Über 5% aller Steam-Nutzer benutzen Linux

@JustAnotherTux ich könnte also den Kernel nicht mehr selbst kompilieren/anpassen, was aber eigentlich in Linux so vorgesehen war (Stichwort Kernel Hacking).
Es widerspricht dem Grundgedanken von Linux. Dass das technisch geht, mag sein, aber es steht im Konflikt mit der "Offenheit".

JustAnotherTux schrieb:
Im prinzip hast du Recht aber bei einem auf Custom Hardware spezialisiertem Linux ist das ja nichts neues, schau dir Android, ChromeOS, FritzOS usw. an.
Naja, aber wir reden ja hier vom Endnutzer und die meisten Leute nutzen Linux doch, weil sie darüber die volle Kontrolle haben und alles anpassen können. Wenn der Kernel also zukünftig signiert wird und nicht mehr anpassbar ist, wird das sehr vielen nicht schmecken. Wenn man das auf SteamOS begrenzt, schließt man andere Distributionen aus. So oder so ist das keine gute Lösung.
 
ElliotAlderson schrieb:
Naja, aber wir reden ja hier vom Endnutzer und die meisten Leute nutzen Linux doch, weil sie darüber die volle Kontrolle haben und alles anpassen können. Wenn der Kernel also zukünftig signiert wird und nicht mehr anpassbar ist, wird das sehr vielen nicht schmecken. Wenn man das auf SteamOS begrenzt, schließt man andere Distributionen aus. So oder so ist das keine gute Lösung.
Ja, da stimme ich dir zu, ich will das auch nicht, es geht mir nur Darum das es technisch sehr wohl möglich ist das für Custom Hardware mit vorinstallierten Secure Boot keys umzusetzen also z.B. fürs nächste SteamDeck und/oder Steam machine.
ElliotAlderson schrieb:
@JustAnotherTux ich könnte also den Kernel nicht mehr selbst kompilieren/anpassen, was aber eigentlich in Linux so vorgesehen war (Stichwort Kernel Hacking).
Du kannst weiterhin einen kernel anpassen und kompillieren aber auf dem System mit der Custom hardware oder z.B. auf einem System mit custom secure boot keys kannst du diesen nur booten wenn du den Private key hast um diesen kernel + module + (initramfs) + bootloader zu signieren.

UEFI Firmware (mit eingebettetem Public Key / db)
↓ verifiziert
Bootloader (z.B. GRUB/systemd-boot)
↓ verifiziert
Kernel (vmlinuz)
↓ verifiziert
Kernel-Module (.ko)
↓ verifiziert
initramfs (optional, je nach Konfiguration)
 
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ElliotAlderson schrieb:
Wenn man das auf SteamOS begrenzt, schließt man andere Distributionen aus. So oder so ist das keine gute Lösung.
Dann lag ich ja doch nicht so falsch.
Nochmal, jemand der Cheaten will, der will sich gar keinen sicheren oder Abgesicherten Kernel.
Der will das Anticheat aushebeln können ubd nimmt deshalb auch alle Sicherheits Risiken in kauf.

Mir gings die ganze Zeit ums technischer und nicht um die Philosophie Fragen.

Für mein Verständnis werden also Games mit Anticheat noch lange nicht auf Linux kommen weil es zum einen aus technischer Sicht bei offenen Quellcode zu leicht zu umgehen ist (zur Not gibt's ne cheater Distro) und zum anderen weil halt Linux von der Philosophie her kein Kernel Anticheat will.
Ergänzung ()

JustAnotherTux schrieb:
Ja, da stimme ich dir zu, ich will das auch nicht, es geht mir nur Darum das es technisch sehr wohl möglich ist das für Custom Hardware mit vorinstallierten Secure Boot keys umzusetzen also z.B. fürs nächste SteamDeck und/oder Steam machine.
Da sind wir dann bei der Konsole und ja nicht mehr beim ganz offenen PC, odwe zumindest Konsolenartig.

Wenn das Ding win riesen Verkaufs schlager alla PS5 wird, würde es mich nicht wundern, wenn dann doch auf einmal Maßnahmen implementiert.
 
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Azghul0815 schrieb:
Für mein Verständnis werden also Games mit Anticheat noch lange nicht auf Linux kommen weil es zum einen aus technischer Sicht bei offenen Quellcode zu leicht zu umgehen ist (zur Not gibt's ne cheater Distro) und zum anderen weil halt Linux von der Philosophie her kein Kernel Anticheat will.
Ja mir gehts auch nur ums technische, und IMO geht das ohne Probleme wenn die secure boot keys vorinstalliert sind und es einen custom kernel mit anti cheat firmware blob oder extra module gibt das könnte dann auch closed source sein wie bei nvidia.
Dieses modul kommuniziert dann mit dem SteamClient.

Ja auf standard Distros wird das niemals umgesetzt werden will auch niemand ich auch nicht.
Aber auf SteamOS könnte das ggf. kommen auch wenn ich hoffe das Kernel Anti cheat durch AI anti cheat ersetzt wird.

Hier mal eine Grafik von Claude AI:

1775287544522.png
 
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gimmix schrieb:
Warte, bis die ersten Kommentare der Microslop-Fanboys kommen:

"Ich kann wegen Anticheat kein Battlefield 6 auf Linux spielen"!
Kritik am heiligen Linux muss halt im Keim erstickt werden und das gleich beim ersten Beitrag.

Sehr tolerant ;)
 
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Was als Kritik getarnt und versteckt kommt ist zu oft einfach nur Trollen. Daher auch genau so etwas wie @gimmix schrieb.

Und so vieles was geschrieben wird ist auch ohne Trollen gerne einfach Falsch sogar bei Leuten, die dann von ihrer Jahrelangen Erfahrung berichten. Ist eben teils auch wie bei vielen anderen Themen, nur weil man gelernt hat einen Motor zu bauen und das 20 jahre macht, kannt man nicht automatisch jedes Technische Detail an allen Autos/allen Modellen oder gar allen Verbennungsfahrzeugen. Da mögen immernoch Wissenslücken sein
 
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ElliotAlderson schrieb:
Dass das nicht funktionieren wird und auch gegen die Philosophie von Linux spricht, sollte wohl klar sein?
Doch es funktioniert, siehe Baldur's Gate 3 und Persona5 wie in meinem Beitrag #218 beschrieben. Natürlich haben auch Leute gemeckert, aber die Open-Source-Community war schnell zur Stelle und hatte eine technische Lösung für das Problem bei letzterem.
 
gimmix schrieb:
Warte, bis die ersten Kommentare der Microslop-Fanboys kommen:

"Ich kann wegen Anticheat kein Battlefield 6 auf Linux spielen"!
Kannst Du noch erläutern was das mit Fanboy zu tun hat wenn ich zb BF6 nicht auf Linux spielen kann? oder funktioniert das mittlerweile? Dann bin Ich auch gerne bereit auf Linux umzusteigen! Habe nur keine Lust 2 BS zu pflegen.
 
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Wenn es dich wirklich interessiert und das muss von dir aus kommen, lass dir da nicht reinreden, dann ist das alles was du beobachten musst:

https://areweanticheatyet.com

cyberpirate schrieb:
Dann bin Ich auch gerne bereit auf Linux umzusteigen!
Hört sich allerdings so an als wenn du es niemals machen wirst, denn der ausdruck suggeriert als würdest du irgendwem einen gefallen tun. Die sache ist ja, da gibt es niemanden... DU musst es wollen. Dann mach es oder lass es :-) Ist auch nicht böse gemeint.
 
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Ripcord schrieb:
Kritik am heiligen Linux muss halt im Keim erstickt werden
Es ist halt meistens die gleiche Leier, die man dann zum 1000. Mal liest. Der Sinn dessen erschließt sich mir jetzt auch nicht wirklich. Von den Trollen mal abgesehen, versuchen viele auf diese Weise einfach nur ihre Windows Wahl irgendwie zu verteidigen. Warum man glaubt, das verteidigen zu müssen, bleibt aber ein Rätsel.

cyberpirate schrieb:
Dann bin Ich auch gerne bereit auf Linux umzusteigen!
Wenn deine Prioritäten am PC nicht an einem Spiel vorbeikommen, dann brauchst du Linux nicht.
 
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Kuristina schrieb:
Von den Trollen mal abgesehen, versuchen viele auf diese Weise einfach nur ihre Windows Wahl irgendwie zu verteidigen. Warum man glaubt, das verteidigen zu müssen, bleibt aber ein Rätsel.
Was hat das mit Rechtfertigung zu tun?
Wenn ich nunmal ein Hobby habe das nicht funktioniert und mich der Rest nicht stört, wieso soll ich umsteigen?

Das hat was mit Prioritäten zu tun. Jemand der Linux oder "Anti MS" höher priorisiert als gewisse Games wird ganz klar sagen: Linux ist das OS für mich und umgekehrt.

Ausbdem Grund steige ich bei meinem HauptPC nicht um. Ich köm aber nie aug die Idee einen Server daheim mit Windows laufen zu lassen...
 
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Alexander2 schrieb:
Nutze einfach was du brauchst.
Ich finde das ist ein guter Punkt. Jeder hat andere Wünsche, Vorlieben, Prios.

Ich kann nur für mich sprechen, aber der Umstieg war an manchen Stellen einfach, an Anderen etwas komplexer, aber nicht unmöglich. Ich hab nur nach einer besseren Software für meinen Computer gesucht, und habe sie für den Moment auch gefunden. Etwas so Grundlegendes wie zwei Browserfenster gleichzeitig offen haben und ein Video abspielen, das hat über Monate mit der alten Software nicht funktioniert. Da frage ich mich eigentlich wie das im Jahr 2025/2026 sein kann.

Jeder der wirklich umsteigen möchte, muss sich fragen was er gewinnt, ob er mit der neuen Oberfläche zurechtkommen wird, ob er bereit ist Kompromisse einzugehen, und auf was er bereit ist zu verzichten und auf was nicht. Vor allem Letzteres war für mich eine kleinere Hürde, denn VoiceMeeter über MIDI gesteuert wollte ich wieder haben. Dank der tollen Community hier, habe ich das in etwas anderer Form auch gefunden. Zwinker @ Alexander2 ;)

Ich hab etwas gefunden, dass meinen Ansprüchen gerecht wird und wie erwartet funktioniert. Dazu kommt, dass die alte Software mein System um Funktionen aufgebläht hat um die ich nie gebeten habe und mich in Punkto Updates bevormundet hat, oder mir einfach nicht genug Freiheit bei der Konfiguration des Startmenüs gab, ja, im Prinzip etwas total banales ...

Ich weiß nicht mal ob CachyOS oder ein anderes Linux für mich besser wären, aber ich weiß, mein Entdecker- und Experimentierdrang hällt sich in Grenzen, Stabilität und Konsistentenz sind mir wichtiger, und so lang ich das hier bekomme und meine Prioritäten klar abgesteckt sind (kein AC auf Kernelebene), bin ich besser damit bedient, als damit was mir eine andere Software bietet.
 
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Kuristina schrieb:
Genau das hab ich geschrieben. War zwar nicht an dich adressiert, aber darfst du gerne übernehmen.
War nicht als Kritik gedacht.
Ich meine die Entwicklung ist toll und es freut mich, vor allem weil Konkurrenz nunmal das Geschäft belebt.

Software auf Kernelebene hat ja durchaus auch viele Vorteile, die u.U. die Nachteile ausgleichen...
 
Kuristina schrieb:
Also selbst wenn ich nicht mit Windows komplett abgeschlossen hätte, würde ich mir das nicht geben.
Wie alles ist natürlich auch das sehr individuell.
Persönlich boote ich vielleicht alle 2 Tage mal in Windows. Alles andere mache ich in Linux. Übrigens auch spielen. Und wenn diese zeitspanne peu à peu länger wird, brauche ich am Ende wohl sowieso kein Windows mehr. So ist es ein ganz natürlicher Weg der Abgewöhnung. Ohne Stress & Zwang.

Und wegen der Faulheit vor dem "umher-zu-booten" beschäftige ich mich auch automatisch mehr mit Varianten wie man vielleicht Windows-only Programme auch in Linux zum laufen bekommt. Und da geht mittlerweile echt erstaunlich viel.

Der einzige echte Nachteil ist bei mir noch der Sound. DSP unter Windows ist für manche Hardware einfach unschlagbar. Das kann leider nur mit Equalizer (wie easy effects) abgemildert werden, erreicht aber - zumindest bei mir - leider nicht die Qualität in Windows.
 
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bart1983 schrieb:
DSP .. Das kann leider nur mit Equalizer (wie easy effects) abgemildert werden, erreicht aber - zumindest bei mir - leider nicht die Qualität in Windows.
Da sind wir jetzt wieder bei @coxon ^^. Audio war ein großer Punkt bei seinem Umstieg, vielleicht weiß er was dazu. Ansonsten hab ich an deinem Beitrag überhaupt nichts auszusetzen. Ich selber hab mich um Alternativen gekümmert und auch Zeit und Umgewöhnungen gerne in Kauf genommen. Für mich war das alles gut so und ich bin ganz froh, komplett von Windows weg zu sein. Und das ist auch endgültig.
 
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mal das eine dingen abgelichtet, diese audio Tools ist erstmal nur eine Sammlung, ich meine die gabs dann sowohl je als standalone für direkt pipewire und auch als plugins für diese racks oder wie die heißen, carla und co. (pipewire hat jedes aktuelle System installiert..)
Bildschirmfoto_20260404_135805.png

bei @coxon seinen Beiträgen kannst du dir super anschauen erstmal zum sehen wie das dann aussehen kann, zumindest was er benutzt hat und auch die Tools die er sich ausgesucht hat.

Edit:
naja und DSP direkt gibts natülich auch noch wieder als standalone, im Stück sozusagen auch abseits von easy effects, also auswahl ist da an vielen Tools..
Und es wird immer immer immer mehr hab ich das gefühl, jedes mal wenn ich reinlunze.
Bildschirmfoto_20260404_140317.png



Bildschirmfoto_20260404_140523.png
 
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