Stromsparender Fileserver

Lotusbloom

Commander
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N'abend,

ein Verwandter sprach mich an und möchte eine Systemempfehlung für einen extrem sparsamen, privaten Linux-Fileserver. Beim weiteren Diskutieren erfuhr ich, dass der neue Server im Zustand Idle keinesfalls mehr als sein alter Server ("P-irgendwas mit etwas über 1 GHz") verbrauchen darf und ein Atom-System nicht in Frage kommt. Die magische Grenze liegt bei ca. 45 Watt.

I know: Das ist ein hartes Stück Arbeit. Deshalb wollte ich mich hier vergewissern, meinen Schwippschwager keinen Müll anzudrehen. Bislang kam Folgendes dabei heraus:

CPU: AMD Sempron 140 (2,7 Ghz)
Hauptplatine: ASUS M4N68T-M LE (GF 630a-Chip, kann u. a. 4x RAID 0,1,5,0+1)
Speicher: 1 GB Speicher (DDR3-1066 MHz)
Netzteil: BeQuiet PP L7 300 Watt

Wie hoch schätzt ihr den Stromverbrauch dieser Komponenten ein? Liege ich im Idle-Zustand mit 30 Watt zu niedrig?

Als Festplatten empfehle ich zudem die Alternativen:

  • SpinPoint F4 EcoGreen Serie (1 TB in 3,5" mit 5400 U/Min)
  • Western Digital Scorpio Blue (640 GB in 2,5")

Habt ihr hier begründete Einwände?

Danke für eure Unterstützung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal so gefragt: Was spricht gegen einen Atom? Ansonsten würde ich zu einem Via Epia o.ä. tendieren; für einen Fileserver im privaten Bereich sollte der ausreichend stark sein.
 
Habt ihr schonmal in die Richtung eines NAS gedacht? Wäre sowas ggfs. ne lösung? Je nach Modell bringen die doch heute schon einige Server, Freigabe usw. Funktionen mit und sind zum Teil recht genügsam im Stromverbrauch.
 
Zu deiner Auswahl:

Ohne Festplatte wird der Verbrauch bei circa 35 Watt liegen, eine 3,5" HDD mit 5.400 U/min braucht irgendwas im Bereich von 4 bis 7 Watt.

Ein Rechner mit Sempron LE-1100, ASRock AliveNF7G, be quiet! 350 Watt und SSD braucht ~32 Watt im idle (selbst gemessen).
 
Ich denke er hat nen P3 die haben meist ~1000 Mhz..
aber warum will er den umtauschen ? Braucht er mehr S-ATA Drives ? Wird schwierig mit den 45W..
Atom wäre das einfachste..
 
Schade, dass ein Atom nicht in Frage kommt. Darf ich fragen warum ? Ein System mit einem Atom währe sehr sehr sparsam.

Ein Intel® Atom™ Processor D410 (512K Cache, 1.66 GHz) hat gerade mal eine TDP von 10 Watt.

Als Netzteil würde dann eines mit etwa 80-100 Watt völlig genügen.

Ein Netzteil mit 300 Watt ist aber auf jeden Fall zu hoch dimensioniert. Dies gilt eigentlich für alle Zusammenstellungen die eine CPU mit einer niedrigeren TDP als 65 Watt und einer IGP ausgestattet sind. Ein Netzteil mit 150 Watt sollte das maximum sein. Du machst das System durch das starke Netzteil ja sonst ineffizient.

Wieviele Festplatten sollen denn da rein ? Die Suche nach einem Gehäuse, das idealerweise im Mini-ITX Format gehalten werden sollte und über mehr als eine (1) 3.5 Zoll einbaumöglichkeit sowie ein 100 Watt starkes Netzteil bietet, dürfte sich als schwierig erweisen ...
 
@Tikonteroga:
Die TDP ist keine generelle Angabe des "Verbrauchs", sondern eher ein Einordnen der Wärmeentwicklung...

@TE:
Wenn es (weil nicht angegeben) auch ein wenig teurer sein darf, dann rate ich mal dazu, diesen Thread durch zu schauen:
https://www.computerbase.de/forum/threads/16-w-core-i3-530-komplettsystem-standard-v.685231/
Außerdem scheint es keine Beschränkung für den Formfaktor zu geben?

Wenn es weiterhin ein Fileserver bleiben soll, dann stellt sich auch mir die Frage, warum überhaupt was neues? Ist nur teuer in der Anschaffung....das Geld bekommt man durch die paar gesparten Watt auch nicht rein...
 
henning.foorden schrieb:
aber warum will er den umtauschen ? Braucht er mehr S-ATA Drives ?

Der alte Server ist einfach auf, zu langsam, der Plattenspeicher (ca. 500 GB) reicht nicht mehr aus ... solche Gründe hat er genannt.

~Lunes~ schrieb:
Habt ihr schonmal in die Richtung eines NAS gedacht?

Er möchte sein eigenes Linux debian darauf verwalten, das war eine Mindestanforderung.

Velines schrieb:
Was spricht gegen einen Atom?

Das ist eine Kette von Gründen:

1. Ich kenne kein ITX-Gehäuse, bei dem Platz für 3-4 Festplatten ist.
2. Die Mainboards haben nur einen PCI-Slot. Günstige Atom-Boards haben nur zwei SATA-Ports und können nur RAID 0 und 1. Folglich benötigt man zusätzlich einen RAID-Controller (zusätzlicher Stromverbrauch).
3. SATA-RAID über nen PCI-Controller ist lahm. Er braucht keinen F1-Flitzer, aber wenigstens Fortschritt ggü. dem alten Server.
3. Wenn der RAID-Controller steckt, ist kein Platz mehr für seine TV-Karte, mit der er Sendungen aufnehmen möchte.
 
Hier ein wunderbares ITX-Gehäuse für insgesamt 4x3,5" Platten sowie 1x2,5" fürs System:

Die 120W Variante
Die 180W Variante

Die 120er würde locker reichen bei einem Atom-basierten System. Solltest vielleicht nochmal mit deinem Schwippschwager drüber reden, für die Anforderungen als File Server reicht das dicke aus (es sei denn er will komplett verschlüsseln, dann bremst der Atom schon, dafür im Verbrauch unschlagbar).
 
Wo bitte seht ihr den Sinn in einem günstigen Atom-System, wenn die ITX-Gehäuse dann so teuer sind wie ein kompletter Server auf AMD-Basis? Ich kann das echt nicht nachvollziehen...
 
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