.
 
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Wenn du das Ding unbedingt selber zusammenstellen und bauen willst/musst:
Ich bin doch etwas arg skeptisch ob TR wirklich ECC kann.

Keine AIO Waku. Den Noctua Kühler-
Besseres Gehäuse. Je nach Platz aber mind. ein Deep Silence oder Define
600W Netzteil reichen auch. Nachsehen ob es was von Seasonic mit 10 Jahren gibt, sollte eigentlich.

Ich hätte eher Angst daß z.B. das Netzteil kaputt geht als die SSD.
 
Lass dir die Systemanforderungen geben, dann checkst du was Dell für einen 19" Server will und buchst den 5 Jahres Support dazu...
 
Grundsätzlich halte ich die CPU mal für Overkill, da die Software auf der CPU Seite nicht unbedingt anspruchsvoll aussieht.
Hier würde also auch ein starker 6 oder 8 Kerner reichen (bei mehr Takt vermutlich sinnvoller auch wenn Ryzen grundsätzlich cool ist).
m.2 SSDs sind nett aber Sinnlos, da jede Billig SSD genug Performance für das System liefern wird. Teil dem SQL Server lieber mehr RAM zu. Das macht mehr sinn. Denn mit 64GB sind mehr als genug vorhanden.
GPU passt lt. Datenblatt die 1080 Ti sehr gut für die 3D Scans.
Mainboard keine Ahnung aber doch lieber was Business mäßiges von Supermicro.

Abschließend muss ich sagen, dass ich bei 30 Leuten nicht auf einen Bastelpc setzen würde sondern auf gescheites Equipment mit Wartungsvertrag und Ersatzteillieferung innerhalb von 8 Stunden.
Da es sich ja anscheinend um eine größere Praxis handelt würde eine hoch Verfügbare Lösung eventuell auch nicht schaden.

Frag bei der Software nach Systemhäusern mit Erfahrung mit der Software und dann nimm was empfohlenes von Fujitsu, Dell, HP, Lenovo mit 5 Jahre Vor-Ort Garantie.

Die Grafikkarte musst du denen vermutlich aber beibringen^^ ist nicht so alltäglich ne Zockerkarte im Serverumfeld.
 
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Selbstbau ist zwar oft günstiger aber du wirst automatisch voll verantwortlich für den Betrieb und wenn das System einmal steht steht es.

Da höchstwahrscheinlich ohnehin das Netzwerklimitiert braucht es sowieso kein m.2
 
Seht ihr grundlegende Fehler? Würdet ihr was anders machen?

Ja:
Ein Systemhaus beauftragen oder zumindest einen von Dell, HP, Lenovo mit Entsprechendem Support kaufen.
Die Kiste wird dein Brot und Butter.
Wenn die hops geht oder nicht richtig eingerichtet wird und am Ende Daten weg sind ist das der Super-Gau für dich bzw deine Praxis. Rechne dir aus was es dich kostet wenn das Ding ein paar Tage ausfällt und überlege dir dann ob es die gesparten Euros bei der Anschaffung wert ist.
 
Für den Professionellen Einsatz würde ich niemals eine Kiste selbst zusammenbauen geschweige denn Consumer (oder wie in diesem Fall Prosumer) Hardware einbauen. Oder können die Mitarbeiter noch vernünftig arbeiten wenn die Kiste mal ein paar Tage steht?

Kauf dir einen 19" Server mit USV, redundantem Netzteil und guten Support mit vernünftigen SLAs. Wir haben beispielsweise ein kleines aber feines Systemhaus die für Spezialanwendungen Kisten zusammenschrauben, auf Wunsch eben auch mit Grafikkarten o.ä. Wenn wir ein Problem haben kommen die aber im Zweifelsfall auch Sonntags oder Tauschen die Kiste komplett mit baugleicher Hardware aus und stecken nur die Festplatten um.
 
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Selbstbau für ne Praxis? :freak:

Kauf dir was anständiges mit Support. Also HP, Dell und co.
Und nimmt nen anständigen Support-Vertrag mit. Was machste denn, wenn dein Selbstbau mal die Flügel streckt und nix mehr geht? Selber erst mal Ersatzteile kaufen gehen und den Server neu aufsetzen? :rolleyes:
 
In einem Server wird die 1080Ti kaum unterstützt werden, da muss eine entsprechende GPU rein - kostet leider ein Vielfaches. Ein Mittelweg wäre eine Workstation mit Workstation-GPU, die kostet nur das Doppelte. Am sinnvollsten wäre wohl mit einem der auf der Website angegebenen Partner zu arbeiten.
 
Phunkberater schrieb:
In einem Server wird die 1080Ti kaum unterstützt werden, da muss eine entsprechende GPU rein - kostet leider ein Vielfaches.

Ja, macht aber nix. Denn die Software kostet schon einmalig 5-stellig + jährliche Wartungskosten. Ein paar hundert mehr für eine zertifizierte Graka machts dann auch nicht mehr fett.

Außerdem: Ne Praxis wo 30 Leute arbeiten, da geht so viel Kohle rein und raus, da machen ein paar Kröten für einen richtigen Server auch nix mehr aus.

Ein Kumpel hat schon in seiner kleinen Praxis mit insgesamt nur 5 Mitarbeitern einen Dienstleister beauftragt. Obwohl ich ja vom Fach bin und zwar einrichten und kaufen könnte, möchte ich nicht für die Kiste nachher verantwortlich sein, wenn es mal steht. Freundschaft hin oder her, ich hab ihm zu einem Dienstleiter geraten und das hat er dann auch gemacht. Und damit fährt er jetzt seit ca. 5 Jahren recht gut.
 
Natürlich bastel ich das Teil nicht selbst zusammen! Das Faß mach ich nicht auf.

Aber mal zu Info, was ein Systemhaus als Server verkaufen will:
HP ProLiant ML350 Gen9 mit
-E5-2620v4 (8x2,1GhZ)
-4x16GB PC4-2400T-R RDIMM (immerhin, ECC)
-5x HP 300GB 6G SAS 10k 2,5" HDDs (was soll das?)
-1x HP 2000GB 6G 7200 2,5" (als Datengrab?)
-2x500W PSUs

Kostenpunkt: 5950€, inkl MwSt

Finde ich nicht berauschend.

Wieso sollte ich eine andre GPU brauchen? Der Hersteller selbst empfiehlt GTX/GT, keine Quadros.
 
Joa mit den Servern ist das so eine Sachem die Standard-Server von HP, Dell, Siemens etc... bekommt man selten so konfiguriert wie man das gerne hätte. Hatte Anfang des Jahres ein ähnliches Problem, der Server von Systemhaus ging deutlich über unsere Anforderungen hinaus und wirklich flexibel ist man in der Konfig nicht gewesen. Wir haben uns letztlich einen kleinen HPE ML30 Server besorgt und den selber etwas angepasst - SSD, RAM, Netzwerkarte etc. Von der Performance her ist das Ding nun genau passend.

Bei euch möchte ich keine Empfehlung abgeben, dazu ist mir die Software zu unbekannt und ohne Monitoring (wie aktuell die Auslastung ist, woraus es ankommt) wär das eh nicht qualifiziert... Im Zweifel wirklich auf das Systemhaus verlassen, ggf. mit sprechen in wie weit man deren Angebot modifizieren kann und welche Bedanken man hat
 
Eben, da wird eine Standard-Konfi zusammengeklickt, ohne Rücksicht auf Verluste. Was sollen die 5 SAS Platten mit 10k Umdrehungen? Wenn ich IOPS will, dann nehme ich eine SSD.
 
Es gibt ja nicht nur ein Systemhaus. ;) Aber im Ernst, ordentliche Serverhardware gibt es nicht umsonst und wenn ihr ein Systemhaus findet das euch ein passendes System zusammenbaut ohne auf Standard HP/Dell/Fujitsu Hardware zurückzugreifen, habt ihr das beste aus beiden Welten (passende Hardware und Enterprise Support).
 
Die Praxis existiert schon, die Praxis muss zwingend bereits eine IT-Infrastruktur haben. Wieso lese ich hier nichts zur aktuellen Infrastruktur und zu den etwaigen Mängeln dieser? Einfach mal den Istzustand analysieren bringt mehr als das Rumgerate hier!

Systemhäuser schön und gut, ich habe nur noch nichts eins gesehen, welches zu einem fairen Kurs ordentlichen Service liefert. Bei den meisten gibt es keine Dokumentation und/oder wie beim TE Vorschläge wo ein dickes "WTF" übrigbleibt.

Was die Hardware angeht, eine gut umgesetzte Software mit Datenbank dahinter sollte mit 4 potenten Kernen auskommen. Praxissoftware ist in aller Regel weder komplex, noch die Mitarbeiter schnell genug um die 10.000-100.000 Abfragen in der Sekunde die so ein Rechner erledigen kann auch nur annähernd auszuschöpfen. Genauso beim Ram, der Datensatz eines patienten ist ohne Röntgenbilder selten größer als einige 100KB, damit ist die Anforderung an den Ram minimal (eigentlich muss ja der gesamte Datensatz eines Patienten garnicht im Ram liegen, im Ram muss ja nur der Kram schnell verfügbar liegen, der das Suchen der Patienten ermöglicht). Bei einer ordentlichen Umsetzung* kann man also von 512MB-8GB** Speicherbedarf für die Datenbank ausgehen.
Bei den SSDs, wie bereits gesagt wurde, alles was irgendwie ne mittelklassige Sata-SSD ist reicht vollkommen. 30Leute ohne Ausbildung in der Informatik haben über eine grafische Oberfläche keine Chance die SSDs ernsthaft auszulasten.
Beim Netzwerk, da wäre es einfach nur nötig zu überschlagen wie groß die Röntgenbilder so sind und was der realistische "worst case" ist. Wahrscheinlich wird das sowas sein wie eine Aufnahme läuft, einmal werden die Daten dem Patienten auf ne CD gebrannt und zwei Ärzte schauen sich irgendwas an. Diese 4 gleichzeitig auftretenden Vorgänge sollten in 1-2 Sekunden machbar sein mit der zur Verfügung stehenden Bandbreite. Schneller lohnt kaum, da die Rechner zum Anzeigen normalerweise auch einige Zeit benötigen.
Zur Grafikkarte, da wäre die Frage ob die Berechnungen wirklich der Server macht***, oder obes da um die 3D Darstellung geht die der Client berechnet. Im letzten Fall braucht der Server keine Karte, die Clients die regelmäßig die Röntgenaufnahmen darstellen hingegen schon. Wobei da auch bei dem 3D Kram oftmals die Intel Onboardgrafik reicht****.

Was ECC-Speicher angeht, die Fehlerkorrektur ist der kleinste Vorteil bei ECC-Speicher. Viel wichtiger ist die Fehlererkennung sowie -protokollierung. Die Protokollierung sollte dabei sowohl vom Betriebssystem auslesbar sein sowie aus dem UEFI heraus. Letzteres können in der Regel nur Boards für Server / einige Bretter für Workstations (Handbuch lesen!). Diese Protokolle müssen natürlich regelmäßig ausgewertet werden, und wenn der Speicher vermehrt Fehler erkennt, muss entsprechend vor dem Ausfall der Speicher getauscht werden (da habe ich auch noch kein Systemhaus gesehen, welches das überhaupt beachtet).
Im besten Fall läuft also 1-2mal am Tag ein Script durch, prüft das ECC-Protokoll, die SMART Werte, Windows Fehlerprotokolle, Report vom Backup etc. und sendet diese an den Admin (via Email) sowie explizite Warnings, wenn die Werte aus dem Ruder laufen.


* Ok habe ich im Medizinbereich noch nicht gesehen, dass es sowas gibt...
** Rekord den ich gesehen habe waren 2GB an genutztem Ram durch eine Datenbank
***Ich habe extreme Zweifel
****Hier kommt es sehr drauf an. Die Datenmengen die gute CTRs/MRTs ausspucken benötigen oftmals mehr Wumms. Da müsstest du aber mit Informationen herausrücken.


PS: Im Gegensatz zu einigen Stimmen hier würde ich keine zusammengestellte Hardware vom Systemhaus verwenden. Die Kaufen den Kram oft auch nur in Einzelteilen und stecken ihn zusammen. Entsprechend werden keine / kaum Ersatzteile vorgehalten. Also entweder einen Vertrag machen, der 24/6 (Werktags!) Support inkl. vorgehaltenen Ersatzteilen / Ersatzsystemen vorsieht, oder aber Server von den großen Anbietern (Dell, HP, Lenovo) mit Vor-Ort Support.
In den Vertrag mit dem Systemhaus muss dann aber auch rein, dass anhand des Backups der Server auf komplett neuer Hardware in 1-4Stunden wieder herstellbar sein muss. Generell sollte das Systemhaus, euch erst verlassen, wenn sie nachgewiesen haben, dass das Wiederhestellen auch zu 100% klappt.
 
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Praxis existiert, aber bisher, man glaubt es kaum, mit Karteikarten und Kalender...

Das genau ist das Problem, die meisten sehen nur Dollarzeichen, wenn eine Praxis neue IT braucht. Einkaufspreis x2 plus MwSt ist der Standard.
Ich hab ja kein Problem für Service zu zahlen, aber verarschen lasse ich mich auch nicht. Und wenn, wie bei Kollegen erlebt, für eine Kleinstpraxis mit 4 PCs ein 48-fach-Switch für 500€, plus der gleiche Server wie oben genannt, veranschlagt werden, dazu Pauschalen pro Gerät und pro Monat von 30€ für "Ferndiagnose und Speicherauslastung auslesen", dann habe ich keine Lust denen auch nur 1 Cent in den Rachen zu werfen.

Zur GPU: das macht natürlich der jeweilige Client, aber evtl lasse ich auch über RDP drauf zugreifen. Onboard können sicher auch, dann dauert das rendern halt ewig. Sind DVTs, also können schonmal paar hundert MB sein.
 
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