Tausch Komponenten: Ziel Stromsparen

zuperman

Lieutenant
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Sep. 2006
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629
Hallo,
derzeit habe ich folgendes System:
- Enermax Liberty Eco 500
- 4096 MB A-Data G-Series PC2-800 CL5 KIT (also 2x2GB)
- ATI 4650 mit Arctic Cooling Accelero L2 Pro
- Asrock A780GXH/128M
- AMD Phenom II X3 720
- 3 Lüfter (Slipstream) + Lüfterkontrolle mit 4 Drehreglern
- Scythe Katana 3 CPU-Lüfter

In Summe verbraucht das System im Idle ca. 90 Watt.
Mit k10stat und Undervolting sind es um die 75 Watt.

Das Netzteil ist zwar gut, aber überdimensioniert und sicher in den unteren Wattzahlen nicht sehr effizient.
Was würde es bringen, auf ein neues Netzteil (z.B. FSP Fortron/Source Aurum Gold 400W ATX 2.3, http://geizhals.de/614763) umzusteigen?

Oder bringt ein Umstieg auf Intel (1155, z.B. G530) bei gleichem/geänderten Netzteil sehr viel?
Wieviel Watt braucht eine Kombi im Idle?
Wie ist die Leistung des G530 im Vergleich zum X3 720?

Ziel ist es, irgendwann mit dem Stromverbrauch runterzugehen, dass der Rechner bei gleicher Leistung als Homeserver/"NAS" laufen könnte. Keine speziellen Anforderungen außer Surfen, leichte Bildbearbeitung.
 
Schon mal probiert, ob es annähernd gut funktionieren würde , wenn du nur den Onboard Grafikchip nutzen würdest ?
 
Sind ca. 15-20 Watt weniger, aber die eingebaute HD3200erkennt über DVI den Monitor mit 1920 nicht richtig.

Die HD Graphics des G630 dürfte performancemäßig gleich sein..?
 
Realistisch betrachtet würden neue Komponenten mehr Geld verschlingen als die "höheren" Energiekosten deines jetzigen Systems. Bis sich ein weniger leistungshungriger PC rentiert, kannst du über den Daumen gepeilt 10 Jahre warten ;).
 
Und wird mit maximal eingestellten 512 MB Shared Ram die Auflösung auch nicht unterstützt ?
 
@Kausalat: diese Erkenntnis schlummert auch in mir...
@emeraldmine: guter tip, werde ich mal probieren.
 
Aus ökonomischer Sicht eine Minusgeschäft. Die 52€, welches das NT kostet, hohlst Du durch den besseren Wirkungsgrad, in den nächsten 10 Jahren nicht wieder herein.

Aus Sicht des Umweltschutzes fatal/das falscheste was Du machen kannst. Die Energie die bei der Herstellung des Netzteils in Fernost aufgewendet wurde, also Zusammenbau, Herstellung der Bauteile, Abbau/Gewinnung der Rohstoffe, Weiterverarbeitung der Rohstoffe, holst Du in 100 Jahren nicht wieder herein.
Dazu noch die Umweltschäden die bei Abbau der Rohstoffe und der Weiterverarbeitung etc. angerichtet werden...

Aus Sicht des Umweltschutzes ist es, im Privathaushalt, praktisch immer besser, alles bis zum defekt weiter zu verwenden. Wenn möglich reparieren. Selbst dann, wenn ein Gerät im Stand-By noch 10 Watt schluckt!
 
hi
alternativen sind immer mobildrechner wie laptops/notebooks die auf akkutechnik ausgelegt sind und zb intel ATOM o.ä.
ersteres ist aber in der neubeschafung teurer und dies in stromkosten wieder reinzuholen dauert wohl sehr lange (amortisation)

geht natürlich meist mit per4manceverlust einher, der umstieg bei nicht allzualtem system

mfg
 
Mit Sandybridge kommst du auf 35 W ohne diskrete Graka.
 
@ mav82:

Deine These im Hinblick auf den Umweltschutz würde nur gelten, wenn z. B. das Netzteil extra von jedem Einzelnen in Fernost bestellt würde. Da die Netzteile allerdings schön brav in deutschen Lagerhallen gehortet werden, wurde die "ökologische Sünde" bereits begangen, bevor der Endverbraucher es überhaupt gekauft hat.
 
@Kausalat,
willst du mich verarschen? Bitte denk doch nochmal für 5 Cent darüber nach.
 
Mäßige deinen Ton und erkläre deine These dann mal genauer. Glaubst du etwa, wenn Fritzchen seine Hardware bei Shop XY bestellt, dass dann extra eine Warenladung aus China nach Buxtehude geschickt wird, um dann schon in zwei bis drei Tagen verbaut zu werden?
 
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@Kausalat,
es geht nicht um das eine Netzteil, sondern um das Netzteil welches im Wirkungsgrad einen Ticken schlechter ist, um die Klobürste, welche in Rot nicht mehr zum Rest des neuen Bades passt. Genau wie der Fön, welcher in Edelstahl nun schicker scheint. Die Kaffemaschine welche schlicht erneuert wird, weil diese dreckig ist und kalk angesetzt hat, da diese nie richtig gereinigt wurde. Den SAT-Receiver, weil er langsamer umschaltet als neue Modelle. Die Holzgartenstühle, welche im Winter draußen stehen gelassen wurden und der Frost und die Feuchtigkeit dem unbehandelten Holz nicht gut getan haben usw.

Und natürlich fängt es im Kleinen an. Schon wenn man nur den Bereich der Netzteilaustäusche herauspickt, welche von allen deutschen Selbstbauern angeblich wegen niedriger Effizienz, unnötigerweise ausgetauscht werden, kommt übers Jahr bestimmt 1/4 Container zusammen. Ein Container dessen Inhalt in Deutschland vllt. tausend Kilowatt an Strom einspart, dessen Herstellung aber mehr als das 100-fache an Energie gekostet hat, was diese NTs über ihe Lebenszeit, jemals im Vergleich zum Altgerät, einsparen werden. Die gesparte Energie hier wurde verhältnismäßig sauber erzeugt – in China rauchen die Schlote noch ohne jegliche Filter.

Und nun solltest Du noch die weiteren Umweltschäden der Produktion vom letzten Post beachten.

MfG
Mav82

Edit: Und wenn wir alle weniger unnötig Konsumieren, wird natürlich weniger produziert. Von ABMs halten die Chinesen bestimmt nix...
 
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@ mav82:

Den Argumenten gegen die Wegwerfgesellschaft stimme ich dir zu. Allerdings wurde der Großteil aller Güter bereits in Massen vorproduziert, ohne dass der ökologisch eingestellte Verbraucher auch nur im Geringsten etwas dagegen tun konnte. Die chinesischen Schlote rauchen nämlich ununterbrochen, egal, ob Otto Öko seinen alten Staubsauger hat reparieren lassen oder ob Victor Verschwenderisch die verkalkte Kafeemaschine seiner Freundin in den Müll geschmissen hat, um sich beim Discounter neuen Schrott zu kaufen.

Fakt ist, dass jedes Konsumgut schon unnötigerweise vorproduziert und in unsere Lager verschifft worden ist, unabhängig davon, ob wirklich der Absatzbedarf bestand oder nicht. Dagegen, also gegen die Umweltschäden durch die alleinige Massenherstellung der Güter, kann man als Einzelner leider nichts tun, egal, wie oft man seine alten Geräte wiederbelebt oder weiterbetreibt.

Was übrig bleibt, ist die Möglichkeit, eigenes Geld durch die Minimierung unnötiger Neuanschaffungen einzusparen. Mehr nicht. Die Umwelt wird davon leider nicht sauberer, solange nicht alle (!) mitmachen, die Wegwerfmentalität abzuschaffen.
 
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Kausalat schrieb:
Fakt ist, dass jedes Konsumgut schon unnötigerweise vorproduziert und in unsere Lager verschifft worden ist, unabhängig davon, ob wirklich der Absatzbedarf bestand oder nicht.

irgendwas grundsätzliches an unserem wirtschaftssystem hast du nicht verstanden.

DAS ist fakt.
 
@ hongkongfui:

Und du hast irgendetwas grundsätzlich an meinem Text im Gesamtzusammenhang nicht verstanden. Ein Satz aus dem Kontext zu reißen, birgt zwangsläufig Missverständnisse.

Natürlich wird künstlich ein gewisser Absatzmarkt geschaffen, indem dem unbedarften Käufer vorgegaukelt wird, dass er unbedingt etwas Neues kaufen muss. Oder weil Elektrogeräte vorzeitig kaputt gehen, weil der Hersteller Sollbruchstellen eingebaut hat (Stichwort geplante Obsoleszenz).

Ich bezog mich jedoch ausschließlich auf die Formulierung, ein Einzelner (in diesem Fall der Threadersteller) würde ökologisch einen Fehler begehen, indem er sich ein neues Netzteil holt. Nö. Das Ding liegt schon in irgendeinem deutschen Lager und wartet darauf, mit DHL & Co. an den Kunden verschickt zu werden. Der Transport zum Kunden stellt dabei nur eine verschwindend kleine Umweltbelastung im Gegensatz zum gesamten Herstellungs- und Transportverlauf dar. Aber das ist hier nicht das eigentliche Thema.

Wie schon in meinem ersten Post angemerkt, würde ich eine Neuanschaffung nicht begrüßen, da es rein finanziell Schwachsinn ist.
 
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