Excelmania schrieb:
er hat nichts gegen ein Balkonkraftwerk.
Ein Balkonkraftwerk ist i.d.R. nicht inselfähig. Ja es gibt welche, aber das ist die komplett falsche Ecke für dein Projekt.
Problem mit Inselanlagen in Garagen ist die niedrige Temperaturen im Winter.
Die beliebten LiFePo4 Akkus (kurz LFP, auch in Powerstations verbaut) gehen kaputt, wenn man sie um und unter 0 Grad lädt.
Entladen ist nicht so das Problem, aber du bekommst im Winter halt nicht mehr viel Saft rein, ohne den LFP Akkus zu schaden. Es gibt auch LFP Akkus mit Heizung, aber so viel Energie musst du im winter erstmal erzeugen um den Akku zu wärmen und dann auch speichern.
Insbesondere wenn dann noch ein 230V Garagentorantrieb dazu kommt und ein Wechselrichter die ganze Zeit im Standby sein soll, funktioniert das nicht.
Hier müsste man auf OPzS Blei Akkus setzen, die man aber pflegen muss.
Mit dem Wechselrichter-Standbyverbrauch man tricksen, in dem man den Wechselrichter von außen erst über ein Steuerrelais einschaltet und dann erst das Tor aufmachen kann.
Das senkt den Strombedarf ganz massiv.
Oder man verzichtet im Winter einfach auf das elektrische Tor.
Wenn es nur für "ein bisschen Strom" sein soll, dann nimm z.B. eine Ecoflow River 3 Plus Powerstation und ein 400Wp+ Glasplanel. Das hatte ich auch im Einsatz, bevor ich auf eine großere Inselanlage umgebaut habe.
Mit allem drum und dran bist du noch deutlich unter 300€.
Garagentorantrieb 24/7 verfügbar wird damit aber auch nicht klappen.
Alternative:
2* 400W-430Wp Panel
2* 12V Bleibatterien auf 24V verbinden
Ein Victron 100/20 Smartsolar Lagerregler mit Lastausgang
Victron Phoenix Wechselrichter passend zum Torantrieb mit Steuereingang.
Preislich etwa 250€ + Batterien.
Statt mit Bleiakkus kannst du das auch mit einer großen 24V LiFePo4 mit Niedertemperaturschutz aufbauen. Hier verhindert das Batteriemanagement das Laden, wenns zu kalt ist.
Über den Lastausgang des Ladereglers kannst du per Bluetooth den Wechselrichter starten und dann das Tor betreiben.
Im Sommer kannst du den Wechselrichter vermutlich durchlaufen lassen.
Licht unbedingt als 24V realisieren, da sonst auch noch die Wandlungsverluste auf 230V dazu kommen.
TLDR
Besprecht erstmal, wie wichtig der elektrische Torantrieb ist. Denn der ist (zusammen mit dem Standby des 230V Wechselrichters) der Hauptverbraucher und davon hängt die ganze Planung ab.