grabeskuehle schrieb:
Anderthalb Jahre nach Release und solche Dinge sind schon wieder Thema?
Was führt man da bei Bethesda auf?
Das Thema "Abstürze und Bugs" sind eigentlich neu und scheinbar Playstation spezifisch. Ich habe Starfield seinerzeit bei Release gespielt, und es war niemals instabil oder ist in Sackgassen gelaufen.
Es gab ein paar Quest Bugs z.b. das die ECS Constant verschwand und man dadurch einen Nebenquest nicht zu Ende spielen könnte (gab noch ein paar andere, aber ich erinnere mich nur an den, weil ich davon betroffen war).
Der größte technische Kritikpunkt beim Start war der fehlende DLSS Support.
Es gab und gibt hier und da Grafikfehler, die schon von Fallout 4 bekannt sind, z.B. NPCs die neben einem Stuhl in der Luft schwebend sitzen.
Inhaltliche bzw. Design Kritikpunkte waren unter anderem
- Anonyme NPCs wie Passanten in den Städten sehen aus wie Zombies mit großen tot in die Landschaft schauenden Glubschaugen
- Auch interaktive NPCs mit Quest Rollen wirken durch eine sehr überschaubare Anzahl an Hairstyles und Kleidung sehr repetiv.
- Viele Spieler (mich eingeschlossen) fanden den Hauptquest sehr schwach, die Nebenquests gelten als durchgehend besser
Vigilant schrieb:
Zumal es aktuell das einzige Single Player-Sci-Fi-RPG mit Open World und Story-Elementen ist, in dem man gut Zeit versenken kann.
Ich finde es auch auch gut genug um es zu spielen, ich habe jetzt auch Terran Amada angefangen und finde es bisher garnicht schlecht. Wo sich die Story hinentwickelt, weiß ich noch nicht, aber der Anfang ist ok, mir gefällt es bisher besser als Scattered Space. Auf jeden Fall sind die Locations optisch gut gemacht (der erste Teilabschnitt spielt auf einem Trident Luxusliner, danach gibt es diverse Infrastruktur der Terran Armada sowohl auf Planeten wie im Weltall). Das Gameplay ist Shooting lastig.
Man muss das neue Feature "Cruise Mode" nutzen, damit ist man da schon mal 10 Minuten Realzeit im Weltall unterwegs. Das ist sicher immersiver als Fasttravel, aber eben auch langweiliger. Man kann während der Reise dann das Inventar sortieren oder etwas an einer Workbench craften.
Meine größte Befürchtung ist eigentlich, dass das DLC schnell durchgespielt ist, denn mit
den Sandbox Elementeb von Starfield wie Basen- oder Raumschiffbau, Schmuggel oder Handel kann ich nichts anfangen. Das ist aber kein Fehler von Starfield, sondern das interessiert mich allgemein nicht, ich kann damit auch in anderen Spielen nichts anfangen, daher werde ich auch mit No Mans Sky nicht warm, viel zu viel Crafting.
Es fällt aber auch auf, dass Starfield mittlerweile das Windows der Game Welt ist: Was auch immer Bethesda macht, es muss erstmal gebasht werden...
Das dem Spiel insgesamt "Atmosphäre" fehlt liegt an vielen Punkten, die nicht so einfach zu fassen sind.
Für mich tragen folgende Dinge dazu bei:
- Das der Protagonist selber keine Stimme hat, dadurch kann man sich nicht mit ihm/ihr identifizieren. Ich vermute, das Bethesda ähnlich wie bei den Sims Spielen eigentlich wollte, dass man sich selbst spielt. Das ist natürlich Ansichtsache, von vielen RPGs ist man es eher gewohnt das man in die Rolle eines vorgefertigen Protagonisten schlüpft.
- Starfield setzt nur sehr sparsam mit Physikeffekte ein, dadurch wirkt die Welt (besonders Planeten) sehr steril. Das fällt z.B. im Vergleich mit etwa Starwars Outlaws auf, im Regen von Akiva hatte ich wirklich manchmal das Gefühl ich sitze in einem warm/feuchten Urwald.
- Das Rendering von Infrastruktur ist eigentlich qualitativ hochwertig, z.B. hohe Polygonauflösung, detailierte Texturen, in Summe hohe Bildschärfe. Dadurch wirkt es aber manchmal eher wie Architektur CAD Renderings (z.B. in New Atlantis). Nur das noch Zombie NPCs drin rumlaufen...
- Auch die Haupt-NPC wie Sarah fallen durch dümmliche und flache Dialoge auf, außer bei Andreja gibt es auch kaum eine Lore hinter ihnen.
Auf der Haben Seite gibt es dann durchaus auch Dinge die das Spiel gut macht. Die Planetensimulation kann beeindruckende Bilder liefern, besonders auf Monden von Gasriesen.
Ich mag auch, das Bethesda, ähnlich wie bei Fallout, eine komplette Markenwelt designed hat, mit Firmenlogos, Francises wie Chunks oder Terrabrew, usw. Auch das eigentlich jede Resource im Inventar ob Medikament, Essen, Waffen, Rohstoffe, usw. individuell gestaltet ist, gefällt mir.
An diesem Dingen sieht man, dass die Macher sich wirklich Mühe gegeben haben, eine Welt zu erschaffen, irgendwie haben sie nur noch keinen Weg gefunden, diese Vision zu den Spielern rüberzubringen.
Ob es wirklich an den handwerklichen Fehlern liegt die ich oben aufgezählt habe, oder ob es irgendeine andere Zutat fehlt, weiß ich nicht.