shaboo schrieb:
Der Anspruch ist auch nicht, einen Mehrwert zu bieten, sondern keine 30 Prozent Provision an Steam abdrücken zu müssen - was ich sowohl für plausibel als auch für legitim halte.
Da gehe ich mit Dir mit und das ist auch verständlich, wenn ich mir gerade bei kleinen Entwicklern ansehe, wie viel das vom eigenen Kuchen doch dann ist.
shaboo schrieb:
so nett das eine oder andere Steam-Feature auch sein mag, dürfte es wohl höchst selten derart kaufentscheidend sein, dass man das Spiel ohne diese Features nicht gekauft hätte. Überhaupt scheint die Vorliebe für Steam häufig dem eher ästhetischen Wunsch zu entspringen, seine komplette Spielesammlung unter einem Dach zu haben, als dem konkreten Mehrwert bestimmter Steam-Features.
Da muss ich wiederum sagen, mir persönlich ist es weniger wichtig, dass alle Spiele bei Steam sind.
Ich kaufe auch sehr viel bei GOG oder auf Itchio, oder für Nintendo Switch stattdessen.
Was erstmal aber nur nach nice to have für Kunden klingt, ist für diese wiederum allerdings schon entscheidend beim Kauf.
GOG hat ganz viele Spiele von früher, die es teils nirgendswo anders so mehr gibt und bereitet diese für moderne Systeme auf, Cloud Save inklusive.
Dazu deren Aushängeschild, wenn man bei denen etwas kauft, die Digitalen Güter sind frei von DRM und man kann sie (legal) auf einer CD, DVD, dem eigenen NAS oder in der Cloud speichern.
Valve bietet bei Steam Serverfunktionen, viele Sales und hat aufgrund der Vorreiterrolle auch die meisten Spiele auf Lager.
Sie bieten mit openVR auch ein Gegenstück zum Meta VR-System, haben eigene Hardware und speziell Linuxer dürften sich freuen, denn ohne deren Hilfe würde man noch immer zumindest in Wine frickeln, oder unter Windows spielen.
EPIC hat immer wieder Gratisspiele im Angebot, was soweit ich das beurteilen kann, zumindest von einem verbalen Anteil der Leute auch gern genutzt wird, um hin und wieder im Store vorbeizuschauen.
Persönlich mag ich das Rückgaberecht von EPIC lieber, weil es vergleichbar mit dem im deutschen Einzelhandel ist und damit mir persönlich mehr Flexibilität bietet, als bei Valve, wo ich 2h maximal gespielt haben darf und auch wenn net, die Lizenz zeitnah wieder "zurückgeben" sollte.
Itch hat sich auf Indie spezialisiert und ist hier genauso gütig wie GOG, dass es keinen Launcher benötigt, den man erst installieren muss.
Es gibt einen, dieser ist aber ebenso optional.
Microsoft hat mit der XBOX, egal wie man dem Unternehmen und der Konsole gegenüber steht, ein Ökosystem, bei welchem Du Spiele für Konsole und Konsole gemeinsam kaufst und welche sich gegeben durch Sonys vordrängeln in jüngster Zeit, nun damit auseinandersetzen, wie sich alte XBOX Konsolen dazu nutzen lassen, damit man quasi ein digitales Backup von den physischen Spielen hat.
Dazu ist der XBOX Live Chat imo noch immer eine der besten Lösungen für VoIP.
Weder bei Ubisoft, noch EA, noch Rockstar, oder gar Blizzard sehe ich den Mehrwert für mich als möglichen Kunden, außer, dass ich einem weiteren Unternehmen meine Daten geben und deren Launcher auf meinem PC laufen lassen muss.
Dazu gesellt sich noch RIOT, welche von der toxischen LOL-Community mal ab, auch Rootkits mit ihrem Kopierschutz verteilen und welche (wie EPIC) unter Tencent stehen.
Also so ein bisschen spielt das drum rum schon mit rein, wo zumindest ich mein Geld lasse und da hatte ich nie den Anreiz, mich bei Ubi (passend zum eigentlichen Thema) niederzulassen.