@Zedar:
Ich schließ mich deiner Meinung gern an, allerdings gibts da auch manche Punkte die ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Nunja, es ist nicht immer leicht die Sicht aus dem Betreiber, dem Entwickler und am Ende als Verbraucher zu bedenken bzw die sichtweise zu ändern.
Was das "Fern-DSL" betrifft: Dazu kann ich mich garnicht äusern ^^
Zum Thema "Umziehen" - nunja, man muss schon arg krank bzw abhängig sein wenn man wegen DSL einen Umzug in erwägung zieht. Mal ehrlich: Es gibt heutzutage Leute die Fahren mit dem Auto ganze 50 Meter weiter um sich am Kiosk neue Kippen zu kaufen, und es gibt leute die heute im Internet Banking betreiben und wenns Internet mal für 2-3 Tage ausfällt ZU FAUL sind 50 Meter zur Bank neben an zu gehen. Da kommen schnell wieder ausreden vonwegen "Das Ausfüllen ist mir zu kompliziert" - ähm ja, aber im Internet kann mans, oder wie? Ich finde es armseelig wenn man ernsthaft an Umzug WEGEN DSL nur im geringsten denkt.
Zu den Preismodellen der Anbieter: Gut, deine Aussage bzw der Gedanke hinter dem "Ich als DSL-LIGHT nutzer zahle soviel wie einer mit einem DSL-6000-Vertrag" kann ich sehr gut verstehen. Ich würde auch protestieren, denn es geht immerhin um die Leistung die ein anderer Mensch bekommt. Die Leistung ist sogar besser als die an meinem Anschluß, und dafür soll ich genausoviel zahlen? Für die meisten oft eine Anmaßung, Enttäuschung und Ermutigung dazu auf den Anbieter sauer zu sein. Alles schön und recht - schließ ich mich gern an, - man darf nur nicht vergessen dass der Anbieter eventuell die Preise nach untenhin nicht flexibler gestalten kann, da die laufenden Baugruppen auch monatliche Umkosten verursachen. Diese wollen auch getilgt werden.
Rechenbeispiel:
20 freie DSL-Ports (nur DSL Light-Leitungen möglich )
20 freie DSL-Ports (bis zu DSL 6000-Leitungen möglich )
Vertragskosten: 35 € pro Anschluß
geschätze Betriebskosten pro Anschluß 30 € (Spaß-Betrag)
Anbieter verdient pro Anschluß: 5€
30 Leute wollen nun Internet - schließen den Vertrag ab.
10 Ports bleiben frei.
Da nun aber die Betriebskoten auch von den "freien Ports" auftreten entstehen kosten für 40 Ports.
Kosten Betrieb der Baugruppe: 40x35€ = 1400€
Bezahlt werden: 30x35€ 1050 €
WOBEI gesagt sei, dass NIEMAND weis ob die "nicht geschalteten" Ports kosten verursachen, fest steht aber, wenn diese Nicht benutzt werden, auch keine Einkünfte entstehen können.
Demnach würde THEORETISCH, eine Kostensenkung der Preismodelle bereits dazu beitragen dass für den Betreiber selbst ein Ausbau oder ein weiteres Betreiben der Baugruppe teurer würde. Auswirkung: Eventuell steigende Preise.
Und da ist die Zwickmühle: Entweder muss der Anbieter teurer werden, wodurch erstrecht die Baugruppe unbezahlbar würde (weil die Kunden kündigen würden) , oder Ausbauen und dafür unmengen Geld ausgeben, wobei unklar ist ob sich der Ausbau lohnt. (Man bedenke dass in diesem Beispiel 10 Ports nicht betrieben wurden, das bedeutet für den Anbieter: wir haben 10 Ports frei, die uns kosten verursachen, aber keiner haben will. Braucht wohl keiner!) Demnach kommt alles ins Stocken. Meine Sichtweise. Ob das tatsächlich so ist oder Zutrifft: Keine Ahnung.
Hoffe damit ledeglich einen Denkanstoß geschaffen zu haben. ^^