Suche Powerstation/Balkonkraftwerk für Garage

Excelmania

Lieutenant
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Apr. 2010
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Hallo.

Meine Schwester hat ihre eigene erste Wohnung. Dazu gehört auch eine Garage auf einem Garagenhof. Die Garage ist leider ohne Strom. Mit dem Vermieter habe ich gesprochen, er hat nichts gegen ein Balkonkraftwerk.

Da ich bisher mit Insellösungen keine Erfahrungen habe, würde mich interessieren, welche Powerstation für etwas Licht in der Garage ihr uns empfehlen könntet.

Ich habe hier sogar noch einen alten Sektionalstorantrieb. Könnte dieser an einer Powerstation betrieben werden?
 
Grundsätzlich sollte die Idee klappen. Wenn Du nur ein LED Licht in der Garage verbaust und nicht mehr als ein paar mal am Tag das Tor öffnest, sollte das mit einer relativ kleinen Powerstation klappen.

Lies mal auf dem Torantrieb die benötigte Stromstärke oder Leistung ab.
Man sollte den Antrieb auch entkoppeln können, falls mal kein Saft da ist.
 
Wenn gar kein Strom bei der Garage ist - dann kommst du auch mit einem Balkonkraftwerk nicht weit. Die Wechselrichter haben einen NA Schutz - sprich, wenn kein Netz-Strom anliegt, dann schalten sich die Wechselrichter ab.
Bei Netzausfall oder Abschaltung, wird so verhindert, dass dann das Balkonkraftwerk Strom ins Netz einspeist und damit ggf. die Arbeiter verletzt.

Was du brauchst, wäre ein Inselwechselrichter - der auch bei Stromausfall produzieren kann. In deinem Fall also meist alle Geräte mit Speicherlösung für den Camping Bedarf. (VAN Life & Co lässt grüßen)

Oder du müsstest das Balkonkraftwerk irgendwie an den Hausstrom bekommen und dann von dort wieder den Strom zur Garage leiten ... ne?
 
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kommt auch etwas darauf an wieviel du für ein bisschen Licht bereit bist auszugeben. Mir würde spontan der Solar Flow 800 Pro von Zendure einfallen. Der ist zwar eigentlich für normale Balkonkraftwerke gedacht, hat aber zusätzlich eine Off-Grid Steckdose mit der man bis zu 1000W auch ohne Netzanschluss ziehen kann. Nach meiner Erfahrung wirst du damit aber eventuell im Winter Probleme haben. Der Ertrag an grauen tagen wird kaum reichen den Standbyverbrauch des Gerätes zu stemmen... und nur für ein bisschen Licht in der Garage und den Komfort eines Torantriebs wäre mir das Ding zu teuer. Anker müsste auch ähnliche Geräte haben...

Ansonsten wie vorher schon erwähnt wurde, mal im Campingbereich umschauen.
 
_killy_ schrieb:
Balkonkraftwerk nicht weit.

Das stimmt so nicht! BKW bzw genauer deren Microwechselrichter können durchaus Inselfähig sein!
Wie immer kommt es auf das spezifische Modell an.

Da er aber eh einen Speicher dafür benötigt macht eine Gesamtanlage doch sehr viel Sinn.

Und wenn nicht oder bereits gekauft einfach ne Aktive Batterie die das Netz für das BkW stellt
 
...Dazu gehört auch eine Garage auf einem Garagenhof...
Davon würde ich Abraten. Wenn die Garage nicht in Sichtweite der Wohnung liegt, ... is jemand der Garage "auf´s Dach gestiegen", und hat die Installation demontiert.
 
Nein, die langjährigen Erfahrungen von BKW Besitzern (oder auch Garten PV Besitzer) ist, dass Geräte mit Kabel dran nicht interessant sind. Bislang habe ich noch von keinem Diebstahl bei einer solchen Installation gelesen. Ist ja auch nicht so, dass man die gesamte Analge einfach wegtragen könnte, 2 Module mit Rahmen schleppt man nicht mal eben weg. Da müsste schon Zeit für die Demontage eingeplant werden. Und Spezialwerkzeug, um die Stecker zu lösen. Und Module mit gekappten Kabeln lassen sich schwerer verkaufen. Bei Neupreisen deutlich unter 100€ pro Modul kannst du das vergessen, die sind als Hehlerware m.E.n. fast wertlos.
 
Excelmania schrieb:
er hat nichts gegen ein Balkonkraftwerk.
Ein Balkonkraftwerk ist i.d.R. nicht inselfähig. Ja es gibt welche, aber das ist die komplett falsche Ecke für dein Projekt.

Problem mit Inselanlagen in Garagen ist die niedrige Temperaturen im Winter.
Die beliebten LiFePo4 Akkus (kurz LFP, auch in Powerstations verbaut) gehen kaputt, wenn man sie um und unter 0 Grad lädt.
Entladen ist nicht so das Problem, aber du bekommst im Winter halt nicht mehr viel Saft rein, ohne den LFP Akkus zu schaden. Es gibt auch LFP Akkus mit Heizung, aber so viel Energie musst du im winter erstmal erzeugen um den Akku zu wärmen und dann auch speichern.

Insbesondere wenn dann noch ein 230V Garagentorantrieb dazu kommt und ein Wechselrichter die ganze Zeit im Standby sein soll, funktioniert das nicht.

Hier müsste man auf OPzS Blei Akkus setzen, die man aber pflegen muss.

Mit dem Wechselrichter-Standbyverbrauch man tricksen, in dem man den Wechselrichter von außen erst über ein Steuerrelais einschaltet und dann erst das Tor aufmachen kann.
Das senkt den Strombedarf ganz massiv.


Oder man verzichtet im Winter einfach auf das elektrische Tor.

Wenn es nur für "ein bisschen Strom" sein soll, dann nimm z.B. eine Ecoflow River 3 Plus Powerstation und ein 400Wp+ Glasplanel. Das hatte ich auch im Einsatz, bevor ich auf eine großere Inselanlage umgebaut habe.

Mit allem drum und dran bist du noch deutlich unter 300€.

Garagentorantrieb 24/7 verfügbar wird damit aber auch nicht klappen.

Alternative:
2* 400W-430Wp Panel
2* 12V Bleibatterien auf 24V verbinden
Ein Victron 100/20 Smartsolar Lagerregler mit Lastausgang
Victron Phoenix Wechselrichter passend zum Torantrieb mit Steuereingang.

Preislich etwa 250€ + Batterien.

Statt mit Bleiakkus kannst du das auch mit einer großen 24V LiFePo4 mit Niedertemperaturschutz aufbauen. Hier verhindert das Batteriemanagement das Laden, wenns zu kalt ist.

Über den Lastausgang des Ladereglers kannst du per Bluetooth den Wechselrichter starten und dann das Tor betreiben.
Im Sommer kannst du den Wechselrichter vermutlich durchlaufen lassen.

Licht unbedingt als 24V realisieren, da sonst auch noch die Wandlungsverluste auf 230V dazu kommen.

TLDR
Besprecht erstmal, wie wichtig der elektrische Torantrieb ist. Denn der ist (zusammen mit dem Standby des 230V Wechselrichters) der Hauptverbraucher und davon hängt die ganze Planung ab.
 
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