Die Praxis existiert schon, die Praxis muss zwingend bereits eine IT-Infrastruktur haben. Wieso lese ich hier nichts zur aktuellen Infrastruktur und zu den etwaigen Mängeln dieser? Einfach mal den Istzustand analysieren bringt mehr als das Rumgerate hier!
Systemhäuser schön und gut, ich habe nur noch nichts eins gesehen, welches zu einem fairen Kurs ordentlichen Service liefert. Bei den meisten gibt es keine Dokumentation und/oder wie beim TE Vorschläge wo ein dickes "WTF" übrigbleibt.
Was die Hardware angeht, eine gut umgesetzte Software mit Datenbank dahinter sollte mit 4 potenten Kernen auskommen. Praxissoftware ist in aller Regel weder komplex, noch die Mitarbeiter schnell genug um die 10.000-100.000 Abfragen in der Sekunde die so ein Rechner erledigen kann auch nur annähernd auszuschöpfen. Genauso beim Ram, der Datensatz eines patienten ist ohne Röntgenbilder selten größer als einige 100KB, damit ist die Anforderung an den Ram minimal (eigentlich muss ja der gesamte Datensatz eines Patienten garnicht im Ram liegen, im Ram muss ja nur der Kram schnell verfügbar liegen, der das Suchen der Patienten ermöglicht). Bei einer ordentlichen Umsetzung* kann man also von 512MB-8GB** Speicherbedarf für die Datenbank ausgehen.
Bei den SSDs, wie bereits gesagt wurde, alles was irgendwie ne mittelklassige Sata-SSD ist reicht vollkommen. 30Leute ohne Ausbildung in der Informatik haben über eine grafische Oberfläche keine Chance die SSDs ernsthaft auszulasten.
Beim Netzwerk, da wäre es einfach nur nötig zu überschlagen wie groß die Röntgenbilder so sind und was der realistische "worst case" ist. Wahrscheinlich wird das sowas sein wie eine Aufnahme läuft, einmal werden die Daten dem Patienten auf ne CD gebrannt und zwei Ärzte schauen sich irgendwas an. Diese 4 gleichzeitig auftretenden Vorgänge sollten in 1-2 Sekunden machbar sein mit der zur Verfügung stehenden Bandbreite. Schneller lohnt kaum, da die Rechner zum Anzeigen normalerweise auch einige Zeit benötigen.
Zur Grafikkarte, da wäre die Frage ob die Berechnungen wirklich der Server macht***, oder obes da um die 3D Darstellung geht die der Client berechnet. Im letzten Fall braucht der Server keine Karte, die Clients die regelmäßig die Röntgenaufnahmen darstellen hingegen schon. Wobei da auch bei dem 3D Kram oftmals die Intel Onboardgrafik reicht****.
Was ECC-Speicher angeht, die Fehlerkorrektur ist der kleinste Vorteil bei ECC-Speicher. Viel wichtiger ist die Fehlererkennung sowie -protokollierung. Die Protokollierung sollte dabei sowohl vom Betriebssystem auslesbar sein sowie aus dem UEFI heraus. Letzteres können in der Regel nur Boards für Server / einige Bretter für Workstations (Handbuch lesen!). Diese Protokolle müssen natürlich regelmäßig ausgewertet werden, und wenn der Speicher vermehrt Fehler erkennt, muss entsprechend vor dem Ausfall der Speicher getauscht werden (da habe ich auch noch kein Systemhaus gesehen, welches das überhaupt beachtet).
Im besten Fall läuft also 1-2mal am Tag ein Script durch, prüft das ECC-Protokoll, die SMART Werte, Windows Fehlerprotokolle, Report vom Backup etc. und sendet diese an den Admin (via Email) sowie explizite Warnings, wenn die Werte aus dem Ruder laufen.
* Ok habe ich im Medizinbereich noch nicht gesehen, dass es sowas gibt...
** Rekord den ich gesehen habe waren 2GB an genutztem Ram durch eine Datenbank
***Ich habe extreme Zweifel
****Hier kommt es sehr drauf an. Die Datenmengen die gute CTRs/MRTs ausspucken benötigen oftmals mehr Wumms. Da müsstest du aber mit Informationen herausrücken.
PS: Im Gegensatz zu einigen Stimmen hier würde ich keine zusammengestellte Hardware vom Systemhaus verwenden. Die Kaufen den Kram oft auch nur in Einzelteilen und stecken ihn zusammen. Entsprechend werden keine / kaum Ersatzteile vorgehalten. Also entweder einen Vertrag machen, der 24/6 (Werktags!) Support inkl. vorgehaltenen Ersatzteilen / Ersatzsystemen vorsieht, oder aber Server von den großen Anbietern (Dell, HP, Lenovo) mit Vor-Ort Support.
In den Vertrag mit dem Systemhaus muss dann aber auch rein, dass anhand des Backups der Server auf komplett neuer Hardware in 1-4Stunden wieder herstellbar sein muss. Generell sollte das Systemhaus, euch erst verlassen, wenn sie nachgewiesen haben, dass das Wiederhestellen auch zu 100% klappt.