Yoshi1982 schrieb:
http://geizhals.de/731678
Die hab ich zum Beispiel. Unhörbar, klein und kommt mit 1 USB Stecker aus, der auch Strom liefert. Toshiba Qualität auch noch.
Die Platte kommt nur ohne Stromanschluss aus, weil sie für USB3 spezifiziert ist. Ein USB3-Anschluss liefert mindestens 900 mA, und ebensoviel verbraucht die
Platte auch. Ein USB2-Anschluss dagegen ist nur auf 500 mA ausgelegt, die Bezeichnung "(USB 2.0 compatible)" ist also strenggenommen falsch.
Die Platte benötigt also zum Anlaufen mehr Strom, als ein USB2-Anschluss
per definitionem liefern kann. In der Realität nimmt sich die Platte den Strom einfach, was zu Defekten am Mainboard führen
kann. In der Realität passiert vermutlich bei 99 % aller Mainboards nichts, aber man betreibt die Platte an einem USB2-Anschluss streng genommen außerhalb der Spezifikationen.
Es gibt angeblich die Möglichkeit, ein Y-Kabel zu benutzen, das an zwei USB-Anschlüsse am Mainboard gesteckt wird. Tatsächlich verändert man dabei an der Problematik nichts, da das Problem im USB-Controller liegt, nicht an den Anschlüssen. Und im Controller laufen die Anschlüsse zusammen (außer natürlich, man nutzt Anschlüsse von verschiedenen Controllern, aber das ist eher unwahrscheinlich).
Was kann man tun?
1.) Platte kaufen, die maximal 500 mA beim Anlaufen verbraucht.
2.) Platte mit zusätzlichem Netzteil betreiben (erst das Netzteil einstecken, dann den USB-Stecker).
3.) Platte mit maximal 900 mA Anlaufstrom nur an USB3-Anschlüssen betreiben.
4.) Platte an USB-Hub mit Netzteil betreiben.
5.) Platte dennoch an USB2-Anschlüssen (und damit außerhalb der Spezifikationen) betreiben und auf Holz klopfen.
Die Hersteller kehren die ganze Problematik gern unter den Tisch, ich hatte mal eine längere eMail-Konversation mit einem Casehersteller, der letztendlich Einsicht zeigte.
Sorry für die längere Ausführung, ist auch eher generell gemeint.. der TE kann die Platte natürlich kaufen, nur sollte man im Hinterkopf behalten, dass man die Platte streng genommen außerhalb der Specs betreibt. Im vorliegenden Fall könnte man sich bei einem Defekt im Zweifelsfall darauf berufen, dass Toshiba die Platte als USB2-kompatibel bewirbt.