SQL-Server für Praxis

Halte Virtualisierung auch für unnötig im vorliegenden Fall. Nur schade, dass die Software mit so einer begrenzten SQL Version kommt, auch wenn man es im Alltag nicht bemerken mag. Aber es laufen ja mehrere Instanzen, daher denke ich was in Richtung 8 Kerne wäre nicht verkehrt... Mal schauen.
 
Wahrscheinlich ist die Datenmenge eher gering, da lohnt sich dann auch nicht mehr.
Aber wie immer bei solch Software, kannst du höchstwahrscheinlich auch deinen eigenen SQL Server verwenden. Wenn du schon einen hast, bzw. in einen investieren möchtest.

Virtualisierung hat halt viele Vorteile, auch in kleinen Umgebungen: Einfaches verschieben der Serverinstanzen auf einen anderen Host, sehr einfaches Backup, Snapshots vor kritischen Updates, so dass man nachher einfach wieder zurückgehen kann, wenn etwas schief gelaufen ist, usw.
 
Klar, aber mit Virtualisierung kenne ich mich kaum aus, da könnte ich wenig selbst 1. Hilfe leisten, man möchte ja nicht ständig den Support rufen, das geht ins Geld irgendwann.
Naja lasse mich überraschen was die Profis so anbieten, melde mich sobald ich ein komplettes Angebot vorliegen habe.
 
Den eigenen SQL Server anflanschen geht so nicht. Wenn muss es ein Ms SQL Server sein. Wobei das "einfach anflanschen" so einfach nicht sein muss. Wenn (wie üblich) die Dokumentation zur notwendigen Konfiguration des Servers nicht geliefert wird, ist man fast zwangsweise auf externe Hilfe angewiesen. Wobei man dann bei der eingekauften externen Hilfe dann marktüblich auch gleich die passende Ms SQL Lizenz kauft (aber wieder aufpassen, es gibt da sehr viele Variationen der Lizenzen und nicht jeder braucht die Vollausstattung).

Das mit Virtualisierung macht alles Einfacher stimmt so nicht. Das einfache Verschieben muss man erst einmal können und nachweisen, dass das problemlos klappt. Also einmal von einer komplett jungfräulichen Maschine die Umgebung wieder einrichten und die Gäste wieder einspielen. Das macht (wenn man das zum erstenmal macht) ordentlich Arbeit. Bei den Backups ist es auch nicht so simpel. So ein Snapshot lässt sich einfach zurückspielen, das stimmt. Das ist jedoch ein zu großer Hammer, wenn man mal nur eine Datei die ausversehen gelöscht wurde wiederherstellen will. Wenn man es ordentlich macht, ist die weitere Abstraktionsschicht mehr Arbeit und die Vorteile die man hat skalieren mit einer geringen Anzahl an Gästen nicht. Zumindest nicht wenn man nur einen Anwendungsfall betreut.
 
Piktogramm schrieb:
Den eigenen SQL Server anflanschen geht so nicht. Wenn muss es ein Ms SQL Server sein.

Ja, logisch. Davon bin ich jetzt einfach mal ausgegangen ;)


Wobei das "einfach anflanschen" so einfach nicht sein muss. Wenn (wie üblich) die Dokumentation zur notwendigen Konfiguration des Servers nicht geliefert wird, ist man fast zwangsweise auf externe Hilfe angewiesen.

Diese Praxissoftware musst du eh von Spezis einrichten lassen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man das mal so nebenbei macht.
Ich kenne professionelle Software in verschiedenen anderen Branchen und das ist meistens kein Spaß und verlangt oft jahrelange Erfahrung.
Deshalb bastelt man da auch nicht selber dran rum, sondern lässt die Profis ran.

Und eine Anbindung an einen schon bereits vorhandenen SQL Server (MS!) lässt fast jede Software in so einem so großen Umfeld zu.



Das mit Virtualisierung macht alles Einfacher stimmt so nicht. Das einfache Verschieben muss man erst einmal können und nachweisen, dass das problemlos klappt.

Das sollst ja auch nicht du als ungeübter machen, sondern eine Fachkraft die sich damit auskennt. Im Zweifelsfrei der jeweilige Support.
Wir reden hier ja auch von richtigem Business und nicht von ner Hobbymaschine Zuhause. :rolleyes:


Also einmal von einer komplett jungfräulichen Maschine die Umgebung wieder einrichten und die Gäste wieder einspielen. Das macht (wenn man das zum erstenmal macht) ordentlich Arbeit. Bei den Backups ist es auch nicht so simpel. So ein Snapshot lässt sich einfach zurückspielen, das stimmt.

Siehe oben...


Das ist jedoch ein zu großer Hammer, wenn man mal nur eine Datei die ausversehen gelöscht wurde wiederherstellen will.

Bist du sicher, dass du "Snapshot" richtig verstehst? Das ist kein Backup, sondern wird z.B. bei größeren Updates verwendet um nicht die Live-Maschine kaputt zu machen.
Wenn es um eine verlorene Datei geht, greife ich natürlich auf mein Dateibasiertes Backup zurück... :rolleyes:
 
Das Problem ist, "professioneller" Support von virtuellen Lösungen im Bereich von auf Mediziner spezialisierten Systemhäuser ist sehr selten. Meiner Erfahrung nach muss man denen massiv auf die Finger schauen und um das machen zu können braucht es auch schon allerhand Wissen.

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Was das Anflanschen anderer DB-Server angeht. Bei gescheiter Software sollte die Doku so gut sein, dass man das selber machen könnte.
 
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Sorry, VMs gehören seit vielen Jahren zum absoluten Standard. Wenn sich ein Systemhaus damit nicht auskennt, dann ist es kein Systemhaus.

Und selten sind solche Profis im Medizinischen Bereich nicht. Aber je nach Region ist es vielleicht nicht einfach da jemanden zu finden. Hier sollte man eventuell Kontakt zu Ansprechpartnern in anderen Praxen suchen. Ärzte sind ja untereinander oft auch sehr gut vernetzt.

Ansonsten sucht man sich ein Systemhaus, welches sich rein um die Hardware kümmert und einen Dienstleister, der sich auf diese spezielle Software spezialisiert hat. Der Hersteller sollte hier problemlos diverse Anbieter in der gewünschten Region nennen können.
Zumindest während der Installation sollten sich beide dann natürlich absprechen und zusammen arbeiten.

Und weil du schon wieder "selber machen" erwähnst. In so einem Umfeld sollte man im Idealfall nichts selber machen. Wenn ich als einziger Arzt in einer Praxis bin und nur 2 Helferinnen habe, ok, dann geht das vielleicht. Aber in einer Praxis mit 30 Mitarbeitern steht der Zeitaufwand in keinem Verhältnis mehr. Da behandel ich in der Zeit lieber 10 Patienten, da habe ich das Geld für den Dienstleister locker wieder drin (Ärzte haben einen leicht höheren Stundenlohn als die meisten IT'ler ;)).

Wenn der Inhaber/Arzt anfängt in seiner 30 Mitarbeiter Praxis selber den Server zu installieren, dann weiss ich schon vorab: Das wird Murks!
 
Das "selber machen" steht mit Absicht im Konjunktiv. Weil es eben keine Aufforderung ist sondern ein Kriterium zur Güte der notwendigen Dokumentation von Software als auch der Umsetzung durch etwaige Dienstleister.

Und was Systemhäuser können sollten ist mir auch klar. Bei den auf Medizin spezialisierten ist das aber nicht Stand der DInge und im Zweifelsfall nimmt man da leider in Kauf, dass die von VMs noch nie etwas gehört haben. Im Zweifelsfall ist sowieso wichtiger, dass das Systemhaus Zertifizierter Partner für die Hersteller der Röntgen- und Laborgeräte sowie eingesetzten Praxissoftware ist. Letzteres dünnt die Auswahl lokal oft sehr stark aus. Für jedes Teilmodul je ein spezialisierten Dienstleister aufzustellen ist ansonsten einfach mal teuer* und führt mitunter zu Problemen, wenn auftretende Schwierigkeiten zwei oder mehr Dienstleister betreffen könnten.

Ansonsten Loopman, im Medzinbereich unterwegs und mit der vorherrschenden Softwarequalität vertraut?



*Auch wenn Zahnärzte oft als äußerst vermögend dargestellt werden, unterscheiden sich die Gewinne doch stark. Als Münchener Arzt der +80% seiner Leistungen privat abrechnen kann verdient man anders als irgendwo im Osten auf dem Lande wo fast 100% Kassenpatienten aufschlagen ohne jede private Zusatzleistung.
 
So habe jetzt ein erstes Angebot, anbei Mal die Daten für den Server und die PCs:
Server für 5800 brutto:
Gehäuse Supermicro SC732i-500B Tower black (CSE-732I-500B)
CPU Intel Xeon E3-1230V5 LGA1151 BOX 3.4 G
Servermainboard Supermicro X11SSL-F LGA1151 Rev. 1.01
32 GB DDR4-2400 ECC reg. Kingston KVR24R17D8/16MA
2x SSD 960 GB 2,5" Intel S3520 Serie SATA-III MLC - DataCenter [RAID / Spiegelfestplattensystem]
2x SSD 960 GB 2,5" Intel S3520 Serie SATA-III MLC - DataCenter [interne HotSpare Festplatte]
RAID Controller Avago MegaRAID SAS 9361-4i 4x SATA/SAS RAID PCIe 3.0 x8
DVD+/-R/RW Samsung Slimeline black
Microsoft Windows Server 2012 Essential R2 64bit (inkl. 25 CALs)
100-Stunden-System-Dauer-Test + Burn-In-Test im Netzwerk
24 Monate Vor-Ort-Austausch-Service; 3 Jahre Hardware-Garantie

2 Hot Spares finde ich unnötig.

Clients für 1000 brutto:
Design Mini Desktop Gehäuse S3100 (120 Watt Silent Netzteil), weiß
[Gehäusemaße: H / B / T: 240 / 76 / 220 mm] ; Aufbau: horizontal und vertikal
Prozessor Intel Core i5-6400 LGA1151 BOX
Mainboard ASUS H110I-Plus LGA1151 mini-ITX
8 GB Speicher DDR4-2133 (SS) PC4-17000 CL15 KVR
128 GB SSD 2,5" Sandisk X400 SATA-III
Intel HD 4400 Grafikkarte [geeignet für Zweibildschirmlösung]
DVD+/-R/RW Samsung SN-208FB/BEBE Slimline
High Definition 5.1 (analog) 7.1 (Digital) onBoard
PS/2, 2 × USB 3.0, 4 × USB 2.0, LAN, CRT, DVI-D, HDMI
100-Stunden-System-Dauer-Test + Burn-In-Test im Netzwerk
Microsoft Windows 10 Professional (64-bit)
24 Monate Vor-Ort-Austausch-Service; 3 Jahre Hardware-Garantie

Beides natürlich sau teuer, dazu kommen noch insgesamt so 15.000 für Einrichtung und Konfiguration...

Klar, man zahlt auch für die Garantie etc...
Verbaut werden Systeme von Bluechip.de, die wohl nur relabeln...

Für Clients wollte ich eigentlich die:
https://geizhals.de/msi-cubi-2-plus-008xde-9s6-b12311-008-a1446518.html?hloc=de

Sind denke ich vollkommen ausreichend, und extrem günstig aktuell.
 
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Du bist einfach nur eine Lachnummer, anders kann ich das nicht beschreiben. Du hast absolut überhaupt keine Ahnung von Serversystemen, meinst alles besser zu wissen willst ohne Sinn und Versand Prosumer Hardware in einen Server parken. Wie ein 12 jähriger Teenager, der an Mamas PC irgendwelche TuneUp Utilities und Registry Cleaner installiert und am Ende überzeugt davon ist, dass das System jetzt besser läuft, obendrein noch vollkommen unbelehrbar. Warum gehst du in ein Forum und fragst nach Meinungen, wenn du entgegen aller Ratschläge dann was völlig anderes machst?

Ich würde auf gar keinen Fall hier irgendwelche Eigenbau-Teile kaufen, sondern ein fertiges Serversystem von Dell mit 5 Jahren Garantie. Dein Angebot ist von vorn bis hinten ein Witz und zeigt mit jeder Zeile, was für Amateure hier am Werk sind. Was bitte willst du mit 24 Monaten Vor-Ort-Austausch Service und 3 Jahren Hardware Garantie, das bedeutet ja, dass du nach 3 Jahren die Garantie erneut verlängern musst, was saumäßig teuer sein wird - rechne mit mindestens 1000€ - und wenn das nicht mehr möglich ist, gleich alles austauschen musst? Das ist einfach nur ein Bastelserver von A-Z, der ist niemals für einen reibungslosen 24/7 Betrieb von kritischen Systemen geeignet. Das Systemhaus hier ist erbärmlich, hat vermutlich unter 10 Mitarbeiter und einen Chef, der diese Bastelteile deshalb verkauft, weil auf den Dell-Systemen weniger Marge drauf ist und damit sein neuer Porsche in Gefahr ist.

Du hast einfach überhaupt kein Gefühl dafür, wie wichtig dieses System werden wird, wenn es mal produktiv geschalten ist. Nochmal zum mitschreiben: Hör auf mit diesem sinnfreien Consumer-denken und kaufe ein Dell-Serversystem und zwar fertig konfiguriert von einem seriösen Dienstleister und nicht von dieser Bastelbude. Diese Server haben professionelle RAID-Controller, iDRAC, einen hervorragenden und kompetenten Service, zehntausende Stunden Validierung/Verifizierung hinter sich und sind beim Kauf relativ Preiswert mit 5 Jahren Garantie zu haben. Wenn du da an einem Dienstag um 15 Uhr meldest, dass du einen Ausfall hast, ist am Mittwoch um 09:30 Uhr schon der Techniker mit passenden Ersatzteilen vor Ort und repariert dir das innerhalb kürzester Zeit, selbst mit dem billigsten Service-Angebot NBD. Du kannst das auch als Mission Critical kaufen, dann ist der Server in 4 Stunden garantiert wieder am Laufen und das funktioniert zumindest bei Dell tatsächlich (im Gegensatz zu HP). Wenn bei diesem Bastelserver irgendwas kaputt ist, kommt erstmal irgendein Azubi oder HelpDeskMA vorbei, lässt irgendeine Diagnose-CD laufen und versucht voller Halbwissen zu identifizieren, was hier kaputt ist. Nach 3 Stunden geht er dann zurück und wird dir sagen "vermutlich das Board oder vielleicht auch der RAID-Controller, das müssen wir bestellen, wir kommen dann übermorgen nochmal vorbei und schauen, ob wir das damit wieder zum laufen bekommen, bis dahin können Sie ja wieder Ihre Karteikarten verwenden".

Ruf am besten mal bei deinem örtlichen CANCOM oder Bechtle Vertrieb an und lass dir Angebot für einen solchen Dell-Server zukommen. Der wird zwar leicht teurer sein, damit hast du aber dann auch ein Serversystem und keine Bastelbude.
 
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Zu seiner Verteidigung, die Angebote von Systemhäusern, die die Bluechip Dinger weiterverkaufen sind bei Systemhäusern für Arztpraxen schon gehobener Branchenstandard.

Dienstleister die gescheite Hardware (z.B. Dell) einsetzen, als Support für das Röntgensystem zertifiziert sind und damit dort Support liefern dürfen als auch die entsprechende Praxissoftware unterstützen sind echt Mangelware. Verteilt man diese Dinge auf verschiedene Anbieter will es am Schluss immer keiner gewesen sein, wenn etwas schief geht.
 
Ich habe einfach null Verständnis für dieses Consumer-Denken im Unternehmensbereich und genau da befinden wir uns ja, wenn dieser Server 24/7 verfügbar sein muss, weil ansonsten der Betrieb still steht. Wenn bei diesem Bastelserver irgendwas nicht funktioniert wird einfach die Schuld im Kreis verteilt, das Systemhaus schiebt die Schuld auf irgendeinen Bauteilhersteller oder Lieferanten, ohne aber eine Lösung bieten zu können, wenn der Betrieb steht. Die geben einem beim Kauf das gute Gewissen, dass man einen Ansprechpartner hat, aber im Fall der Fälle sind die machtlos und können auch nur sagen "Sorry, tut uns leid". Bei Dell gibt es in Deutschland z.B. Logistiklager mit Ersatzteilen, um für jeden Server an jedem Ort in Deutschland jedes Ersatzteil binnen 2 Stunden vor Ort beim Kunden zur Verfügung stellen zu können. Dieser Unterschied ist nicht in Worte zu fassen zwischen Dell und einem SuperMicro DIY Server.

Ich arbeite seit über 10 Jahren als Systemadministrator, bin voll zertifiziert und war selbst 3 Jahre bei der CANCOM im 3rd Level Support und verteufel diese ganzen Amateure, die sich am Markt als Profis ausgeben, ebenso aber diese Halbstarken, die nur so mit ihrem Consumer Halbwissen strotzen und nichtmal wissen, was ein KMS-Server oder eine FSMO Rolle ist.

Das ist einfach wie bei den Autos, wenn ich mit meinem BMW zu einer freien Werkstatt gehe, oder zu BMW direkt, da liegen GALAXIEN dazwischen. Die einen arbeiten jeden Tag mit diesen Systemen und kennen jedes Bauteil und jeden Fehler auswendig, die anderen basteln auf gut Glück herum und sind eigentlich permanent am beten, dass der Austausch einer Komponente auch irgendwas bringen wird, weil das Fachwissen fehlt, eine professionelle Fehleranalyse durchzuführen. Man bekommt, wofür man bezahlt und das wird xamoel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch noch feststellen.

Ich erzähle mal eine Anekdote aus meiner Zeit als Systemadministrator bei einem Medienkonzern mit etwa 1000 Mitarbeitern weltweit. Wir hatten etwa 25 physikalische Server (damals gab es noch sehr wenig Virtualisierung) und die IT-Leitung wollte ein neues Backup Konzept. Bisher hatte das Unternehmen immer Backup direkt auf LTO-Bänder, jetzt sollte eine Backup-2Disk-2Tape Lösung mittels SCCM DPM her, also eine tägliche Sicherung auf Direct-Attached-Disk mit 9TB und eine wöchentliche auf Tape. Wir haben uns dann ein Angebot für einen Dell PowerEdge Server mit der entsprechenden Festplattenkapazität eingeholt, welches bei etwa 10.000€ gelegen ist. Die IT-Leitung hat getobt, dass das viel zu teuer wäre und das alles ja so nicht sein kann und wir mussten ein Angebot von Thomas Krenn einholen, welches bei ähnlicher Ausstattung bei 6.000€ gelegen ist. Unser schlauer IT-Leiter hat dann den Thomas Krenn Server gekauft. Am Anfang sah alles gut aus, aber nach etwa einem Monat war auf einmal die RAID-Disk (also das gesamte RAID) komplett weg, weil der Thomas Krenn Server ein Problem damit gehabt hat, dass der SCCM DPM hunderte kleine Partitionen, für jeden Sicherungsjob einen, auf der Disk anlegt. Es war weder uns, noch dem Thomas Krenn Support möglich, das RAID wiederherzustellen und wir mussten auf die Daten verzichten und das Backup neu einrichten. Das ist dann etwa monatlich passiert, Thomas Krenn hat zunächst die Festplatten und das Board, später den ganzen Server getauscht, der Fehler ist aber nach wie vor etwa einmal im Monat aufgetreten. Am Ende haben wir den Server nach etwa einem halben Jahr zurückgegeben und den kompletten Kaufpreis erstattet bekommen und dann den Dell Server gekauft, der in den 3 Jahren, wo ich dort noch gearbeitet habe, nie wieder auch nur einen einzelnen kleinen Hardwarefehler hatte. Selbstredend war das der erste und einzige Versuch andere Serverhardware zu verbauen, alle Server danach waren wieder ganz normale Dell PowerEdge Server. Da sieht man einfach, dass ein Dell Server von der Qualität nicht vergleichbar ist, mit irgendeiner DIY Lösung, auch wenn ein Hersteller einem das glauben lassen mag.
 
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Du hast komplett recht. Nur ist IT im Gesundheitsbereich auf einem Level, bei dem man nmap nicht aufs Netzwerk loslassen darf, weil immer die Gefahr besteht, dass man damit Geräte wie Medikamentenpumpen oder MRTs lahmlegt :).

Hier erzählt mal einer aus dem Nähkästchen, wenn auch sehr unvollständig. Der Giftschrank gibt viel mehr her:
https://media.ccc.de/v/MRMCD16-7742-medical_security_nightmares

In Anbetracht dessen ist das Angebot vom Systemhaus doch eher brauchbar.
 
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@Sunrise: Sag mal willst du mich verarschen? Was genau befähigt dich, mich hier blöd anzumachen? Wow, 10 Jahre ITler, Glückwunsch!

Das ist ein Angebot, das ich so bekommen habe vom einzigen von der Software zertifizierten Anbieter in meiner Region, für zusammen 89.000€. Plus 30.000€ Lizenzen für die Software. Also komm mir hier nicht mit irgendeinem Mist, ich würde was zusammenstöpseln wollen. Das ist genau das, was mir angeboten wurde, ohne irgendeine Vorgabe meinerseits. Die verkaufen wohl ausschliesslich Bluechip. Und die relablen offenbar ein paar Produkte. Z.B. eben den MSI Cubi 2 Plus.
Basteln könnte ich nämlich locker für 30.000€.

Leiste du dir mal aus deiner Arbeitskraft 120.000€ plus eine dreiviertel Mio. für die Praxis, dann reden wir weiter. Als Verantwortlicher in einem Großunternehmen mit ein paar hundert Mio. Umsatz pro Jahr redet es sich leicht.
Ich kaufe hier eine Einzelpraxis, und finanziere alles aus eigener Tasche.

Edit: Und was nützt mir der tollste Server, wenn die Verbindung zu meinem Röntgen und meiner Praxsisoftware nicht klappt? Genau, gar nichts. Da kann mir dein Systemhaus eine Netzwerk-Hardware für 500.000 hinstellen, kann ich nichts damit anfangen.
 
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An deinem Gesamtvolumen siehst du doch, wie sinnlos es ist, hier an der Serverhardware ein paar tausend Euro zu sparen. Gehen wir mal die einzelnen Punkte durch:

Gehäuse Supermicro SC732i-500B Tower black (CSE-732I-500B)
-> Es handelt sich um einen stehenden Server, kein Rack. Demnach vermute ich auch, dass es keine USV geben wird? Bei einem betriebskritischen System ein Unding, ich würde selbst bei kleineren Firmen auf ein Rack setzen.

CPU Intel Xeon E3-1230V5 LGA1151 BOX 3.4 G
-> CPU ist vermutlich völlig egal, ich kenne sogut wie keine CPU-Limits mehr heutzutage im Serverumfeld

Servermainboard Supermicro X11SSL-F LGA1151 Rev. 1.01
-> Zwar ein Serverboard, aber schlecht gepflegt, fast keine RAMs im QVL

32 GB DDR4-2400 ECC reg. Kingston KVR24R17D8/16MA
-> Arbeitsspeicher nicht für das Board freigegeben Klick

2x SSD 960 GB 2,5" Intel S3520 Serie SATA-III MLC - DataCenter [RAID / Spiegelfestplattensystem]
-> Scheinen OK zu sein

2x SSD 960 GB 2,5" Intel S3520 Serie SATA-III MLC - DataCenter [interne HotSpare Festplatte]
-> Ich halte 2x HotSpare für zu viel und würde nur 1x HotSpare kaufen

RAID Controller Avago MegaRAID SAS 9361-4i 4x SATA/SAS RAID PCIe 3.0 x8
-> Sagt mir jetzt nichts

DVD+/-R/RW Samsung Slimeline black
-> OK

Microsoft Windows Server 2012 Essential R2 64bit (inkl. 25 CALs)
-> Halte ich für höchst problematisch, einerseits kann man keine Virtualisierung nutzen, andererseits ist der nur für 25 named User lizenzierbar, während du im ersten Post schon von 30 Usern schreibst, also bist du unterlizenziert und musst ggf. alles neu installieren, weil ein Upgrade von Essentials meines Wissens nach auf Standard gar nicht inplace möglich ist. De facto bist du schon beim Kauf unterlizenziert, wo gibt es denn sowas? Mal zur Erklärung, eine UserCal bedeutet, jeder User, der in irgendeiner Art und Weise, sei es auch nur indirekt, von dem Server profitiert, muss lizenziert sein. Wenn du also mehrere User mit einem Account hinterlegst, sagen wir "Arzhelfer", dann musst du trotzdem jeden einzeln lizenzieren. Wenn ein Mitarbeiter keinen Account im Netzwerk hat, aber mit einem Gerät arbeitet, welches eine IP-Adresse via DHCP Server des Windows Server erhält, oder eine Namensauflösung darüber stattfindet, muss lizenziert werden. Jeder User, der ein Röntgengerät verwendet, das im Netzwerk die Bilder abspeichert, muss lizenziert werden. Kurz und Knapp, bis auf die Putzfrau musst du absolut jeden Mitarbeiter der Firma mit einer UserCAL lizenzieren. Wie soll das mit maximal 25 UserCALs dieser Version bitte funktionieren bei jetzt schon 30 Usern?

100-Stunden-System-Dauer-Test + Burn-In-Test im Netzwerk
-> Meines Erachtens nach kein Vergleich zu Dell Hardware

24 Monate Vor-Ort-Austausch-Service; 3 Jahre Hardware-Garantie
-> Ein schlechter Witz, ganz schwacher Investitionsschutz, einerseits sind spätere Garantieverlängerungen sehr teuer und teilweise gar nicht mehr später möglich, andererseits kannst du einen betriebskritischen Server ohne Garantie eigentlich überhaupt nicht betreiben. Zu guter letzt sind keinerlei SLAs auf die Garantie, d.h. eine Reparatur kann auch eine Woche dauern. Das mindeste sollte eine Hardwarewartung mit 5 Jahren Laufzeit und einer garantierten Wiederherstellung am nächsten Werktag (NBD) sein, alles darunter bietet keinen ausreichenden Investitionsschutz, weil du dann in spätestens 3 Jahren wieder alles neu kaufen und installieren lassen musst. Rechne mal mit einer 5-Stellige Summe allein für die Migration der Domäne, Userkonten, Daten und dergleichen.

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Es ist vollkommen egal, wer dir dieses Angebot unterbreitet hat, es ist auf jeden Fall Mist und dafür sind 5800€ auch vollkommen überzogen, da bekommst du bei Dell einen besser konfigurierten Server fürs gleiche Geld. Wir fassen zusammen:
- Der Server hat vollkommen unzureichende Garantieleistungen
- Der Server hat einen RAM, der nicht fürs Board freigegeben ist
- Der Server hat kein redundantes Netzteil
- Ich sehe keine USV im Angebot
- Das Angebot beinhaltet eine Windows Server Version, die jetzt schon nicht ausreichend ist, um deine User zu lizenzieren, außerdem würde ich jetzt auf Server 2016 setzen. mE wäre WS2016 Standard für dich die richtige Wahl, nur damit kannst du mehr als 25 User lizenzieren.

Lieber zahlst du die einmalige Anfahrt von einem anderen Partner und schließt einen Wartungsvertrag mit Fernwartung ab, als bei dieser Bude zu kaufen, wenn das so schon anfängt, kann man sich zusammenreimen, wie deren Support in der Zukunft bei Problemen aussehen wird. Das sind so Buden, welche als Administratorpasswort Pa$$w0rd vergeben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will da gar nichts sparen, das ist so von Systemhaus angeboten... Habe ja selbst geschrieben, was bringt eine 2. Hot Spare, totaler Quatsch.
Problem ist, dass ich nicht beliebige Hardware zusammen kaufen kann, weil ich jemand brauche, der dann eine Garantie für das funktionieren der Software gibt.
Und wenn ich mich da nicht an ihre Vorgaben halte, dann bin ich schuld wenn was nicht läuft.
 
@xamoel

Ich würde das Angebot so nehmen, auch wenn ich weiß, dass Stunrise Bemerkungen fachlich richtig sind. Eben weil die Systemhäuser die alles in einem bieten real nicht besser werden.

ABER
*USV für den Server muss sein
*In dem Vertrag muss drinnen stehen, was das Backup leisten muss. Also sowohl Wann, was, wie gesichert wird und wie schnell anhand der Backups das System (sowohl Server als auch die Clients) anhand der Backups in voller Funktion wieder hergestellt sind. Genauso wie geklärt werden muss, wer (regelmäßig) sowohl die Logs der Backups kontrolliert (und gegebenenfalls gegensteuert) als auch (regelmäßig) testet, dass die Backups in Takt sind und eine Wiederherstellung problemlos damit funktioniert.
 
Das macht es nicht besser, das Angebot ist de facto Mist und genau um diese Bewertung hast du ja gebeten. Wenn es alternativlos ist, dann wirst du ja de facto gezwungen, diesen Mist zu kaufen - ob gut oder schlecht. Zumindest Garantie, Server Version und USV würde ich aber mit aufnehmen, dann ist es immerhin ein bisschen weniger dilettantisch.

Edit: Backup ist natürlich auch absolut richtig, das muss definitiv geklärt werden. Stell dir vor alle Patientenakten wären weg...

Meines Erachtens nach hast du folgenden Pflichtkatalog:
- Garantie 5J NBD
- USV
- Kompatibler RAM (das sollte ja ohne Aufpreis drin sein)
- Windows Server Version auf 2016 Standard, oder abklären, wie das mit 25 userCAL funktionieren soll. Dennoch widerstrebt es mir im Jahre 2018 einen WS2012 R2 zu kaufen...
- Backup
 
Zuletzt bearbeitet:
USV ist natürlich geplant, allerdings nur eine 700VA, wird kaum reichen.
Werde noch mindestens ein weiteres Angebot einholen, vielleicht können andere ja was besseres bieten.
Würdet ihr eine spezielle Backup Software verwenden? Angeboten wird die Windows Sicherung auf auszutauschende HDDs.
Was meinst du mit Server Version?

Edit: 2012R2 ist Absicht, weil angeblich einige Software für 2016 nicht zertifiziert ist.
 
In dem Bereich der Radiologie gibt es spezialisierte Systemhäuser. Ich würde mal vorschlagen, einen solchen zu kontaktieren. Du bastlest Dir ja auch nicht Deine MRTs selber zusammen.

Angesichts der Tatsache, dass die Radiologie als Einzeldisziplin innerhalb der Medizin die mit Abstand größten Umsätze einfahren, sollte man vielleicht auf Leute zugreifen, die ihr Handwerk verstehen.
 
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