Telekom unglaublich

Die Telekom will bist ende 2010 RAM auch für nicht ADSL2+ leitungen schalten dann wird die Bandbreite variable geschalten. Allerdings ist dieser extra zuerst nur für Telekom direkt kunden verfügbar.
 
Ich bin bei solchen Themen immer ein wenig im Zwiespalt.

Klar die technischen Gegebenheiten und die Tatsache das Internetanbieter Geld verdienen wollen sind nicht von der Hand zu weisen.

Trotzdem finde ich es manchmal schon hart, da wir hier über ein Medium reden, das zwar noch vielerorts als Luxusgut bezeichnet wird, aber mehr und mehr wie z.b. Fernsehen oder Mobilität gesehen werden sollte.

Das heist das auch das Land vernünftig ausgebaut werden muss, solche Aussagen wie "Zieh doch um" sind kurzsichtig und machen Lobby für das Verhalten einiger ISPs, die den Teufel tun und das Netz eben nicht ausbauen, sondern nur ihre Rendite sehen.

Ich bin mit meiner DOCSIS-Leitung auf dem Land von KabelDeutschland gut bedient, 32000 kbit/s die immer ankommen ohne die oft beschriebenen abendlichen Einbrüche, aber etliche Dörfer die zu meinem Vorwahlbereich gehören haben neben 56k Modem nicht mal EDGE zur Verfügung. Wobei die Stadt welche die Vorwahl hat DSL 16000 erreicht. Dann heißt es nämlich z.b. auch von der Telekom: "Ich weiß gar nicht, was sie haben, laut unserer Datenbank hat ihr Gebiet sogar DSL 16000...". Andere Provider kriegt man nur wenn man noch 5 € zusätzlich bezahlt um z.b. "Fern-DSL" zu beziehen. Lächerlich.

Auch finde ich es frech wenn die "bis zu" Klauseln bis zum bitteren Ende ausgereizt werden, d.h. wenn ein Haushalt der z.b. DSL Light bezieht das gleiche bezahlen muss wie jemand der 6000 kbit/s kriegt.

Sorry, das ist echt eine miese Nummer. Diejenigen die immer vorgehalten bekommen das sie doch bitte umziehen mögen falls eine höhere Geschwindigkeit gewünscht wird finanzieren einen Netzausbau von dem sie niemals profitieren - oder irgendwann in 10 oder 20 Jahren. Das ist ganz schön zynisch wie ich finde.
 
@Zedar:

Ich schließ mich deiner Meinung gern an, allerdings gibts da auch manche Punkte die ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Nunja, es ist nicht immer leicht die Sicht aus dem Betreiber, dem Entwickler und am Ende als Verbraucher zu bedenken bzw die sichtweise zu ändern.

Was das "Fern-DSL" betrifft: Dazu kann ich mich garnicht äusern ^^

Zum Thema "Umziehen" - nunja, man muss schon arg krank bzw abhängig sein wenn man wegen DSL einen Umzug in erwägung zieht. Mal ehrlich: Es gibt heutzutage Leute die Fahren mit dem Auto ganze 50 Meter weiter um sich am Kiosk neue Kippen zu kaufen, und es gibt leute die heute im Internet Banking betreiben und wenns Internet mal für 2-3 Tage ausfällt ZU FAUL sind 50 Meter zur Bank neben an zu gehen. Da kommen schnell wieder ausreden vonwegen "Das Ausfüllen ist mir zu kompliziert" - ähm ja, aber im Internet kann mans, oder wie? Ich finde es armseelig wenn man ernsthaft an Umzug WEGEN DSL nur im geringsten denkt.

Zu den Preismodellen der Anbieter: Gut, deine Aussage bzw der Gedanke hinter dem "Ich als DSL-LIGHT nutzer zahle soviel wie einer mit einem DSL-6000-Vertrag" kann ich sehr gut verstehen. Ich würde auch protestieren, denn es geht immerhin um die Leistung die ein anderer Mensch bekommt. Die Leistung ist sogar besser als die an meinem Anschluß, und dafür soll ich genausoviel zahlen? Für die meisten oft eine Anmaßung, Enttäuschung und Ermutigung dazu auf den Anbieter sauer zu sein. Alles schön und recht - schließ ich mich gern an, - man darf nur nicht vergessen dass der Anbieter eventuell die Preise nach untenhin nicht flexibler gestalten kann, da die laufenden Baugruppen auch monatliche Umkosten verursachen. Diese wollen auch getilgt werden.

Rechenbeispiel:
20 freie DSL-Ports (nur DSL Light-Leitungen möglich )
20 freie DSL-Ports (bis zu DSL 6000-Leitungen möglich )
Vertragskosten: 35 € pro Anschluß
geschätze Betriebskosten pro Anschluß 30 € (Spaß-Betrag)
Anbieter verdient pro Anschluß: 5€


30 Leute wollen nun Internet - schließen den Vertrag ab.
10 Ports bleiben frei.
Da nun aber die Betriebskoten auch von den "freien Ports" auftreten entstehen kosten für 40 Ports.
Kosten Betrieb der Baugruppe: 40x35€ = 1400€
Bezahlt werden: 30x35€ 1050 €

WOBEI gesagt sei, dass NIEMAND weis ob die "nicht geschalteten" Ports kosten verursachen, fest steht aber, wenn diese Nicht benutzt werden, auch keine Einkünfte entstehen können.

Demnach würde THEORETISCH, eine Kostensenkung der Preismodelle bereits dazu beitragen dass für den Betreiber selbst ein Ausbau oder ein weiteres Betreiben der Baugruppe teurer würde. Auswirkung: Eventuell steigende Preise.


Und da ist die Zwickmühle: Entweder muss der Anbieter teurer werden, wodurch erstrecht die Baugruppe unbezahlbar würde (weil die Kunden kündigen würden) , oder Ausbauen und dafür unmengen Geld ausgeben, wobei unklar ist ob sich der Ausbau lohnt. (Man bedenke dass in diesem Beispiel 10 Ports nicht betrieben wurden, das bedeutet für den Anbieter: wir haben 10 Ports frei, die uns kosten verursachen, aber keiner haben will. Braucht wohl keiner!) Demnach kommt alles ins Stocken. Meine Sichtweise. Ob das tatsächlich so ist oder Zutrifft: Keine Ahnung.

Hoffe damit ledeglich einen Denkanstoß geschaffen zu haben. ^^
 
Das hört sich schon plausibel an, Ports die nicht genutzt werden kosten in einer Kaufmännischen Rechnung Geld und ich sehe auch ein das nicht jedes Kaff sein eigenes DSLAM bekommen kann.

Außerdem betrifft mich das direkt nicht, da ich schon seit fast zwei Jahren kein DSL mehr habe, sondern DOCSIS.

Deswegen finde ich ja (was ja auch meine Kernaussage war) das mehrere Anbieter Breitbandnetze egal welcher Art ausbauen sollten und jeder ISP dem es möglich ist mithelfen muss.

Aber es tut sich auch was, derzeit werden offensichtlich noch viel kleinere Dörfer mit DSL versorgt, zumindest wird gerade ein Radweg gebaut und es werden relativ dicke Kabel verlegt. Dort sind immer wieder T-Com Lieferwagen zu sehen. Gut, kann sein das einfach neue Telefonkabel verlegt werden.

In Würzburg stehen auch in den ausgebauten Gebieten alle 300-500 Meter OutdoorDSLAMs für VDSL
 
Na das ist doch mal was =)

Bin jetzt auf dieses "DOCSIS" das erste mal bei unserer Diskussion gestoßen, muss sagen dass dieses System und die Struktur beeindruckend ist. Nett nett muss ich schon sagen ;)
 
Ich verstehe das gejammer ehrlich gesagt nicht ganz. Er hat 1000er DSL und das nächste Haus eben 16k .. so ist das eben - irgendwo zieht sich immer die Grenze.
Viel bedenklicher hingegen finde ich das die Telekom Ballungszentren welche bereits über recht potente Leitungen verfügen weiter aufstockt und viele Hinterwäldler immer noch mit ISDN "rumkrebsen" (in diesem Fall ist die Bezeichnung wohl eher angemessen als bei DSL 1k).

Ich selbst schätze mich recht glücklich bereits vor ca. 10 Jahren DSL768 , vor 6 Jahren DSL 3k und seit ca. 3-4 Jahren DSL 16k bekommen zu haben obwohl ich nur in einer Kleinstadt wohne :D.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne es nur genauso...
Und das in einer recht großen Stadt.
Jahrelang 16000er versprochen, kamen nie ausse Pötte.
Als ich dann nach 2 Jahren nicht eingehaltener Versprechungen gewechselt habe
(hier sei angemerkt, das der Vertrag schon lange auf 16k lief!),
konnte mir immer noch keiner sagen, ob und wann überhaupt mal mehr als 2MB möglich sind.

Jetzt... nach 5 Jahren... standen sie wieder vor der Tür.
"Wir haben jetzt DSL mit bis zu 16000er Leitung."
Schön... ich hab 20 seit Jahren, schönen Tag noch... :rolleyes:

Und das ganze teilweise nur, weil sie die Leitungen, für andere nicht vergrößern wollten. :freak:
 
ich habe seit jahren eine 1,5mbit mit erhöhtem upload. sowas ist laut einem telekom techniker sehr selten, er hatte sowas noch nie zuvor gesehen. ich fragte ihn ob man da nicht noch etwas mehr download rausholen können, er antwortete mit ja, ich solle daß über die telekom bestellhotline beantragen. die waren allerdings überfordert. tut mir leid, die option 2000 ist bei ihnen nicht verfügbar.

ich allerdings hartnäckig und hatte dort bestimmt 5 tickets in bearbeitung. irgendwann hatte ich dann einen fähigen mann am telefon der mir auch prompt die schneller leitung (dsl2000) freigeschaltet hat.
 
Das liegt daran das dein Anschluss auf einem anderen Schaltverteiler angeschlossen ist. Entscheidend für den DSl "Speed" ist dann wie der Schaltverteiler(Kabelverzweiger) angefahren wird. Der deines Nachbarn wird wohl mit Glasfaser angefahren werden, deiner nicht. Kann aber auch ganz schlicht am benötigten Platz für die Technik(DSLAM) liegen warum dein Verteiler nicht ausgebaut wird.

Die Telekom kann nicht hergehen und nach lust und freude jeden Schaltverteiler mit größeren gehäusen überbauen. Da gibts oft Probleme mit der Stadt/Gemeinde und vor allem dem Opa der davor wohnt und dann empfindlich davon in seiner Lebensweise gestört wird...

Ich kann deinen Frust verstehen, allerdings diverse WLAN vorschläge hier nicht befürworten. Vor allem nicht über 2 Gebäude hinweg. Verbindungsabbrüche sind garantiert. Rechtlich ist der Anschlussinhaber verantwortlich für alles was darüber passiert! Das muss man auch berücksichtigen...
Ergänzung ()

@China: Leitungen kann man nicht so einfach "vergrößern". Die alten Verzweigerleitungen die zu jedem Hausverteiler laufen liegen da schon zum Teil seit Zeiten bis vor dem 2. Weltkrieg. Damals hat sich noch keiner für Computer, geschweige denn Internet interessiert ^^
Weisst du was es kostet die Leitungen in Betrieb zu halten?

Über die nächsten Jahre wird sich viel im Bereich Fibre to the home tun. Dann hat dieses alte Netz ausgedient. Ich bin gespannt ;)
 
Das wird aber sehr lange dauern bis das ähnlich Flächendeckend aufgebaut ist wie das jetzige alte Telefonnetz und das bestehende Breitbandkabelnetz.

Das wird dann so ausgehen wie bei UMTS/LTE in einigen Gebieten wird das ganz schnell gehen, in anderen Gebieten wird man das nur vom Hörensagen her kennen. Und die Gebiete die nicht ausgebaut werden bekommen dann erst die übernächste Technik (wenn überhaupt).

Mir hat die Telekom (!) schon seit es DSL 16000 versprochen entsprechende Leitungen zu verlegen, ich hatte auch zwei Jahre einen Call and Surf Comfort Plus Vertrag, bis ich meine Naivität ablegte und Begriff das ich hier wohl so schnell keine höhere DSL-Geschwindigkeit erhalten werde.

Aber ist schon richtig, Grund zum Jammern hab ich keinen, ich wollte halt auch mal was sagen :)

Mal schauen wie es weitergeht.
 
@DirtyOne

Die Leitungen liegen neu(!) seit Jahren.
Dafür haben sie den halben Stadtteil aufgeprügelt.
Es war möglich...

Ist mir schon klar, dass man das mit Leitungen von anno Zwieback nicht hin bekommt^^
 
Es ist technisch gar nicht möglich bis in jeden winkel und jedes 3 häuser dorf kabelgebundenes dsl bzw. eine 16k leitung zu bekommen. Hier kann dann nur lte usw. abhilfe schaffen.

Graben kostet geld ohne ende. Muss alles genehmigt werden. Einfach straße auf machen ist nicht.
 
Stimmt schon, aber früher als das Netz noch gar nicht bestand ist es auch gegangen. Und ein Vorwand findet sich immer, unsere Glasfaserkabel wurden verlegt als eine Kläranlage neu angeschlossen wurde. Andere Dörfer im Zuge einer Veränderung einer Straße. Oder beim Bau eines Radweges.

Es soll ja nicht 16k sein, einfach nur eine vernünftige und kostengünstige Leitung - Modem oder ISDN sind ja wesentlich teurer.

Naja die Zeiten ändern sich eben.

Hoffen wir das LTE das wird was es verspricht.
 
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