Suche Kopfhörer und Mikrofon

JackA$$ schrieb:
Warum hast du das nicht schon vor dem Zurücksenden gemacht?
Ich mein, wenn ich aus so ner Entfernung Probleme habe, dann teste ich automatisch in optimaler Entfernung, um zu wissen, was wäre wenn.

Habe ich aber nicht im direkten Vergleich. Hatte die ja nie gleichzeitig hier sondern jedesmal einzeln, sonst hätte ich das gemacht. Da ich zu dem Zeitpunkt dachte das ich eine optimale Lösung für 60cm finde.
Ergänzung ()

Der Kabelbinder schrieb:
Bedenke bei den dynamischen Mikrofonen, dass sie sehr wenig Ausgangspegel haben. Dass heißt, sie brauchen sehr viel Verstärkung bzw. müssen sehr laut besprochen werden, damit am Rechner irgendetwas ausschlägt. In der Regel führt das dazu, dass diese Mikrofone sehr nah besprochen ("gefressen") werden müssen, was wiederum zur Folge hat, dass die Umgebungsgeräusche relativ gering ausfallen. Siehe dazu auch meine Anmerkungen im Beitrag #67. Ich möchte an der Stelle nur nochmal darauf hinweisen, dass dieser Effekt auch mit jedem Kondensatormikrofon erzielt werden kann.

Abgesehen davon: warum beschränkst du deine Wahl eigentlich nur auf Rode-Produkte?
Gerade deren dynamische Mikros finde ich vom Klang bzw. der P/L her eigentlich recht bescheiden.

https://www.thomann.de/de/audio_technica_at2020_usb.htm
https://www.thomann.de/de/audio_technica_at2035.htm
https://www.thomann.de/de/marantz_mpm_1000.htm
https://www.thomann.de/de/akg_c1000s_mkiv.htm

Hab ja keine Ahnung welche Mikrofone noch gut sind. Bin der Meinung jemand meinte hier im Thread das Rode sehr gut sein soll. Bin natürlich für jeden Hersteller offen.
Bei dem AKG steht da "Niere/Hyperniere (wechselbar durch PPC)". Heißt das durch den Austausch der Kapsel vorne?
Also ganz vor den Mund möchte ich es natürlich nicht haben, sollte schon 10-20cm entfernt sein damit man eventuell noch vernünftig arbeiten kann ohne das Mikrofon groß im Sichtfeld zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
10-20cm sind absolut unproblematisch.

Rode wird stellenweise gehyped, als gäbe es nichts anderes mehr. Unter den Studiomikrofonen für Sprache ist bspw. die AT-Serie von Audio Technica jedoch mindestens genau so hoch anzusiedeln.

Das AKG kann mit den beiliegenden Aufsätzen bestückt werden, welche dann die Richtcharakteristik verengen. Nach dem, was ich bisher gelesen habe, soll das auch ganz gut funktionieren. Falls es Rode sein soll, dann gäbe es hier auch das M3 als Alternative, bei dem man die Charakteristik per Schalter wechseln kann. Was von beiden besser funktioniert, müsste man ausprobieren.

Siehe im Übrigen auch meine Ergänzung unten im letzten Beitrag #80;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kabelbinder schrieb:
10-20cm sind absolut unproblematisch.

Rode wird stellenweise gehyped, als gäbe es nichts anderes mehr. Unter den Studiomikrofonen für Sprache ist bspw. die AT-Serie von Audio Technica jedoch mindestens genau so hoch anzusiedeln.

Das AKG kann mit den beiliegenden Aufsätzen bestückt werden, welche dann die Richtcharakteristik verengen. Nach dem, was ich bisher gelesen habe, soll das auch ganz gut funktionieren. Falls es Rode sein soll, dann gäbe es hier auch das M3 als Alternative, bei dem man die Charakteristik per Schalter wechseln kann. Was von beiden besser funktioniert, müsste man ausprobieren.

Siehe im Übrigen auch meine Ergänzung unten im letzten Beitrag #80;)

Ach bin absolut nicht an Rode gebunden, dachte nur die wären so gut. Wie gesagt bin da ganz offen für andere Hersteller. Ich schaue mir deine verlinkten nochmal genauer an.

https://www.thomann.de/de/dbx_286_s.htm
Das könnte ich also auch als Soundkarte für meine Kopfhörer nutzen, oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?
Das ist aber eigentlich schon ein bisschen zu groß für meinen Schreibtisch.
 
Das DBX ist ein Vorverstärker mit eingebautem Signalprozessor.
Für die Kopfhörerausgabe und die digitale Wandlung (->USB) des Mikrofon-Signals ist das Interface verantwortlich. Das DBX wird analog per XLR zwischen Interface und Mikrofon geklemmt.


 
Ok ich verstehe aber dann sind wir schon in einem Preisbereich wo ich eigentlich nicht hin möchte, dazu kommt noch das das DBX zu groß für meinen Schreibtisch ist. Wüsste garnicht wohin damit.
 
War auch nur eine Idee, wie das Ganze hardwareseitig gelöst werden könnte.
Wenn du das Signal etwas filtern möchtest, dann kannst du auch Voicemeeter Banana oder einen VST Host verwenden. Damit kannst du Effekte (Rauschfilter, Equalizer, Compressor etc.) auch live unter Windows auf ein Aufnahmegerät anwenden.

An erster Stelle sollte man jetzt aber schauen, dass man ein brauchbares Mikro an ein brauchbares Interface anschließt. Dann erst mal schauen, wie dir der Sound bei geringerem Abstand gefällt.

Ein paar Empfehlungen hast du ja bereits ;)
 
Danke dir auf jedenfall für die hartnäckige Hilfe. Ich schaue jetzt erstmal das ich ein Mikrofon bekomme.
 
Hallo zusammen,

ich habe mich die Tage nochmal etwas intensiver mit den Richtrohrmikrofonen unter 200 Euro beschäftigft und einige Vergleichsvideos und Reviews bei YouTube abgeklappert. Weil ich selbst ziemlich neugierig bin, was diese Mikros können und was nicht, hab ich mir mal das NTG4 zum Testen bestellt.

Am Desktop verwende ich nach wie vor ein SCM-1 von Pronomic. Ein kleiner, stäbchenförmiger Kleinmembraner mit Nieren-Charakteristik. Kostet gerade mal 35 Euro, klingt dafür aber überraschend transparent und natürlich. Bisher eigentlich mein persönlicher Favorit für VoIP.

Als Konkurrent sollte heute das NTG4 mit Superniere antreten.
Beide Mikros wurden zunächst per Gelenkarm auf die gewohnte Höhe (in etwa Augenhöhe) gebracht und auf etwa 20cm auf den Mund gerichtet. Die beiden Arme befanden sich seitlich mit etwa 45° Drehung zu mir.

Bei der Grundcharakteristik ist mir erst mal auf gefallen, dass das Rode deutlich dumpfer und nasaler klingt. Um den Vergleich zu erleichtern, habe ich daher den Low-Cut zugeschaltet.

Nach einigen Testaufnahmen bin ich von der Performance und Schirmung des NTG4 leider sehr enttäuscht. In gleicher Positionierung und Ausrichtung ist eigentlich kein immenser Unterschied herauszuhören, wie effektiv die Mikrofone die Umgebung jeweils ausblenden. Beim Rode werden meinem bisherigen Eindruck nach die Höhen besser gedämpft. Im Gegenzug säuft jedoch auch die gesamte Präsenz der Stimme ab.
Im unteren Spektrum wird der rückwärtig einfallend Schall beim Rode zwar diffuser und dumpfer, aber nicht merklich leiser wiedergegeben. Stellenweise hat mir das Pronomic hinsichtlich der Schirmung sogar besser gefallen, weil es einfach nicht so bassüberladen und wummernd klingt.

Beim Härtetest, einem geöffneten Fenster und lautem Straßenverkehr, fällt wie zu erwarten auf, dass die Physik auch mit einem Richtrohr (jedenfalls solch einem "günstigen" Modell) nicht umgangen werden kann. Der Störpegel einschließlich dessen Reflektionen durch den Raum ist einfach zu hoch.

Aber auch bei geschlossenem Fenster und normalen Sprachaufnahmen kann ich nicht bestätigen, dass das Rode die Stimme deutlich besser isoliert. Zumindest nicht in dem Maße, dass zugleich auch die Stimme noch sehr klar und verständlich ist. Dies lässt sich leider auch mit der Umpositionierung des Richtrohrs nicht wirklich ändern.
Viel deutlicher als der Unterschied bei der Isolation fällt mir nach wie vor die Verschiebung im Frequenzspektrum auf. Das NTG4 zeichnet weniger Höhen und drückt deutlich in die Tiefe.

Summa summarum ziehe ich das günstige Pronomic für schlappe 35 Euro klanglich gesehen in jedem Fall vor. Die Stimme wird bei diesem überraschend wenig verzerrt. Die Abbildung ist klar und verständlich. Das Rauschen ist ein wenig höher, für VoIP letztlich aber absolut im grünen Bereich.

Das Rode wird damit zurückgehen.

Ich werde mich noch weiter informieren und vielleicht mal einen Versuch mit dem Sennheiser ME66 wagen. Ob dieses dann den gewünschten Mehrwert bietet, ist angesichts der obigen Erkenntnisse jedoch eher fragwürdig.

Nachtrag - zweiter Eindruck:

Beim genaueren Betrachten mit angeglichendem EQ zeigt sich, dass das NTG4 den Raumhall über das ganze Spektrum ein klein wenig besser dämpft. Allerdings nach wie vor zu einem hohen Preis, denn die Stimme wird deutlich dumpfer und dunkler gezeichnet. Von der Präsenz und Klarheit des SCM-1 eigentlich keine Spur.

Ich bin nach wie vor überrascht, wie gut das Pronomic im Vergleich performt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist echt mal Interessant.
Ich hab mir gestern einige Mikrofone zum testen bestellt:
Audio-Technica AT2020 USB+
Audio-Technica AT 2035
AKG C1000s MKIV
Rode M3
Rode NT-USB
dazu
Focusrite Scarlett Solo 2nd Gen
dazu
Millenium MA-2050 Tisch-Mikrofonarm

Sollte morgen alles ankommen, dann wird getestet.

Werde mir eventuell heute nochmal dein SCM-1 bestellen und auch das mal testen.
 
Das ist auch die absolut korrekte Vorgehensweise, auch wenn sie anfangs extrem viel Geld kostet, bleibt man darauf ja nicht sitzen und hat dann das beste Ergebnis für sich.
Bin schon gespannt, was du berichten wirst.
 
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JackA$$ schrieb:
Das ist auch die absolut korrekte Vorgehensweise, auch wenn sie anfangs extrem viel Geld kostet, bleibt man darauf ja nicht sitzen und hat dann das beste Ergebnis für sich.
Bin schon gespannt, was du berichten wirst.

Ich werde die Tage aufjedenfall mal berichten.
 
Welche Software eignet sich gut zum Aufnehmen der Stimme wo ich eventuell auch Voiceactivation einstellen kann?
Würde gerne bei allen morgen Aufnehmen, aus verschiedenen Winkel/Entfernungen und danach alles anhören zum Vergleich.
 
Achte beim Recorden auch darauf, dass du den Gain bzw. Pegel angleichst.
Oben rechts im Programm siehst du die Leiste mit dem Aufnahmepegel. Wenn du draufklickst, kannst du ihn auch live schalten und dann den Regler am Interface verstellen, sodass du immer in etwa die gleiche Lautstärke erreichst. Der lauteste Anteil in der Aufnahme sollte bei etwa -12 dB liegen.
 
Der Kabelbinder schrieb:
Achte beim Recorden auch darauf, dass du den Gain bzw. Pegel angleichst.
Oben rechts im Programm siehst du die Leiste mit dem Aufnahmepegel. Wenn du draufklickst, kannst du ihn auch live schalten und dann den Regler am Interface verstellen, sodass du immer in etwa die gleiche Lautstärke erreichst. Der lauteste Anteil in der Aufnahme sollte bei etwa -12 dB liegen.
Ok ich werde mal schauen. Muss mir das Programm erstmal angucken.
Aber die Mikrofone werden heute alle zugestellt, freue mich schon aufs testen :)
Ist aufjedenfall mal was ganz neues für mich.
 
So bin jetzt einige Stunden schon am testen. Hab dann auch nochmal den gegencheck mit meinen Kollegen im Discord gemacht.
Erstmal zum Focusrite. Kenne mich zwar nicht so gut aus aber es tut was es soll. ich höre auch kein Rauschen oder ähnliches. Würde hier zu gerne mal die ganz günstige Variante von Behringer testen.

Persönlich und laut Meinungen in Discord, vom reinen Klang her ist das Audio-Technica AT 2035 am besten.
Das kriegt man auch wunderbar in ca 20-25cm Entfernung eingestellt sodass nur bei Stimme die Voiceactivation anspringt. Die Tastatur ist überhaupt nicht zu hören. Gefällt mir soweit ziemlich gut - ist allerdings auch die teuerste Variante.

AKG C1000s MKIV: Das klingt auch sehr gut, allerdings ist es schlechter als das AT 2035. Einzig was ich hier nicht hinbekommen habe, das die Voiceactivation nicht anspringt bei Tastatur tippen. Es klappt nur wenn ich es ganz nah an meinen Mund nehme und dementsprechend den Gain runterstelle, allerdings finde ich es dann störend im Sichtfeld.

Das Rode M3 und Audio-Technica AT2020 USB+ ist absolut nichts. Die Stimme klingt einfach nicht gut und es aktiviert bei jeder Kleinigkeit das Mikro. Wenn ich den Gain runterstelle hört man mich sehr schlecht.

Das Rode NT-USB hatte ich ja vorher schon getestet und hatte mir vom Klang her gut gefallen gehabt, hier war es nicht anders. Allerdings kriege ich auch hier nicht hin, dass es eben nur aktiviert wenn ich spreche und nicht sobald ich in die Tastatur tippe.

Das waren soweit meine ersten Tests. Werde morgen wenn das SCM-1 ankommt nochmal gegen das Audio-Technica AT 2035 testen und dann schauen.
 
Das 2035 ist ein sehr schönes Mic. Geht klanglich leicht in Richtung Neumann U 87. Natürlich bei weitem nicht so gut. Aber es hat auch dieses weiche im Klang was ich sehr mag.
Als günstige Interface könnte man noch das Mackie hier ausprobieren https://www.thomann.de/de/mackie_onyx_artist_1.2.htm Fand die mackie Preamps welche ich an einem Mixer hatte, schon sehr gut.
 
kling1 schrieb:
Das 2035 ist ein sehr schönes Mic. Geht klanglich leicht in Richtung Neumann U 87. Natürlich bei weitem nicht so gut. Aber es hat auch dieses weiche im Klang was ich sehr mag.
Als günstige Interface könnte man noch das Mackie hier ausprobieren https://www.thomann.de/de/mackie_onyx_artist_1.2.htm Fand die mackie Preamps welche ich an einem Mixer hatte, schon sehr gut.

Das Mackie ist ja preislich genauso wie das Focusrite Scarlett Solo 2nd Gen. Denke nicht das die sich groß was tun werden.
Ja das 2035 ist echt ein gutes Mikrofon, hat mir von den getesteten am meisten gefallen. Muss nur noch mal gucken ob ich eine alternative zu dem Mikrofonarm finde, das sieht einfach so extrem klobig auf meinem Schreibtisch aus.
 
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