Umschulung Fachinformatiker Systemintegration

flasher24 schrieb:
Welche Vorschläge hättest du für mich, würde mir auch gerne ein Vserver erstmal anlegen um dann etwas für Systemintegration zu übenj?
Nach meiner Erfahrung im Beruf muss ich sagen, dass man sowas nicht erzwingen kann. Die Leute, die sich einlesen wollen oder einen vServer schnappen wollen um sich vorzubereiten oder um zu üben, sind oft die, die es am Ende nicht schaffen.

Die richtig guten in dem Job werden nicht mit allem nötigen Wissen geboren. Das wird niemand, in keinem Job. Aber sie bringen schon die nötige Affinität mit und das ist der Teil, den man nicht erzwingen und auch nicht einfach so durch eine Schulung nachholen kann.

Beruf hat auch immer etwas mit Berufung zu tun. Wenn Grundinteresse und -kenntnis fehlt, dann wird es direkt drei Stufen schwieriger. Es gibt Leute, die mit ihrem eigentlichen Beruf dann ihre Berufung verfehlt haben und an denen gehen dann z.B. gute IT'ler verloren. Es gibt sicherlich genauso IT'ler, an denen sind gute Straßenbauer verloren gegangen.

Der Beruf ist so vielseitig, dass du dich keinesfalls durch irgendwelche Lektüre oder durch Übungen darauf vorbereiten kannst, wenn du noch nicht weißt, welche Stelle es genau sein wird, die du antreten wirst.
 
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Geh auf keinen Fall zur WBS. Je nach Standort, hast du kein bisschen Homeoffice und wirst gezwungen in den Standort rein zu gehen, nur um dich dann dort in einen fürchterlichen Second Life Verschnitt aka Learnspace 3D einzuloggen um doch online Unterricht zu haben. Falls du es schulisch machst, geh zur IAL oder sowas, da hast du 2 Tage die Woche Homeoffice. Überhaupt solltest du versuchen eine betriebliche Umschulung zu finden, diese WBS/Comcave/IAL usw. Umschulungen sind richtig Schrott, haben absolut 0 Praxisbezug und zielen nur auf die IHK Prüfung. Die zu bestehen ist ja auch das Ziel, aber danach kannst du halt gar nix, wenn du dir nicht selbst Sachen beibringst.

Gehe auf keinen Fall Richtung FIAE, wie einige Leute hier empfohlen haben, auch wenn du eigentlich zu codelastig klingst für FISI. FIAE ist es jetzt schon fast ein Lottogewinn einen Praktikumsplatz für dein Pflichtpraktikum zu finden und später bist du eh doomed, weil Claude Code dir meilenweit überlegen ist.

Wenn du Codelastig bleiben willst, geh Richtung IaC (Infrastructure as Code) oder DevOps. Bring dir Ansible/Terraform/Saltstack bei, Docker + Kubernetes. Das kann man problemlos mit einem refurbished Lenovo M910 etc. als Homelab machen.

P.S. Ich kann nur nochmal betonen, versuch unbedingt eine betriebliche Umschulung zu machen, WBS & Co. sind nur cool, wenn du mal richtig Harz4 Feeling fühlen willst, mit Leute die vorm Unterricht schon einen durchziehen und dann im Unterricht rauchen, saufen, schlafen, Playstation spielen, sich einscheißen und ihre vollgeschissene Buchse im Klo liegen lassen uvm. (nein, nichts davon ist erfunden oder übertrieben). Ach und die Dozenten sind auch größtenteils komplett Schrott, da merkt man richtig krass dass sie nur da sind, weil sie in der Industrie nix gerissen haben. Gibt aber auch Ausnahmen, sind aber selten.
 
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flasher24 schrieb:
Hallo, ich habe die mittlere Reife schulischer Teil mit einer Ausbildung erlangt und mir wurde die Umschulung zum
Fachinformatiker Systemintegration angeboten mit einem IT Grundkurs davor, die Umschulung beginnt in 4 Monaten.
Was für eine Umschulung?
Bei wem, wie lange dauert das, wie viel Praxisanteil ist vorhanden, kostet es was?

Im Zweifelsfall kann ich empfehlen -> bewerb dich bei einem Systemhaus (oder mehreren) auf eine Ausbildung und schau, ob du die vielleicht auf 2 oder 2,5 Jahre verkürzt machen kannst.
Ich war mir damals unsicher ob ich 2 Jahre schaffe und hatte die volle Ausbildungszeit anvisiert, dann halbwegs durch die Ausbildung noch auf 2,5 Jahre verkürzen können. Als ich die Ausbildung angefangen hatte, war ich Hobby-Bastler mit praktisch überhaupt keinem für Systemadministration relevanten Wissen.

Bei einer Ausbildung hast du (bei etwas Glück mit dem Arbeitgeber) wesentlich mehr Praxiserfahrung, hast Zugang zu ausgelernten Arbeitskollegen die du im Zweifelsfall mit Fragen löchern kannst, und bekommst auch etwas Geld über die Zeit, statt im worst-case sogar für den Spaß noch Geld zahlen zu müssen.

Wenn der Arbeitgeber eine vernünftig große IT-Abteilung hat, wirst du auch die Chance haben, in verschiedene Aufgabenbereiche rein zu schnuppern um für dich herausfinden zu können, was zu dir passt. Daher auch die Empfehlung, die Ausbildung bei einem Systemhaus zu machen, bei denen die IT das Hauptgeschäft ist und entsprechend viele Techniker vorhanden sind.

Khorneflakes schrieb:
Im Support arbeiten, bis auf wenige lobenswerte Ausnahmen, nur diejenigen, die zu schlecht für richtige IT sind und/oder nicht mal Fachinformatiker sind.
Kommt auf den Arbeitgeber drauf an.

Wo ich arbeite im Systemhaus ist auch der Helpdesk technisch kompetent. Allerdings halt zu großen Teilen eher oberflächig breit gestreut, statt sich tief auf ein Themenbereich zu spezialisieren.
Da wird ganz viel an Anfragen abgefangen, die für ein 'callcenter' first level support out-of-scope wären.
 
Qualifizier dich doch lieber zum Bauleiter oder so. IT war schon vor 15 Jahren kacke, wenn man nicht der totale Überflieger war und heute ist es wahrscheinlich noch schlimmer.
 
@Aslo Nicht unbedingt. Mein Arbeitgeber (Dienstleister) zahlt okay bis gut, kannst nach Gusto 0-100% HO machen und da gibts auch nicht nur Überflieger. Aber die Spanne von komplett shit bis extrem gut ist in der IT halt sehr groß.

Vor allem scheint er ja den nötigen Drive zu haben.
 
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Rickmer schrieb:
Was für eine Umschulung?
Bei wem, wie lange dauert das, wie viel Praxisanteil ist vorhanden, kostet es was?

Im Zweifelsfall kann ich empfehlen -> bewerb dich bei einem Systemhaus (oder mehreren) auf eine Ausbildung und schau, ob du die vielleicht auf 2 oder 2,5 Jahre verkürzt machen kannst.
Ich war mir damals unsicher ob ich 2 Jahre schaffe und hatte die volle Ausbildungszeit anvisiert, dann halbwegs durch die Ausbildung noch auf 2,5 Jahre verkürzen können. Als ich die Ausbildung angefangen hatte, war ich Hobby-Bastler mit praktisch überhaupt keinem für Systemadministration relevanten Wissen.

Bei einer Ausbildung hast du (bei etwas Glück mit dem Arbeitgeber) wesentlich mehr Praxiserfahrung, hast Zugang zu ausgelernten Arbeitskollegen die du im Zweifelsfall mit Fragen löchern kannst, und bekommst auch etwas Geld über die Zeit, statt im worst-case sogar für den Spaß noch Geld zahlen zu müssen.

Wenn der Arbeitgeber eine vernünftig große IT-Abteilung hat, wirst du auch die Chance haben, in verschiedene Aufgabenbereiche rein zu schnuppern um für dich herausfinden zu können, was zu dir passt. Daher auch die Empfehlung, die Ausbildung bei einem Systemhaus zu machen, bei denen die IT das Hauptgeschäft ist und entsprechend viele Techniker vorhanden sind.


Kommt auf den Arbeitgeber drauf an.

Wo ich arbeite im Systemhaus ist auch der Helpdesk technisch kompetent. Allerdings halt zu großen Teilen eher oberflächig breit gestreut, statt sich tief auf ein Themenbereich zu spezialisieren.
Da wird ganz viel an Anfragen abgefangen, die für ein 'callcenter' first level support out-of-scope wären.
Umschulung wäre bei WBS, 2 Jahre mit 6 monaten Praktikum, homeoffice 50% Ziel dahinter für mich ist es Programmieren erstmal zu lernen und dann während der Umschulung zu vertiefen. Nein kriege es vollkommen finanziert vom Arbeitsamt wegen Knieproblemen und Baugewerbe möchte ich nicht mehr arbeiten deswegen. Nichts desto trotz habe ich schon ein Beruf zur Notreserve und da ich in der Schweiz tätig war, verdiene ich auch dementsprechend mehr was ich in Deutschland beruflich nicht verdienen würde während der Umschulung.

Geld ist nicht alles, deswegen würde ich mich auch im Technischen Support beispielweise CMS erstmal zufriedenstellen.. es soll für mich aufjedenfall erstmal ein Einstieg sein.
 
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flasher24 schrieb:
Technischer Supporter - Schwerpunkt CMS und Shopsysteme
Das macht jeder Fullstack Developer nebenbei... und die Hotline macht die Teilzeit-Mutti auf 450€ Basis... der Job-Markt ist tot.
 
Meine Mitarbeiter sind alles FIs Systemintegration. Wir betreuen hier zusammen einen größeren Standort mit über 300 Usern in mehreren Gebäuden, Netzwerk, Servern, ESXi,... Programmiert wird höchstens mal in Powershell, andere Programmierfähigkeiten brauchen meine Leute nicht. Mach möglichst einfach eine "richtige" Ausbildung in einer Firma oder Behörde. Wir hatten hier schon mal so einen Umschüler, das war fachlich eine Katastrophe. Ich denke schon, dass Fachinformatiker noch gut gebraucht werden, eben für solche Supporttätigkeiten und Systembetreuung, das kriegt keine KI hin..
 
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@puri Deswegen will ich ja auch dass programmieren nebenbei lernen damit ich im hosting support Anschluss finde evtl kann ich mich danach hocharbeiten
 
@flasher24 Aber Du bist dann halt wirklich im 1-Level Support für Kunden, das kann sehr frustrierend werde. Wenn Du Kollegen in einer Firma supportest, ist das ein ganz anderes Verhältnis und ich denke auch die Aufstiegsmöglichkeiten sind da besser.
 
flasher24 schrieb:
Umschulung wäre bei WBS, 2 Jahre mit 6 monaten Praktikum, homeoffice 50% Ziel dahinter für mich ist es Programmieren erstmal zu lernen und dann während der Umschulung zu vertiefen. Nein kriege es vollkommen finanziert vom Arbeitsamt wegen Knieproblemen und Baugewerbe möchte ich nicht mehr arbeiten deswegen.
Und du glaubst dann du hast mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt als teilweise Kollegen die studiert haben und +5 Jahre Berufserfahrung haben? Was lernst du den im Moment beim "Programmieren"? Lernst du die Syntax einer Sprache auswendig? "Programmieren" macht alles die KI, keiner schreibt heute mehr Code...

Es werden Leute gesucht die was entwickeln können, Tools benutzen, Probleme lösen. Die Sprache ist nur Schall und Rauch...
 
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flasher24 schrieb:
damit ich im hosting support Anschluss finde
Warum hat gerade im Hosting-Support arbeiten denn so einen hohen Stellenwert für dich? Wenn man sagt, dass man Richtung IT umschulen möchte, dann gibt es ja auch noch dutzende andere fachliche Richtungen, in die man gehen könnte.

Inwiefern dir da Programmierung helfen soll, ist auch nicht so wirklich klar. Deine Ausführungen zum programmieren klingen so, wie sich Laien Programmierung vorstellen. Ein guter Programmierer wirst du nicht dadurch, dass du eine Sprache lernst. Ein guter Programmierer wirst du durch Erfahrung.

Es ist eine äußerst undankbare Aufgabe, die du dir da selbst stellst. Weil du jetzt in kürzester Zeit Erfahrung aufbauen müsstest, wofür andere viel mehr Zeit hatten. Das ist zwar in vielen Berufen zu einem gewissen Teil der Fall, wenn man umschult, allerdings halte ich das hier für besonders nachteilig für dich.
 
also ich habe auch eine Umschulung zum FISI gemacht, dies ist ungefähr 10 Jahre her. FISI arbeiten wie hier schon erwähnt eher technisch und nicht im Bereich der Programmierung. Dafür gibt es den Bereich Anwendungs-/Software-Entwicklung. Ich bin froh über mein technischen Bereich, ich habe einen angenehmen Mix aus Support und Außendienst. Programmieren habe ich damals mal angetestet, konnte dazu aber nie einen Draht finden. Daher musste ich mir auch keine Gedanken darüber machen in welche Richtung es dann geht. Aber wie hier auch weiterhin erwähnt wurde, Programmier-Bereich würde ich nicht einschlagen. Das verschiebt sich immer mehr in Richtung KI.
 
Solche Threads sind viel wert. Danke an alle, die aus der Branche kommen und berichten.

Was ich beitragen kann: Ein Bekannter hat in Stuttgart erst kürzlich seine Umschulung zum FISI abgeschlossen; nach seinen Angaben habe die Hälfte seines Kurses keinen Praktikumsbetrieb finden können. Seiner hat ihm nach erfolgter Ausbildung (Ende Januar 2026 beendet) keine Stelle angeboten. Nach zwei Monaten erfolgloser Suche in Stuttgart und Umgebung hat es ihn jetzt nach Istanbul/Bursa (teils teils) verschlagen, dort hat er jetzt was gefunden.
 
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xeonking schrieb:
Aber wie hier auch weiterhin erwähnt wurde, Programmier-Bereich würde ich nicht einschlagen. Das verschiebt sich immer mehr in Richtung KI.
Da ich das jetzt schon mehrfach gelesen habe, möchte ich da mal was zu sagen.

Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass das so pauschal richtig ist. Das gilt eher für den ganzen trivialen Kram, der schon x-fach gemacht wurde. Und selbst da muss man aufpassen und eigentlich einen erfahrenen Programmier drüberschauen lassen, bevor man den Code nutzt.

Alles was komplex und/oder neu ist bzw. in den Trainingsdaten einfach nicht vorkommt, wird keines der heute aktuellen "KI"-Lösungen jemals leisten können.

Es sind also, genau genommen, nur die weniger erfahrenen (um nicht zu sagen: die schlechten) Programmierer, die dadurch überflüssig werden. Man braucht weiterhin erfahrene Programmierer in der Zukunft. Aber so jemand wird man eben nicht über Nacht.
 
Kaputte Knie klingt für mich nach einem Reah-Fall. soll heißen du bist in deinem Beruf, aus gesundheitlichen nicht mehr einsetzbar. die BG oder das Jobcenter usw. bezahlen die Umschulung damit du wieder etwas arbeiten kannst. und du wieder brav Steuern zahlst.
ich habe nach einem Hirntumor (Op, Reah, Einstufung => Umschulung) eine Umschulung im BFW gemacht. an solchen Schulen machst du 24 Monate Vollzeit. 3 Monate sind davon Praktikum. Da machst du dein Projekt für den IHK-Abschluss. An solchen Schulen hast du oft ein Internat eine kleine Krankenstation und Pfleger/Physios + Psychologen bei Prüfungsangst und anderen Problemen.
Viele Lehrer dieser BFW Schulen sind oft auch IHK Prüfer. Bei uns hat der Fachinformatiker für Systemintegration auch Programmierung (Java) mit der Umschulung gehabt. aber er hatte nicht ganz so viel wie die Anwendungsentwickler.
ich habe auch 2 Kurse am BBQ probiert, auch wenn man dort für den FISY dann auch die CISCO Zertifikate CCNA und CCNP machen kann, wenn man sie besteht... man kann dort den FISI mit und ohne dieser Zertifikate bestehen. Das wissen ist das selbe nur die Ausrichtung ist nicht die gleiche.
ich würde wieder das BFW nehmen. Es war in meiner Lage das ganzheitlichere Konzept. Sie sehen dich mehr als Person und versuchen dir in allen Lebenslagen zu helfen und dich für den Abschluss fit zu machen. Wenn du mit machst.
 
thrawnx schrieb:
Vor allem scheint er ja den nötigen Drive zu haben.

Genau den Punkt darf man nicht unterbewerten. Mir geht das meistens bei Helpdesks etc. immer alles viel zu langsam, unabhängig von dem Können der jeweiligen Person.

Wenn man selbst z.B. in der Produktion etc. tätig ist, halbwegs IT-affin ist, aber natürlich den internen/externen Support braucht, meist aufgrund fehlender Berechtigungen und natürlich Können, dann schlafen dir da öfters die Füße ein!

Leute in der IT, welche den entsprechenden "Drive" haben, als dann die absolute Kernkompetenz sind mir da oftmals deutlich lieber! :)
 
JumpingCat schrieb:
Der Jobmarkt in der IT ist gerade wegen KI quasi tot.
Ist das wirklich so? Ich als 0815 Fisi mit nur 13 Jahren Berufserfahrung (exkl. Ausbildung) werde nach wie vor sehr regelmäßig mit ziemlich guten Jobangeboten überhäuft. Der einzige Grund warum ich nicht wechsel ist der frische Nachwuchs. :D
 
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