SQL-Server für Praxis

Wenn man auf eine professionelle Lösung setzt (z.B. Server von Dell, HP, etc. inkl. Support) sollte die aus einer Hand kommen, weil sonst der Support nur limitiert Sinn macht. Da wirst Du keine Consumer-Karte drin finden. In einem Server nichtmal eine Workstation-Karte. Die Gründe dafür sind unterschiedlich - zum Einen gibt es vom Hersteller (Nvidia) für eine solche Karte keinen professionellen Support, zum Anderen gibt es teilweise auch "bauliche" Gründe - in einem Server-Gehäuse ist in der Regel das Lüftungskonzept nicht kompatibel zu einer aktiv gekühlten Karte.
Aber wie schon vorher erwähnt würde ich mir einen der auf der Herstellerwebsite angegebenen Partner holen - die sollten ja Erfahrung damit haben, welche Hardware für die Anwendung am sinnvollsten ist. Am besten nach Referenzen fragen um sicher zu gehen.
 
Die Empfehlung zu den Quadros ist recht sinnlos.

Die genannte Software fordert es nicht.
Der TE hat nicht angegeben, dass er irgendwelchen 12-14bit Grauftsufenmonitore hat.
10bit je Farbkanal können einige Consumerkarten mittlerweile.

@TE
Wenn du RDP ins Auge fasst, würde ich vorher ausloten welche Anforderungen es an die Farbdarstellung gibt und ob das mit RDP darstellbar ist. Gerade bei solchen Sachen wie hinterlegten Farbprofilen für etwas bessere Monitore sehe ich da ein Problemfeld (ohne es selbst je getestet zu haben).
An sich gibt es auch selten einen Grund zentral eine dicke GPU zu haben. Denn auch wenn die Modelle groß sind, so richtig viel 3D-Leistung brauchen die Modelle oft nicht. Im Gegensatz zu Spielen kommen ja kaum aufwendige Shader zum Einsatz. Kritisch ist Oftmals die Menge an Grafikspeicher, damit die Daten da hereinlassen.
 
Klar, das soll das Systemhaus Mal anschauen. RDP verursacht halt einiges an Lizenzkosten, dafür hat man halt weniger Traffic im Netzwerk...
 
Weniger Traffic bei einem lokalem Netzwerk ist bei dem Anwendungsfall etwas, was ich nicht als relevante Metrik ansehen würde. Zumindest nicht solang der TE nicht angibt, das da rund um die Uhr ständig geröntgt wird und sei es beim Ziehen eines jeden Milchzahns.
 
Also ich bin hier raus.... Hier diskutieren Leute, die noch nicht einmal im Leben im Businessumfeld irgendwas mit Hardware zu tun hatten.

Ja, richtige Server sind (im Vergleich zum Selbstbau) relativ teuer. Dafür bieten diese Server Features, wovon die Meisten nicht mal gehört haben (das geht weit über Sachen wie ECC hinaus!). Und wenn die komplette Hardware zertifiziert, und aufeinander abgestimmt ist, dann wird man normalerweise auch erheblich weniger Probleme haben. Vom Support gar nicht erst zu sprechen: Wer mal einen Laden erlebt hat, wo alle Leute für Tage nicht mehr arbeiten konnten, der wird das Wort "abziehen" nie mehr in den Mund nehmen. DAS kostet nämlich dann erheblich mehr!
Ich hatte schon einen Geschäftsführer, die mir mit Tränen in den Augen gegenüber saß, weil seine Bude für knapp 2 Wochen lahm gelegt war und zusätzlich ein erheblicher Datenverlust eingetreten ist (nicht dass er dabei was gelernt hat, nach ca. 2 Monaten waren alle guten Vorsätze wieder verflogen).

Und mal ehrlich, eine gut laufende Praxis mit 30 Mitarbeitern setzt sicher einen 8 stelligen Euro-Betrag pro Jahr um, wenn ich da an ein paar tausend Euro für ordentliche Hardware + Support spare, dann gehört derjenige der den Billigkram ohne Support einbaut, bzw. die Person die diese Entscheidung getroffen hat, geteert und gefedert.

Komischerweise wird über die vielleicht 15.000€ teure Software nicht gemeckert. Aber bei der vielleicht 5.000€ teuren, dazu passende Hardware mit Support wird von "abzocken" gesprochen. Finde den Fehler....
 
Ich habe kein Problem, für gute Hardware und guten Service entsprechend mehr zu zahlen.

Wenn mir aber 0815 Schrott empfohlen wird, der eben NICHT auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist, sondern einer Standard Konfi entspricht, und dazu noch 5mal so teuer ist wie ein vergleichbares Produkt, dann komme ich mir verarscht vor. Oder kannst du mir erklären, wofür man 5 300GB SAS braucht?
Und du kannst dir sicher sein, dass ich auch von den Software Preisen nicht begeistert bin.

Was für Server Features hast du da denn im Blick?

@Piktogramm
Soviel wird natürlich nicht geröntgt, vlt 50x pro Tag.
 
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Nur mal als Gedankenanstoss:

Das Systemhaus muss je nach Supportmodell die genau gleiche HW (über Jahre) vorhalten, um im Fehlerfall in ein paar Stunden austauschen zu können.
Wenn Sie also einen individuellen Server anbieten, müssen Sie (mindestens) 2 verrechnen, den einer steht ja immer bei denen als Backup. Das wäre unbezahlbar. Also gibt es x-Modelle aus denen du wählen kannst und alles ist unter dem Strich nicht billig, sondern vernünftig. Den Backup-Server bezahlen x-Kunden mit gleicher HW.

Was ich mich aber wirklich frage als Laie. Hat die Praxis mit Karteikarten bisher Nachteile gehabt? Immerhin ein seit Jahrzehnten bewährtes System. Wo sind die Vorteile fernab des puren Fortschrittswillen? Müssen solche Daten versendet werden? Geht es "nur" darum aus jedem Zimmer bequem zuzugreifen? Ich habe echt keine Ahnung und möchte nicht provozieren.
 
Naja bei hundert Patienten am Tag suchst du erstmal 100 Karteikarten aus dem System, da muss dann die Helferin was eintragen, was deutlich mehr Zeit kostet als Paar Kürzel in PC zu hacken, dazu hast du die aktuellen Rös gleich da, und musst zusätzlich nicht 50000 Karteikarten über Jahre in riesigen Schränken lagern.
Ist also nicht nur Komfort, sondern Zeit und Platzersparnis.
 
xamoel schrieb:
Ich habe kein Problem, für gute Hardware und guten Service entsprechend mehr zu zahlen.

Wenn mir aber 0815 Schrott empfohlen wird, der eben NICHT auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist, sondern einer Standard Konfi entspricht

Willst du einen Server haben, der genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist, musst du einen anderen/besseren Dienstleister auswählen. Am besten jemanden, der sich mit Praxen auskennt.
Ich wette da gibt es einige, die sich nur auf Arztpraxen spezialisiert haben.


und dazu noch 5mal so teuer ist wie ein vergleichbares Produkt, dann komme ich mir verarscht vor.

Vielleicht 5x so teuer wie ein Selbstbau. Aber ich habe schon oben versucht zu erklären, woran das liegt. Diese Server haben viel mehr Features wie dein Selbstbau. Auch sind dort erheblich bessere Komponenten verbaut wie in deinem Selbstbau. Und die Teile sind perfekt aufeinander abgestimmt, der Hersteller übernimmt die Garantie dafür.
Zusätzlich garantieren sie dir die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, auch in ein paar Jahren noch. Anstatt in 4 Jahren für deinen Selbstbau auf Ebay nach Ersatzteilen zu suchen, rufst du bei einem richtigen Server einfach die Hotline an und fertig.


Oder kannst du mir erklären, wofür man 5 300GB SAS braucht?

Ja, kann ich. Z.B. nehme ich 4 Platten in ein Raid 5/6/10 und nutze die 5. Platte als Hotspare. Diese springt ein, sobald eine Platte defekt ist, damit das Raid dann sofort den Rebuild starten kann und mann muss nicht warten bis Ersatz da ist. Dies ist nämlich immer ein kritischer Augenblick, wo gerne mal weitere Platten ausfallen. Und dann hat man trotz Raid schnell mal eine relativ lange Downtime mit Restore und viel Arbeit.



Was für Server Features hast du da denn im Blick?

Wie oben schon angesprochen, ein gut durchdachtes Raid mit Hotspare. Viele Komponenten lassen sich teilweise tauschen ohne den Server runterzufahren (RAM, Netzteile, Lüfter, etc.), Fernsteuerung (KVM), halbautomatische bzw. sehr einfache Installation des OS, Fehlermeldungen schon bevor es zu einem Ausfall kommt (z.B. hab ich erst gestern Abend eine Mail von einem unserem Server bekommen, dass eine bestimmte Fehlerrate in einem RAM Riegel überschritten worden ist - der wird jetzt morgen im laufenden Betrieb von einem Dell Techniker getauscht).
Fast alles ist redundant ausgelegt, sehr einfacher Zugriff auf die Komponenten, was überhaupt erst einen Austausch von vielen Teilen im laufenden Betrieb möglich macht...... und noch viele Kleinigkeiten mehr, die man hier gar nicht alle aufzählen kann, aber die im Ernstfall einem den Arsch retten können.

Vom Service will ich erst gar nicht sprechen: Austausch von defekten Komponenten meist am selben Tag (wenn bis Mittags gemeldet), ansonsten next Business Day.
Und die liefern dir nicht nur die Komponenten, die schicken dir jemanden der den Kram austauscht. Und zumindest bei Dell kann ich sagen, die Jungs die ab und zu hier auftauchen sind absolut fit.



Ich weiss nicht welche Stellung du in der Praxis hast, bist du der Chef? Bist du der Neffe vom Bruder des Chefs, der schon mal einen PC selbst installiert hat und nun den "IT Job" dort bekommen hat?
Bist du freischaffender IT'ler?


Ich kenne das aber, nicht technik-affine Chefs sehen oft keinen Grund darin, viel Geld in Hard-/Software auszugeben, weil es "läuft ja" irgendwie.
Erst wenn es Probleme gibt, merkt man, dass es doch nicht "einfach so" läuft. Problem in dem Fall: Obwohl man den Chef auf entsprechend mögliche Probleme im Vorfeld hingewiesen hat, ist die IT dann doch der Arsch. Und selbst wenn man dann darauf hinweist, dass genau diese möglichen Probleme vorher angesprochen worden sind, muss man dafür sorgen dass alles so schnell wie möglich wieder läuft. Und wehe es sind irgendwelche Daten verloren gegangen....
 
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Ich bin der Inhaber.
Und natürlich ist der Dienstleister spezialisiert auf Arztpraxen. Das heisst nur leider wenig, außer dass die Preise verdoppelt werden.
Also der Sinn eines RAID5 mit 300GB Platten sehe ich garnicht. Wenn ich Redundanz will, mache ich RAID1. Der kritische Augenblick ist ja der Rebuild, nicht der Ausfall selbst. Beim Rebuild hast du die Read Belastung der restlichen HDDs, wenn also beim automatischen Rebuild vorher kein Backup gefahren ist, und dann aufgrund der Belastung noch die 2. Platte ausfällt, dann ist die Kacke am Dampfen.
Deswegen habe ich bei meinen Servern nur RAID6, und keine Hotspare.
Was spricht denn gegen 2 SSDs, statt hier mit HDDs mit 10k rpm rumzukrebsen.
 
xamoel schrieb:
Ich bin der Inhaber.

Ok, also bist du ganz alleine dafür verantwortlich. Und dann bist du wahrscheinlich auch recht gut betucht, wie gesagt, ich kenne solch ein Umfeld und bei der Größe liegt der jährliche Umsatz einer Praxis sicher bei einer 8-stelligen Zahl.



Also der Sinn eines RAID5 mit 300GB Platten sehe ich garnicht. Wenn ich Redundanz will, mache ich RAID1

Deshalb ja auch 5 Platten: Raid6 + 1x Hotspare


Was spricht denn gegen 2 SSDs, statt hier mit HDDs mit 10k rpm rumzukrebsen.

Weil zertifizierte SSDs immer noch sehr teuer sind. Und mit 10k Platten krebst man bei Raid6 nicht rum. Ist immer noch erheblich schneller, als dein Netzwerk Daten anliefern kann.


Als Inhaber hast DU die Verantwortung. Wenn du nicht auf Leute hören willst, die (wie ich z.B.) seit mehr als 20 Jahren in diesem Bereich beruflich unterwegs ist, dann solltest du dich nicht beschweren wenn was schief läuft.
Und wer bei so einem Umsatz ein Problem mit 6.000€ für nen Server hat, der hat definitiv ein Problem mit Einsicht.
 
Größenordnung der gesamten IT liegt eher bei 50-75k, insofern sind mir die 6k für den Server wurscht, das war auch nur ein Angebot von einem Dienstleister...

Was sagst du zur Option, alles auf dem Server laufen zu lassen, und die Clients nur als Thin Clients auszuführen und alle mit RDP zugreifen zu lassen? Abgesehen vom Traffic, der wie gesagt wohl kein Problem ist, halte ich die Verwaltung und Backup eines einzelnen Servers für leichter durchzuführen als 30 Clients upzudaten und Daten, die die Leute dort liegen lassen, auch noch irgendwie zu sichern.
 
Kann man pauschal nicht sagen, ob das die bessere Lösung ist. Es hängt viel von der verwendeten Software ab.

Auf der anderen Seite hat man den Server natürlich dann als Single Point of Failure. Geht der nicht mehr, kann niemand mehr arbeiten. Kommt aber dann auch auf die verwendete Software an, in wie weit man ohne den Server mit normalen Clients theoretisch noch weiter arbeiten könnte.
Hier bei uns kann man auch ohne Zugriff auf einzelne Programme (über Citrix) und der Network Shares noch halbwegs weiterarbeiten. Wenn man aber nur zu 100% mit einem bestimmten Server basierten Programm arbeitet, dann kann das schon anders aussehen.

Da sollte man dann auf jeden Fall darüber nachdenken, den Server selbst redundant auszulegen. Das kann man einfach mit einem 2. identischen Server machen, oder man nimmt z.B. von Dell einen PowerEdge VRTX und packt da zwei Server-Blades rein. Damit ist dann theoretisch auch alles redundant, lediglich die HDD Backplane ist ein letzter Single Point of Failure. Hier muss man dann das Risiko abwägen - ist auf jeden Fall günstiger als 2 einzelne Server - auf der anderen Seite spart man eine Menge Geld bei den Clients.

Nutzt man dann z.B. VMWare kann man im Notfall die einzelnen Server-Installationen blitzschnell hin und her schieben.

Hier im Forum kann man solche Themen auf jeden Fall nicht endgültig klären. Es kommt wie gesagt auf die Software an, die Räumlichkeiten vor Ort, wie gearbeitet wird, usw.

Ich gebe dir nur den Tipp: Verzichte auf den Selbstbau, nimm einen zertifizierten Server, nimm dazu einen ordentlichen Servicevertrag und such dir einen guten Dienstleister vor Ort.
Das wird dir später u.U. viel Zeit, Ärger und auch Geld sparen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Arbeiten ohne die SQL-Datenbank ist nicht möglich, die Clients alleine können garnix...

Die PowerEdge sind interessant, mal schauen was das Systemhaus da anbieten kann...
 
xamoel schrieb:
Ich hab ja kein Problem für Service zu zahlen, aber verarschen lasse ich mich auch nicht.

Das ist ja auch gut und richtig so. Du kennst dich ja selber ganz gut aus und kannst erkennen, wenn dich jemand verarschen will, daher kannst du das ja schon im Vorfeld kommunizieren, dass das mit dir nicht geht. Ich würde nicht auf guten Service verzichten, wenn das alte System erstmal abgeschafft ist, seit ihr von der Technik abhängig und wenn dann die ganze Praxis 2-3 Tage nicht arbeiten kann, weil ein Ersatzteil nicht schnell genug beschafft werden kann, dann wird es richtig teuer, vom Imageverlust mal ganz zu schweigen.
 
0815burner schrieb:
Was ich mich aber wirklich frage als Laie. Hat die Praxis mit Karteikarten bisher Nachteile gehabt?

Bei der Abrechnung mit der Krankenkasse gibt es weniger Geld wenn man den Kram analog einreicht. Nutzt man einen Dienstleister für die Abrechnung verlangen die auch mehr, wenn der Kram bei denen analog aufschlägt und sie es digitalisieren müssen zahlt man das auch.
Ab 01.01.2019 soll theoretisch die elektronische Gesundheitskarte online geprüft werden, es muss also zwingend Infrastruktur her. (Auch wenn es derzeit noch nichtmal in der Testregion der Scheiß ausgerollt wurde, außer dass die Praxen mittlerweile die 3. Generation der teuren Lesegeräte kaufen mussten -.-)
Ergänzung ()

0815burner schrieb:
Das Systemhaus muss je nach Supportmodell die genau gleiche HW (über Jahre) vorhalten, um im Fehlerfall in ein paar Stunden austauschen zu können.

Die gleiche Hardware vorzuhalten ist kein reales Modell. Ordentlich hält man kompatible Neuware vor und da nur günstige Sachen wie Laufwerke, Ram. Alles teureren Dinge (Servermainboard, CPU) lohnen sich in der Regel nicht vorzuhalten. Wenn solche zentralen Komponenten das Zeitliche segnet hält man einfach ein aktuelles Ersatzsystem vor, spielt dem das Backup ein und weiter geht es (Deswegen auch die Anforderung das anhand des Backups die Systeme in wenigen Stunden wieder stehen müssen). Erst wenn Technologien auslaufen hält man als Serviceanbieter ein paar (wenige) Einheiten der Althardware vor.
Der große Spaß ist dann auch, dass kein Systemhaus und auch die Hersteller solch essentielle Dinge wie die Steuerkarten von digitalen Röntgengeräten nicht vorhalten und auch keine aktuellen Treiber für neuere Betriebssysteme liefern für digitale Röntgengeräte die noch nicht einmal abgeschrieben sind -.-. Also gerade der Kram, der dringend vorgehalten werden müsste, weil größere Investitionssummen daranhängen bekommt man nicht ersetzt :(
Ergänzung ()

Loopman schrieb:
Willst du einen Server haben, der genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist, musst du einen anderen/besseren Dienstleister auswählen. Am besten jemanden, der sich mit Praxen auskennt.
Ich wette da gibt es einige, die sich nur auf Arztpraxen spezialisiert haben.

Du hast noch nicht mit Systemhäusern im Medizinbereich zutun gehabt oder? Die spezialisieren sich darauf hohe Preise aufzurufen, aber wirklich gute Leistung habe ich bei noch keinem gesehen.


Vielleicht 5x so teuer wie ein Selbstbau. Aber ich habe schon oben versucht zu erklären, woran das liegt. Diese Server haben viel mehr Features wie dein Selbstbau. Auch sind dort erheblich bessere Komponenten verbaut wie in deinem Selbstbau. Und die Teile sind perfekt aufeinander abgestimmt, der Hersteller übernimmt die Garantie dafür.
Zusätzlich garantieren sie dir die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, auch in ein paar Jahren noch. Anstatt in 4 Jahren für deinen Selbstbau auf Ebay nach Ersatzteilen zu suchen, rufst du bei einem richtigen Server einfach die Hotline an und fertig.

Die Systemhäuser stecken normalerweise 0815 Hardware zusammen und wenns läuft läufts halt. Du gehst von einer "so sollte es sein"-Situation aus, die findet sich so aber fast nirgendwo. Gut durchgetestete Systeme gibt es am ehesten von den großen Serverherstellern inkl. den von dir genanntem Ersatzteilservice.

Wie oben schon angesprochen, ein gut durchdachtes Raid mit Hotspare. Viele Komponenten lassen sich teilweise tauschen ohne den Server runterzufahren (RAM, Netzteile, Lüfter, etc.), Fernsteuerung (KVM), halbautomatische bzw. sehr einfache Installation des OS, Fehlermeldungen schon bevor es zu einem Ausfall kommt (z.B. hab ich erst gestern Abend eine Mail von einem unserem Server bekommen, dass eine bestimmte Fehlerrate in einem RAM Riegel überschritten worden ist - der wird jetzt morgen im laufenden Betrieb von einem Dell Techniker getauscht).
Fast alles ist redundant ausgelegt, sehr einfacher Zugriff auf die Komponenten, was überhaupt erst einen Austausch von vielen Teilen im laufenden Betrieb möglich macht...... und noch viele Kleinigkeiten mehr, die man hier gar nicht alle aufzählen kann, aber die im Ernstfall einem den Arsch retten können.

Bitte PN an mich wenn ein Systemhaus im PLZ Bereich 0xxx Fernwartung und Monitoring auf dem Level bietet welches bei 1 Server, 3 Clientkonfiguration bezahlbar ist (also wesentlich weniger als das 2-fache des Gewinns der Praxis...)

Vom Service will ich erst gar nicht sprechen: Austausch von defekten Komponenten meist am selben Tag (wenn bis Mittags gemeldet), ansonsten next Business Day.
Und die liefern dir nicht nur die Komponenten, die schicken dir jemanden der den Kram austauscht. Und zumindest bei Dell kann ich sagen, die Jungs die ab und zu hier auftauchen sind absolut fit.
AHMEN! Die Dell Typen sind spitze! Die Nasen der meisten lokalen Systemhäuser sind das Gegenteil davon...


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Die Diskussion um die Laufwerke,
gute Consumer SSDs reichen eigentlich für so einen Anwendungsfall. Die Server SSDs sind zwar wirklich für eine höhere Haltbarkeit ausgelegt. Deren Anwendungsgebiet liegt jedoch oft im Gebiet von Servern mit 1.000-100.000 aktiven Clients. An diese Last kommen 30 Fachangestellte in einer Zahnarztpraxis nie und nimmer auch nur annähernd heran. Im Normalfall ist das Windowsupdate die schlimmste Belastung die die Platten sehen werden.


Zur generellen Auswahl der Hardware, frag doch mal den Softtwarehersteller, was sie für x Ärzte + Y Fachkräfte bei Z Clients als Server veranschlagen. Aus Eigeninteresse könntest du für mich bitte auch fragen, welchen SQL-Server die Firma genau einsetzt. :)
 
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Sehe schon ihr seid von Dell überzeugt... Hab mit Alienware auch gute Erfahrungen gemacht, ein Freund hat ein Area 51, das in der Garantie komplett hinüber war, er durfte sich für den gleichen Preis ein komplett neues System zusammen stellen.
 
Die Anfrage habe ich eh schon gestartet, hoffe der Support meldet sich bald Mal. Falls ihr gute Systemhäuser in 81xxx kennt, nur her damit.

Hier die Antwort vom Support:

1. Auf welcher SQL-Version basiert Ivoris und DMS?
Wir bringen einen SQL Server 2014 Express mit und DMS nutzt einen PostGresSQL Server (ebenfalls integriert)

2. Welche Server-Hardware empfehlen Sie für Ivoris für eine Praxis mit ca. 3-6 Ärzten und 20-30 Clients?
Bei einer größeren Umgebung empfiehlt es sich ein größer Server mit 4-8 CPU Kernen und 2,20GHz oder mehr
16-32 GB Arbeitsspeicher
Schnelles Festplatten System Raid 10 (4x4 oder 8x8 -> 10 bis 15K 2,5“ Festplatten)

Virtualisierung (Hyper-V) ist ebenfalls ein gute Idee falls man mehrere Server betreiben und eine bessere Übersicht möchte.

Das limitiert die CPU auf 4 nutzbare Cores und nur 1 GB RAM für SQL Express laut MS: https://msdn.microsoft.com/en-us/library/cc645993(v=sql.120).aspx

restliche Cores halt für die PostGresSQL (nie gehört).
 
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Virtualisierung ist schön und gut und erleichtert ein paar Dinge erhöht aber die Komplexität des Systems im selben Maße. Anstatt "nur" das aktive System zu sichern musst du mit der zusätzlichen eingezogenen Virtualisierungsschicht deren Funktion überwachen, deren Konfiguration ebenfalls sichern und die Wiederherstellung (regelmäßig) testen. Für sehr viele Anwendungsfälle mit nur 1-2 Gästen und 1-2 Maschinen auf denen diese Gäste ausgeführt werden lohnt sich die gesteigerte Komplexität leider oft nicht.

Der Microsoft SQL Server und Postgres sind beide sehr gut. Wie du schon festgestellt hast ist der MS SQL Server in der Expressversion recht beschränkt und es lohnt sich da nicht großartig Hardware drauf zu werfen. Mit der von dir genannten Software allein sollte eine Kiste mit 4C/8T und 16GB ausreichen solang keine anderen Anwendungen hinzukommen. Wobei ich anstatt gängiger HDDs nachwievor SSDs bevorzuge (wenn es von der Größe her passt).
Du musst auch nicht davon ausgehen, dass der MS SQL Server immer alle 4 Kerne belegt. Die meisten Anfragen der Software auf den Datenbankserver werden sehr simpel sein und sind in der Regel in Sekundenbruchteilen auf einem einzelnem Kern erledigt. Die größte Einschränkung ist bei der Expressversion die Limitierung auf 1GB Ram Nutzung und 10GB maximaler Datenbankgröße.
 
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