Efaniel
Lt. Commander
- Registriert
- Dez. 2003
- Beiträge
- 1.213
@Rainbowprincess
Danke für die Rückmeldung. Wir können das Thema damit auch gerne abschließen, aber drei Punkte möchte ich nicht so stehen lassen:
1. Wie das CMTS und TDMA/OFDMA wirklich arbeiten:
Das CMTS streckt oder vergrößert nicht die zeitlichen Intervalle zwischen den Zuweisungen, wenn ein Segment gedrosselt wird. Der Takt der MAP-Frames (Media Access Plan) ist mit ca. 1-2 ms zeitlich absolut starr.
Was sich bei schlechten Signalwerten dynamisch anpasst, ist die Modulation – also wie viele Bits pro Zeitschlitz übertragen werden. Da Gameserver-Traffic meilenweit unter jedem gedrosselten Limit liegt, bekommt das Modem in jedem regulären Frame seinen Slot.
Jitter und Latenzspitzen entstehen bei DOCSIS-Überlastung nicht durch künstlich gestreckte Zeitschlitz-Intervalle, sondern durch Bufferbloat, wenn zu viele Modems gleichzeitig Sendeanträge stellen und Pakete im Puffer auf spätere Frames warten müssen. Das ist ein wichtiger technischer Unterschied. Das entsteht sogar oft beim Kunden selbst und ist nicht auf DOCSIS beschränkt. Sogar DSL hat Bufferbloat und auch Glasfaser KANN es haben.
2. Rhetorik vs. Aussage:
Wenn du schreibst, Coax sei "nichts für Anspruchsvolle" und Zocker explizit als Gegenbeispiel zu 'Oma Trude' nennst, für die das Netz reicht, dann ist "Kabel taugt nicht fürs Zocken" genau die Botschaft, die beim Leser ankommt. Schön, wenn du das jetzt relativierst.
3. Betreiber vs. Technologie:
Du schreibst selbst:
Genau das war mein Punkt. Wenn ein Anbieter Netze kaputtspart, nicht rechtzeitig segmentiert und meilenweit außerhalb der Spezifikation betreibt, ist der Provider das Problem. Das betrifft dann aber die schlechte Netzpflege des Betreibers und ist kein indikator dafür das DOCSIS schlecht sei.
Belassen wir es dabei.
FTTH ist ohne Frage die Zukunft, aber ein sauber gepflegtes DOCSIS-Segment liefert auch heute tadellose Performance – das Problem sitzt in der Zentrale des Providers, nicht an DOCSIS selbst.
Danke für die Rückmeldung. Wir können das Thema damit auch gerne abschließen, aber drei Punkte möchte ich nicht so stehen lassen:
1. Wie das CMTS und TDMA/OFDMA wirklich arbeiten:
Das CMTS streckt oder vergrößert nicht die zeitlichen Intervalle zwischen den Zuweisungen, wenn ein Segment gedrosselt wird. Der Takt der MAP-Frames (Media Access Plan) ist mit ca. 1-2 ms zeitlich absolut starr.
Was sich bei schlechten Signalwerten dynamisch anpasst, ist die Modulation – also wie viele Bits pro Zeitschlitz übertragen werden. Da Gameserver-Traffic meilenweit unter jedem gedrosselten Limit liegt, bekommt das Modem in jedem regulären Frame seinen Slot.
Jitter und Latenzspitzen entstehen bei DOCSIS-Überlastung nicht durch künstlich gestreckte Zeitschlitz-Intervalle, sondern durch Bufferbloat, wenn zu viele Modems gleichzeitig Sendeanträge stellen und Pakete im Puffer auf spätere Frames warten müssen. Das ist ein wichtiger technischer Unterschied. Das entsteht sogar oft beim Kunden selbst und ist nicht auf DOCSIS beschränkt. Sogar DSL hat Bufferbloat und auch Glasfaser KANN es haben.
2. Rhetorik vs. Aussage:
Wenn du schreibst, Coax sei "nichts für Anspruchsvolle" und Zocker explizit als Gegenbeispiel zu 'Oma Trude' nennst, für die das Netz reicht, dann ist "Kabel taugt nicht fürs Zocken" genau die Botschaft, die beim Leser ankommt. Schön, wenn du das jetzt relativierst.
3. Betreiber vs. Technologie:
Du schreibst selbst:
Rainbowprincess schrieb:dass diese technologie einfach schlecht ist, wenn man sie wie Vodafone überhalb ihrer Spezifikation und Empfehlung betreibt.
Genau das war mein Punkt. Wenn ein Anbieter Netze kaputtspart, nicht rechtzeitig segmentiert und meilenweit außerhalb der Spezifikation betreibt, ist der Provider das Problem. Das betrifft dann aber die schlechte Netzpflege des Betreibers und ist kein indikator dafür das DOCSIS schlecht sei.
Belassen wir es dabei.
FTTH ist ohne Frage die Zukunft, aber ein sauber gepflegtes DOCSIS-Segment liefert auch heute tadellose Performance – das Problem sitzt in der Zentrale des Providers, nicht an DOCSIS selbst.
