SSD Software-RAID

aldasoriginal

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Morgen Zusammen,

ich wollte am Wochenende die Festplatten in meinem Rechner austauschen.
Zurzeit habe ich 2 alte 120 GB Festplatten verbaut und per Software RAID 1 gespiegelt.
Habe nun 2 Samsung 840 EVO SSD mir zugelegt.
Wollte wieder Debian mit einem Software-RAID installieren.
Könnte es hier zu Problemen kommen (TRIM Funktion), oder kann ich getrost so vorgehen, wie bei meinen alten HDD-Festplatten?
Habe beim Suchen im Forum jetzt nur gefunden, dass SSDs bereits gut unterstütz werden.
Dennoch wollte ich noch euren Rat hören, speziell wegen dem Software-RAID.

Vielen Dank im voraus,

Grüße Aldasoriginal
 
Mit Debian wird es garantiert zu Problemen kommen, da Debian 7 nur Kernel 3.2 verwendet. Zwar beherrschen alle Kernel ab 2.6.wasweißich TRIM auf einzelne Platten, aber erst ab Kernel 3.8 gibts TRIM für Soft-RAID (mdadm).
Nimm statt Debian also einfach Ubuntu 12.04.3, das läuft sogar mit Kernel 3.11, da klappt der RAID-TRIM butterweich.
 
Oder oder oder .. :D

Also, sofern es Debian sein soll: Kernel Updaten
Sofern es Debian "like" sein soll: Ubuntu oder Mint (wobei dir Mint als Debian user wohl besser gefallen würde)
Sofern dir das eigentlich höchst egal ist: ArchLinux ;)
 
vielen dank für eure infos :)
Werd erstmal die Nacht drüber schlafen. Habe mir schonmal überlegt ArchLinux auszuprobieren.
So oder so, weiß ich jetzt ja Bescheid.
 
Arch ist aber ein meta-stabiler Haufen Frickelwerk, verglichen mit den >2 Jahren Support für Debian 7 und den 5 Jahren bei Ubuntu 12.04. Bei Arch verändern sich Pakete im schlimmstenfall in Tagesfrist und schießen ungeprüft kreuz und quer.

Und warum sollte ein Debian-User denn eher Mint wählen? Das genaue Gegenteil ist der Fall.
Einer der wichtigsten Ansätze von Debian ist die vollkommene Freiheit aller Pakete. Debian bietet nur auf größeren Umwegen proprietäre Drittanbieter-Pakete (Flash, Treiber, mp3-Codecs,...) an. Ubuntu schließt diese proprietären Elemente ebenfalls nicht in der Basisinstallation ein, ermöglicht aber ein leichteres Nachrüsten. Ubuntu ist also in erster Linie frei, kann aber bequem unfrei gemacht werden.
Mint hingegen bricht vollkommen mit dem Debian-Weg indem es dir proprietäre Inhalte regelrecht aufzwingt. Bereits die StiNo-Basisinstallation strotzt vor unfree-Paketen.
 
Eindeutig Debian verwenden!
Wenn man den aktuellsten Kernel braucht, dann einfach kompilieren und installieren. Braucht 30 Sekunden an menschlicher Interaktion.
Dasselbe mach ich mit Thunderbird und Firefox. Das sind die 3 Sachen, die ich gerne aktuell habe. Der Rest ist und soll Debian-Stable bleiben.
Von Distros wie Gentoo, Arch, Ubuntu bin ich dauerhaft geheilt.
Bei Arch wird jedes Update zum Roulette, mit suchen und fixen. Bei Ubuntu fi***t dich Canonical im Halbjahresrythmus mit irgendwas neuem, was dann eh ned funktioniert. :fresse:
 
@Daaron: Du hast mich falsch verstanden...

Ich sagte: Soll es Debian werden (Aus welchen Gründen auch immer): Debian mit Kernel Upgrade
Sollte es auf Debian Basis sein, dann Ubuntu, oder besser Mint (da es OOB dem guten alten Debian mehr ähnelt)

Nur wenn Debian kein muss ist, würde ich Arch empfehlen. Arch is nix für leute die sich nen cronjob mit "apt-get dist-upgrade -f" gebastelt haben, das ist klar ;)
 
Ulukay schrieb:
Eindeutig Debian verwenden!
Wenn man den aktuellsten Kernel braucht, dann einfach kompilieren und installieren. Braucht 30 Sekunden an menschlicher Interaktion.
...und 2 Stunden, falls was nicht passt.
GERADE Kernel sollten aus dem Repo kommen, denn...
- so manche Distribution hat spezielle Patches in den Kernels. Beim Betrieb mit nem Stock-Kernel kann es zu extrem eigenartigem Verhalten kommen
- das Repo kümmert sich um Updates. Kompilierst du jedes Mal neu, wenn es irgendwo einen sicherheitskritischen Kernel-Patch gab? apt-get dist-upgrade & n Neustart, Problem gelöst...

Dasselbe mach ich mit Thunderbird und Firefox.
Von Hand? Bei jedem neuen kleinen Sicherheitsupdate? Du musst echt zu viel Freizeit haben...
ppa:ubuntu-mozilla-daily/thunderbird-aurora <- wenn man Bleeding Edge will
ppa:ubuntu-mozilla-security/ppa <- Stable Release

Bei Ubuntu fi***t dich Canonical im Halbjahresrythmus mit irgendwas neuem, was dann eh ned funktioniert. :fresse:
Ach komm, erzähl doch keinen Reis, am Ende glaubt das auch noch jemand. Selbst bei den Halbjahres-Releases funktioniert der Kram, der neu dazu kommt üblicherweise korrekt. Ab und zu gibt es Bugs, aber hey... die hat jedes so aktuelle System.

Aber selbst wenn dich dieser Halbjahres-Rhythmus stört, dann nimm einfach LTS. Du willst Kernel 3.11 Stable? Du willst aktuelle Firefox&TBird-Builds? Nimm das 2. PPA oben, geht wunderbar für 12.04.3.
Es ist doch total bescheuert, Ubuntu 6Monat-Release mit Debian Stable zu vergleichen, denn Debian Stable reift über Jahre, deshalb hat Debian 7 eben auch Kernel 3.2, obwohl Ubuntu 12.04 zum selben Zeitpunkt schon 3.8 Stable hatte.

dMopp schrieb:
Ich sagte: Soll es Debian werden (Aus welchen Gründen auch immer): Debian mit Kernel Upgrade
Unnötiges Gebastel mit dem Kernel. Debian ist ein schönes Server-OS, aber der Stable-Kernel ist schlichtweg veraltet. Nur CentOS ist schlimmer...

Sollte es auf Debian Basis sein, dann Ubuntu, oder besser Mint (da es OOB dem guten alten Debian mehr ähnelt)
Wieso? Wegen Unity? Sorry, aber ich hab in den letzten x verschiedenen Ubuntu-Installation nirgendwo ein Unity installiert bzw. als Standard eingestellt. Installiert wird grundsätzlich über Micro-ISO und manueller Paketwahl. Dann gibts direkt ne Gnome-Shell...

Und wie ich schon sagte: Mint ist mit seinem Unfree-Ansatz wirklich meilenweit von Debian entfernt.
Und natürlich: Wenn man die Unfree-Pakete und Mate/Cinnamon aus Mint streicht... was hat man dann? Wenn man also so oder so Gnome3, Xfce, KDE,... verwendet kann man sich auch weiter upstream halten. Hier kann man sich dann wenigstens drauf verlassen, dass Ubuntu PPAs nahtlos funktionieren.
 
Wenn man keine Ahnung hat ...

Alle 1-2 Wochen kommt eine Kernel-Minor Version. Debian kritische Kernelpatches gibts wann? 1x in Monat? Wenn ueberhaupt.
Zumal, MICH intressieren nur kritische Patches, die remote holes fixen. Sowas gibts zirka alle 5 Jahre. :rolleyes::
(Openssh ist oefter verwundbar. :lol:: )

Sind alle 2 Monate 30 Sekunden Aufwand. Echt schlimm ja.

Die Kernelkonfig ist 1:1 dieselbe wie beim Stock Kernel, kann man sich ja aus /proc holen. (+ natuerlich die Neuerungen)
Hatte mit dieser Vorgehensweise seit 2 Jahren keine Probleme, oder manuelle Mehraufwaende.

Und nein, habe bisher keine "eigenartigen" Verhaltensweisen des Debians gemerkt. Nein sogar das Gegenteil. Es rennt schneller, verbraucht weniger, und der freie ATI Treiber ist auch 1000x besser als der im Stock 3.2er Uralt Kernel. (von den ZIG Filesystemfixes ganz zu schweigen)

Aber ja, auf ein Uralt Debian wuerd ich auch keinen 3.12er Kernel schmeissen, aber zwischen 3.2 und 3.12 gibts keine Unterschiede, die zwingend neuere Tools brauchen.

Firefox und Thunderbird updaten sich selbst, da brauchst du garnix tun.
 
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Ulukay schrieb:
Aber ja, auf ein Uralt Debian wuerd ich auch keinen 3.12er Kernel schmeissen,
Der Vorgänger "sqeeze" (kommt mit 2.6.32 daher) kommt damit ebenfalls prima klar. Warum auch nicht?

Selbst Distris aus Urzeiten (libc4, aout-binaries) laufen mit aktuellem Kernel - ist nicht sinnvoll, demonstriert aber die Kompatibilität der Interfaces. Zum Bauen des Kernels brauch man allerdings etwas neuere Tools.
 
Das erklärt alles noch nicht, warum Debian 7 mit manuellem Kernel-Update besser sein soll als Ubuntu 12.04, wo alles über die offiziellen Repositories läuft.
 
Wenn du Arch 2 Monate nicht updatest, und dann loslegst, sitzt ne Stunde dabei die ganzen Fehler des Pacman zu fixen. Als DesktopOS fuer jemanden der mit seiner Distro beschaeftigen und lernen will schwer in Ordnung. Wer das System einfach benutzen will, und sich nicht drum kuemmern will, fuer den is das definitiv nix. Gentoo und Arch habe ich am Anfang ja auch selber benutzt.

Und das war in einer VM mit Fluxbox und Rythmbox. Also 0815 Standardsachen. Nur 3x im Jahr updaten mag Arch garnicht. ;)


Mein Problem bei Ubuntu ist ein aehnliches wie bei Arch. Zu oft kommen neue Sachen, teilweise bleeding Edge, teilweise nur halb funktionierend. Und wenn ich ein Ubuntu installiere, nur um dann wieder ein anderes Desktopenvironment und Audioserver zu installieren (der dann nur halbherzig unterstuetzt wird), dann nehm ich gleich ein Debian. Wobei die LTS Versionen von Ubuntu ganz in Ordnung sind, weil sie eben diese Fehler nicht machen. Allerdings sehe ich keinen Vorteil von Ubuntu LTS zu einem Debian?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ulukay schrieb:
Wenn du Arch 2 Monate nicht updatest, und dann loslegst, sitzt ne Stunde dabei die ganzen Fehler des Pacman zu fixen.

Nicht wirklich, du arbeitest einfach die nötigen manuellen Eingriffe ab, und innerhalb von 2 Monaten können das gar nicht so viele sein. Einer, wenn überhaupt, so oft gibt es manuelle Eingriffe nicht.
Außerdem soll man sein System auch gar nicht 2 Monate lang nicht updaten, das sind bei Archlinux nicht nur neue Versionen, sondern auch Sicherheitsupdates, Archlinux hat keine Sicherheitsupdates für alte Programme. Und die Programme selbst sind am Ende so oder so dieselben, wer bei einem Arch Update in ein Problem rennt, wird früher oder später auch mit allen anderen Distributionen in dasselbe Problem rennen.

Ulukay schrieb:
Allerdings sehe ich keinen Vorteil von Ubuntu LTS zu einem Debian?

Ziemlich simpel: PPAs, mehr Software. Ich würde niemals Debian nutzen, nur Ubuntu oder Arch, das spart höllisch viel Zeit, die man sonst mit Programme kompilieren verbringen würde.
 
Ulukay schrieb:
Mein Problem bei Ubuntu ist ein aehnliches wie bei Arch. Zu oft kommen neue Sachen, teilweise bleeding Edge, teilweise nur halb funktionierend.
Wenn du die 6-Monats-Version nimmst, um möglichst aktuell zu sein... Ja, kann schonmal vorkommen. Aber daher empfehle ich auch immer LTS. Da hast du dei Probleme nicht.

Und wenn ich ein Ubuntu installiere, nur um dann wieder ein anderes Desktopenvironment und Audioserver zu installieren
Zwingt dich doch keiner... Es gibt z.B. x verschiedene Releases von "Ubuntu" mit x verschiedenen vorkonfigurierten DEs. Dir gefällt Unity nicht und du willst nicht nach der Installation Gnome3 nachrüsten? Nimm den GNome-Shell-Remix. Dir gefällt Xfce ganz toll? -> Xubuntu...
Und n Audioserver hab ich noch nie gewechselt. Ich musste lediglich einmal während 12.10 eine Macke im Creative-Treiber für Alsa durch Handkompilierung fixen...

Allerdings sehe ich keinen Vorteil von Ubuntu LTS zu einem Debian?
Vorteil 1: Halbjährlich aktuelle Stable-Kernel (mit Ubuntu-Patches für mehr HArdware-Support) aus dem offiziellen Repo
Vorteil 2: Es gibt bei Ubuntu eben doch einige wirklich interessante Modifikationen. Eine davon ist z.B. eine kleine Modifikation von adduser "adduser --encrypt-home username"... geht sonst nirgendwo.
Vorteil 3: Quasi jedes Debian-Paket geht bei Ubuntu, andersrum wirds etwas dünn
Vorteil 4: PPAs sind GEIL!

Ohne zusätzliche Pakete oder manuelles Kompilieren hat Debian 7 nur einen einzigen Vorteil gegenüber Ubuntu 12.04: Debian 7 hat PHP 5.4.
Darauf kann man aber getrost verzichten, bisher hatte ich mit PHP 5.4 mehr Probleme als die Sache wert hat.
 
Einfach auf jessie (testing) updaten, dann ist der Kernel aktuell genug. Ist immer noch mehr stable als Ubuntu, das sich aus jessie und sid (unstable) speist.
 
Ich bezweifle, dass Ubuntu 12.04 tatsächlichauf Sid zugreift... Jessie mag sein, aber nicht Sid.
 
Zehkul schrieb:
Ziemlich simpel: PPAs, mehr Software. Ich würde niemals Debian nutzen, nur Ubuntu oder Arch, das spart höllisch viel Zeit, die man sonst mit Programme kompilieren verbringen würde.

Ok. Also kein Vorteil fuer mich. Ich hab noch nie ein Programm fuer Debian selbst kompilieren muessen. Ka was ihr alles braucht. :)
 
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