Ukraine, Euromaidan und die Krim: Eine Zerreißprobe für int. Beziehungen

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@Lübke
Da liegst du wahrscheinlich richtig ;) Ich denke darauf wird es auch hinauslaufen und die EU (und Deutschland natürlich) werden auch wieder im Boot sein. Das wird den rechten Anti-Europäischen Parteien noch mal kräftig Aufwind geben.
 
Das wird den rechten Anti-Europäischen Parteien noch mal kräftig Aufwind geben.
was auch wieder quatsch ist, denn wir verschenken das geld ja nicht, wir erwirtschaften damit zinserträge. und durch ihre neue westgewandheit hat die ukraine durchaus potential zu wirtschaftlichem aufschwung wenn sies richtig anstellen. aber dazu müssen sie erstmal ihre inneren konflikte in den griff bekommen.
 
und durch ihre neue westgewandheit hat die ukraine durchaus potential zu wirtschaftlichem aufschwung wenn sies richtig anstellen
Könntest du das bitte erläutern. Oder anders, wie sollte die Ukraine im Westen Gewinne machen? Wie genau stellst du dir das vor? Was heißt richtig anstellen?

So weit ich sagen kann, gibt es nur ein Land im Osten Europas welches bis dato Erfolge durch die "Westangliederung" aufzuweisen hat, und das ist Polen. Wie kann also die Ukraine das deiner Meinung nach anstellen?

Das Assoziierungsabkommen, bitte nicht vergessen, ist KEINE EU-Mitgliedschaft. D.h. es gibt keine Agrarsubventionen, es gibt im Wesentlichen lediglich einen offenen Güterverkehr sowie eine militärische Kooperation. Aber welche Güter der Ukraine sind für uns von Interesse außer die der Landwirtschaft? Selbst die Umstrukturierung der wenigen Betriebe in der Ukraine die Erzeugnisse herstellen, die Aussichten auf Erfolg hätten, erfüllen nicht die EU Standards und können somit nicht auf den Markt.

Nur kurz zur Info: Die meisten ehemaligen Ostblock Länder halten sich gerade so über Wasser und auch das ist nur möglich weil die Leute ihre Arbeitskraft für einen Appel und ein Ei auf unserem Markt anbieten. (Putz und Pflegekräfte, Bauarbeiter und Landarbeiter).
 
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rüstungsgüter könnte die ukraine liefern. die militärtechnische zusammenarbeit mit rußland wurde ja beendet und die rüstungsindustrie ist noch da.

dual-use-güter werden nun auch nicht mehr geliefert. auch beendet. ob man in der eu z.b. die hubschraubertriebwerke braucht, ist auch fraglich.

alles in allen ein gelungener start in westliche zeitalter.
 
@Helios co.: tatsächlich dachte ich dabei an polen. und der appel und ei lohn, den du ansprichst, ist in diesem zusammenhang auch eine stärke der ukraine. die löhne können kontinuierlich steigen und zwar stärker als im westen, dennoch haben sie über viele jahre einen standortvorteil aufgrund des niedrigen lohnniveaus. bei richtigem vorgehen haben sie bis die löhne dem westniveau angeglichen sind, ihre wirtschaft bereits massiv ausgebaut. wenn sies hingegen schleifen lassen, wird es keinen fortschritt geben. es ist jetzt die aufgabe für eine hoffentlich fähige regierung, eine aufwärtsspirale in gang zu setzen.

steigende wirtschaft -> steigende löhne -> steigende binnennachfrage -> steigende wirtschaft...
 
Polen hat eine ganz andere Historie, die kann man gar nicht mit der Ukraine vergleichen.
 
Lübke schrieb:
@

steigende wirtschaft -> steigende löhne -> steigende binnennachfrage -> steigende wirtschaft...

warum sollen auf steigende wirtschaft, so es denn komme, steigende löhne kommen? im oligarchenland wird man das so weit wie möglich verhinden wollen.

und den standortvorteil niedriglohnland hatte man ab 1990 im osten getestet. ist auch irgendwie geschitert das konzept.
 
wie gesagt, das hängt von der fähigkeit der regierung ab. um die binnennachfrage zu stärken, braucht es eine höhere kaufkraft der konsumenten. ist die regierung klug, schafft sie eine große und stabiele binnennachfrage um die wirtschaft zu stärken. zwar bringt ein niedriges lohnniveau auch wirtschaftliche vorteile mit sich, aber wenn ein anderes billiglohnland dich unterbietet, ist deine wirtschft ohne nennenswerten binnenmarkt gleich am boden.
zudem geht es auch um die zufriedenheit im volk. steigender wohlstand sorgt für inneren frieden und steigert die chance auf eine wiederwahl. ich für meinen teil würde den fokus auf wirtschaftswachstum und ein gesundes lohn-/wohlstandswachstum legen.
 
und wer sollte interesse, abgesehen von diesem extrem rechten knallknopf, haben, dass das auch in die tat umgesetzt wird?
 
berechtigte frage, aber dumme, die dummes tun, gibt es zu hauf.

lt ukrainischen pipelinebetreiber kam es zu der explosion infolge eines druckabfalls (erklärs mir einer) und der gastransit nach europa wäre nicht betroffen.

das erstere kann man ja wieder dem russen in die schuhe schieben, ähnlich der "belagerung" der russischen botschaft in kiew und die nächste eskalationsstufe ist vorprogrammiert und für resteuropa hat man eine beruhigungspille.
 
und wer sollte interesse, abgesehen von diesem extrem rechten knallknopf, haben, dass das auch in die tat umgesetzt wird?

Da fallen mir spontan die Leute ein , die das Parlamentsgebäude in Odessa mitsamt Angestellten abgefackelt haben.
Für alles findet man Leute , am besten gleich die eigenen von der Swoboda Partei...

Edit : hahaha , was würde die ukraine nur ohne diese brillanten Ideen tun ?
http://www.reuters.com/article/2014/06/17/us-ukraine-crisis-border-idUSKBN0ES26620140617
 
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Lübke schrieb:
was auch wieder quatsch ist, denn wir verschenken das geld ja nicht, wir erwirtschaften damit zinserträge. und durch ihre neue westgewandheit hat die ukraine durchaus potential zu wirtschaftlichem aufschwung wenn sies richtig anstellen. aber dazu müssen sie erstmal ihre inneren konflikte in den griff bekommen.
Aber die Ukraine muss ja diese Zinsen von irgendwas zahlen (können)...
Kurzfristig kann Ukraine der EU NICHTS bieten.
Mittelfristig wäre möglich:
Lebensmittel -> wenn die EU-Subventionen + Vorschriften (z.B. bei Fleisch) nicht da wären
Steinkohle und Kokskohle -> gibt es nur im Osten...
Stahl -> das gleiche
Bleiben nur billige Arbeitskräfte: alle die z.Z. in Russland arbeiten, würden dann Richtung EU abwandern.

Das war's;
Rüstungsgüter sind nich mit NATO-Standards kompatibel -> keine neuen Abnehmer/ alte springen bereits jetzt ab -> geht pleite, was noch da ist (siehe Polen)
Flugzeugturbinen sind nicht kompatibel -> same (Der Entwicklungs- und Zertifizierungszyklus ist einfach zu lang mit ~10 Jahren)
Schiffsturbinen -> auch
Maschinenbau allgemein -> genau so
Schiffsbau ist jetzt schon nicht mehr vorhanden
Chemie -> ohne billiges Gas geht da nix
Was man hier noch bedenken sollte: ALL (wirklich alle) diese Betriebe liegen im Osten UND sind an Zulieferteile aus Russland angewiesen. FAIL
 
In der Ukraine ist eine Gaspipeline in die Luft geflogen. Das wird ein kalter Winter Leute :mad:
 
Das war doch schon vor 2 Tagen passiert.
Ein Anschlag war das!

Zum Glück war es nur 1 der beiden Pipelines so dass EU Gas weiterhin fließen kann (noch).
 
"Am 10. April hat der Zerstörer ‚Donald Cook’, mit Marschflugkörpern ‚Tomahawk’ an Bord, das Neutralgewässer des Schwarzen Meeres erreicht. Das Ziel war die Durchführung einer Einschüchterungsaktion und die Demonstration der Stärke im Zusammenhang mit der Position Russlands in Bezug auf die Ukraine und die Krim."

"Als Antwort darauf schickte Russland ein unbewaffnetes Flugzeug Su-24 zum Umfliegen des amerikanischen Zerstörers.
Dieses Flugzeug sei jedoch, wie Experten meinen, mit dem neuesten russischen funkelektronischen Bekämpfungskomplex ausgestattet gewesen.
"

Kurs gesagt: die Su-24 legte den Zerstörer lahm.
27 Soldaten seien nach diesem Vorfall aus dem US Navy Dienst ausgetreten aus Angst bei einem echten Angriff drauf zu gehe.

Was haltet ihr von dieser Story?
http://de.ria.ru/opinion/20140421/268324381.html

Auf google findet man ein paar Quellen mehr.
 
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