News Supercomputer: Universität Ulm nimmt Justus 2 mit Intel Xeon Gold in Betrieb

Frank

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Die Universität Ulm hat einen neuen Hochleistungsrechner: Der 4,4 Millionen Euro teure Supercomputer Justus 2 hat eine theoretische Leistungsfähigkeit von 2 PetaFLOPS. Er soll komplexe Simulationen in Chemie und Quantenphysik durchführen und ist nach dem deutschen Chemiker Justus von Liebig benannt.

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ghecko

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Warum nicht Einstein? Der wurde in Ulm geboren!

Aber gut, der war kein Chemiker und hat die Quantenphysik anfangs belächelt.
 

Corros1on

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Bei den Namen Justus muss ich irgendwie an die drei Fragezeichen denken!
 

Wattwanderer

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Vor einigen Tagen Meldung über ExaFLOP Rechner, jetzt PetaFLOP. Zugegeben, dieser hier läuft heute schon und der andere soll erst in Betrieb gehen. Dennoch, Faktor 1.000?

Ansonsten, leider kein Kabelporn. Lieblos zusammengesteckte Kabel, sogar mit verschiedenen Steckern. Bei Kupfer nimmt man sich doch die Zeit, passende Kabel zu bauen. So wirkt das lieblos.
 
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Genaue Specs wären wirklich interessant.
Mich würde interessieren was Intel da los geworden ist....
Die schnellsten Supercomputer der Welt werden zur Zeit mit AMD ausgestattet.
Ist halt immer die Frage wann das Projekt beschlossen wurde und ob Intel zu diesem Zeitpunkt die bessere Wahl war.
Kann ich aber kaum glauben, da bei gleichgeschalteten Servern immer Parallelisierung / mehr Cores auch mehr bringt.
 

Frank

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Artikel-Update: Intel Xeon 6252 Gold als CPUs
Wie Prof. Dr.-Ing. Stefan Wesner am Abend mitteilt, hat man sich bei den regulären Knoten für Prozessoren des Typs Intel Xeon 6252 Gold, also Cascade Lake SP, mit je 24 Kernen und 48 Threads entschieden. Die schnelleren Kerne der „Platinum“ wären nicht von Vorteil gewesen, da die Bewertung der Systemleistung über eine Gewichtung der Leistung pro Knoten und der Maximierung des Durchsatzes erfolgte, so dass sich die Anwendungsleistung nicht sichtbar verbessert hätte.

Bei den I/O-Knoten kam zudem hinzu, dass einige Anwendungen ein recht herausforderndes I/O-Pattern haben und deshalb lokale schnelle Speichermedien gebraucht werden. Auch das recht großzügige Verhältnis Memory/Core sei deshalb wichtig, um Caching im Speicher ausnutzen zu können, so Wesner. Die NVMe-SSDs sind aus 2 beziehungsweise 4 SSDs als RAID 0 konfiguriert und nutzen insbesondere das BIOS-Feature VROC.

500 Knoten setzen auf je zwei Intel Xeon 6252 Gold mit 2,1 GHz; 456 Knoten verfügen über 192 GB RAM, bei 44 Knoten kommen 384 GB RAM zum Einsatz.

Spezialknoten mit Nvidia GPU
Bei 16 Knoten handelt es sich um Spezialknoten mit Hardwarebeschleunigung. Auch sie setzen auf zwei Intel Xeon 6252 Gold und 192 GB RAM, nutzen aber zusätzlich zwei Nvidia-GPUs.

Bei 168 I/O-Knoten kommen je zwei Intel Xeon 6252 Gold mit 384 GB RAM (148 Knoten) oder 768 GB RAM (20 Knoten) sowie zwei 1,6 TB NVMe-SSDs im RAID 0 zum Einsatz. Acht zusätzliche I/O-Knoten setzen darüber hinaus auf 1.536 GB RAM und fünf RAID 0 mit je 1,6 TB NVMe-SSDs (insgesamt 8 TB).

Die acht Login- und Service-Knoten nutzen zwei Intel Xeon 6252 Gold, 192 GB RAM und zwei 2,0 TB NVMe-SSDs im RAID 1. Zwei Visualisierungsknoten ebenfalls mit Xeon 6252 Gold, 192 GB RAM und zwei 2,0 TB NVMe-SSDs im RAID 1 nutzen zudem Nvidias Quadro P4000 Grafikkarte.

[Bilder: Zum Betrachten bitte den Artikel aufrufen.]

Unter Vollast liegt die Leistungsaufnahme von Justus 2 bei rund 400 kW.

Mit Intel fokussiert sich die Kooperation auf die Nutzung von FPGA-Karten und Nutzerschulungen. Bei den FPGA-Karten handelt es sich um 2× Intel FPGA D5005 (Intel Stratix 10 SX FPGA - 1SX280HN2F43E2VG, 32 GB DDR4) mit 215 Watt TDP, die in zwei Servern genutzt werden.
 

ghecko

Admiral
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Mit Intel fokussiert sich die Kooperation auf die Nutzung von FPGA-Karten und Nutzerschulungen. Bei den FPGA-Karten handelt es sich um 2× Intel FPGA D5005 (Intel Stratix 10 SX FPGA - 1SX280HN2F43E2VG, 32 GB DDR4) mit 215 Watt TDP, die in zwei Servern genutzt werden.
Da liegt der Hund begraben. Intel will ihr Softwareportfolio erweitern und dabei Entwickler generieren.
Schade das AMD sich nicht mit FPGAs beschäftigt :(
 

zEtTlAh

Lieutenant
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Nicht immer alles schlecht reden... man weiß ja garnicht genau, für welches Szenario das Ganze ist. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo zu Hauf mit Selbstmörder Raids (0) ohne Ende gearbeitet wurde weil es einfach den Schub schlechthin gebracht hat. Es gibt immer die passende Lösung für die passende Anwendung...
 
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