Systemverschlüsselung und SSDs

Onkelhitman schrieb:
Von daher sehe ich jetzt keinen wirklichen Nutzen einer Totalverschlüsselung gegenüber einer Partitionsverschlüsselung.


Manche Anwendung erstellen temporärer Kopien von Dateien, die gerade bearbeitet werden. In der Regel liegen diese dann unverschlüsselt in tmp und werden gerne beim Crash der Anwendung nie wieder automatisch gelöscht.

Bilder, die aus Mails geöffnet werden, landen dort auch gerne. (Thunderbird)
 
Mails dezentral öffnen im Browser? Browser ohne Speicherfunktion nutzen?

Also Sicherheit ist da, wo man sie nutzt.
 
Du erwartest doch wohl nicht, dass man die Unmengen an Mailadressen alle mit einen Browser abklappert?
 
Keine Ahnung wieviele Mailadressen du hast, aber wenn man Angst hat, dass sein Notebook geklaut wird, wie hoch ist dann die Sicherheitsvorkehrung die man generell am Computer hat?
 
Einen verschlüsselten Bereich nutze ich bereits für Opera, MyPhoneExplorer u. der gleichen.

Die Recovery-Partition habe ich keine mehr -> keine Sorge: Habe alles "Original" sowie ein Image der Recovery-Partition. ;)

Warum komplett verschlüsseln?
Um sich keinen Kopf machen zu müssen, welche (evtl. sensiblen/persönlichen) Daten in Fall eines Falles in fremde Hände fallen könnten. Ob nun die zuletzt angerufenen Telefonnummer, WLAN-Schlüssel, Software-Keys, käuflich erworbene Musik/EBooks oder der gleichen.
^^Jemand der ein Notebook klaut o. ein Gefundenes behält, gehört irgendwie nicht zu den Braven.

Eine Vollverschlüsselung wird auf vielen bekannte Webseiten empfohlen. Ich bin jetzt nicht wirklich paranoid oder so.
Aber wenn der Geschwindigkeitsverlust nicht störend/wirklich spürbar ist, wäre es für mich eine "einfache" u. "saubere" Option.
 
Eine Verschlüsselung der kompletten Festplatte halte ich für unnötig. Ich machs unter anderem wegen der Recovery Partition nicht, die ist mir einfach wichtig, aber da liegen eh keine persönlichen Daten.
Die OS Partition würde ich aber mindestens verschlüsseln. Ich leg auch manchmal temporär txt dateien auf dem Desktop an mit wichtigen Sachen. Und vielleicht speichert irgendein Programm ja auch mal da etwas ab wo es nicht soll oder geht sorglos mit temporären Dateien um.

Aus dem Grund verschlüssel ich einfach die OS Partition.
 
Tja, dann kann jeder aus Späßchen das Recovery durchführen und dein Rechner ist tot. Ich denke, dadurch gewinnst du nichts...
 
@miac
Naja, bei jeder Verschlüsselung kann ein Format durchgeführt werden.


Es geht hier wohl eher darum, dass keine Daten in den falschen Händen kommen.
 
miac schrieb:
Tja, dann kann jeder aus Späßchen das Recovery durchführen und dein Rechner ist tot. Ich denke, dadurch gewinnst du nichts...
Es kann auch jeder aus Späßchen das Ding einfach runterschmeißen, und der Rechner ist tot. Geht erstens schneller und bekommt sogar nen DAU hin.

Obendrein geht Recovery schlecht wenn man im Bios eingestellt hat dass ausschließlich von der Festplatte gebootet werden soll und nicht von ODD oder USB. Dann noch Biospasswort davor und schon gehts nicht mehr so einfach.

Ja ich weiß, wenn einer mit ner Brechstange oder nem Hammer kommt nützt mir das auch nix;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo32 schrieb:
Es geht hier wohl eher darum, dass keine Daten in den falschen Händen kommen.

Seh' ich auch so. Für den anderen Fall hilft ein Backup.

@Bogeyman: Merkst du einen Geschwindigkeitsverlust bei dir?
 
Viele Recoverysolutions lassen sich durch eine Tastenkombination beim starten des Rechners anstarten.

Das ist aber nicht das Thema. Die Frage ist, was Du gewinnst, wenn du auf eine FDE verzichtest und nur eine Partition verschlüsselst. Das sehe ich nicht.
 
@Miac:
Benutzt du die Recovery-Partition als Datengrab o. dergleichen? Nö, würde ich mal sagen.
Also hat ein Fremder höchstens die Möglichkeit den Auslieferungszustand herzustellen!
-> Also nix von meinen persönlichen Daten (siehe Post #25), höchstens die Win-Lizenz.
 
miac schrieb:
Viele Recoverysolutions lassen sich durch eine Tastenkombination beim starten des Rechners anstarten.

Das ist aber nicht das Thema. Die Frage ist, was Du gewinnst, wenn du auf eine FDE verzichtest und nur eine Partition verschlüsselst. Das sehe ich nicht.

Verkaufe einen Fertigrechner halt gerne wieder so wie ich ihn bekommen habe. Da ist es halt das einfachste wenn ich einfach nur die OS Partition verschlüssele. Ich lösche sogar unter Windows den Laufwerksbuchstaben für diese Partition weil ich sie einfach nicht brauche.

Bevor man sich Gedanken macht wegen der Windowslizenz sollte man aber erstmal den Aufkleber dann vom Gerät abmachen.

@Bogeyman: Merkst du einen Geschwindigkeitsverlust bei dir?
Eigentlich nicht. Hab mir ne SSD gekauft und hatte sie erst im Notebook (Dualcore 1,8Gz) und war mit dem Ergebnis nicht so ganz zufrieden, auch unverschlüsselt nicht. Danach dann in meinen Desktop Rechner eingebaut, der hatte auch 1,8Ghz war zwar schneller aber wirklich zufrieden war ich nicht. Dann übertaktet auf 3Ghz und der Unterschied war schon spürbar.

Also für SSD brauch man schon einen halbwegs "schnellen" Rechner. Auf den Atom Dingern soll sich ja ne SSD auch nicht wirklich lohnen hab ich gelesen.
 
@Bogeyman: Jo, danke derweil.
Mein Prozzi hat keine Probleme die SSD auszulasten.;)
Mir ging es eher darum, ob man etwas merkt, das der Prozzi durch die Verschlüsselung "beschnitten" wird.

Denke ich werde es einfach mal austesten.

Hat jemand Interesse, dass ich einen Vorher-/Nachher-Vergleich durchführe?
(^^wenn ja, bin offen für Tipps zu den am Besten geeigneten Benchmark-Progs)
 
Crucial M4 256 GB (gesamtes Laufwerk verschlüsselt) im XMG P511 Pro.

BitLocker vs. Truecrypt (Die Ergebnisse sind jeweils reproduzierbar)

BL vs. TC.JPG
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja,das hat mich auch dezent schockiert. ;)
Ich bleibe bei BitLocker.Für den 0815-Dieb sollte das ausreichen.
 
Hi,

ich traue mich wetten, wenn ich dich vor zwei Systeme setze, einmal mit Bitlocker und einmal mit Truecrypt verschlüsselt, wirst du mir ohne Benchmarks -also rein von der Performance, die du wirklich mitbekommst - nicht sagen können, was womit verschlüsselt ist. Zumindest nicht öfter, als es zufällig der Fall wäre.

VG,
Mad
 
@madman1209

Abhängig vom Einsatz würde ich sagen. Beim Compilieren größerer Software Projekte dürfte es deutlich auffallen.
 
Hi,

glaub ich nicht :)

HDD - SSD: fällt massiv auf
"langsame" SSD - "schnelle" SSD: fällt kaum auf.

Apropos: wirklich große Softwareprojekte compiliert man auch nicht lokal sondern auf einem Build-System. Und da verbaue ich keine Consumer-SSDs, schon gar nicht eine alleine ;)

Aber das ist ein anderes Thema, bleiben wir beim Topic :)

VG,
Mad
 
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