Upload Ping Download Ping

lokii

Cadet 4th Year
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Guten Morgen,

vielleicht kann mir jemand die Frage relativ schnell beantworten, gibt es tatsächlich einen Ping im Upload, und einem Ping im Download ? bei speedtest.org wird beides mittlerweile angezeigt

Ich besitze von Vodafone den Red & Business 1000 Cable MAX Tarif, und hatte vergangene Woche erhebliche Probleme mit meinem Anschluss, daraufhin war ein Techniker da, und hat beim Nachbarn die Dose getauscht, jetzt funktioniert soweit erstmal wieder alles, allerdings ist immer noch der "Ping" zum teil im Upload richtig richtig mies (schwankt zwischen 25-35ms).

Laut Vodafone Techniker von der Hotline, gibt es keinen Ping unterschiede zwischen Upload und Download, und mein Modem würde 9MS zurückmelden.

Allerdings kann ich im Speedtest definitiv andere zahlen sehen...

Vielleicht kann mir jemand bisschen licht in meine grauen Gehirnzellen bringen :D

Gruß danke Loki
 
Es gibt nur einen Ping. Du Sendest ein Paket an eine IP-Adresse, das Paket wird beantwortet. Die Zeit zwischen senden und der Antwort empfangen ist die Signallaufzeit, also der Ping.
 
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Kannst ja nen Ping an andere Server schikcen und vergleichen.
Grundsätzlich sollte aber alles auch mit nem 20er Ping klappen.
 
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Und beim Speedtest, wenn deine Leitung in irgendeiner Richtung ausgelastet wird steigt natürlich der Ping ....
 
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@lokii
Upload Ping misst den Ping bei vollausgelastetem Upload.
Download Ping misst den Ping bei vollausgelastetem Download.
Der normale Ping vor dem Test wird gemessen ohne Last auf der Leitung.

Upload und Download Ping lassen sich mit Routern und QOS beinflussen (Stichwort Bufferbloat).
 
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Ein Ping von 25-35 ist nicht richtig, richtig mies.
Mit dem Ping kann man auch wunderbar ohne Probleme Shooter zocken.

Wenn du deinen Upload/Download voll auslastest, geht der Ping auch hoch. Ist ganz normal. Vielleicht macht das der Test auch.
Der "schlechte" Ping kann auch an der Seite liegen, wo du den Speedtest machst. Wenn da was überlastet ist oder so. Oder auch am Routing. Ein anderer Speedtest könnte wieder was anderes anzeigen.
 
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cable hat nun mal ping of doom - lebe damit oder wechel zurück zu DSL .

ich hab nach irland zeitweiße 60er Pings, werd mit mein kabelinternet auch kein progamer mehr in diesen leben ;Y
 
Vielen Vielen dank für die Antworten!!

Und ja 25-35 ist meckern auf hohem Niveau :D
 
Auf speedtest.org seh ich bei mir keinen Upload-/Download-Ping, sondern nur Ping (Min & Durchschnitt) und Jitter. Hab VF 1G Cable.
1786355082178.png


Du kannst auch noch einmal andere Speedtest wie fast.com oder https://breitbandmessung.de/test probieren.
Fast.com zeigt dann auch den Ping an wenn die Leitung ausgelastet ist.
1786355246310.png
1786355311189.png
 
lokii schrieb:
Und ja 25-35 ist meckern auf hohem Niveau :D
es braucht 1ms pro 100km kabelstrecke. +Switches, +router, + firewalls...
ping von MUC nach FRA sind 35ms gut. MUC nach NY sind 120ms gut. Nach SYD sind 200ms gut.
Kommt immer drauf an was du anpingst

Wie schnell ein download geht haengt davon ab, wie schnell der server ist von dem du laedst, wie gut dein Internetanbieter an den betreiber des servers angebunden ist, u.v.a...

foofoobar schrieb:
Extrem gutes buch, dass alle die computer benutzen mal gelesen haben sollten :)
 
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Das, was du bei der Ping-Messung unter Last siehst, nennt sich Bufferbloat.

Das bedeutet schlichtweg, dass die Zwischenspeicher (der Buffer) im Router oder Modem vollaufen, sobald die Leitung ausgelastet ist. Die Netzwerkpakete stehen dann im Stau und müssen warten, bis sie an der Reihe sind – dadurch schnellt die Latenz (der Ping) drastisch nach oben.

Mit vernünftigem QoS / SQM (Quality of Service/Smart Queue Management) über Algorithmen wie fq_codel oder CAKE lässt sich das hervorragend vermeiden. Dagegen hilft es, das Bandbreitenlimit im Router minimal unter die maximale Leistung des Anschlusses einzustellen (z. B. auf 90–95 %). So behält der eigene Router die Kontrolle über die Warteschlange und lässt zeitkritische Pakete (wie Gaming- oder Sprachdaten) am Datenstau vorbeiziehen.

Ein Router wie der GL.iNet Flint 2 ist genau dafür bekannt und liefert bei Bufferbloat-Tests dank starker CPU erstklassige Ergebnisse.

Aber!: Wenn die Überlastung auf der Seite des Anbieters liegt (z. B. Überbuchung im Kabel-Segment), kann auch der beste eigene Router nichts mehr ausrichten.

Kurz gesagt: Der Vodafone-Techniker hat insofern unrecht, als dass der Ping unter Last (Download/Upload) extrem stark variieren kann – und wie gut er stabil bleibt, hängt maßgeblich vom Queue-Management des Routers ab ;-)
 
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die DOCSIS Technologie, auf der das vodafone internet über das TV Kabel basiert, arbeitet mit einem sogenannten Zeitschlitz-Verfahren im upstream.
Da in einem Kabel-Segment mehrere Modems zeitgleich aktiv sind, aber nicht alle zeitgleich Daten senden dürfen, verteilt die Kopfstelle (CMTS) Zeitintervalle an jedes aktive Modem, in dem es Daten senden darf. Gleichzeitig muss das CMTS jedoch auch sogenannte ranging requests schicken, um die Distanz dieser Modems individuell zum CMTS erfassen. Denn die Modems sind unterschiedlich weit vom CMTS entfernt und diese Distanzunterschiede müssen für die zeitintervalle berücksichtigt werden, damit sich nichts überlappt.

Umso mehr Modems zeitgleich aktiv sind, umso weniger Zeitschlitze stehen jedem Modem verständlicherweise zur verfügung. D.h umso mehr zeit vergeht zwischen Datenpaketen die ein Modem senden darf. Das erhöht vorallem den Jitter, aber auch die generelle Latenz und ggf. sogar den Durchsatz. Darum greift auch ein sehr striktes QoS im upstream und man hat recht schnell nicht mehr die 50mbit sondern nur noch 35 oder weniger zur verfügung.
Darum ist der upstream in Kabelnetzen auch so mega ätzend. Er ist einfach durch:
a) die stark limitierte bandbreite sehr eingeschränkt.
b) diese stark limitierte Bandbreite durch je nachdem sehr große Segmente mit vielen aktiven Modems total überlastet
c) zusätzlich durch immer wieder auftretende Störeinstrahlungen in den Frequenzbereich zusätzlich gestört und im Durchsatz gemindert, da das CMTS in solchen Fällen die Modulation senken muss.
 
@Rainbowprincess

Das macht DOCSIS/Coax aber nicht per se schlecht – da wird die Technik etwas unrechtmäßig schlecht geredet.

Das Prinzip des Shared Mediums nutzt nämlich auch Glasfaser: sowohl bei GPON als auch bei DOCSIS teilen sich die Nutzer die Bandbreite eines Segments per Zeitschlitzverfahren (TDMA).
DOCSIS ist technisch extrem leistungsfähig und liefert enorm hohe Bandbreiten.

Dass Kabelnetze oftmals einen so schlechten Ruf haben, liegt nicht am Prinzip 'Shared Medium', sondern schlicht an den physikalischen Eigenschaften von Kupfer.
HF-Einstrahlungen, veraltete Hausverteiler oder Ingress-Störungen.

GPON (XGS-PON) ist hier nicht wegen der Architektur überlegen, sondern weil Glasfaser gegen diese elektrischen Störfaktoren immun ist - Prinzip ist aber das selbe.
 
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@Efaniel Die technologie funktioniert, wenn man sie nicht bis über die Kotzgrenze hinaus überbucht. Und dnan stellt sich noch die frage, für was man seinen Anschluss nutzt. Oma Trude, die sich den Anschluss bucht damit die Enkel internet haben wenn sie zu Besuch sind, interessiert ein überlasteter upstream nicht. Jemand der täglich Abends schneller shootter online zockt hingegen schon. Ein Zugang über DOCSIS ist klassisches Internet für die Masse, aber nix für anspruchsvolle. Zu groß ist das Risiko, dass das Segment zu überlastet ist.

GPON ist allein schon wegen der Segmentgrößen und der verfügbaren bandbreiten überlegen. Ein FTTH Segment is maximal 64 Anschlüsse groß. DOCSIS Segmente mit 100 aktiven Modems schon eher klein.
In einem GPON segment teilen sich maximal 64 Anschlüsse 2,5gbit/1,3gbit. In einem Kabelsegment derzeit 3,5gbit/~220mbit 100+ Anschlüsse. Der Upstream ist wie du siehst die mit Abstand größte Schwachstelle. Mit den 1,3gibt im upstream läuft man in keine Engpässe bei FTTH. Bei DOCSIS mit den 220mbit hingegen schon.
 
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Coax-Netze haben alleine schon das Problem, dass defekte Hardware bei einer Partei (Abschlusstermination funktioniert nicht mehr und Welle wird rückreflektiert) zu massiven Störungen bei allen führen kann.
 
@Rainbowprincess
Ganz so einfach ist die Rechnung leider nicht ;)

Upstream beim Zocken: Ein schneller Shooter braucht keine Megabits im Upload, sondern stabile Latzenz und 0% Paketverlust. Wenn der Ping im Kabelnetz hochgeht, liegt das an Ingress-Störern im Frequenzbereich, nicht daran, dass die 220 Mbit/s Upload "voll" wären.

Die "maximal 64 Teilnehmer" bei GPON gelten nur für einen Baum am Splitter. Am OLT hängen diese Bäume wiederum an gemeinsamen Linecards und Uplinks.
Auch bei FTTH teilst du dir die Gesamtkapazität weiter hinten mit Hunderten anderen. Wer glaubt, FTTH sei garantiert überbuchungsfrei, fällt auf Marketing rein.

Dass DOCSIS im Upload oft schwächelt, liegt am alten Diplex-Filter-Design der Betreiber (Low-Split). Mit DOCSIS 3.1 High-Split sind über Coax bis zu 2 Gbit/s im Upload möglich.
Das Problem von Coax ist nicht die Technik oder die Physik, sondern dass manche Anbieter die Segmente schlicht zu spät splitten.
Ein sauber dimensioniertes DOCSIS-Segment liefert auch Zockern tadellose Pings unter 10ms - ich weiss es, da ich trotz Ballungsraum Hamburg in so einem Segment sitze und mit Kabel tadellos zocken kann.

Das Glasfaser überlegen ist, bezweifelt niemand. Kabel ist aber nicht inherent schlecht und kann - wenn das Segment sauber läuft und Störungsfrei ist, ohne Probleme auf Niveau eines GPON Netzes arbeiten.

@STM64:
Das ist aber kein exklusives Coax-Problem, sondern das klassische Risiko jedes Shared Mediums. Das gibt es bei GPON 1:1 genauso!
Bei GPON heißt das Phänomen Rogue ONT oder Dauer-Laser.
Wenn beim Nachbarn das Glasfasermodem einen Hardware-Defekt am Lasertreiber hat und dauerhaft Licht im Upstream abfeuert, anstatt sich an die TDMA-Zeitschlitze zu halten, blendet das den Empfänger am OLT.

Die Folge? Das gesamte GPON-Segment mit allen bis zu 64 Anschlüssen fällt sofort komplett aus oder hat massiven Paketverlust.
Sowohl das CMTS bei Coax als auch der OLT bei Glasfaser haben zwar heute Erkennungsmechanismen dafür (z. B. automatisches Abschalten/Rogue-Detection), aber das Grundproblem 'Ein defektes Teil bringt das Segment durcheinander' ist eine Eigenschaft von Shared-Medium-Topologien, nicht von Kabel vs. Glasfaser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Efaniel schrieb:
Upstream beim Zocken: Ein schneller Shooter braucht keine Megabits im Upload, sondern stabile Latzenz und 0% Paketverlust. Wenn der Ping im Kabelnetz hochgeht, liegt das an Ingress-Störern im Frequenzbereich, nicht daran, dass die 220 Mbit/s Upload 'voll' wären.
Das QoS des CMTS ist ziemlich scharf eingestellt und reduziert ziemlich skrupellos die Bandbreite der einzelnen Modems wenn es merkt, dass die Bandbreite droht knapp zu werden. Ob das nun das Resultat von einem Störer und einer damit einhergehenden Modulations-Verringerung, oder einem überfüllten Segment ist, spielt keine Rolle.

Efaniel schrieb:
Die 'maximal 64 Teilnehmer' bei GPON gelten nur für einen Baum am Splitter. Am OLT hängen diese Bäume wiederum an gemeinsamen Linecards und Uplinks.
Auch bei FTTH teilst du dir die Gesamtkapazität weiter hinten mit Hunderten anderen. Wer glaubt, FTTH sei garantiert überbuchungsfrei, fällt auf Marketing rein.
Das interessiert nicht mehr auf diesem Level. Dort herrschen bandbreiten die kein Flaschenhals mehr darstellen.
Sonst müsstest das auch wieder beim CMTS erwähnen, wo die Linecard, auf welche die Segmente aufgeschalten sind(bis zu 16 segmente, virtualisiert sogar 32), auch nur mit 80 oder 100 gbit angebunden ist.

Efaniel schrieb:
Ein sauber dimensioniertes DOCSIS-Segment liefert auch Zockern tadellose Pings unter 10ms - ich weiss es, da ich trotz Ballungsraum Hamburg in so einem Segment sitze und mit Kabel tadellos zocken kann.
das freut mich für dich. Aber anekdotische Geschichten von großstadtsegmenten, die extrem klein sind, da vodafone dort dauernd segmentiert, zählen nicht als das, was bundesweit vorzufinden ist.
Ich kan ndir von meinem Segment z.B das genaue gegenteil erzählen. Unser 3000 einwohner dorf ist ein einziges großes segment. Abends is nix mehr mit 50mbit, da kickt das QoS und regelt runter auf 20 oder manchmal weniger.

Efaniel schrieb:
Das Glasfaser überlegen ist, bezweifelt niemand. Kabel ist aber nicht inherent schlecht und kann - wenn das Segment sauber läuft und Störungsfrei ist, ohne Probleme auf Niveau eines GPON Netzes arbeiten.
ich hab hier einen technischen Hintergrund für den thread-ersteller geliefert damit er versteht, woher seine Latenzschwankungen und der Jitter kommen. Und der ist nunmal technologiebedingt bei DOCSIS so, wenn das Segment überlastet ist und das CMTS den Datenstrom limitiert für jedes einzelne aktive Modem.
 
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@Rainbowprincess:
Danke für den Einblick!
Dein Beispiel mit dem 3000-Einwohner-Dorf zeigt aber im Grunde exakt das, was ich meine:

1. Überlastung ist ein Betreiber-Problem, kein Technologie-Problem. Wenn ein Anbieter 3.000 Einwohner in ein einziges Coax-Segment quetscht und nicht rechtzeitig segmentiert, ist das ein massives Versäumnis beim Netzausbau.
Das ist aber kein technologiebedingter Fehler von DOCSIS, sondern schlicht Geiz beim Node-Splitting. Genauso wie ein GPON-Netz einknickt, wenn der Provider die Anbindung am OLT/PoP überbucht.

2. Das QoS am CMTS drosselt die maximale Bandbreite z. B. von 50 auf 20 Mbit/s. Da ein Online-Shooter aber nur etwa 0,1-0.3 Mbit/s verbraucht, ist der Gameserver-Traffic von diesem Shaping überhaupt nicht betroffen.
Die Latenzschwankungen und der Jitter, die der Threadersteller spürt, entstehen durch Bufferbloat am überlasteten CMTS oder Ingress-Störungen/Paketverluste auf der Hochfrequenzstrecke.
Das passiert nicht, weil das QoS den Gameserver-Paketen künstlich die Bandbreite nimmt.

3. Wenn mein funktionierendes Segment in Hamburg "anekdotisch" ist, dann ist dein völlig überlastetes Unsegmentierte-Dorf genauso eine Anekdote - die Wahrheit liegt dazwischen.

Wo Vodafone (oder andere) ihre Hausaufgaben machen und Segmente klein halten, läuft DOCSIS mit 10ms Ping wie eine Eins - wo gespart wird, leidet der Kunde.

Wir sind uns doch im Kern einig: FTTH ist das modernere, zukunftssichere und störungsärmere Medium.

Aber dem TE zu sagen, DOCSIS sei per se ungeeignet fürs Zocken, stimmt halt faktisch nicht – es hängt schlicht davon ab, wie gut der Betreiber sein Segment gepflegt hat.

Um mehr ging es mir nicht. Es bringt dem TE nur wenig, wenn man die Probleme einer schlechten Segmentierung pauschal der DOCSIS-Technik zuschreibt. Das Problem ist der Provider. DOCSIS als Technik ist aber sehr solide und clever aufgebaut.
 
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Efaniel schrieb:
Überlastung ist ein Betreiber-Problem, kein Technologie-Problem.
Die DOCSIS Technologie gibt in der Praxis in Deutschland kaum einen besseren upstream her. Es laufen open field tests mit dem high split. Aber der wird noch jahrelang nicht flächendeckend ausgerollt werden, wenn er es überhaupt wird. Es ist bis heute noch nichtmal jedes Segment mit einem OFDMA-Kanal im upstream ausgestattet. Die DOCSIS Technologie stößt an ihre in der Praxis umsetzbaren Grenzen hier in Deutschland.
Was natürlich stimmt ist, dass GPON auf dem selben prinzip aufbaut. Was ich übrigends grundsätzlich auch kritisiere. ich bin kein Freund von GPON. Nur wird GPON nicht so schnell in die probleme laufen, welche DOCSIS mitsich bringt.

Efaniel schrieb:
Das QoS am CMTS drosselt die maximale Bandbreite z. B. von 50 auf 20 Mbit/s. Da ein Online-Shooter aber nur etwa 0,1-0.3 Mbit/s verbraucht, ist der Gameserver-Traffic von diesem Shaping überhaupt nicht betroffen.
Doch, da dadurch sich auch die Intervalle zwischen den zugeteilten Zeitschlitzen erhöht. Umso höher das intervall dazwischen, umso höher ist der Jitter und die Latenz. Da spielt es keine Rolle ob ein Spiel nur 500kb/s benötigt obwohl noch 20mbit verfügbare Bandbreite vorhanden sind.
Eine Analogie dazu wären die mikro-stutters bei multi-GPU-Systemen. Du hast 100fps, aber die intervalle zwischen den Bildern sind größer wodurch sich die 100fps nicht flüssig anfühlen (jitter).

Efaniel schrieb:
Aber dem TE zu sagen, DOCSIS sei per se ungeeignet fürs Zocken, stimmt halt faktisch nicht – es hängt schlicht davon ab, wie gut der Betreiber sein Segment gepflegt hat.
ich habe nirgends gesagt, es sei per se ungeeignet. ich habe gesagt, DOCSIS ist eine technologie für Internet der Massen. Wenn man es unterhalb der Kotzgrenze betreibt, funktioniert es. Da aber auch er die typischen DOCSIS bedingten Probleme hat, habe ich ihm erklärt woher die rühren und es zeigt einmal mehr, dass es keine Randerscheinung ist. Das internet ist voll von solchen Problembeschreibungen bei DOCSIS-Anschlüssen. Und Vodafone ist auch bekannt dafür, seine Segmente bis über die Kotzgrenze hinaus zu betreiben.
Da ich mich aber schon jaahrelang mit dem Thema befasse und auch in den beiden größten Foren für die Thematik aktiv bin, kann ich durchaus die Aussage rteffen, dass diese technologie einfach schlecht ist, wenn man sie wie Vodafone überhalb ihrer Spezifikation und Empfehlung betreibt.
 
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