News US-Musikpiratin geht gegen Urteil in Berufung

@ natan

wenn du darauf früher geantwortet hättest...
nun gut, weisst du nun, das der künstler was bekommt, wieviel ?
*s
 
Aber hinter jedem verdammten Popsong, hinter jeder Castingshow, hinter jedem Gangsta-Rapper, stehen Vollprofi-Musiker, denn die Nasen, die da vorne auf der Bühne den Affen machen, sehen meistens nur gut aus, haben aber keinen blassen Schimmer von Musik.

Richtig. Und genau das wollte ich von dir hoeren. Und genau so was sollte man aussortieren. So etwas hat auf dem Musikmarkt NICHTS verloren. Ich will richtig gute Leute sehen. Leute, die gute Musik machen. Soll man lieber die ranlassen, die studiert haben, oder von Grundauf Talentiert sind. Aber die "Affen" ( was ich noch harmlos finde ) sollte man aussortieren. Schon mal auf nem Dream Theater Konzert gewesen? Wenn man solche oefter sehen wuerde... kann auch in nem anderen Style sein von mir aus.
 
Hier wird ja immernoch aneinander vorbeigeredet und aufeinander eingedroschen :D

Im Ernst: Inwiefern schadet ein p2p-Netzwerk wie Kazaa Musiker, und zwar in dem Stil, dass gute (qualitativ, keine Massenproduktion und eintagsfliegen) Musik verschwindet, weil die Künstler pleite gehen?

Wenn ich früher durch Tauschbörsen gewandert bin (minderjährig und zu Zeiten in denen es noch "fast" legal war), finden sich nur die Mainstreamlieder und einige Klassiker. Entweder sind diese Musiker also tot, Werkzeuge der großen Labels (z.B. die DSDS-Stars) oder wirklich dick im Geschäft. Es bleibt zwar ungesetzlich, aber einen großen Schaden hat es nicht. Bei toten Musikern sinkt der Wert der Musikrechte, die Casting-Stars verdienen eh mehr mit Show (TV usw.) und Merch und die großen Musiker/Gruppen (z.B. Foo Fighters) verdienen auch (gemessen an Arbeit und Leistung) genug durch Fanbase, Plattenverkäufe, Merch, Konzerte usw.

Diesem Teil der MI wird wohl sicherlich Schaden zugefügt, der aber verhältnissmäßig gering ist und teilweise selbst verschuldet ist.


Musiker die mit Musik wirklich Geld verdienen müssen um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren oder sich abmühen Kunst zu machen und bekannt zu werden, sind von p2p nicht betroffen. Wenn ich in den Tauschbörsen mal so rumgucke finde ich von meiner Musik sehr sehr wenig und zudem in meist unnützer Qualität von 256kbit/s und weniger. Also bin ich ersten gezwungen die CDs zu kaufen und mache dies auch gern, weil ich weiß, dass ich den Musiker unterstütze, Kunst zu schaffen. Zusätzlich gehe ich wenn möglich zu Konzerten um die Live-Performance zu sehen, die bei Mainstream imho total überflüssig ist.
Im Gegensatz hierzu wird Musik im Mainstreamsegment zum größten Teil in Form von wirklicher Ware geboten. D.H. es steht der Markt im Vordergrund und nicht die Intention ein Kunstwerk zu erschaffen. Und da setzt letztendlich das Unverständniss unsererseits ein, Natan. Warum wird hier vom Zugrundegehen von Kunst gesprochen und der arme Musiker bedauert weil seine Ideen geklaut wurden? Der Musiker hat geguckt was sich der Markt wünscht und diesen mit Standartformen bedient. Auch wenn runterladen ungesetzlich bleibt kann hier keiner von mir erwarten, dass ich sowas als schützenswerte Kunst ansehe. Mitleid habe ich hier nicht.


Was an der Strafe stört ist jedoch immernoch die Höhe. Ob sie 1000 runtergeladen hat oder nicht - sie wurde für 24 Titel angeklagt. Für diese Strafe muss das Urteil gelten. Alles andere ist im höchsten Maße ungesetzlich und entspricht nicht dem modernen Rechtssystem. Die Höhe pro Stück ist weder durch Handfeste Studien oder Untersuchungen überprüft, noch eine gerechte Strafe, sondern wenn überhaupt ein Schadensersatz. Auch ein Schmerzensgeld (also alles was über dem verursachten Schaden liegt) ist imho nicht richtig. Sowas macht man, wenn die Frau iwelche Vorteile aus ihrem Verhalten gehabt hätte. Auch vom "Anbieten" der Dateien kann man nicht sprechen.
Die Kommentare im Bezug auf Straftaten, für die man ins Gefängniss kommt, zielen einerseits darauf ab, dass dieses Urteil eine weit größere Straftat darstellt als ein paar Jahre Gefängniss. Andererseits kann man Anhand der Geldstrafen in Deutschland (für leiche Körperverletzung) sehen, in welchem Maße eine Geldstrafe in Haftjahre umgewandelt wird. Dieses Verhältniss stimmt ebenfalls nicht.
Was mich besonders wurmt sind die 2 Geschworenen, die für die Höchststrafe waren. Das Verhalten der Frau war keinesfalls einer Höchststrafe würdig. sie wird z.B. somit mit Leuten gleichgesetzt, die einen Server zum Verbreiten von Musik besitzen oder sich auf die Straße stellen und jedem eine Raubkopie in die Hand drücken usw.

Ich seh heutzutage aber kaum noch instrumente.
Im Fernsehen sieht man sehr viele Instrumente. Leider nicht angeschlossen oder korrekt gespielt. Es läuft also der Einfachheit halber vom Band ab. Bei TV Total wurde sogar ein Fall bei Popstars gezeigt, wo der Kandidat nicht wirklich auf der Gitarre spielte, obwohl es dem Publikum eindeutig gesagt wurde (Betrug!).
Bei Konzerten sieht das natürlich anders aus, wobei ich perönlich nicht viel Achtung vor diesen Begleitbands habe, in denen eigentl. meist ganz gute Musiker sitzen. Aber spielerisches Können, Improvisation, Ideenreichtum wird einfach nichtmehr geboten/gewollt.

PS: Auch wenn viele Produzenten, Musiker und andere Profis hinter den "Bühnenaffen" stehen, rechtfertigt dies kein Mitleid. Wer sowas unterstützt, kann nicht erwarten, dass die Gesellschaft diesen Müll schluckt. Die Meisten (vllt. talentiertesten? musikalischsten?) würden wohl auch mit selber mit ihrer Musik erfolgreich werden können, wenn dieser Markt sich nicht auf diese "Bühnenaffen" eingeschossen hätte.
Imo ist jede Schwächung dieses Musikzirkus auch teilweise eine Stärkung von seriösen Künstlern.
 
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@ GrambleX:

In vielen Punkten geh ich mit dir voll d'accord. Aber:

Es ist nicht so einfach, wie du dir das hier ausmalst und vorstellst. Die MI ist keine kongruente Gruppe, sondern ein vielschichtiger Organismus.

Wenn einem eine Industrie nicht gefällt, so darf man nicht mit illegalen Mitteln bekämpfen und verändern wollen. Das ist nur eine andere Form des Terrorismus und unterwandert unsere westliche Rechststaatlichkeit. Ich frage mich abermals: Was unterscheidet kommerzielle Musik von anderer Ware??

Stellt euch vor die BMG Zentrale in Berline oder vor Random House in Köln und demonstriert dort, aber illegale Betrugsdelikte - das kann es nicht sein und das kaufe ich auch keinem ab. Oftmals kommen von pathologischen Raubkopieren diese Rechtfertigungsgründe: "Die haben es nicht anders verdient, ich will die Industrie ändern" etc. Aber das sind nichts als fadenscheidige hilflose Alibiversuchungen. Denn man ändert nichts durch Raubkopien. Es ist bigott.

Mal ein anderes Beispiel: Du beklagst dich über die EIntönigkeit der Musikbranche und behauptest, daß die individuellen und kleineren, interessanteren Künstler nicht durch p2p Netzwerke getroffen werden. Das stimmt einfach nicht. Ich finanziere viele kleinere, experimentelle Künstler durch den ABsatz von Plastikmusik. Das muß man einmal fett und in Rotschrift gesagt haben, um deutlich zu machen, wie vielschichtig und synergetisch die gesamte Ökonomie hier ist.
 
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Wenn ich (und wahrscheinlich auch die meisten anderen User hier) von der Musikindustrie sprechen, meine ich nicht die kleinen Indie Labels und Musiker, sondern die Major Labels wie Sony BMG und andere Unternehmen, die versuchen an der Musik von anderen Geld zu verdienen. Vorallem aber das "Zurechtbiegen des Marktes" zeichnen für mich "die böse MI" aus. Das heißt alle Firmen die sich daran beteiligen. Und auch nur diesen Punkt bemängel ich. Jedoch sind die Auswirkungen sehr weitreichend.

Terrorismus ist so ein Schlagwort, dass wie RAUBkopierer missbraucht wird. Von diesem Wort würde ich Abstand nehmen. Inwieweit die Industrie an sich unsere zugrunde liegenden Staatstheorien unterwandert ist eine Frage zu der man wiederrum seiten füllen könnte. Jedoch habe ich mehrmals betont, dass es an sich richtig war die frau zu verurteilen, jedoch das Strafmaß nicht angemessen ist.

Da ich diese Mainstreammaschinerie verabscheue, intressiere ich mich auch nicht für die Musik. (Außer vllt. mal kurz nach MTV reinzappen um sich mal anzugucken wie der Stand der Dinge ist) Daraus folgt, dass ich gar keinen Grund habe runterzuladen. Dass viele so Argumentieren wie du sagst kann ich mir gut vorstellen. Aber nicht alle! Somit kann man solche Diskussionen und ihre Argumente nicht generell als Rechtfertigungsversuch abstempeln.

Zum letzten Punkt: du glaubst doch nicht wirklich, dass der momentane Markt unbekannte Künstler in einem Maße fördert, der für Ausgleich wirkt (abgesehen vom Pushen von Bands um sie chartfähig zu machen). Du kannst es wohl nicht abstreiten, dass die Marketingkampagnen darauf abzielen, dass man die beworbenen Produkte kauft. Des weiteren werdem durch Sachen wie Charts, Radio (lokale Sender), Musikshows, MTV usw. nicht nur die bekannteren Künstler gepusht, sondern es kommt auch zu einer Bildung von einem Mainstreammusikgeschmack. Ob die MI dies gezielt fördert bzw. darauf abzielt kann nicht bewiesen werden - ist jedoch auch nicht von Belang. Wenn du dir ein paar Leute anguckst, die sich nicht eingehend mit Musik beschäftigen, und sie nach ihren Lieblingskünstler fragst, kommt garantier sowas wie "Ich hör eigentlich alles (was in den Charts kommt)" oder wenn sich doch ein Musikgeschmack rauskristallisiert hat kommen Sachen wie "Bushido", "Aggro Berlin", "Mickey Krause", "Tokio Hotel", "Linkin Park". Menschen die auch andere Musiker kennen, die nicht dauernd in den Charts spielen, findet man selten. Und dieser Trend steigt sehr stark an.
Ohne die Strukturen "der MI", wären heutzutage genügend Medien und Möglichkeiten da um einen individuellen Musikgeschmack zu fördern. Die passiert jedoch nicht, weil diese Mainstreammaschinerie alles im Griff hat und zudem Wahnsinnig ertragreich ist.
Von dem bisschen Geld, dass an junge Künstler geht, kann man mit den "großen" nicht konkurrieren.


Zum Schluss meine Unterscheidung zwischen Musik und Musik.
Es gibt Musik (im sinne von Kunst) die von Menschen gemacht wird, die die Intention haben etwas Neues zu schaffen, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen wollen und glauben mit ihrer Musik andere Menschen zu erreichen. diese Musiker sollten natürlich auch von ihrer Musik leben können und falls sie gut sind keinen Hungerlohn bekommen. - Diese Musiker verdienen häufig viel zu wenig.
Dann gibt es Leute die haben etwas Talent und denken sich, dass Musiker sein ihnen gefällt. Dann erkennen sie, wie man Musik (Ware) macht die anderen Leuten gefällt und erfolgreich wird. Also setzten sie sich in ihr Studio und schreiben einen Hit nach dem anderen ohne wirklich etwas neues zu schaffen oder mit ihrer Musik etwas auszudrücken. Hinzu kommt, dass man entdeckt, dass man mit einem Alexander Klaws auf der Bühne, der die Songs für einen Sing viel erfolgreicher ist. Iwann merkt man dann vielleicht auch noch, dass die Masse gar nicht merkt, ob es sich um elektronische Musik, Samples oder "handgemachter" Musik handelt. Daraufhin spart man noch Musiker ein. Sobald ein Song geschrieben wird, wird nur geguckt, wie man am meisten Geld mit ihm verdient. Eine Weiterentwicklung ist unnötig, da die meisten Leute mit sowas überfordert sind; erst wenn er genug durchgenudelt ist, setzt man noch nen berühmteren DJ dran und lässt ein Remix machen. Der Rest ist Marketing. Die Musik wird hier wirklich wie eine Ware behandelt. Es geht nichtmehr um die Musik an sich, sondern um "den Song" und vorallem das viele Geld, dass an ihm hängt.

Wenn du Musik als Ware bezeichnest, verliert sie für mich die Bezeichnung Kunst. Echte Kunst ist keine Ware wie Lebensmittel, da es nicht darauf ankommt wieviel Wert sie hat oder was sie einem bringt, sondern es geht um die Kunst an sich.
Genau wie bei Bildern. Der billige Druck von IKEA ist ne Ware. Aber die Mona Lisa ist Kunst. Sie hat keinen wahren Wert. Sie drückt mehr aus als gut auszusehen und wirkt eine gewisse Faszination aus. Auch Van Gogh hat bestimmt nicht nachgedacht wie seine Kunst den Leuten gefällt. Dann hätte er wahrscheinlich den röhrenden Hirsch gemalt.
 
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Lieber GambleX,

dein Ansatz gefällt mir. Ich muß aber nochmals auf drei Punkte hinweisen:

1) Die unbekannten, kleinen und individuellen (oft besseren) Künstler werden in vielfacher Form durch die von dir so angeprangerte "Plastikmusik" gefördert. Das ist einfach ein Fakt. Das fängt bei GEMA-Subventionen an und hört beim Finanzplan des Produzenten auf.
Diese "Umschichtungsfinanzierung" ist übrigens nicht nur in der Musikindustrie so Usus. Schau mal auf den Buchmarkt zum Beispiel...

D.h. also, daß auch unbekanntere Künstler natürlich durch P2P Netzwerke Schaden erleiden. Wenn auch nicht in direkter Form, dann doch aber auf sehr indirekt Weise. Mein Kollegen von BMG/Random House finanzieren eine Menge an exklusiven und mehr sophisticated Projekten und das können sie nur, weil sie auf der anderen Seite auch viel Mainstream verkaufen. Ansonsten gänbe es eine ganze Reihe von ansprucshvolleren Produkten einfach nicht. Das mußt du mir jetzt einfach mal so abnehmen, ansonsten kann ich dir gerne ein paar Telefonnummern von Kollegen rübereichen, die dir das gerne auch mal persönlich am Telefon erläutern.

2) Wenn dir/deiner Altersgruppe die MI nicht gefällt, so ist das immer noch keine Legitimation illegale Aktionen durchzuführen. Und darunter fällt nun einmal Raubkopieren. Wenn ich die Haßkappe auf die Geschäftpolitik von Porsche/Ferrari habe, dann beklaue ich die auch nicht direkt, sondern protestiere auf andere Weise. Sorry, aber den Vergleich muß man sich hier mal gefallen lassen.

3) Über Kunst zu reden ist müßig. Aber gerade in diesen Ausführungen bist du mir am symhpathischten. Ich denke da ganz ähnlich wie du und werte entsprechend.
Dennoch, wir reden nicht über Kunst, wir reden über Pop-Musik und diese stellt für mich keine Kunst dar.

Pop-Musik ist eine Ware und als solche wird sie genauso vermarktet, wie Turnschuhe, Handy-Verträge und eben Autos. Sie will aber auch entsprechend entlohnt werden und ist rechtsstaatlich ebenso geschützt wie der Handy-Provider. Wenn man den nicht bezahlt, gibts auch Ärger.

Die Pop-Musik gerade auch in ihren "schlimmsten" Auswüchsen (Bushido... kotz) mit echten Kunstwerken von Michelangelo, Arcimbaldo, Boticelli , Bach, Sibelius zu vergleichen ist mir ein Greuel. Daher bitte ich hier, von der Kunstdiskussion Abstand zu nehmen.
 
Natan schrieb:
Sie will aber auch entsprechend entlohnt werden und ist rechtsstaatlich ebenso geschützt wie der Handy-Provider. Wenn man den nicht bezahlt, gibts auch Ärger.


Nur bekommt man da keine halbe Million Euro Strafe wenn man das nicht bezahlt! ;) Darum gehts doch hier, nicht warum die Frau in den USA bestraft wird, sondern warum sie so eine unrealistisch hohe und unfaire Strafe bekommt!
 
Naja, es geht vielleicht etwas in die Richtung, wie RAdiohead es gemacht hat. Die haben ihr Album direkt per Kaufdownload auf der Homepage angepriesen, man durfte den Preis sogar selber bestimmen. Fuer den Download natuerlich nur.
Und das macht Madonna demnaechst: http://www.techcrunch.com/2007/10/10/and-the-walls-came-tumbling-down-madonna-dumps-record-industry/

Heise hat auch gemeldet, das Jamiroquai, Oasis und die Nine Inch Nails auch ueberlegen ihre Alben so zu vertreiben wie Radiohead.

@Natan
Was produzierst du eigentlich fuer Musik?
 
Das ist mir teilweise zu lobbyistisch. Da wird ein fairer Umgang gefordert mit "rechtschaffenen Künstlern", die von Raubkopierern gefleddert würden.

Auf der anderen Seite steht hier allerdings eine Summe von 220.000$ im Raum, die zur sofortigen privaten Insolvenz führt. Das bedeutet eine Verschuldung bis an ihr Lebensende. Selbst 22000$ wäre schon so viel, dass es für eine Alleinerziehende kaum tragbar wäre.

Wo ist die Relation? Es existiert keine. Die richtig großen Schweine werden mit Bewährungsstrafen versehen und machen schon morgen wieder krumme Dinger. An kleinen Privatpersonen hingegen sollen Exempel statuiert werden, die sie für ihr Leben in Not stürzen. :rolleyes:
Eben jenes soll auch mit den Künstlern nicht passieren. Eine homogenere, regelmäßigere Kontrolle mit Strafen, die noch Augenmaß besitzen hielte ich für sinnvoller.

Einigen ist nicht mal bewußt, dass die von ihnen runtergeladene Musik sofort wieder für Dritte zur Verfügung gestellt werden kann und wird. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Aber ich denke, man findet wie so häufig keinen fairen, rationalen Nenner wenn es um viel Geld geht.

Generationen vor Internet und Brenner haben ebenfalls kopiert auf Kassette und Videoband etc. (Macht es nicht legitim)
 
Zuletzt bearbeitet:
CBOT schrieb:
Der Kauf einer CD beinhaltet nicht denn besitz

Da wiederspricht sich dieser Sony Mitarbeiter aber selbst, der Kauf einer CD entspricht 1) dem Kauf einer Lizenz das Lied hören zu dürfen 2) dem Medium auf dem die Musik gleich mitgeliefert wird.

Somit ist die Format Wahl und alles was auch immer ich mit dieser Musik machen will immer legal.
(Außer es ist eine spezielle Lizenz die zB das Brennen auf 5x einschränkt, etc)
 
Natan schrieb:
1) Die unbekannten, kleinen und individuellen (oft besseren) Künstler werden in vielfacher Form durch die von dir so angeprangerte "Plastikmusik" gefördert. Das ist einfach ein Fakt. Das fängt bei GEMA-Subventionen an und hört beim Finanzplan des Produzenten auf.
Diese "Umschichtungsfinanzierung" ist übrigens nicht nur in der Musikindustrie so Usus. Schau mal auf den Buchmarkt zum Beispiel...

D.h. also, daß auch unbekanntere Künstler natürlich durch P2P Netzwerke Schaden erleiden. Wenn auch nicht in direkter Form, dann doch aber auf sehr indirekt Weise. [...]

Und du bist dir wirklich sicher, dass die MI die kleinen Künstler nicht viel mehr verdrängt, als sie es mit Subventionen wieder gutmachen? ;)
Warum sollte Sony BMG das ganze Geld in junge Künstler stecken? Du musst doch wohl zugeben, dass Sony BMG ein ganz normaler Wirtschaftskonzern und keine Stiftung oder sonst was ist. Dass Sony BMG und andere große Labels wie andere Wirtschaftskonzerne agieren, wurde in letzter Zeit immer wieder durch Statements deutlich und auch die Politik will die Marktwirtschaftlichen Entwicklungen unterstützen.
Diese Förderungen dienen also einmal der Werbung und zum anderen sollen sie verhindern, dass neue Trends verpasst werden und den Nachschub an Bands sichern.
Von der GEMA will ich mal gar nicht sprechen. Das letzte große Reformpaket dürfte ein deutliches Zeichen gewesen sein.

Natan schrieb:
2) Wenn dir/deiner Altersgruppe die MI nicht gefällt, so ist das immer noch keine Legitimation illegale Aktionen durchzuführen.

Ich habe weder gesagt, dass ich meine Meinung gleich der meiner Altersgruppe oder einer anderen großen Schicht ist. Ich habe zudem sogar gesagt, dass den meisten Leuten (aus allen Altersgrupen - außer den Rentern vllt.) die Chartmusik sogart am besten gefällt. Zudem habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass ich nicht sage, dass das Verhalten der Frau legal oder gerechtfertigt war, sondern nur, dass die Strafe unverhältnissmäßig hoch ist.


Natan schrieb:
... , wir reden über Pop-Musik und diese stellt für mich keine Kunst dar.

Da kann ich dir nicht zustimmen. Du solltest bedenken, dass auch moderne Kunst vielen nicht zusagt. Du kannst nicht ein Genre vollständig als Ware abstempeln und das andere als Kunst. Es gibt natürlich auch viele Fälle in denen das nicht eindeutig ist.
Blues und Jazzmusik wurden in den Entstehungsjahren auch nicht als "Kunst" anerkannt. Heute kann man Jazzmusik studieren. Auch Karlheinz Stockhausen ist weitab von Mozart und Beethoven und wird von vielen Klassikfreunden nicht gemocht. Dennoch kann man seine Musik oder vllt. eher noch die Inszenerung eindeutig als Kunst ansehen.
 
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gut, fangen wir mal damit an, ob sie wirklich schuldig ist.
was hat sie gemacht, sie hat 24 LIEDER angeboten wärenddem sie sie sich gedownloadet hat.
für dijenigen, welche es noch immer nicht verstanden haben, sie hat die lieder angeboten, wärenddem
sie sie sich heruntergeladen hat. sie hat also ohne das sie es wissen musste, angeboten.
unwissenheit schützt vor strafe nicht, schon klar. gehört nur auch dazu, denn diesen punkt
klärt auch der artikel nicht. sie hat aber KEIN geld dafür erhalten. somit hat sie auch keine
klare schädigung der MI begangen. es handelt sich um eine vermutete, keineswegs belegte
schädigung. da es nicht sicher sein kann, ob die menschen, welche sich lieder aus dem netz
ziehen, sich diese auch kaufen würden.

NATAN merkst du endlich mal, wie schwammrig die angelegenheit ist? du hast ne selbstgerechte
haltung hier, welche so überhaupt nicht stimmen kann, aus meiner sicht.
es ist also schonmal etwas fraglich, was dieses sogenannte unrecht, welches da geschehen sein
sollte, nach us gericht, angerichtet haben soll. welchen schaden denn nun tatsächlich entstanden
sein soll. da es faktisch nicht klärbar ist, ist auch die rechtssprechung sehr heikel.
mit diesem urteil ist klar, das MI und die rechtssprechung der usa einfach dämlich ist. anders
kann ich das nun nicht mehr urteilen. warum ist es denn so, das download in der ch legal ist ?
nur das anbieten und damit geld generieren ist verboten.

zitat: teltarif-Newsletter Nummer 20/07 vom 02.10.2007

Der Download von urheberrechtlich geschützten Werken wie Filmen
und Musik bleibt mit grosser Wahrscheinlichkeit zur persönlichen
Verwendung ohne Einschränkungen erlaubt. Der Ständerat hat eine
entsprechende Gesetzesvorlage zur Neufassung des Urheberrechts
mit nur geringfügigen Änderungen gebilligt. Der Justiminister
Christoph Blocher glaube daher, dass das Gesetz ohne Referendum
durchgehen werde. Er habe im Ständerat wie auch im Nationalrat
für den unter unterschiedlichen Interessengruppen ausgehandelten
Kompromiss geworben, so dass gravierende Änderungs-Anträge keine
Zustimmung gefunden hätten.

Zwar darf auch zukünftig ein Kopierschutz nicht umgangen
werden, hier werde der privaten Gebrauch aber ausgenommen.
Außerdem dürften Produkte zum Umgehen des Kopierschutzes zwar
nicht hergestellt, angeboten oder beworben, aber von Privatleuten
trotzdem genutzt werden. Wenn das Kopieren erlaubt sei, könne auch
die Nutzung von Lösungen, die dieses ermöglichen, nicht verboten
werden. Beim Download aus dem Internet sei es zudem für Nutzer
unmöglich, zwischen legalen und illegalen Quellen zu unterscheiden.




klar ist die ch nicht repräsentativ, was das angeht, doch es sollte zu denken geben.

zum strafmass : ich machs, mal konkret natan. es ist unrecht, einem anderen wissentlich
und absichtlich schaden zuzufügen, nur da muss man den schaden nachweisen können.
MI kann das nicht. das die gerichte dies anerkennen, sorry, zeigt die verdoofung der amis
in reinkultur. anderen meinungen nach ist es jedoch so, das wieder das geld regiert im amiland.
beides ist verwerflich, da es um rechtsprechung geht. es kann nicht sein, das ich ne strafe krieg,
wenns keinen REALEN schaden gibt. denn das sie desswegen verluste haben, können sie nicht beweisen.

das du dich betroffen fühlst, kann ich verstehn, es ist einfacher, einen sündenbock zu suchen,
als leistung, oder eben glück zu haben, das man bekannt wird. geht auch im büchermarkt so,
das der künstler noch immer am wenigsten verdient. versuch mich nicht hier zu belehren, denn
das ist mein gebiet * all das ist jedoch kein grund, eine solche rechtssprechung auch nur
annähernd für recht anzusehen. das beleidigt justizia zu tiefst. heisst ja justizia, nicht mein wille.
denn rechtens wäre dann, das man ihr den verkaufspreis, also die 23 us-dollar abverlangt + noch
ne strafe- eine wie beim zu schnellen fahren. alles andere entspricht einer hinrichtung, einer
werteverdrehung, welcher KEINER zustimmen würde, wenn er weiterdenkt. oder es um ihn selbst geht*sfg

es ist erschreckend und äusserst bedenklich, welcherlei gerechtigkeitsempfinden du hier an den
tag legst natan, das musste ich noch loswerden, auch wenn ich es so langsam aufgebe, dir
die realität vor augen zu führen. du willst nicht verstehen. es geht nun nicht darum, das du mir
recht geben sollst, nur du kannst nicht bei voller geistiger zurechnungsfähigkeit angeben,
das du dafür bist, das ein mensch, welcher dir eine zigarette klaut wert ca 20cent, weil er sie
dir gestohlen hat, gleich drei jahre ins gefängniss gehen muss. dies ist nämlich die relation, welche
du anführst. genauso, wie wenn ein vergewaltiger gerecht verurteilt werden würde, denn auch
da ist die gesetztgebung noch immer im mittelalter, wo geld wesentlich mehr wert hat, als menschenleben.

von wegen kunst : kunst ist auch, was den menschen gefällt, worüber ihr euch auslasst, hat NIX
mit dem thema zu tun. es geht nicht darum, ob wir kunst wollen, oder sie allen gefällt, denn das
war noch niemals so bei kunst, das sie allen gefallen müsste. auch ist es schwachsinnig,
pop-musik als keine kunst darzustellen, da dies wiederum geschmacksache ist. kunst ist es dennoch.
auch wenn man hier lakonisch sagen könnte, kunst ist, das man das verkaufen kann.
gerade deine argumentation nervt mich da gewaltig natan, da du einerseits recht hast, nämlich das
kunst etwas sehr wertvolles und schönes ist. gleichzeitig aber verfällst du in wertungen, zu welchen
du nicht befähigt bist, da du nicht verstehen willst/kannst, was wirklich geschieht, beim downloaden.
du siehst es schädigung ... beweis, das du dadurch weniger geld verdienst und das nicht auf
die normalen schwankungen der wirtschaft zuzuschreiben ist *s ...
versuchs mal ... du wirst sehen, das es nicht geht. nicht da ist .... nur eine vermutung deinerseits ist.
beispiele wie 50 cent, glaub, wie ich hier gelesen hab, auch madonna, ignorierst du.
als wenn du sie nicht wahrhaben wolltest. dabei belegen sie, eben nicht deine meinung, des
geschädigten. da sie aufzeigen, das es eben NICHT klar ist, obs schädigend ist. aufgrund einer solchen
sachlage überhaupt ein urteil zu fällen ist kriminell. geschweigedenn in einer solchen abstrusen höhe,
da ist wesentlich mehr kriminelle energie bei, als beim downloaden für den eigenen gebrauch.

ich stells nochmals klar, ich bin nicht für illegale downloads, ich aber auch nicht dafür, das man wen
verklagen und somit real nachweisbar schadet, weil man unbeweisbar glaubt, man habe einen schaden
erlitten. komm mir nun ja nicht mit zahlen, welche zeigen, das die MI heute weniger geld als gestern
verdient, sonst steck ich dich in nen anfängerkurs für marktwirtschaft.
EDIT---------------------
@ grambleX

zitat: Und du bist dir wirklich sicher, dass die MI die kleinen Künstler nicht viel mehr verdrängt,
als sie es mit Subventionen wieder gutmachen?

er kann es nicht, da es sonst schon längst eine zahl, auch prozentualer anteil
geben würde, welchen natas mir um die ohren hätte hauen können. hat er nicht,
ich bin mir also beinahe sicher, das es eben noch nicht geklärt ist.

im buchsektor sieht es ebenfalls ziemlich bescheiden aus, da natas das ansprach.
es ist eben nicht so, das der unbekannte künstler wirklich gefördert wird.
ansonsten würd ich mich immer über einen link und infos freuen. nur, also mir
ist keine stiftung bekannt, welche dies wirklich tut, oder sind die alle nur in D *gf
oder in den USA *rofl

die tantjemen werden bei büchern ja auch international eingefordert, doch das
hat wenig mit MI, oder eben in dem falle mit den verlagen zu tun. es war/ist
etwas, was der schreibende veranlassen und beitreten muss. was auch rechtens
ist. da ist es auch wieder der KüNSTLER, welcher aktiv werden muss, um sein
recht einzufordern.
ich vermute mal, bei der musikindustrie ists nicht viel anders, kann mich da aber
irren.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Doppelpost zusammengeführt, bitte "Ändern" - Button nutzen.)
tarrabas schrieb:
sie hat aber KEIN geld dafür erhalten. somit hat sie auch keine
klare schädigung der MI begangen. es handelt sich um eine vermutete, keineswegs belegte
schädigung. da es nicht sicher sein kann, ob die menschen, welche sich lieder aus dem netz
ziehen, sich diese auch kaufen würden.

Mit Verlaub, das ist der größte Unsinn, den ich je gehört habe. Und ich höre ihn in dieser Diskussion immer wieder.

Natürlich kaufe ich mir nichts, was ich auch umsonst bekommen kann. Und wenn man sich Musik illegal umsonst aus dem Netz ziehen kann, warum sollte ich sie mir dann also kaufen? Das ist doch, worum es geht,.

Früher war es so: Ich mußte mich entscheiden, ob ich mir die Nike-Turnschuhe, eine vollen Tank Benzin oder eben das neueste Album hole. Heute werden die Nike Schuhe bezahlt, der volle Tank auch un dide Musik saugt man sich für lau.

Warum saugen sich denn Menschen Lieder aus dem Netz, wenn sie diese gar nicht konsumieren wollen, hallo? Sammeltrieb? Zählt nicht. Der Kunstsammler stiehlt seine Bilder ja auch nicht aus dem Museum.

Und der Vieltelefonierer hat immer noch seine Telefonrechnung zu bezahlen.

welchen schaden denn nun tatsächlich entstanden
sein soll. da es faktisch nicht klärbar ist, ist auch die rechtssprechung sehr heikel.
Doch, es ist eindeutig klärbar, wenn man feststeelt, wieviele Leute die Lieder von dieser Dame gesaugt haben. Und die Rechtsprechung ist hier überhaupt nicht heikel. Wer illegale Downloads anbietet, macht sich strafbar und hat eine Entschädigung zu leisten.

Der Download von urheberrechtlich geschützten Werken wie Filmen
und Musik bleibt mit grosser Wahrscheinlichkeit zur persönlichen
Verwendung ohne Einschränkungen erlaubt.

Sehr richtig. Es geht hier um die persönliche Verwendung und diese beinhaltet nicht das Anbieten im Internet. Es sei denn,m diese Dame wäre Musikhändlerin und hätte eine entsprechende Lizenz.

zum strafmass : ich machs, mal konkret natan. es ist unrecht, einem anderen wissentlich und absichtlich schaden zuzufügen, nur da muss man den schaden nachweisen können. MI kann das nicht. das die gerichte dies anerkennen, sorry, zeigt die verdoofung der amis in reinkultur.

a) die MI kann den Schaden im Regelfall nachweisen

b) andersherum gefragt: Sollte sie das im Einzelfall nicht tun, dann ist es also deiner Meinung nach völlig rechtens, wenn illegal nach gang und gäbe Musik kopiert wird und Betrug am Künstler begangen wird. Und das auch noch ihne Aussicht auf Ahndung?
Sorry, aber das kann nicht dein ernst sein.

das du dich betroffen fühlst, kann ich verstehn, es ist einfacher, einen sündenbock zu suchen, als leistung, oder eben glück zu haben, das man bekannt wird. geht auch im büchermarkt so, das der künstler noch immer am wenigsten verdient. versuch mich nicht hier zu belehren, denn das ist mein gebiet

Das ist dein Gebiet? Interessant. Dann hast du einen schlechten Verlag. Ich komme gerade von der Buchmesse - warst du auch da...? - und kann dir also nur empfehlen: Geh zur Rowohlt, die machen dir einen Staffelvertrag, da verdienst du mehr als der Verlag pro Exemplar. Kann dir da auch einen Ansrpechpartner vermitteln.
Oder geh zu Hanser, die machen ähnliche Verträge. WIe gesagt, ANsprechpartner ganz oben kann ich dir gerne vermitteln.


du siehst es schädigung ... beweis, das du dadurch weniger geld verdienst und das nicht auf die normalen schwankungen der wirtschaft zuzuschreiben ist *s ... versuchs mal ... du wirst sehen, das es nicht geht. nicht da ist .... nur eine vermutung deinerseits ist.
Im letzten Jahr sind mir 45.000 verlorene Lizenzen durch die Lappen gegangen, den Schaden kann ich dir also auf Heller und Pfennig ausrechnen, wenn du willst.

Die Beispiele von 50 Cent und Madonna sind mir nicht bekannt, sorry. Und ich bezweifle stark, daß sie ihre Produkte umsonst im Internet anbieten.
 
Zuletzt bearbeitet:
wieder falsch. es ist eben nicht klar, das man sich die musik, welche man läd auch
kaufen würde, das ist ne annahme. ich weiss auch, das es zwei meinungen darüber
gibt, welche beide so das eine und andere für sich haben. dennoch von einer
klar messbaren schädigung zu sprechen ist blödsinnig. da es faktisch eben nicht
geregelt ist. das wenn ich ein lied downloade ich es AUTOMATISCH bei p2p anbiete
ist dir anscheinend unbekannt.

sammeltrieb ... lacht ... nein. es geht darum, das sie viele die lieder zum hören laden
und dann kaufen gehen. da sie zu faul sind, sich in einen laden zu bewegen.
welche art jedoch die grosse masse ausmacht, können weder du, noch ich
beurteilen, gerade darum gehts mir auch. mir ist auch klar, das etwas illegales
gestraft wird und werden muss. die frage ist aber, obs nachweislich festgehalten
werden kann, was für mich noch nicht bewiesen ist. und ob es einem persöhnlichen
bereichern auf kosten anderer gleichkommt. beides ist nicht gegeben.
und glaub nun nicht, ich finde illegale downloads gut, ich sehe nur, das
es eben nicht so einfach ist, wie man es sich gerne machen würde.

nehmen wir mal an, ich hab ne cd gekauft, will die nun auf meinem mp3-player
hören. weil ich zu faul bin, lad ich es mir aus dem netz. biete dabei aber, dieses
von mir gekaufte lied an ... beim downloaden. hab ich nun legal gehandelt ?
nach deiner argumentation nein. da ich es angeboten habe. gibt es dafür aber
ne strafe ? nein. nur wenn du die cd nicht besitzt, wirst du drangenommen.
ist übrigens auch in d so. (soweit ich weiss nat.)

wir kommen wieder zur verhältnissmässigkeit, wo wieder klar ist, aus meiner sicht,
das es unhaltbar ist.

rofl,
von wegen mein verlag ... das steht hier nicht zur debatte. und, ich geh sonntag
nach frankfurt*g
die von dir genannten verlage werd ich mir genau ansehen.
ich bin ja nicht der meinung, das wir in allem gegensätzlicher meinung sind,
doch ich finde die sachlage nicht zwingend so einfach, wie du sie siehst*s
du kannst mir ja die ansprechpartner geben, ich werd sie prüfen. man sollte
niemals wissen, infos verkommen lassen. ansehen ist immer die devise.

der nutzen der bekanntheit, wird auch aussen vor gelassen. wenn man bedenkt,
das man durch bekanntheit auch mehr verkauft, was dir jeder werbefachmann
sehr schnell erklären wird. wo bleibt dies berücksichtigt, in dem urteil ?

ich für meinen teil, kann dem urteil nur kopfschüttelnd gegenüber stehen.
geschweigedenn dies als rechtsprechung akzeptieren.


ups, da hab ich noch was von dir überlesen... wegen 50 cent. der hat die gesamte
cd gratis zum download angeboten. tatsache ist, das er daraufhin mehr cds
verkauft hat, als bei den letzten, welche er nicht legal zum download angeboten hatte.
gibt zu denken, da madonna ja anscheinden nachzieht*s
man darf dabei nicht vergessen, es sind erst zwei ....
 
Zuletzt bearbeitet:
tarrabas schrieb:
das wenn ich ein lied downloade ich es AUTOMATISCH bei p2p anbiete ist dir anscheinend unbekannt.

Sicher ist mir das bekannt. Und es ist dir hoffentlich bekannt, daß auch das Downloaden von nicht lizensierten Inhalten schon ein Delikt darstellt.

sammeltrieb ... lacht ... nein. es geht darum, das sie viele die lieder zum hören laden
und dann kaufen gehen. da sie zu faul sind, sich in einen laden zu bewegen.

Ja, da lach ich doch einmal herzlich mit. 99,99999% der am Markt befindlichen Songs lassen sich einfach (und schneller als über die verstopften P2P) Netzwerke auf legalem Wge Probehören.

rofl,
von wegen mein verlag ... das steht hier nicht zur debatte. und, ich geh sonntag
nach frankfurt*g

Hm, also bist du kein Insider, sondern nur ein kleines Licht oder ein einfacher Besucher. Denn die meisten Kolegen inklusive Elke Heidenreich, Ranicki und Löffler sind seit heute abend/morgen früh schon wieder weg. :evillol:

ups, da hab ich noch was von dir überlesen... wegen 50 cent. der hat die gesamte
cd gratis zum download angeboten. tatsache ist, das er daraufhin mehr cds
verkauft hat, als bei den letzten, welche er nicht legal zum download angeboten hatte.
gibt zu denken, da madonna ja anscheinden nachzieht*s
man darf dabei nicht vergessen, es sind erst zwei ....

So, dann bitte ich doch mal um einen offiziellen link, der Herr.

GrambleX schrieb:
Und du bist dir wirklich sicher, dass die MI die kleinen Künstler nicht viel mehr verdrängt, als sie es mit Subventionen wieder gutmachen?
Ja, da bin ich mir sehr sicher. Es fließt eine Unmenge an Geld in die ENtdeckung und Förderung neuer Elemnte (Grupen, Sänger, Composer etc.) Warum? SIhee unten.

Warum sollte Sony BMG das ganze Geld in junge Künstler stecken? Du musst doch wohl zugeben, dass Sony BMG ein ganz normaler Wirtschaftskonzern und keine Stiftung oder sonst was ist.

Sehr richtig. Und das Überleben sichern kurzlebige Trends in diesem Geschäft. Daher macht man sich die Mühe auch unbekanntere Projekte zu entwicklen, was eine Mneg Geld kostet und über "Plastikverkäufe" finanziert wird.
Ich verweise in diesem Zusammenhang auf den Projektleiter K-H Pütz von BMG und Rolf Schmidt-Holst von Sony International.

Und das sind dann auch die letzten Namen die ich nenne, sonst oute ich mich noch selbst.

Entweder ihr akzeptiert diese Fakten oder tut es eben nicht, das wird aber an den Realitäten der Branche und den Usancen nichts ändern.

So, muß arbeiten.
 
zitat:

Hm, also bist du kein Insider, sondern nur ein kleines Licht oder ein einfacher Besucher. Denn die meisten Kolegen inklusive Elke Heidenreich, Ranicki und Löffler sind seit heute abend/morgen früh schon wieder weg.

grinst, weder hab ich behauptet, alle und jeden zu kennen, noch habe ich geschrieben,
ich sei einer der bekannten künstler. es ist übrigens kein zeichen von grösse, zu interpretieren und dann noch falsch*g

denkst du nicht, das ich weiss, das der offizielle teil, für die leser am sa und so ist ?
ich bitte dich, ich bin kein kind und dumm erst recht nicht. eine begründung, ob ich
ein insider bin, oder nicht brauche ich dir nicht zu geben. da meine situation eh
etwas spezieller ist. ferner geht sie weder dich, noch jemanden etwas an, welcher diesen tread liest.

wegen dem probehören, es ist was es ist. nur probe. wenn ich einen song, eine
gesamte cd hören will, bin ich in ca 10 min mit der gesamten discographie versorgt,
wenn ich denn wollen würde, über p2p. also nix mit verstopft. das ist blödsinn.

wegen dem link 50 cent ... google ist dein freund.

greez
 
Natürlich kaufe ich mir nichts, was ich auch umsonst bekommen kann. Und wenn man sich Musik illegal umsonst aus dem Netz ziehen kann, warum sollte ich sie mir dann also kaufen? Das ist doch, worum es geht

Klar. Es gibt tatsaechlich Leute, die wollen vorher mal Probehoeren. Und das sind nicht die ersten 15 - 30 Sekunden, sondern die wollen das Lied mal ganz hoeren. Und Stunden vorm Radio zu sitzen und zu warten, das unter der ganzen Ranzmusik das Lied kommt, das man hoeren will lohnt sich in dem Fall nicht.

Ziemlich Erfolgreich ohne Label:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/97222/from/rss09
Die Hersteller sind mittlerweile einfach unnuetz geworden.
http://www.techcrunch.com/2007/10/10/and-the-walls-came-tumbling-down-madonna-dumps-record-industry/
 
Natan schrieb:
Sicher ist mir das bekannt. Und es ist dir hoffentlich bekannt, daß auch das Downloaden von nicht lizensierten Inhalten schon ein Delikt darstellt.
Diese Straftat wird jedoch bei weitem nicht so hart bestraft. Es gab Zeiten zu denen es zu dieser Frage noch gar keine eindeutige Rechtslage gab. Aber ganz egal, es geht hier um den Upload. Diesen kann man durchaus in den p2p-Programmen abstellen. Ob die meisten Nutzer jedoch überhaupt wissen, dass ihre Downloads auch automatisch hochgeladen werden ist fraglich. Deswegen meine Kritik an der Höchststrafe.



Natan schrieb:
Ja, da lach ich doch einmal herzlich mit. 99,99999% der am Markt befindlichen Songs lassen sich einfach (und schneller als über die verstopften P2P) Netzwerke auf legalem Wge Probehören.
Diese Behauptung ist schlicht falsch. Die Qualität ist erstens noch mieser als im Saturn und co. und zweitens wird einem teilweise ein schlecht gewählter 20sek Ausschnitt geboten. Zudem braucht man bei einer Seite den Flash-Player, bei der anderen den Real und bei noch anderen wirds richtig kompliziert mit Windows Media Player.....
Ich muss jedoch auch zu bedenken geben, dass nicht alle nur zum Probehören runterladen. Die meisten werden zu faul sein das Orginal zu kaufen.

Und nochmals: An der heutigen Marktlage sieht man einfach, dass zu wenig Geld bei den kleinen Künstlern und zuviel bei den großen ankommt. Und imo ist es als Fakt anzusehen, dass die großen Labels für diesen Trend verantwortlich sind. Ein Wohltäterimage finde ich höchst unpassend und werde ich auch nicht akzeptieren. Ich lauf vielleicht nicht durch die Sony Chefetagen, aber ich bekomm schon genug von der Szene mit durch diverse Konzerte, andere Musiker und vorallem Events die ich mitorganisiere.


Im Grunde ging es in diesem Thread immer nur um die Unverhältnissmäßigkeit des Urteils. Also wie Begründet man in diesem Fall die Höchststrafe? Das ist absoluter Schwachsinn!
 
FreddyMercury schrieb:
Klar. Es gibt tatsaechlich Leute, die wollen vorher mal Probehoeren. Und das sind nicht die ersten 15 - 30 Sekunden, sondern die wollen das Lied mal ganz hoeren. Und Stunden vorm Radio zu sitzen und zu warten, das unter der ganzen Ranzmusik das Lied kommt, das man hoeren will lohnt sich in dem Fall nicht.

GrambleX schrieb:
Diese Behauptung ist schlicht falsch. Die Qualität ist erstens noch mieser als im Saturn und co. und zweitens wird einem teilweise ein schlecht gewählter 20sek Ausschnitt geboten. Zudem braucht man bei einer Seite den Flash-Player, bei der anderen den Real und bei noch anderen wirds richtig kompliziert mit Windows Media Player.....
Ich muss jedoch auch zu bedenken geben, dass nicht alle nur zum Probehören runterladen. Die meisten werden zu faul sein das Orginal zu kaufen.

Uhm also mir reichen 45 Sekunden um zu hören, ob mir ein Song zusagt oder nicht. (Mir reichen eigentlich schon die ersten paar Takte, also 5 Sekunden, aber ich will fair bleiben.) In den meisten Plattenläden kann man sich übrigens die Songs komplett und in hoher Qualität durchhören.
Und "Faulheit zu kaufen" kann doch kein Rechtfertigungsgrund für illegale AKtionen sein, ich bitte Euch.

"War zu faul das Auto zu kaufen, da hab ich es halt eben kurzgeschlossen und mitgenommen..." :freak:

Das sind doch wirklich alles nur ausreden, um schwarzusaugen.


Im Grunde ging es in diesem Thread immer nur um die Unverhältnissmäßigkeit des Urteils. Also wie Begründet man in diesem Fall die Höchststrafe? Das ist absoluter Schwachsinn!

Mag sein. Anders jedoch scheint man es nicht in die Köpfe der Leute hineinzubekommen, daß Musik ein Gut, eine Ware ist, die genauso bezahlt werden will, wie die Milch und das Bier oder die tollen Nike-Schuhe aus dem Schaufenster.
Lange genug - jahrelang, um genau zu sein - wurde nun weltweit daraufhingewisen, daß Musik/Programme/Spiele eben nicht frei erhältlich im Internet sind, auch wenn die Möglichketi besteht, an diese Güter illegal unentgeltlich heranzukommen.

Das sollte nun wirklich bis zu jedem vorgedrungen sein.

Diese Straftat wird jedoch bei weitem nicht so hart bestraft. Es gab Zeiten zu denen es zu dieser Frage noch gar keine eindeutige Rechtslage gab. Aber ganz egal, es geht hier um den Upload. Diesen kann man durchaus in den p2p-Programmen abstellen. Ob die meisten Nutzer jedoch überhaupt wissen, dass ihre Downloads auch automatisch hochgeladen werden ist fraglich. Deswegen meine Kritik an der Höchststrafe.

Ich bitte dich... Das ist wirklich eine unglaublich naive Ausrede.

"Also ich hab den ehrlich nicht wirklich umbringen wollen. Ich wußte doch nicht, daß mein Messer im Fleisch so tödlich ist..."

Wer ilegales uploadet wird auch illegales downloaden. Und mir persönlich ist es übrigens ziemlich sch nuppe, ob Up- oder Download. Beides ist letzten Endes Betrug am Urheber. Kommt aufs selbe hinaus. Das Messer ist immer tödlich. So oder so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Frau tut mir echt leid.
Sie muss jetzt für die Musikindustrie herhalten. Und die Amis haben auch einen Knall in der Schüssel mit solchen unmöglichen Summen daher zu kommen. Aber das ist ja nichts neues. Es wäre Zeit dass sie mal wieder ihr Gehirn einschalten und überlegen was die da eigentlich tun.
 
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