Umstieg auf Linux

vEiT736

Cadet 4th Year
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Apr. 2015
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Schönen Guten Tag zusammen,

ich bin schon lange am überlegen ob ich im Privaten bereich komplett auf Linux umsteige.
Durch meinen Beruf (Sys Admin) uns auch Privat (Raspbian, ettliche Ubuntu Server VM's, Tails für unterwegs aufm Stick) konnte ich schon einiges an Terminal Erfahrung sammeln, weshalb ich nun Microsoft Privat teilweise (s. u.) den Rücken zukehren möchte.

Ich wollte jetzt euch mal fragen, welche Distri meine "Anforderungen" am besten wegstecken kann.

was damit gemacht wird:
-Gaming: Eigentlich zu 99% CS:GO und evtl. zwischendurch mal ne Runde Teeworlds
-Multimedia: 1080p Youtube und Twitch
-sonstige Office Arbeiten (mit open office bin ich betraut)

Leider habe ich gar keine Erfahrung was Gaming auf Linux anbetrifft.

ist evtl. SteamOS eine Option?

Hardware:
Intel core i7 3770 @ 4 Ghz
24 Gig Ram
GTX 970


Und dann noch eine Frage:

ich habe auf meinem Rechern (Windows 10) momentan die Hyper-V Rolle auf denen ein paar Gameserver, FTP, Owncloud, WinSRV usw. laufen.
Ist das irgendwie möglich, eine Linux Distri und gleichzeitig mein Win10 System zu booten?

Vielen Dank für euere Hilfe,

LG
vEiT736
 
Gaming und Linux verträgt sich schlecht!Linux und Windows zusammen -Dualboot. :freaky:
 
SteamOS ist ein Debian mit Steam im BigPictureModus. Das kann man auch selbst installieren (Steam), dazu kommen dann halt noch die proprietären Treiber für die Grafikkarte.

Persönlich benutze zum Spielen Ubuntu Gnome (aktuell 15.10), wobei mir der FPS-Verlust unter Linux egal ist, solange ich ein Spiel nativ unter Linux spielen kann, sofern es denn sinnvoll spielbar ist (> 30FPS).

Dass man unter Linux garnicht Spielen kann möchte ich nicht sagen, die Auswahl ist halt geringer und die Leistung lässt an vielen Ecken aktuell noch zu wünschen übrig.
Einen Überblick über die (FPS-) Situation gibt folgendes Video ganz gut:
https://www.youtube.com/watch?v=rVHg9o-wpO4

Windows und Linux gleichzeitig auf einem PC starten funktioniert nicht. Dazu müsstest du dann VMs benutzen, in denen spielt es sich aber noch viel schlechter.

Edit:
Twitch funktioniert aktuell nur mit Flash, daher schaue ich das nicht Live sondern ziehe mir via youtube-dl die Aufzeichnungen. Die arbeiten aber wohl an einem HTML5 Player...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab das ganze mit Debian 8 und Steam schon ne ewigkeit laufen, wunderbar kp was manche haben die Spiele laufen zum teil besser als unter Windows ;)

Und für twitch gibts livestreamer + vlc ;)
 
Das das mit dem DualBoot nicht funktioniert, hab ich mir schon fast gedacht :D wär auch zu schon gewesen :D

Das Problem mit der Leistung ist mir bekannt, jedoch denke ich da wie du Christian.
Aber da ich ja nur CSGO Spiele und das läuft ja auf Linux und braucht auch auf Windows nicht wirklich viel an Leistung (kann man ja mitlerweile auf dem Skylake i5 schon mit der iGpu flüssig spielen).

Ist vllt jemand hier der CSGO mit nem vergleichbaren Setup auf linuxbasis spielt? Wichtig wären mir hier 60 FPS + (sollte doch drin sein, oder?), Grafikeinstellungen auf Windows sind bei mir alle auf niedrig.

Mir fällt grad auf, dass eigentlich alles aufm Hyper-V außer WinSRV auf Ubuntu 14.04 LTS läuft, leider kenne ich mich auf Linux in sachen Virtualisierung noch nicht so aus, hat da vllt noch jemand nen Tipp? :D

aber schonmal danke für eure Antworten.
 
Wieso funktioniert Linux und Windows nicht zusammen auf einem PC? Mit dem Bootloader Clover hatte ich schon ein Tripple Boot aus Windows, Linux und einem anderen OS. Der ist definitiv einen Blick wert, eigentlich recht einfach zu installieren.

Als Linuxdistribution finde ich ApricityOS sehr reizvoll, die ist sehr schlank und sehr schick.
 
@aleister
Was laberst du da? Ich habe nur Linux und zocke die ganze Zeit. Brauche kein Dual-Boot.

@vEiT736
SteamOS nicht wirklich. Ich empfehle eine Ubuntu Distro, welche such dir am besten selbst aus. Kein Mint, da die Devs unfähig sind und die Distro mit Trojanern verteilt wird. Das Windows Zeugs kannste in eine VM packen.
 
@baizon: Linux Mint ist meiner Meinung nach dennoch deutlich stabiler als Ubuntu. Und ob das Image korrupt war oder nicht, ist ganz einfach an der MD5 Summe nachprüfbar gewesen...
 
Zuletzt bearbeitet: ("meiner Meinung nach" ergänzt)
@Rage
Linux Mint hat aus dem Hack nicht gelernt

Rage schrieb:
@baizon: Linux Mint ist dennoch deutlich stabiler als Ubuntu.
Anhand welcher Basis hast du diese Aussage getroffen? Ich habe letzte Woche mal Cinnamon 2.6 getestet und hatte innerhalb von 2 Tagen 3 crashes. Bei meinem Ubuntu hatte ich seit 1 Jahr (seitdem ich auf Linux umgestiegen bin) keinen Crash.
 
Zuletzt bearbeitet:
@baizon: Möglicherweise war das zu absolut formuliert, aber gemeint ist persönliche Erfahrung. Hab es angepasst. Habe eine ganze Weile Xubuntu und Ubuntu Gnome benutzt und hatte innerhalb kürzester Zeit crashes auf beiden Systemen, auf Linux Mint 17.1 damals hatte ich nicht einen einzigen.

Edit: Aber BTT: Ich habe ja schon ein anderes Linux empfohlen und mich würde mal interessieren, was gegen ein Dual Boot spricht? Zumindest wenn Spiele gespielt werden, die es nicht für Linux gibt.

Habe gerade gesehen dass es CS:GO für Linux gibt und Teaworlds ja sowieso, gibt also solange nur das gespielt wird eigentlich keine Hürden, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe auch diverse Ausflüge zu Mint unternommen und habe dem schnell wieder den Rücken gekehrt da mir viel zu viele Kleinigkeiten einfach nicht funktioniert haben und auch deutlich mehr Fehler als in Ubuntu vorhanden waren. Dem 0815FaceTuber fällt das wahrscheinlich aber nicht auf.

Dualboot meint, dass man auf einer Partition Windows und auf einer anderen Linux installiert hat. Man kann davon aber nur immer eines starten. Für das andere muss man den PC neu starten und es dann im Bootloader auswählen. Da scheint es oben zu einer Verwechselung des Begriffs gekommen zu sein.

@Rage: Man jede Distribution schlank und schick betreiben. Das hängt immer von den installierten Paketen und laufenden Diensten ab.

CS:GO sollte unter Linux in etwa gleich schnell laufen wie unter Linux. Manchmal gibts unter Windows ein paar FPS mehr, manchmal unter Linux. Dazu gibt es auf Youtube auch viele Video, in denen die Performance verglichen wird.

Virtualisierung ist unter Linux ziemlich einfach. Man hat die Auswahl aus verschiedenen Lösungen, wobei ich KVM mit virtmanager und Virtualbox bevorzuge, da beide sehr einfach zu bedienen sind.
Viele Infos und einen guten Überblick dazu findet man im Wiki von ubuntuusers.de.
 
fethomm schreibt tolle Artikel allerdings fand ich seinen Mint Kommentar nicht ganz gerecht, da ein zwei Fehler drin waren (die inzwischen ghlaube ich verbessert wurden) und der Kommentar von Clement Lefebvre die Hälfte fehlt und somit der Kommentar aus dem Kontext gerissen wurde.

Rage muss ich aus eigener Erfahrung zustimmen, Mint ist stabiler und lief bisher immer problemloser. Soll nicht heisen das ich nicht auch schon Probleme mit Mint hatte, aber immerhin wesentlich weniger als mit reinem Ubuntu. Vielleicht hängt das auch mit der mMn besseren Update Politik zusammen.

@vEiT736

Zocken sollte kein Problem sein, die Spiele die du auflistest laufen definitiv. Steam unter Linux listet momentan ca 1900 Spiele. Für Twitch kann ich dir Livestreamer empfehlen, das ist ein Programm das den Stream abgreift und in dir an VLC oder einen anderen Player schickt. Dann braucht man den Flashplayer nicht :)
 
ChristianSL schrieb:
Twitch funktioniert aktuell nur mit Flash, daher schaue ich das nicht Live sondern ziehe mir via youtube-dl die Aufzeichnungen. Die arbeiten aber wohl an einem HTML5 Player...
Hi,
für Twitch benutze ich "livestreamer", damit kann man den Livestream dann mit irgend einem Mediaplayer, z.b. mit VLC anschauen.
Bei mir war das nötigt, da Flash meine CPU so stark auslastete das der Kühler die ganze Zeit laut war. Seit VLC ist Ruhe im Karton.

http://docs.livestreamer.io/install.html
Zusammen mit diesem Firefox-Plugin ist das ganz einfach zu benutzen:
https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/open-livestreamer/
 
Mal eine andere Idee: Wieso versuchst du nicht den Spagat zwischen beiden Betriebssystemen? Auf der Arbeit arbeitest du mit Linux und zu Hause gemütlich mit Windows. Irgendwie sehe ich den Grund nicht, wieso du auf ein Betriebssystem verzichten willst; wenn man doch beides haben kann? Und falls du zu Hause doch mal mit Linux arbeiten willst, dann schmeißt du eben schnell die VM an.
Für Spiele ist Windows noch immer unverzichtbar. Linux ist da wirklich eher fürs Light Office im Büro ganz gut. Zudem glaube ich, dass dir das ständige rebooten schon sehr bald auf die Nerven gehen wird; Ärger mit dem Grafikkarten-Treiber kommt aber wahrscheinlich schneller.
Ich bin Junior System Administrator und mein Mentor hat mir das auch geraten. Lass Linux auf der Arbeit.
 
Wenn man Gaming unter Linux ins Auge fasst, dann bitte zur Zeit Ubuntu oder OpenSuse. Es geht halt um freie Treiber (AMD+Intel) und um Wine + Gallium Nine. Nur bei den beiden gibt es vernünftige und regelmässige Pakete. Man sollte mal einen Blick in Youtube werfen und sich das passende anschauen.
 
baizon schrieb:
@Rage
Linux Mint hat aus dem Hack nicht gelernt


Anhand welcher Basis hast du diese Aussage getroffen? Ich habe letzte Woche mal Cinnamon 2.6 getestet und hatte innerhalb von 2 Tagen 3 crashes. Bei meinem Ubuntu hatte ich seit 1 Jahr (seitdem ich auf Linux umgestiegen bin) keinen Crash.


Einzelfall, ich hatte unter Mint auf dem Laptop noch nie auch nur einen Crash.

Dann nimm für Mint einfach eine andere Quelle, und update es von da, wo ist das Problem?
 
@cCody: Wozu braucht man denn Windows, wenn man mal vom Spielen absieht? Und da der TE ohnehin nur nativ auf Linux verfügbare Titel spielen will, gibt es auch den Grund nicht, um bei Windows zu bleiben. Sehe nicht, in wie weit Dein Ratschlag da hilfreich sein sollte, sieht so einfach nur aus wie stippeln gegen Linux.
 
cCody schrieb:
Mal eine andere Idee: Wieso versuchst du nicht den Spagat zwischen beiden Betriebssystemen? Auf der Arbeit arbeitest du mit Linux und zu Hause gemütlich mit Windows. Irgendwie sehe ich den Grund nicht, wieso du auf ein Betriebssystem verzichten willst; wenn man doch beides haben kann? Und falls du zu Hause doch mal mit Linux arbeiten willst, dann schmeißt du eben schnell die VM an.
Für Spiele ist Windows noch immer unverzichtbar. Linux ist da wirklich eher fürs Light Office im Büro ganz gut. Zudem glaube ich, dass dir das ständige rebooten schon sehr bald auf die Nerven gehen wird; Ärger mit dem Grafikkarten-Treiber kommt aber wahrscheinlich schneller.
Ich bin Junior System Administrator und mein Mentor hat mir das auch geraten. Lass Linux auf der Arbeit.

Vielleicht hat er die Nase voll von Windows so wie ich, inzwischen empfinde ich es persönlich als fast schmerzhaft irgendwelche Fehler zu fixen in einem nicht transparenten OS, ganz davon abgesehen das es ein Level an Datensammelwut erreicht hat das wahrscheinlich nicht mehr zu übertreffen ist.

Übrigens ist Windows sehr wohl ersetzbar, auch wenns ums zocken geht. Es kommt nämlich immer auf die Anforderungen an und die kann Linux hier zu 100% erfüllen. Des weiteren ist Linux von vEiT736 erwünscht. Die Hardware scheint auch optimal zu sein.
 
Die wenigsten Probleme beim Spielen unter Linux hat man momentan wohl mit Nvidia und deren binären Treiber. Von daher sollte das mit der GTX 970 passen und man muss nur darauf achten, den Nvidia-Treiber zu installieren.

Performancemäßig könnte es sogar vorteilhaft sein, Linux zu nutzen:

https://www.youtube.com/watch?v=XkDnbi0N7qM&app=desktop

Welche Distro ist eigentlich egal, solange Steam läuft. Ich würde am Anfang eine der großen wählen. Tendenziell Ubuntu LTS.

Man kommt leider nicht darum herum, einiges auszuprobieren. Unity gefällt nicht jedem (ich finde Gnome besser, konnte mich mit KDE nie anfreunden, nutze jetzt allerdings schon lange einen Tiling-WM).

Bei SteamOS könnte die Einbindung des Nvidia-Treibers eventuell vorteilhaft gelöst sein (kenne ich selbst nicht). Ist aber auch mit anderen Distros kein Hexenwerk.
 
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