News Prozess gegen US-Musikpiratin wird neu aufgerollt

riDDi schrieb:
Das ist auch das Problem, dass ich damit habe, Kunst als Produkt anzusehen, dass produziert, vermarktet und verkauft wird. Kunst ist jedes mal einmalig. Von jedem Künstler gibt es genau ein Exemplar. Ein Wettbewerb, wie man ihn von einem Markt erwarten sollte, kann garnicht entstehen.

Da spricht sehr viel Weisheit, ich kann dem nur zustimmen. Die ditialen Techniken erlauben es nur oberflächlich ein Kunstwerk quasi ohne qualitätsverlust beliebig oft zu reproduzieren, Die Idee (im Platonschen Sinne) läßt sich nicht belibig oft kopieren.
 
Und da sollte angesetzt werden. Musik ist allgegenwärtig. Ob im Radio, Fernsehen oder Streamingangeboten im Internet.
Früher wurden CDs immer liebevoll gestaltete Booklets beigelegt. Das hat sich mittlerweile oft auf ein dünnes Coverbild reduziert. Da muss es wieder hingehen und noch darüber hinaus. Poster, T-Shirts, Buttons. Für Onlinekäufe - die wesentlich günstiger als der Einzelhandel sein müssen - Freischaltcodes für Inhalte auf der Künstlerseite. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten dem ehrlichen Käufer einen Mehrwert zu bieten, die viel zu selten genutzt werden.
Stattdessen wird man von Digital Restriction Management eingeschränkt. Da braucht sich auch keiner wundern, wenn Filesharing immer mehr zum Volkssport wird. Nur Vorteile, keine Nachteile. Oder wer kennt hier jemanden, der dafür büßen musste? Ich nicht.
 
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@Diotissima

zitat:

Ich werde bestimmt nicht die Jahresabrechnung meines Bruders und meines Vaters hier uploaden.

das war nicht die frage. ich fragte nach genauen zahlen und quellen. nun ja, ich gebe zu, ich bin geneigt, dich nicht ernst zu nehmen. da bissher nur hörensagen kam. einen beweis für deine aussagen habe ich noch keinen gefunden. also mal klartext : bring mir einen link, irgendeine quelle wo ersichtilich ist, das zahlungen geleistet werden an den künstler und in welcher relation. dazu brauch ich kaum die abrechnung deines vaters oder bruders, sonder nur die üblichen fakten, welche irgendwo ja festgelegt worden sein sollten. da du ja vorgibst, bescheid zu wissen, solltest du ja wissen, wo man diese infos herbekommt.

zum anderen, du beschuldigst andauernd jemanden des klaren diebstahls, sprich die dame in den usa. doch was genau das wort bedeutet, oder betrug etc, ist dir egal, das kann nicht angehen. da du den stammtisch ins spiel brachtest, drehe ich nun den spiess um. bisslang waren deine sogenannten argumente eher stammtischgeschwafel, welches sich nichtmal der korrekten begrifflichkeit bedient, eben wie am stammtisch.
 
tarrabas schrieb:
also mal klartext : bring mir einen link, irgendeine quelle wo ersichtilich ist, das zahlungen geleistet werden an den künstler und in welcher relation. dazu brauch ich kaum die abrechnung deines vaters oder bruders, sonder nur die üblichen fakten, welche irgendwo ja festgelegt worden sein sollten. da du ja vorgibst, bescheid zu wissen, solltest du ja wissen, wo man diese infos herbekommt.

Das steht in jedem üblichen Künstlervertrag, mein Lieber und deine Frage zeigt mir, daß du eben noch nie mit diesen Dingen zu tun hattest. Die Staffelung bei KiWi (Kippenheuer) zum Beispiel beträgt 8% +2%/Jahre/10.100 Auflage.
RoRoRo fährt dasselbe Modell, nur ist die Jahreszahl seit Erscheinen nicht hineingerechnet.

In den Vertrags-Usancen fließen damit alle Einnahmen ein, auch die aus nachverfolgten Erträgen duch GEMA, GBV oder VG Wort/Bild.

Ruf doch einfach mal bei RoRoRo in Reinbek(Hamburg an und frage die. Als Autro hast du da bestimmt außerdem gleich einen guten neuen Kontakt. ;)
Oder rufe mal bei Schott an, Dr. Pegatzki verlangen.

So mein lieber, und jetzt schlage ich doch mal vor, daß DU dich bitte erst einmalk informieren solltest bervor du weiter deine Stammtischparolen losläßt. Ich bin mit diesem Geschäft groß geworden und kenne die Kollegen und die Vertragsvereinbarungen.

UNd um es noch einmal ganz deutlich für Dich zu machen: Ob du es Diebstahl oder Betrug oder Lizenzklau oder -auf-die-kunst-scheißen nennst: es bleibt sich gleich: Der Mundraub an den Künstlern im Internet ist illegal,m denn das EIgentum ist grundgesetzlich geschützt und dazu gehören auch geistige Werte und Werke.
 
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Diotissima schrieb:
Konzert finden - wenn sie denn stattfinden - eher im kleinen CLubbereich statt, so von 50-200 Personen ausgehend. Davon kann man nicht leben.

Sag's Rocky Votolato.
War am Freitag bei einem Konzert... geschätzte 150 bis 200 besucher.
So war es wohl auch bei seinen anderen Konzerten in ganz Europa...

Scheint ihm aber nicht allzuschlecht zu gehen.... ;-) (Allein deshalb könnte man es sich nichtmal leisten "mal eben" eine Tour durch ganz Europa zu machen)


Und du verteidigst es, dass man wegen einer Lapalie von 24 Songs zu 220.000 US Dollar verklagt wird...

Selbst bei einem Einkommen von 1000 US Dollar, wovon 60% für schäbige Wohnung/Essen/Kleidung usw. drauf gehen... bleiben monatlich 400 US Dollar übrig. Im Jahr also 4.800 US Dollar. In mehr als 45 Jahren hat die gute Frau dann ihre Schulden beglichen, weil sie sozusagen 2 CDs geklaut hat...

Forderst du auch für Leute, die einen Kaugummi im Laden klauen, dass sie erstmal 10.000€ Strafe zahlen müssen?
Warum nicht gleich 1 Jahr lang einsperren, Hände abhacken, damit sie es nie wieder machen?

Wie oft müssen wir es denn noch schreiben... wir fordern hier nicht, dass sie straflos wegkommt, wir schreiben auch nicht, dass Filesharing gut ist oder dass es besser als der CD Kauf ist...
Aber diese Aktionen und die Unterstützer solcher machen die gesamte Musikindustrie immer unsympathischer... ist doch fast logisch, dass immer weniger Leute CDs kaufen wollen O_o

Mein Vorschlag gilt immernoch... 1000 US Dollar bis 4.000 US Dollar Strafe. Dann hätte sie es (wenn meine Rechnung oben so einigermaßen stimmt) 1 Jahr lang keinerlei Luxus... und allein schon, weil sie ihren Kindern nichts bieten kann (für dieses 1 Jahr), wird sie sich merken, dass sie es nie wieder machen wird, bevor nochmal ein Jahr ihres Lebens ... "überflüssig" ist...
DARAUS lernt man.. nicht aber, wenn man weiß, dass man für den Rest seines Lebens verschuldet ist... man hat eh keinerlei Hoffnung mehr, was wollen die also machen, wenn ich jetzt wieder einen Song oder 1 Album oder 1.000 Diskographien herunterlade?

Das Zauberwort ist und bleibt die Verhältnismäßigkeit...

Gibt Leute, die wegen Körperverletzung oder Diebstahl mehrwertigere Dinge (1 Song = 1 US Dollar -> 24 Songs = 24 US Dollar), (fast) keine Strafe bekommen...
Bewährung oder geringe Geldstrafen, nunja, kann man wohl mit leben ;-)

Will es aber gerne mal erleben, dass jemand auf 152.000€ verklagt wird, weil er eine DVD irgendwo klaut oder weil er einen mp3 Player irgendwo mitgehen lässt...
Aber das wird kommen und solche Fanatiker (so wie du in den ganzen Newsthreads agierst, kommst du mir schon vor wie ein Fanatiker Oo) werden dann himmelhochjauchzend herumlaufen ;-)
 
letzter versuch.

@ Diotissima

wir waren bei zahlungen, von cd,dvd`s also von der marge, welche wegen raubcopieren, bei allen datenträgern draufgeschlagen wird. DIESE zahlen will ich wissen.
das man magere 8-10% bekommt bei einem verlag, ist mir auch klar, zudem hatte ich schon solche verträge in händen. also wieder eine unsinnige annahme deinerseits, das ich nicht wissen würde, was ich schreib. nur eben, ich bleibe bei dem, worauf ich hinaus wollte. da helfen auch keine von oben herab-anworten, wie "ich weiss das halt". doch noch immer die frage : WAS BEKOMMT DAVON DER KüNSTLER.

nun ja, vielleicht habe ich mich zu unklar ausgedrückt, für dich. wir werden sehen, obs nun klarer ist.

noch was, von wegen legal, oder nicht. tatsache ist, das in deutschland, der schweiz und den usa unterschiedliche gesetze gelten, was das strafrechtliche herunterladen anbelangt. also ist das, was du glaubst, das gut und richtig ist, in den usa nunmal ned zwingend wichtig. ist wie wenn du einen trabbi mit einem merz vergleichst. beide fahren, nur der eine hat etwas mehr power, in dem falle den etwas grösseren markt.

zu dem nun bereits zum widerholten male falsch geschlussfolgerten.

NEIN, ich bin nicht dafür, das downloaden im privaten bereich verkriminalisiert wird. und JA ich bin dafür, das der künstler mehr verdient und die MI endlich mal nur das bekommt, was sie verdient. da die relation einfach nur krass ist, wenn man den kuchen von MI mit dem des künstlers vergleicht, welcher die eigentliche hauptarbeit leistet.
abgesehen davon, was ich denke, für mich gilt, ich richte mich nach den gesetzen des landes, in welchem ich lebe.

aber ich bin auch dafür, das man im verhältnis bestraft, also nicht mit gefängnis droht, oder dies sogar umsetzt. ist in meinen augen auch unverhältnismässig.

@cab.by DANKE, meine rede.
 
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cab.by schrieb:
Und du verteidigst es, dass man wegen einer Lapalie von 24 Songs zu 220.000 US Dollar verklagt wird...

Nein, verteidige ich nicht. Das zeigt auch mal wieder, wie gründlich du die Threads liest. Ich habeeingangs bereits erwähnt, daß ich die Forderungen für überzogen halte. Etwas im Bereich von 1000-10.000 Dollar wäre angemessener.

@tarrabas: Die Zahlen der Musikverlage sind ähnlich bzw. dieselben der Buchverlage. (Starautoren mal ausgenommen.)

Du willst sie sehen? Laß dir einen Mustervertrag zuschicken. ich habe dir schon Namen genannt, bei wem du dich melden solltest: Dr. Pegatzki bei Schott. Soll ich dir auch noch öffentlich hier die Telefonnummern nennen? Wenigstens das wirst du doch wohl selber herausfinden können. Mein Gott.
 
@ Diotissima

ich werde nun nicht nochmals schreiben, was ich haben wollte. du liest dermassen selektiv, ist zum haareraufen. da würde ich keinesfalles anderen sagen, sie lesen die treads nicht richtig. das wars von mir, da ich nicht vorhabe, kindermädchen zu spielen. für mich ist das fazit : von dir kommt nur heisse luft.
 
Von mir kommen immerhin Namen, Verlage, Ansprechpartner, bei denen du dich ganz genau informieren könntest, um deine Unkenntnis ein bißchen mal einzudämpfen.
Von dir kommen nur immer wieder dieselben Stammparolen: MI böse, macht schlechte Verträge, die Autoren sähen nichts von den eingeklagten geldern, etc...
 
Buttlegboy schrieb:
anscheinend werden in amerika staatlich geprüfte idioten in die jury nominiert.

Würde passen, da man in Amerika offenbar das Recht hat, sich wie ein Vollidiot zu benehmen. Ansonsten kann ich mir nicht erklären warum jemand 2 Millionen für verbrühte Beine bekommt, weil auf dem Becher heißen Kaffee kein Warnhinweis stand dass er heiß sei. Noch krasser sind Leute die aufgrund der Matrix - Filme Morde begangen haben, und dann auch noch freigesprochen wurden...

Ich hab aber auch mal einen Artikel gelesen, dass in D mittlerweile auch dümliche Warnhinweise aufgedruckt werden, weil die Hersteller befürchten es könnte sich hier eine ähnliche Schadensersatz - (Un)Kultur einbürgern wie in den Staaten. Meine Favoriten dabei waren: "Fön nicht in die Badewanne werfen" und "Nach dem Einführen des Tampons die Hose wieder hochziehen".
 
@ Diotissima
Etwas später eine Antwort wegen "Künstler zahlen nicht GEMA "Gebühren für eigene Werke". Da hast Du mich mißverstanden. Direkt zahlt kein Künstler diese Gebühren, indirekt schon. Wir hätten um die Auftritte bekommen zu können den Beitrag zahlen müssen. Wir spielten nur eigene Songs, wir hatten ja auch nur einen Cover Song, der aber zu den grünen, also frei nachzuspielenden gehört. Alles andere waren komplette Eigenkompositionen. Da wir aber nur selbstorganisierte Auftritte ohne GEMA beitrag absolvieren konnten und jegliche anderen Auftritte bzw. Teilnahme an Talentwettbewerben verweigert wurde weil wir kein Mitglied der GEMA waren, hätten wir sehr wohl indirekt für das abspielen unserer eigenen Stücke zahlen müssen.
 
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