Störgeräusche - opt. Kabel von Soundkarte zu HIFI-Anlage

echtmolli

Lt. Commander
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Hallo,
ich höre so störende digitale Fehler ( ähnlich clipping) wenn meine HIFI-Anlage via optisches digital Audiokabel an der Soundkarte des PCs angeschlossen ist. Stelle ich die Lautsprecher im Windows auf lautlos, sind sie weg. Wie kommen solche Störgeräusche zustande und wie kann ich sie beheben? Ich höre sie, nur, wenn keine Musik wieder gegeben wird.

Vielen Dank!
 
Versuche mal ein anderes Gerät mit optischem Ausgang um festzustellen, ob der PC oder der Receiver das Problem ist.

Beispielsweise haben viele SAT Receiver einen solchen Ausgang.
 
Das optische Signal wird ja von einem Onboard-Chip aus den digitalen Daten erzeugt/umgewandelt - dadurch ist die Qualität des optischen Ausgangs oft nicht viel besser, als die des analogen Onboard-Ausgangs.

Gegen solche Störungen helfen eigentlich nur Wandler, die das Signal bitgenau von Windows bekommen, oder zumindest keine Hardware auf dem Mainboard für Audio-Wandlungen in Anspruch nehmen. USB DACs sind in der Hinsicht sehr gut und auch die einzige Lösung für wirkliches HiFi Audio per PC.
 
Das Kabel kann gebrochen sein. Hatte ich selbst mal.
Kann auch sein, dass die Bitrate nicht passt. 41 oder 48 sollten es sein.
 
Ich nutze den optischen Ausgang meiner pci-Soundkarte Creative Audigy ZS 2. und gehe in einen D/A-Wandler, dieser gibt das Signal dann an den Stereoverstärker. Das optische Kabel ist etwa 5 Meter lang. Ich werde jetzt euren Ratschlägen folgen und die Einstellungen überprüfen. Auf dem D/A-Wandler steht 24bit/96kHz. Sollte ich dies mal einstellen? Ich habe bisher durch Verändern der Bitrate oder der Abtastfrequenz keine Verbesserung feststellen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Am Analogen Ausgang hängen die Schreibtisch-Lautsprecher.
 
highks schrieb:
Das optische Signal wird ja von einem Onboard-Chip aus den digitalen Daten erzeugt/umgewandelt - dadurch ist die Qualität des optischen Ausgangs oft nicht viel besser, als die des analogen Onboard-Ausgangs.

Gegen solche Störungen helfen eigentlich nur Wandler, die das Signal bitgenau von Windows bekommen, oder zumindest keine Hardware auf dem Mainboard für Audio-Wandlungen in Anspruch nehmen. USB DACs sind in der Hinsicht sehr gut und auch die einzige Lösung für wirkliches HiFi Audio per PC.

Verstehe ich nicht.
Was soll da "umgewandelt" werden?
Das Audiosignal liegt auf dem PC digital vor und wird digital optisch ausgegeben. Es wird also nur ausgelesen. Und diesen Job sollte sowohl das Board als auch ne Soundkarte gleich erledigen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Crowbar schrieb:
Verstehe ich nicht.
Was soll da "umgewandelt" werden?
Das Audiosignal liegt auf dem PC digital vor und wird digital optisch ausgegeben. Es wird also nur ausgelesen. Und dieser Job sollte sowohl das Board als auch ne Soundkarte gleich erledigen...

Brauchst du nicht verstehen, ist falsch. Du hast recht. Digitales Signal ist digitales Signal. Fehlerhaft kann es natürlich dennoch sein, wenn etwas kaputt ist.
 
Crowbar schrieb:
Verstehe ich nicht.
Was soll da "umgewandelt" werden?

Da werden ja nicht die MP3 Daten übertragen sondern das Ganze wird in ein PCM Signal umgewandelt. Dazu muß das Audiosignal erstmal analog aufbereitet und anschließend in PCM umgewandelt werden.
 
Beim dekomprimieren von mp3 wird nichts analog aufbereitet... das ist eine rein digitale Berechnung aus der direkt PCM als Ergebnis "rauspurzelt". Und die Soundchips haben damit auch absolut nichts zu tun, das wird auf der CPU berechnet. Heutige Soundchips sind (zumindest im digitalen Pfad) nur noch reine (dumme) I/O Schnittstellen. Unterschiede gibt's da nur an den analogen Ausgängen, die aber bei SPDIF nicht mir reinspielen.

@TE: Ich würd auch mal das Kabel überprüfen und den DAC mal auch mit einem anderen Quelle ausprobieren (hat dein OnBoard Sound evtl. nen SPDIF den du mal nehmen kannst?)
 
Sorry, aber MP3 und andere komprimierende Codecs besitzen kein "durchgängiges " Audiosignal. Dies muß erst errechnet werden (analogisiert) und dann in PCM umgewandelt werden.

Das da nicht HW und ein DAC verwendet wird oder werden muß, ist klar.
 
Wow... Analogtechnik innerhalb von CPUs, dafür solltest du den Nobel-Preis bekommen... als nächstes willst du mir erzählen das JPGs vor dem betrachten in PC erst mal entwickelt werden ;-)

Das sind rein digitale Berechnungsroutinen, da ist nichts analoges dran. Da kann gar nichts analoges dran sein. Sorry wenn jetzt ne Welt für dich zusammenbricht, aber als gelernter Elektroniker und Informatiker bin ich leider nicht für HiFi-Voodoo und ähnlichen Quatsch empfänglich.
 
Offensichtlich verstehst Du überhaupt nicht, wie Codieren von Signalen funktioniert.
 
Mittels mathematischer Algorithmen die zwar die analoge Beschaffenheit eines Tonsignals berücksichtigen aber komplett digital ablaufen (weil CPUs nun mal digital arbeiten). Aber vor allem läuft dieser Vorgang nicht auf dem Soundchip.

Aber du könntest ja mal versuchen zu erklären (oder was entsprechendes verlinken) was du da meinst...
 
Na, darauf kann man ja aufbauen.
Beim transcodieren berechnest Du direkt aus einem Codec in ein anderes.

Hier jedoch mußt Du ein PCM Signal erzeugen. Dazu brauchst Du das komplett entkomprimierte, analoge Signal. Du erzeugst also im Speicher das komplette Signal und wandelst es in ein PCM Signal um. Das gibst Du dann aus.

Wenn das der Chip macht, dann kannst Du dem nicht einfach eine MP3 Datei schicken, sondern dem gibst Du dieses aufbereitete analoge Signal in Form von Zahlen und der wandelt es dann in die PCM Folge um. Das macht ein Wandler ähnlich einem Wandler für ein Spannungssignal.
 
PCM ist auch nur ein Codec, und zwar einer der das analoge Signal 1:1 (mit Ausnahme das es gesampelt ist) abbildet. Oder wie willst du das Signal tatsächlich analog im Speicher (RAM arbeitet rein digital) halten, wenn nicht als PCM?

Der Dekomprimierungsalgorithmus für mp3 nimmt mp3 als Input und liefert direkt PCM als Ergebnis. Das Berechnet komplett die CPU. Der PCM Stream wird dann an den Soundchip übergeben und der gibt dass dann 1:1 auf SPDIF aus (halt um den protokoll-Overhead von SPDIF erweitert)
 
Du siehst das viel zu grob. Du hältst dich hier an den "analogen" Begriff auf. Nochmal: Die Daten werden als Zahlen gespeichert. Die Enddaten sind aber die Daten des analogen Signals und nicht die irgendeines Codecs. Der Endtreiber schreibt diese Daten in den Chip.

Letztendlich beschreibst Du ein Register im Audio Chip. Dies weist den Wert dann einem oder mehrere Outputs zu.

Dies ist entweder der DAC oder ein Pulse Erzeuger oder was der Chip noch so alles anbietet.

Der Chip aber selbst kennt keinen Codec, denn das ist Software-Sache. Das Aufdröseln des Codecs in einen zeitkontinuierliches Signal wird von den verschiedenen Treiberstufen gemacht. Der Chip bekommt dann den Stream mit den konkreten Amplitudendaten.

Über Steuerregister werden dann die verschiedenen Ausgangsstufen (und auch Eingänge) bedient. Weitere Filter, wie z.B. eine Lautstärkeänderung kann direkt auf dem Chip erfolgen.

Hier kannst Du dich mal in so einen Chip einlesen:

http://www.hardwaresecrets.com/datasheets/alc269.pdf
 
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