Zugegeben, Starfield kommt nicht an Fallout 3 oder New Vegas ran, bei Fallout 4 bin ich mir noch nicht sicher, besser als Fallout 76 ist es alle mal.
Da mir aber das Setting und die Atmosphäre sehr zusagt, habe mich entschieden es auf der PS5 nun auszuprobieren, auch wenn mir klar war, dass es auch nach zwei weiteren Jahren nicht die 180 grad Wende wie Cyberpunk oder No Man Sky hingelegt haben wird.
In ca 25 stunden hatte ich 3 Abstürze (einen davon vor Spielstart im Mod-Menü), was ich akzeptabel finde und bis gestern Abend hatte ich nur kleinere Bugs die den Spielfluss nicht weiter gestört haben, doch seit gestern Abend wird die Inneneinrichtung meines Schiffs nicht mehr gerendert und die Interaktivität fehlt ebenfalls, heißt: Kein Tisch für die Schiffsnavigation, keine Stühle am Esstisch und am schlimmsten, kein Bettzeug auf der Pritsche, somit muss ich zum schlafen immer in die Loge zurück fliegen. Neu laden oder Szenenwechsel haben keine Abhilfe geschaffen, und der Vorschlag 600+ Ingamestunden zu schlafen ist keine Option, da ich den Perk mit den Eltern gewählt habe, denen ich regelmäßig 2% meines Vermögens überweisen muss. Hoffe, dass ein Umbau der Crewquatiere (den ich ohnehin plane wenn ich wieder etwas flüssiger bin) hier Abhilfe schaffen wird.
Was mich aber aktuell weit mehr stört als diese Bugs ist, dass es in dem Spiel Bäder mit Duschen gibt, ich aber wenn ich verschmutzt bin, dies nur bei einem Arzt entfernen lassen kann, dass Junk und Waffen nicht in Ressourcen zerlegt werden können, dass alle Statuseffekte im UI angezeigt werden, bis auf Müdigkeit, hier gibt es nicht mal ein akustisches Feedback wie regelmäßiges Gähnen oder eine verschwommene Sicht dabei wirkt sich dieser Statuseffekt direkt auf die im Kampf erlangten XP aus und das sehr extrem und zu guter Letzt die unglaublich flache Lernkurve, so bisher höchstens bei EVE-Online erlebt, dort aber berechtigt im Gegensatz zu den unintuitiven UI-Verschachtelungen und fehlenden oder unzureichenden Erklärungen für Abhängigkeiten, welche mich regelmäßig zu Recherchen zwingen und so den Spielfluss nachhaltig unterbrechen.
Im Ergebnis spiele ich es aktuell nicht aus Spaß, sondern eher aus Pflichtbewusstsein und weil ich mich seit Jahren nach einem Openworld-RPG mit Story sehne, in dem die Schiffe selber gesteuert und vor allem betreten werden können. Für Genreliebhaber mit Geduld und viel good-will bleibt es eine Empfehlung, ansonsten aber besser Finger davon lassen.