Ich muss ehrlich sagen, mich hat die Steam-Machine anfangs auch enttäuscht. Nur ein 6-Kern-Prozessor, 16 GB RAM und eine GPU mit 8 GB VRAM – im ersten Moment wirkt das nach Mindestmaß. Mein erster Gedanke war: Warum nimmt man nicht einfach einen Mittelweg, sodass weder die Leute, die unbedingt 16 GB VRAM und 32 GB RAM fordern, noch die, die 8 GB VRAM für völlig ausreichend halten, unzufrieden sind? Irgendwas wie eine GPU mit 12 GB VRAM und dazu 24 GB RAM klang für mich nach einem guten Kompromiss.
Nach etwas suchen hat sich das Ganze aber relativiert. Die verbaute GPU mit 8 GB VRAM und 28 Compute Units stellt sich als eine mobile RX 7600S heraus. Und wenn man sich die aktuelle mobile RDNA-3-Palette von AMD anschaut, wäre das dann die RX 7800M mit 12 GB VRAM – also ein riesiger Sprung nach oben, sowohl bei der Leistungsaufnahme als auch beim Preis (als Docked egpu ab 1200€ zu haben)
Und genau da wird’s unlogisch: Eine RX 7800M wäre definitiv zu teuer und damit komplett am Ziel „Einsteigerfreundlich und bezahlbar“ vorbei. Die Steam-Machine würde preislich sofort in Regionen landen, in denen sie kaum noch jemand kaufen würde.
Am Ende ergibt die Entscheidung mit 8 GB VRAM und 16 GB RAM also mehr Sinn, als es auf den ersten Blick wirkt. Die „Mitte“, die viele fordern, funktioniert bei mobilen RDNA-3-GPUs aktuell einfach nicht . 12 GB würde die Konsole in eine völlig andere Preisklasse schieben. Wenn die Steam Machine, wie sie jetzt ist, zu einem fairen Preis erhältlich sein wird - ist das ein guter Deal.
Als Beispiel hier einen ähnlichen Mini PC von Minisforum und refurbished. Hier zahlt man 500€ für ein fast neues Gerät das keinen Support/Pflege bekommt bzw. den man nie großartig aus China bekommt. Wäre eine Steam-Machine in diesen Preisbereich + nicht vertretbar?
https://minisforumpc.eu/de/products/minisforum-hx80g-hx99g-hx100g-refurbished