News Prozess gegen US-Musikpiratin wird neu aufgerollt

FredKune schrieb:
Das ist Blödsinn^10. Ein Strafverfahren geht in so einem Fall vielleicht nicht schlimm aus, aber im Zivilverfahren wirst Du mächtig bluten müssen.
Nein, das ist kein Blödsinn, ich bin da durchaus seiner Meinung. Die Schadensersatzforderung wenn man wie die Amerikanerin etwas anbietet, ist ja sozusagen, der erhoffte Gewinn den die Musikindustrie mit den Titeln machen wollte. Also, der Gewinnausfall, dadurch, dass die Titel unerlaubter Weiße angeboten wurden.

Wenn man allerdings etwas herunterlädt ist der nachgewiesene Schaden eben der CD Preis im Laden. Vielleicht kommen noch 300 Euro extra Strafe drauf, das wars dann aber.

Fall 1 wiegt natürlich wesentlich schwerer.

MacroWelle schrieb:
Och Diotissima, fang nicht schon wieder an. Niemand will das, niemand hat so etwas gesagt. Aber eine angemessene Bestrafung muss her.
Sag uns doch, wer sonst soll für die unberechtigte Veröffentlichung das 9000-fache im Vergleich zur legalen Beschaffung zahlen? Welche andere Straftat fällt auch nur im Entferntesten derartig aus dem Rahmen?
Es ist aber Fakt, dass der Musikindustrie enorme Schäden entstehen, wenn User Musik zum Download anbieten, darum ist die Argumentation zu verstehen, und auch das Strafmaß, in gewisser Hinsicht, nachzuvollziehen.

Es ist im Prinzip doch, als würde ich auf meinem FTP das neue Album von XY anbieten und den Link hier posten, bzw, würde Google nach ein paar Stunden das listen, natürlich entsteht da enormer Schaden.

Darum sollte man es garnicht in Relation zu dem BESCHAFFUNGSPREIS setzen, weil es damit überhaupt nichts zu tun hat. Es geht hier nicht um die Beschaffung, sondern um das Anbieten. Auch wenn es sich eindrucksvoll anhört, wenn es das 9000 fache ist.

MacroWelle schrieb:
Das würde auch nicht wirklich etwas bringen. Kinder sind zwar Strafunmündig, aber können Trotzdem zu Schadensersatz verurteilt werden (der dann bei Volljährigkeit zu zahlen ist) - jedenfalls gilt das in Deutschland. Somit wäre die Summe immer noch in der Familie.
Jedenfalls kenne ich in Deutschland Urteile, bei denen festgestellt wurde, wenn mehrere menschliche Personen denselben Computer mit einer IP verwenden, genügt es nicht, die IP des betreffenden Computers festzustellen, weil damit der Schuldige nicht eindeutig auszumachen ist.

Zwei Personen teilen einen Computer, einer davon benutzt ein p2p Programm, wie willst du jetzt den Schuldigen anhand der IP festmachen? Ich bin froh, dass die Gerichte da auch oftmals zugunsten der Beklagten entscheiden.

Wenn diese Amerikanerin also diesen Fall nachweisen könnte, wäre sie imho aus dem Schneider.
 
Zuletzt bearbeitet:
@F_GXdx

gilt das mit "mehrere Nutzer an einem PC, Übeltäter nicht zu 100% fix" nicht nur für Strafverfahren und ist im Zivilprozess (Schadenersatz) egal?
 
"US-Musikpiratin".
Werte CB-Redakteure, das ist BILD-Niveau.
Wenn Manager hier die Konzerne in den Dreck fahren, wie es mit AMD passiert ist, dann sagt niemand "Hector Ruiz, der Schlächter von AMD". Man tritt zurück, erhält eine hübsche Abfindung und kommt in einem anderen Unternehmen gut unter. Un da geht es um Miliarden, die in den Sand gesetzt wurden. Im Falle von Siemens, VW und weltweit garantiert noch vielen mehr, werden Straftaten in ganz anderen Größenordnungen begangen -> Liechtenstein.
Der Prozess der Frau ist zwar ein US-Prozess, doch das Schema ist das gleiche wie bei uns. Den Kleinen erwischts.
Der kriminelle Oberpostler wurde doch auch wieder laufen gelassen, wenn ich nicht irre...
 
Kann mich tonictrinker nur anschliessen, bei so einer reißerischen Boulevard-Überschrift hat man gar keine Lust mehr über das Thema zu diskutieren... Gerade auf einer Seite aus dem Computerbereich sollte man doch etwas mehr über die Begrifflichkeiten nachdenken, die man in seine Texte einfliessen lässt. Mir ist schon klar dass "Musikpiratin" kürzer ist als "mutmaßliche Urheberrechtsverletzung" (was eher dem Pressekodex enstprechen würde, da sie bei euch natürlich vorverurteilt wird), aber man sollte doch solche nicht existenten Wörter wie "Musikpirat" oder "Raubkopierer" nicht benutzen um eine schicke Überschrift zu haben! Man sollte sie ja überhaupt nicht benutzen.

Was ist ein Musikpirat? Jemand der vor Somalia Schiffe kapert und dabei singt oder musiziert? Der eine hält dir sein Sturmgewehr vor den Kopf, der andere spielt traditionelle Seemannslieder auf seinem Akkordeon?

Was ist ein Raubkopierer? Jemand der bewaffnet einen Copy-Shop stürmt und versucht mit Androhung oder Ausübung von Gewalt kostenlos an mehrere hundert Kopien eines beliebigen DIN-A4-Blattes seiner Wahl zu gelangen? Oder doch eher jemand, der versucht erfolgreiche Raubzüge anderer Schwerkrimineller detailgetreu nachzuahmen, zu kopieren?

Piraterie hat nichts mit Urheberechtsverletzungen zu tun, Raub hat ebenfalls nichts damit zu tun. Aber damit es dramatischer klingt, bringt man diese Wörter in einen Zusammenhang. Wie ich wohl schon einmal sagte, statt "Raubkopierer" könnte man auch "Kinder mißbrauchender Serienmörder-Kopierer" sagen, klingt noch viel schlimmer und hat genauso REIN GAR NICHTS mit der Straftat um die es geht zu tun.
 
192.168.1.1 schrieb:
Mir ist schon klar dass "Musikpiratin" kürzer ist als "mutmaßliche Urheberrechtsverletzung" (was eher dem Pressekodex enstprechen würde, da sie bei euch natürlich vorverurteilt wird),

Punkt. Die Frau hat nachweißlich(!) Künstler und ihre Verleger betrogen. Das hat nichts mit "Mutmaßung" zu tun.
Der Betrug ging ja sogar so weit, daß sie falsche Festplatten und ID-Nummern vorgelegt hat, also auch ein Betrugsversuch vor Gericht.

Was ist ein Musikpirat? Jemand der vor Somalia Schiffe kapert und dabei singt oder musiziert? Der eine hält dir sein Sturmgewehr vor den Kopf, der andere spielt traditionelle Seemannslieder auf seinem Akkordeon?

Du hälts dich an Begrifflichkeiten auf. Du kannst es auch "Parasit" oder "Schnorrer" nennen. Aber nicht nur im Deutschen, sondern weltweit spricht man von "Software-Piracy", denn um nicht sanderes handelt es sich.

Die Piraterie ist durch einen rechtsfreien, anarchistischen Zustand auf hoher See enstanden. Auch im Internet gibt es de facto rechtsfreie und anarchistische Zustände, wenn es um gewisse Industrien und deren Rechte geht.

Piraterie hat nichts mit Urheberechtsverletzungen zu tun,

Doch, siehe oben. In diesem Falle, im Falle der Urheber-Piraterie geht es um einen anrchistischen Zustand, um Faustrecht und Selbstbedienungsmentalität. Es werde Driite geschödigt (Die Autoren und ihre Verlage), ohne daß hier der Rechststaat real durchgreifen kann.

In jedem anderen Gesellschaftsbereich würden sofort Fahndungen und Razzien durchgeführt werden, wenn Rechts. und Gesetzverletzungen in diesem Ausmaß vorliegen, wie sie es in den P2P-Netzen nun einmal sind.

Wie auch immer, nenne es wie du willst, nenne es Urheberrechtsverletzung oder "arme unterdrückte Betrügerin, die den noch ärmeren (!) Künstlern das letzte Brot wegnimmt": Es bleibt ein Rechtsverstoß. Basta.
Das ist wie die alte "Schraubendreher" vs "Schraubenzieher" Diskussion. Letztlich sind es nur Begrifflichkeiten und die werden hier nicht den Schaden wiedergutmachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Diotissima
Bevor sich eine nicht anarchistische, sondern auf rechtstaatlichen Grundsätzen basierende Gesellschaft, die von Dir so vehement in Schutz genommene "Urheber-Klientel" erlauben kann, muß so einiges an (Vor-)Leistung erbracht werden. "Pegel-Einsteller" gehören da ganz sicher nicht zu den Leistungsträgern. Und wenn es diese Gemeinschaft dann tatsächlich geschafft hat, ohne selbst zu verhungern und zu erfrieren, diese "Urheber" mit durchzufüttern, empfinde ich es als reichlich grotesk, hier Begriffe wie "Piraterie", "Faustrecht und Selbstbedienungsmentalität", ... etc. ins Spiel zu bringen. Eher würde ich in diesem Zusammenhang die von Dir benutzten Begriffe "Parasit" oder "Schnorrer" in neuem Licht sehen.
Unbequeme Denkweise, nicht wahr ? Es ist ja so schön einfach, so zu tun, als würde Alles seit jeher existieren.
 
@ Diotissima

piraterie bedeutet, das man jemandem anderen etwas wegnimmt. da es von den piraten kommt, welche schiffe kaperten und diese um ihre fracht erleichterten. das dumme ist nur, es wird nix gestohlen. es wird copiert, also ist die begrifflichkeit, auch wenn zig menschen diese verwenden, noch immer schlichtweg falsch. die aussage, welche dahinter steht, ist klar, es geschieht unrecht, darum nennt man es piraterie, oder raub. nur, da es weder ein raub, noch ein diebstahl ist, musste man sich etwas einfallen lassen.
selbst da, ist für mich noch lange nicht klar, welcher schaden gerade in diesem fall entstanden ist. nur weil sie die alben hatte, bedeutet dies nicht, das sie diese wirklich gekauft hätte. gilt auch für alle, welche die alben von ihr gesaugt haben. die moralische ausnahme für mich, sind dijenigen, welche daraus profit schlagen, denn da entsteht ein tatsächlicher schaden.
 
Jana Türlich schrieb:
Bevor sich eine nicht anarchistische, sondern auf rechtstaatlichen Grundsätzen basierende Gesellschaft, die von Dir so vehement in Schutz genommene "Urheber-Klientel" erlauben kann, muß so einiges an (Vor-)Leistung erbracht werden.

Es gibt keine "Urheber-Klientel". Bzw. ist diese Gruppe von Menschen und Arbeitstätigen anscheinend eine Sorte Arbeitnehmer zweiter Klasse, die keinerlei Schutz vor Betrug haben sollen - der Meinung vieler hier nach zu urteilen.

Künstler = Fronarbeiter und Sklavenklasse des 21. jahrhunderts, ohne Rechte und vogelfrei?

"Pegel-Einsteller" gehören da ganz sicher nicht zu den Leistungsträgern.

Ui, ui, ui, ui, ui. Vorsicht, wenn man keinen Schimmer hat. Das SIND die Leistungsträger dieser Industrie, ohne die geht gar nichts und es ist entscheidend für die Produktion. (Damit sind Tontechniker und Tonmeister gemeint.)


tarrabas schrieb:
piraterie bedeutet, das man jemandem anderen etwas wegnimmt. da es von den piraten kommt, welche schiffe kaperten und diese um ihre fracht erleichterten. das dumme ist nur, es wird nix gestohlen. es wird copiert, also ist die begrifflichkeit, auch wenn zig menschen diese verwenden, noch immer schlichtweg falsch.

Nein, es _wird_ etwas weggenommen, nämlich die rechtmäßige Entlohnung für den Konsum an diesen geistigen Werken.
Jede andere Art geistiger Leistung - sei es die Untersuchung beim Arzt, das Beratungsgespräch beim Anwalt oder die Visite beim Vermögensberater, wird ohne zu Murren entschädigt.
Aber siehe oben: Buchautoren, Komponisten und Programmierer sollen wohl hier zur neuen Sklavenklasse degradiert werden und umsonst arbeiten. Das dumme Pack Künstler eben.

selbst da, ist für mich noch lange nicht klar, welcher schaden gerade in diesem fall entstanden ist. nur weil sie die alben hatte, bedeutet dies nicht, das sie diese wirklich gekauft hätte.

Sorry, aber was ist das denn für ein Schmarrn? Überleg dir doch bitte mal, was du da sagst. "Herr Paul hat den Porsche zwar mitgehen lassen, aber das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen, er hätte ihn wahrscheinlich ohnehin nicht gekauft." :freak::freak::freak:

Wenn ich etwas konsumiere, dann habe ich in dieser Gesellschaftsform auch dafür einen Gegenwert zu erbringen. Denn die Urheber haben genauso Unkosten wie Du. Oder glaubst du, die müssen Im Supermarkt nichts an der Kasse bezahlen?

die moralische ausnahme für mich, sind dijenigen, welche daraus profit schlagen, denn da entsteht ein tatsächlicher schaden.

Deiner MEinung nach sollte man also für Musik als Privatperson gar nichts mehr bezahlen sollen. Beantworte mir dann mal eine Frage: Kennst du einen Berufszweig der umsonst arbeitet?
Glaubst du dennn, das dann noch irgendjemand Musik amchen würde, wenn man davon nicht mehr Leben kann. Oder wer sollte dann noch die ganzen schönen PC-Spiele schreiben, wenn man damit seine Miete nicht mehr bezahlen kann, weil es ja für den Privatmann frei sein soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
@F_GXdx:
Sicher hast Du recht, daß der Upload die hohe Strafe bewirkt, schließlich können dadurch mehrere herunterladen. Nur meinem Wissen nach wurde der Upload willkürlich festgelegt, weswegen die Strafe unverhältnismäßig ist. Keiner weiß auch nur annhähernd wieviele von ihr heruntergeladen haben.
Und es geht nicht darum, daß sie nicht bestraft werden soll, sondern um die Frage ob ihre Kinder mit unter der Strafe leiden müssen und ihr ganzes Leben ruiniert wird, während z.B. Kinderschänder besser weg kommen.

@Diotissima:
Arbeitest Du zufällig in irgendeiner Position in der Musikindustrie? Aus meinen - nicht überr Dritte oder Hörensagen! - Bandzeiten kenne ich die Abzocker noch recht gut. Das fängt mit GEMA an. Als Band muß man für die eigenen Stücke (!) GEMA Gebühren zahlen und nicht zu knapp, wir konnten es und wollten es uns auch nicht leisten. Würde die GEMA dann Tantiemen einholen, würde man davon einen Teil bekommen, der Rest geht wieder an die GEMA. Als Band zahlt man also zweimal für den gleichen Dienst.
Desweiteren kannst Du getrost als kleine Band größere Auftritte vergessen wenn Du der GEMA nicht beitrittst, Du wirst abgewiesen. So geschehen beim Mörser MAMPF Festival (ein Talentwettbewerb bei dem Helge Schneider auch war). Das es daran lag wußten wir über ein Bandmitglied, der in der Musikbranche auch auf der anderen Seite tätig ist.
Dazu zum damaligen Zeitpunkt hat ein Künstler/Band, wenn sie berühmt war, bestenfalls 1-1,50 DM (!) pro verkaufter CD verdient. Je nach Kosten fielen 3 DM Produktion an,2 DM für den Verkauf im Laden, der Rest verteilte sich auf das Label mit Vermarktung und Studio. Und da zeig mir mal wo da der Künstler der hauptgeschädigte ist, wenn von einer 30 DM CD 2/3 der Einnahmen an das Label gehen und der Künstler im Falle einer Madonna und Co 1/20 des Kaufwertes sieht?
Rechne mal nach, wenn die Topstars Verträge von 40 Mio über 5 Jahre oder so bekommen, dafür aber 3-4 Alben produzieren müssen, mach gerundet 10 Mio pro Album, welches aber weltweit bestimmt mehr als 10 Mio verkauft wird bei den Topstars. Mit anderen Worten, gerundete 1€ pro CD für eine Madonna, Kylie und wie die alle heißen. Und dann überleg mal wie es beim kleinen Künstler aussieht.
 
Forum-Fraggle schrieb:
@Diotissima:
Arbeitest Du zufällig in irgendeiner Position in der Musikindustrie?

Nein, aber ich kenne den Job und die SItruation von klein auf - mein Vater und mein Bruder sind beide Komponisten und Produzenten und ich selnbst habe eine musische Ausbildung. AlleVorgänge bei Musikverlagen, Labels und GEMA sind mir bestens bekannt, daher will ich auf einige deiner Punkte ganz gezielt eingehen und kann dir sogar noch den einen oder anderen Tip geben!

Als Band muß man für die eigenen Stücke (!) GEMA Gebühren zahlen und nicht zu knapp,

Jein. Eigentlich nein, da habt ihr euch schlecht beraten lassen. Der GEMA- Mitgliedsbeitrag kostet ~ 120€ im Jahr (oder waren das noch D-Mark?), ein überschaubarer Betrag also. Den muß jeder erst einmal bezahlen, egal ob ordentliches Mitglied oder nur angeschlossenes Mitglied.

Für eure eigenen Stücke hättet ihr nicht bezahlen müssen. Dafür muß der Veranstalter bezahlen. Bzw, wenn ihr STüpcke anderer Gruppen nachspielt oder covert, dann müßt ihr natürlich dafü+r GEMA bezahlen. Denn ihr würdet ja auch Tantiemen erhalten, würde man eure STücke nachspielen oder covern.
Anscheinend habt ihr euch von den Veranstaltern hier über den Tisch ziehen lasssen.

Desweiteren kannst Du getrost als kleine Band größere Auftritte vergessen wenn Du der GEMA nicht beitrittst, Du wirst abgewiesen.

Ja, weil sonst der Veranstalter Ärger mit der GEMA bekommen würde. ALs Band reicht ihr beim Veranstalter ein ausgefülltes Formular ein mit Dauer, Name und Besetzung der Titel. Danach wird er dann mit der GEMA abrechnen.

Und du sprichst hier auch etwas an, was ich mal den anderen sagen möchte. Hier wird oft verangt, dass der Musiker umsonst arbeiten solle, er könne ja von seinen Konzerten leben. Dabei wird vergessen, daß Konzerte längfst nicht das an Einnahmen bringen, was sich einige hier so vorstellen. (Man spielt nicht jeden Tag in der Köln-Arena...)

Konzert finden - wenn sie denn stattfinden - eher im kleinen CLubbereich statt, so von 50-200 Personen ausgehend. Davon kann man nicht leben.

Dazu zum damaligen Zeitpunkt hat ein Künstler/Band, wenn sie berühmt war, bestenfalls 1-1,50 DM (!) pro verkaufter CD verdient. Je nach Kosten fielen 3 DM Produktion an,2 DM für den Verkauf im Laden, der Rest verteilte sich auf das Label mit Vermarktung und Studio. Und da zeig mir mal wo da der Künstler der hauptgeschädigte ist, wenn von einer 30 DM CD 2/3 der Einnahmen an das Label gehen und der Künstler im Falle einer Madonna und Co 1/20 des Kaufwertes sieht?

Also, es ist so: Solche Dinge sind immer verhandlungsfähig und werden individuell im Rahmen der Usancen ausgehandelt. (Lassen wir mal die Sonderbedingungen für die "Stars" weg, ok?)

Das ist absolut vergleichbar mit dem, was Buchautoren von ihren Verlagen an Tantiemen bekommen. Das Buch kostet im Handel 20€, davon bekommt der Autor dann 2€. Warum?
Der Verlag bekommt nun wirklich nicht die restlichen 18€, sondern da sind die Produktions-Kosten des Buches (Druck, Papier, Vertrieb) enthalten, dann sind die Groß- und Zwischenhändler auch noch da,m die auch am Buch etwas verdienen möchten, dann Lager- und Vetriebswesen und letzendlich auch noch die "Pflege" des Produktes durch Lektorat und Vertreter.

Mein Bruder und mein Vater haben beide aus Abmanverfahren, die ihr Verlag (ihr Label) für sie getätig hat, entgan gene Einnahmen bezogen.
Es ist eine LÜGE, die von absolut unwissenden Kindern hier aufgestellt wird, daß die kleinen Künstlern nichts von diesen Summen, die man den P2P-Schnorrer abnimmt, sehen. Doch, die Künstlern werden daran beteiligt im Regelfall.

Konti schrieb:
Traurig sowas ...
Das hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun.

Gerecht ist es dann deiner Meinung nach, den Künstler um seine Tantiemen zu bertügen?
 
@ Diotissima

nochmals für dich: weggenommen wird keinem was. da zum wegnehmen dem künstler etwas fehlen müsste, damit ist nun nicht das geld für seine leistung gemeint. du machst auch gerne den spagat, das du von der MI zum künstler switschst, doch dazwischen liegen nunmal welten. dazu kommt, das du schlussfolgerst aus meiner aussage und das auch noch falsch. ich sagte nicht, das der künstler nix davon haben sollte. nur sehe ich nicht ein, was die MI da zu verdienen hat, wenn sie dazu schon nix leistet. oder vergleichen wir mal, was die MI so kassiert, auf jedem tonträger, oder jeder cd, welche nedmal unbedingt für fremdes eigentum verwendet wird, sondern vielleicht für die eigenen fotos.

zitat:
Sorry, aber was ist das denn für ein Schmarrn? Überleg dir doch bitte mal, was du da sagst. "Herr Paul hat den Porsche zwar mitgehen lassen, aber das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen, er hätte ihn wahrscheinlich ohnehin nicht gekauft."

da gehe ich auf die haltung von MI ein. wieder willst du nicht verstehen und bringst ein beispiel, welches nunmal rein gar nix mit der sachlage zu tun hat. da ein porsche ein gegenstand ist und auch du wissen solltest, das man ihn anfassen kann, einen heruntergeladenen song jedoch nicht.
nochmals für dich: ein REALER diebstahlt ist NICHT geschehen. da PHYSISCH nix entwendet wurde. wir reden wieder von der MI. das der künstler zu wenig bekommt, darin wären wir einig. doch auch wenn MI gelder bekommt, der künstler wird davon herzlich wenig zu sehen bekommen. oder bekommt der künstler was von den einnahmen, welche durch die verarsche mit cd und dvd`s geschieht, also das wir für etwas zahlen, was wir noch nicht getan haben ?

zitat:
Deiner MEinung nach sollte man also für Musik als Privatperson gar nichts mehr bezahlen sollen. Beantworte mir dann mal eine Frage: Kennst du einen Berufszweig der umsonst arbeitet?

wieder falsch, welche logik*g sie sollen nicht gratis, doch normal entlöhnt werden, da sie KEINE künstler sind, nur werber, oder vermarkter. sie lassen es sich nur zahlen, als wenn sie künstler wären.
und nun, bevor du damit kommst, ich hätte keine ahnung: im verlagswesen bezahlt heute in der norm auch der künstler den verlag, damit sein buch gedruckt wird. gibt ja ziemlich wenige verlage, welche das risiko noch selbst tragen. aber streichen dann bei erfolg den grössten kuchen davon ab. verhältniss verlag: 80% der künstler ca 20%. das findest du legitim und gerechtfertigt. der schriftsteller musste sich ja nur hinsetzen und was tippen. da muss der verlag ja so viel mehr tun... .
falls du dir nun überlegen solltest, zu wiedersprechen möchte ich quellen für die aussagen. weil es ansonsten nur heisse luft ist.

gibt da zig beispiele, wo der künstler nur 9% bekommt etc. auch wenn er die gesamte arbeit geleistet hat. dabei wollen doch alle die kunst fördern, doch das geschieht nunmal nicht, indem man MI den hintern mit geld restauriert.

zitat:
Glaubst du dennn, das dann noch irgendjemand Musik amchen würde, wenn man davon nicht mehr Leben kann. Oder wer sollte dann noch die ganzen schönen PC-Spiele schreiben, wenn man damit seine Miete nicht mehr bezahlen kann, weil es ja für den Privatmann frei sein soll.

der musik machende ist ein künstler, zugeb. nur der aus meiner sicht wichtige künstler ist der schreiber, des songs. musik zu machen, ist ein handwerklicher job, wie goldschmied ect. da finde ich die aussage künstler etwas ... sagen wir mal überzogen. gut, da kann man sich streiten. doch ich rede wenn schon, von den erschaffern eines werkes, nicht von den spielenden. nur mal für dich, ich tue dies im moment, weil das künstlerische eben NICHT nur durch das geld machen bestimmt wird. es ist ein drang, ein bedürfniss. das man dann schlussendlich geld damit verdienen will, ist aber auch klar, doch zuerst muss man sich ja informieren über die verschiedenen verlage, welche ganz und gar nicht hilfsbereit sind, jeweils. oder kennst du gerade einen verlag, welcher für einen neuen autor das risiko übernimmt, ausser diogenes, oder ev orell füessli?


zum nicht leben können von konzerten : http://www.youtube.com/watch?v=qpUESyh1L9I
 
Zuletzt bearbeitet:
F_GXdx schrieb:
Es ist aber Fakt, dass der Musikindustrie enorme Schäden entstehen, wenn User Musik zum Download anbieten, darum ist die Argumentation zu verstehen, und auch das Strafmaß, in gewisser Hinsicht, nachzuvollziehen.
Es ist im Prinzip doch, als würde ich auf meinem FTP das neue Album von XY anbieten und den Link hier posten, bzw, würde Google nach ein paar Stunden das listen, natürlich entsteht da enormer Schaden.
Darum sollte man es garnicht in Relation zu dem BESCHAFFUNGSPREIS setzen, weil es damit überhaupt nichts zu tun hat. Es geht hier nicht um die Beschaffung, sondern um das Anbieten. Auch wenn es sich eindrucksvoll anhört, wenn es das 9000 fache ist.
Du bist witzig. Wie bei bei genau diesem Prozess festgestellt wurde, ist unklar, ob es in den USA eine Straftat darstellt, unberechtigt Musik zum Download anzubieten oder ob die Distribution selbst nachgewiesen werden muss. Gerade deswegen wird der Prozess ja neu aufgelegt. Das steht zwar nicht in der News hier, stimmt aber trotzdem.
Und den "enormen Schaden" sehe ich auch nicht. Die Musikstücke hätten auf legalem Weg etwa 23$ gekostet, damit wäre die Strafe 10000 Kopien wert. Auch wenn man bedenkt, dass es sich natürlich um eine Strafe handelt, ist das immer noch völlig überzogen, vor allem da keine illegale Kopie direkt nachgewiesen wurde.

Und natürlich muss der Wert auf dem legalen Markt die Grundlage sein, wie will man denn sonst ein Strafmaß festsetzen. Die Gesetze in den USA sehen zwar einen Betrag pro Werk vor, aber die Geschworenen können die Strafe pro Stück in einem gewissen Rahmen festsetzen. Das steht übrigens sogar in der News. Selbst der Richter meint, dass die Sache mit dem Strafmaß nicht in Ordnung ist.

Diotissima schrieb:
Punkt. Die Frau hat nachweißlich(!) Künstler und ihre Verleger betrogen. Das hat nichts mit "Mutmaßung" zu tun.
In dem von dir zitierten Posting geht es um das Niveau der News. Zumindest in Deutschland ist es so, dass du niemanden vor einem gültigen Urteil öffentlich als "schuldig" bezeichnen darfst. Es gilt nicht nur die Unschuldsvermutung, sondern du unterstellst jemandem eine festgestellte Straftat. Da das Verfahren gerade wegen grundsätzlicher Unklarheiten (siehe oben) im zentralen Vorwurf gegen die Angeklagte neu verhandelt wird, ist die Angeklagte nicht schuldig (sie war schuldig gesprochen), bis der Prozess ganz abgeschlossen ist.

Die Kläger haben die IP- und die MAC-Adresse, beides lässt sich fälschen. Die Content-Industrie hat auch schon Netzwerkdrucker aufgrund ihrer IP abgemahnt.

Diotissima schrieb:
Du hälts dich an Begrifflichkeiten auf. Du kannst es auch "Parasit" oder "Schnorrer" nennen. Aber nicht nur im Deutschen, sondern weltweit spricht man von "Software-Piracy", denn um nicht sanderes handelt es sich.
Der Begriff "Piraterie" im Zusammenhang mit Urheberrechtsverletzungen ist ein ein emotionaler Kampfbegriff, ungefähr so wie das Wort "Gutmensch". Diese Formulierung, dazu ohne Anführungszeichen, hat in der Überschrift einer NEWS nichts verloren.

Diotissima schrieb:
Die Piraterie ist durch einen rechtsfreien, anarchistischen Zustand auf hoher See enstanden. Auch im Internet gibt es de facto rechtsfreie und anarchistische Zustände, wenn es um gewisse Industrien und deren Rechte geht.
Wenn sich diese Zustände nur auf den "normalen" Stand bringen lassen, indem an vielen Punkten Grundrechte zugunsten des Urheberrechts stark eingeschränkt werden, dann sollte besser das Urheberrecht weichen.

Diotissima schrieb:
Es werde Driite geschödigt (Die Autoren und ihre Verlage), ohne daß hier der Rechststaat real durchgreifen kann.
In jedem anderen Gesellschaftsbereich würden sofort Fahndungen und Razzien durchgeführt werden, wenn Rechts. und Gesetzverletzungen in diesem Ausmaß vorliegen, wie sie es in den P2P-Netzen nun einmal sind.
Sag das mal der Bild-Zeitung, die regelmäßig ohne Zustimmung, teilweise auch trotz ausdrücklicher Untersagung Betroffener, Bilder und Namen oder andere Daten von Personen veröffentlicht, auf die ihre Berichterstattung aufbaut, z. B.: http://www.bildblog.de/search/ansporn-zum-ausweiden/
Gerichtsurteile und Geldstrafen gibt es nur äußerst selten, obwohl ein Verlag Geld mit dem Blatt verdient. In dem oben verlinkten Fall gehen die Betroffenen zwar gegen die Bildzeitung vor, aber setzt das mal in Relation zum typischen Schwarzkopierer, der noch nicht mal kommerziell handelt und auch keine vergleichbare Verbreitung verursacht.

Übrigens Diotissima, ich habe zwar kein Komponisten in der Familie, aber mein Onkel ist auch Musiker und der hat ganz andere Ansichten zu dem Thema als deine. Vor allem dieser Wulst namens GEMA und größere Firmen, die mit Kultur Geld verdienen stinken ihm, da sie sich viel stärker als angebracht zwischen die Menschen und die Kunstschaffenden schieben und beide abzocken.
 
Zuletzt bearbeitet:
tarrabas schrieb:
@ Diotissima

nochmals für dich: weggenommen wird keinem was. da zum wegnehmen dem künstler etwas fehlen müsste, damit ist nun nicht das geld für seine leistung gemeint.[...]

nochmals für dich: ein REALER diebstahlt ist NICHT geschehen. da PHYSISCH nix entwendet wurde. wir reden wieder von der MI. das der künstler zu wenig bekommt, darin wären wir einig.

Nochmals für dich: Man nimmt dem Künstler sein Brot weg. Auch ein Künstler muß Einkaufen, seine Familie ernähren, Strom, Miete und Sprit zahlen. Punkt.

doch auch wenn MI gelder bekommt, der künstler wird davon herzlich wenig zu sehen bekommen. oder bekommt der künstler was von den einnahmen, welche durch die verarsche mit cd und dvd`s geschieht, also das wir für etwas zahlen, was wir noch nicht getan haben ?

Woher willst du das wissen? Aus eigener Erfahrung kann ich dir bestätigen, daß der Künstler sehr wohl was von seinen CD_Verkäufen, wie auch was von eingbetriebenen Nachzahlungen sieht.
Hör' doch mal auf diesen Stammtisch-Unsinn zu verbreiten. Du kennst die Usancen doch überhaupt nicht, gbewscweige hast du einen blasen Schimmer, wiiviel Aufwand und Kosten die Produktion eines einzigen Titeln in Ansprtuch nimmt.

nur mal für dich, ich tue dies im moment, weil das künstlerische eben NICHT nur durch das geld machen bestimmt wird. es ist ein drang, ein bedürfniss. das man dann schlussendlich geld damit verdienen will, ist aber auch klar

Du, ich rede nicht von Liebhaberei, Amateuren und Diletanten, sondern von Profis, die auf die Tantiemen angewiesen sind und natürlich auch eine ganz andere Qualität aufweisen können.

oder kennst du gerade einen verlag, welcher für einen neuen autor das risiko übernimmt, ausser diogenes, oder ev orell füessli?
Schott, Universal-Edition, Bärenreiter/Alcor-Edition, Peters, Breitkopf.


NarcoWelle schrieb:
In dem von dir zitierten Posting geht es um das Niveau der News. Zumindest in Deutschland ist es so, dass du niemanden vor einem gültigen Urteil öffentlich als "schuldig" bezeichnen darfst. Es gilt nicht nur die Unschuldsvermutung, sondern du unterstellst jemandem eine festgestellte Straftat. Da das Verfahren gerade wegen grundsätzlicher Unklarheiten (siehe oben) im zentralen Vorwurf gegen die Angeklagte neu verhandelt wird, ist die Angeklagte nicht schuldig (sie war schuldig gesprochen), bis der Prozess ganz abgeschlossen ist.

Die Kläger haben die IP- und die MAC-Adresse, beides lässt sich fälschen. Die Content-Industrie hat auch schon Netzwerkdrucker aufgrund ihrer IP abgemahnt.

Die Frau ist schuldig (Strafrahmen lassen wir mal außen vor.) Außer der IP- und der MAC Adresse sind ja auch noch die Festplatten da.

Wenn sich diese Zustände nur auf den "normalen" Stand bringen lassen, indem an vielen Punkten Grundrechte zugunsten des Urheberrechts stark eingeschränkt werden, dann sollte besser das Urheberrecht weichen.

Gut, dann willst duf die Künstler also vogelfrei stellen? Auch der Künstler hat ein Anrecht auf seine Grundrechte. Auf sein Eigentum. Oder willst du den "künstlerstern" einführen und Künstler-Zwangslager damit schon für die Sauger-Klasse gearbeitet wiord bei Brot und Wasser?
Du mußt schon einen rechtmäßigen SChutz der Einnahmen der Künstler hier vorstellen, wenn du das UHB abschaffen willst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind einfach Machtspielchen der Musikindustrie.
Die wollen ihren Gewinn maximieren und brauchen dann solche UltraStrafen um alle Raubkopierer abzuschrecken...denn die Höhe der Strafe klingt sehr nach "guter" Lobby-Arbeit...

"Nochmals für dich: Man nimmt dem Künstler sein Brot weg. Auch ein Künstler muß Einkaufen, seine Familie ernähren, Strom, Miete und Sprit zahlen. Punkt."

Dass die Künstler verhungern (vorallem welche die gut sind), weil ein paar Leute raubkopieren glaubst du wohl selber nicht...vorallem gibt es Leute die richtig arbeiten müssen und weit weniger verdienen.
Ausserdem verdient sie auch nicht grad die Masse...und seit wann geht man bei Strafmaßen nicht nach dem Einkommen?
Das Urteil ist einfach pervers, nicht zuletzt weil vielleicht ihre Kinder die Lieder ins Netz gestellt haben und die höchstwahrscheinlich nicht wissen wie extrem sowas bestraft werden kann.

Edit:
Vielleicht sollte man mal die ganzen chinesischen Hacker so bestrafen und auch so verfolgen, denn die richten allein in Deutschland jährlich mehrstellige Milliardenschäden an und klauen massenweise Innovationen...aber da gibts ja wieder keine so große Lobby wie die unheimlich wichtige Musikindustrie.
 
Zuletzt bearbeitet:
noskill schrieb:
Dass die Künstler verhungern (vorallem welche die gut sind), weil ein paar Leute raubkopieren glaubst du wohl selber nicht

"Ein paar"? Ahhh ja. Es gibt schon Zahlen, die hier ein anderes Bild postulieren lassen.

Wieviel Leute kriminelle Betrugsdelikte am Künstler begenen ist dabei außerdem unerheblich. Das macht die Sache auch nicht gerechter für die Künstler. Denn DIE sind die Opfer. Nicht diejeniegen, die vor Gericht stehen, sondern diejeniegen, die betrogen wurden. Das bleibt hier doch mal in aller Deutlichkeit festzuhalten.

...vorallem gibt es Leute die richtig arbeiten müssen und weit weniger verdienen.

Wie hoch ist denn der Stundenlohn deiner Meinung nach eines Texters oder eines Korrepetitors? Ich glaube, du verkennst hier die Lage, verblendet von Leuten wie D. Bohlen.
 
Korrepetitoren? Ich glaube du hast keine Ahnung welche Art von Musik primär raubkopiert wird und den Hauptteil des Gesamtschadens erleidet!
Soll ich dir mal ein paar bekannte "Künstler" als Beispiele verlinken?
http://de.wikipedia.org/wiki/Bushido_(Rapper)
http://de.wikipedia.org/wiki/Amy_Winehouse
http://de.wikipedia.org/wiki/Sido

Die nagen ja alle schon am Futtertrog und das bei dem zurückhaltenden, sparsamen Leben.
Naja hatten ja auch eine ewig lange Ausbildung und keine Freude am Leben...

Bist selber Künstler oder?

Soll ich mal noch nennen, was eine alleinerziehende Krankenschwester in den USA auszeichnet:
- unheimlich viel Zeit...auch für ihre Kinder
- viel Zeit sich ihre Kinder über die Gesetzeslage zu informieren
- exhorbitantes Einkommen
- riesige und mächtige Lobby
- deshalb auch die besten Anwälte des Landes

[/irony off]

Ich befürworte übrigens nicht das Raubkopieren es ist nicht ohne Grund gesetzeswidrig, sondern finde die Strafe absolut pervers und unangemessen!
Aber das passt ja zu den USA...
 
@Diotissima

wieder die begrifflichkeiten. diebstahl ist, wenn etwas tatsächlich entwendet wird, nicht wenn dem bauer die ernte ausfällt, weil die natur in diesem jahr eben nicht so will, wie der mensch.

in einem punkt hast du recht, ich hab keine ahnung, wieviel arbeit so ein titel macht. ich hab nur eine sehr genaue ahnung, wieviel arbeit ein buch macht. das vermarkten dann mal abgesehen. also komm mir nicht, das ich nicht wüsste, worum es geht. sind ja auch meine tantjemen, welche verlohren gehen. nur bin ich nicht bereit, ein menschenleben zu zerstören, weil ich gerade mal lustig bin, oder raffgierig. die hauptarbeit macht der künstler und der wird noch immer zu wenig entlohnt. da gehts nicht um die paar, welche schon berümt sind, sondern um die vielen, welche erst noch versuchen sich einen namen zu machen.

zitat:
Woher willst du das wissen? Aus eigener Erfahrung kann ich dir bestätigen, daß der Künstler sehr wohl was von seinen CD_Verkäufen, wie auch was von eingbetriebenen Nachzahlungen sieht.

quellen, links ... ich lerne gerne dazu. da du sagst, dem sei so, bitte genaue links, denn bei stichworten dauerts länger, die aussage zu kontrollieren.

der mit dem schuldig sein ist gut. gut lebt auch ihr in d nicht in einem rechtsfreien land, was man zuweilen meinen könnte, wenn man gewisses liest. schuldig ist die dame erst, wenn der urteilsspruch erfolgt ist, vorher ist das vielleicht dein "moralisches" werteempfinden, aber nix, was aussagekraft hätte. da, wenn die dame profundes wissen gehabt hätte, sie die songs legal herunterladen hätte können, jedenfalls hier in der ch(download ist legal, nur upload nicht).

zu den von dir aufgelisteten verlagen sage ich in bälde was, sobald ich zeit habe, mir die sache mal genauer anzusehen, denn auf den ersten blick sehe ich da nix von dem, was du behauptet hast, doch wir werden sehen.
 
tarrabas schrieb:
wieder die begrifflichkeiten. diebstahl ist, wenn etwas tatsächlich entwendet wird, nicht wenn dem bauer die ernte ausfällt, weil die natur in diesem jahr eben nicht so will, wie der mensch.

Sorry, Raubkopieren oder andere illegale Aktivitäten sind nicht "Naturgegeben". Ansonsten kannst du mal bei "Anarchie" nachschlagen.

quellen, links ... ich lerne gerne dazu. da du sagst, dem sei so, bitte genaue links, denn bei stichworten dauerts länger, die aussage zu kontrollieren.

Ich werde bestimmt nicht die Jahresabrechnung meines Bruders und meines Vaters hier uploaden.

zu den von dir aufgelisteten verlagen sage ich in bälde was, sobald ich zeit habe, mir die sache mal genauer anzusehen, denn auf den ersten blick sehe ich da nix von dem, was du behauptet hast, doch wir werden sehen.

Jo, mach mal. Ruf doch einfach da an und laß dich eines Besseren belehren.
 
Der Künstler erhält so lange zu wenig Geld von seiner Plattenfirma, wie er von ihr abhängig ist. Er darf sich geehrt fühlen von den Großen des Business bemerkt zu werden.
Erlangt er dagegen so viel Berühmtheit, dass seine Plattenfirma von ihm abhängig wird, erhält er das was ihm zusteht. Denn erst hier setzt in dieser Industrie so etwas wie Wettbewerb ein, darum wo der Künstler unterzeichnet.

Das ist auch das Problem, dass ich damit habe, Kunst als Produkt anzusehen, dass produziert, vermarktet und verkauft wird. Kunst ist jedes mal einmalig. Von jedem Künstler gibt es genau ein Exemplar. Ein Wettbewerb, wie man ihn von einem Markt erwarten sollte, kann garnicht entstehen.
 
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