UWW-Zoom gesucht

SanBo

Lt. Commander
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Apr. 2008
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Hallo! Ich bin neu hier und habe direkt schon eine Frage. :)

Vor einer Woche habe ich mir das Canon 15-85mm als Ersatz für mein Kitobjektiv Canon 18-135mm geholt, da es in den Kritiken meist deutlich über dem 18-135mm lag. Was die Abbildungsleistung und die Bildqualität anbelangt, liegen beide subjektiv auf einem ähnlichen Niveau. Ein Aha-Effekt blieb leider aus und ich sehe keine merkliche Steigerung in den Ergebnissen. Mag sein, dass ich ein Montagsmodell erwischt habe?!?
Wie dem auch sei - ich spiele nun mit dem Gedanken, das 15-85mm wieder zurück zu senden und mir statt dessen das Sigma 8-16mm zu holen. Nun würde mich interessieren, wie ihr darüber denkt?

Zu meinem Profil:
Ich mache zu 75% Landschaftsaufnahmen mit einer EOS 60D, die restlichen 25% nutze ich für Tierfotos. Hierfür kommt ein Tamron 70-300mm HSM zum Einsatz.
Macht es eurer Ansicht nach Sinn, das 18-135mm gegen das 15-85mm auszutauschen, oder soll ich lieber das 18-135mm behalten und mir zusätzlich das Sigma 8-16mm zulegen?

Hier findet ihr die Vergleichsbilder, die ich gestern geschossen habe: Link
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine Frage kann ich dir nicht beantworten, weil ich das Objektiv nicht habe. Es macht durchaus Sinn dein vorkurz. gekauften Objektiv zurückzuschicken. Der Bereich 15-85mm wird schon gedeckt daher macht das kein Sinn das 18-135mm zubehalten. Ich hab ingesammt 3 Objektive ( einmal unter 18, zwischen 18-100 und bis 300mm).

Deine Frage wäre in diesem Forum besser aufgehoben. Viel Glück.
 
Gib's zurück. Wenn du eh keinen Unterschied siehst ist es nicht sinnvoll das teure Objektiv zu behalten.

Dein Plan bzgl. des neuen Objektiv ist eher sinnvoll, schließlich deckt dies einen anderen Brennweitenbereich ab als das vorhandene. Bei 2 Objektiven für den selben Bereich ist eines überflüssig.

Bin zwar kein Experte und sage im Grunde das selbe wie Bender, aber mit anderer Begründung. Das stärkt damit dessen Aussage.;)
 
Von der Abbildungsleitung her solltest du das Tokina 11-16mm 2.8 anschauen, das ist meist extrem scharf. Beim Fotografieren kommt es weniger drauf an alle Brennweiten abgedekt zu haben, sondern eher deine Lieblingsbrennweiten abgedekt zu haben. Ich hatte das Sigma 12-24 für Vollformat und mir war dieses zu weit und habe es kaum verwendet, bei jedem Bild war einfach auf allen Seiten noch Ungewolltes mit drauf...

Für ein UWW kannst du dir natürlich auch ein Fischauge überlegen, dessen Bilder sind dann einfach unkorrigiert, aber lassen sich auch zu einem Panorama zusammenrechnen, falls das gewünscht ist. Photoshp kann mit einem entsprechenden Filter auch die Verzerrung komplett ausgleichen. Dabei ist das 10-17mm von Tokina noch witzig, hat aber an den Rändern mit Chormatischer Abberation zu kämpfen. (lässt sich schnell und einfach entfernen)

Wenn du eine grössere Auswahl brauchst kann ich dir folgende Seite Empfehlen: http://www.photozone.de/

Viel Spass & mfg
 
Bevor du dir ein UWW kaufen willst, lies dir das mal durch. UWW-Objektive sind sehr spezielle Objektive, für die man ein gutes Auge haben muss, um die richtig auszunutzen. Und dabei geht es nicht darum, möglichst viel auf ein Bild zu bringen, sondern die perspektivische Verzerrung zu verwenden.

Sowohl das Sigma, als auch das Tokina sind dann mehr als einen Blick wert. Beide sind moderne Objektive, die gut gerechnet wurden und keine großen Schwächen zeigen. Allerdings würde ich dann eher zum Sigma greifen, weil die 3mm mehr WW machen hier schon viel aus und sind meiner Meinung nach mehr Wert als eine hohe Lichtstärke und die Möglichkeit, Filter dranzuschrauben.
 
Bender Bieger schrieb:
Deine Frage kann ich dir nicht beantworten, weil ich das Objektiv nicht habe. Es macht durchaus Sinn dein vorkurz. gekauften Objektiv zurückzuschicken. Der Bereich 15-85mm wird schon gedeckt daher macht das kein Sinn das 18-135mm zubehalten. Ich hab ingesammt 3 Objektive ( einmal unter 18, zwischen 18-100 und bis 300mm).

Deine Frage wäre in diesem Forum besser aufgehoben. Viel Glück.

Nein - es ist ja genau anders herum. Ich hatte als Kitobjektiv das 18-135mm und habe mir nun für 600€ das 15-85mm gekauft. Hier sehe ich nun keinen nennenswerten Unterschiede.
(Vielleicht liegt es ja auch an mir oder meiner Erwartungshaltung?) Oder ich habe vielleicht auch ein extrem gutes 18-135mm erwicht!?!
Daher nun die Überlegung, ob ich das Geld nicht anderswo sinnvoller investieren kann!


Da ich bisher kein UWW hatte, bin ich mir halt unschlüssig, ob es zu mir passt. Wie bereits geschrieben, mache ich hauptsächlich Panoramaaufnahmen. Dazu hatte ich mir auch das 15-85 geholt. Die 3mm mehr WW zum 18mm machen schon etwas aus.
Ich denke, das Sigma wäre wohl noch besser für Panoramaaufnahmen passen. Die Frage ist eben nur, ob die Schärfe dann auch so gut ist.

Passt ein UWW denn überhaupt zu meinen Anforderungen?




Edit: Kann man denn wirklich auf das Sigma keinen Polfilter schrauben? Ist das denn kein Widerspruch: ein 8mm Weitwinkel für Panoramaaufnahmen und dann diesen blassen Himmel und die blassen Auen?!?
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau dir mal das Canon EF-S 10-22mm/ 3,5-4,5/ USM an, zwar nicht gerade billig, aber die Leute die es benützen sind sehr zufrieden damit. Kannst dir ja mal die Bilder im DSLR Forum dazu anschauen und auch dort Meinungen einholen. Klick
 
@ Polfilter auf UWW:
Hättest du meinen Link gelesen, hätte sich die Frage schon erledigt ;)

Don't do it!

Das Problem ist, dass der betrachtungswinkel bei UWWs so groß ist, dass du immer einen sehr großen Bereich des Himmels erwischt. Da der Himmel je nach Winkel zur Sonne seine Polarisierung ändert, bekommst du mit UWW einen schönen Helligkeitsgradienten im Himmel.
 
Den Link hatte ich mir angesehen. Nur leider ist mein Englisch nicht das beste. :(

Aber danke für die Zusammenfassung! Könntest du deine Aussage mit dem Helligkeitsgradienten etwas vertiefen? Ich weiß momentan nichts damit anzufangen. :(
 
Ich glaube, dieses Bild sagt dazu alles:

KEN_6031-polarizer.jpg
 
Wahnsinn - sieht echt toll aus!
Und das alles ohne Polfilter?!?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist natürlich mit Polfilter ;) Man sieht da den dunklen Streifen, bei dem das Licht maximal polarisiert ist und deshalb vom Polfilter ziemlich abgeschwächt wird. Normalerweise sollte der Himmel einigermaßen gleichmäßig blau sein.
 
Könntet ihr euch bitte mal meine Bilder ansehen? Ich bin mir total unsicher bezüglich der Abbildungsleistung des 15-85mm.
 
Du solltest dich von den Automatiken verabschieden, in RAW Fotografieren, nur ein einzelnes Fokusmessfeld wählen, dann mit Offblende, deine Bilder sind alle (zumindest die ich mir jetzt auf die schnelle angeschaut habe) ziemlich abgeblendet, da sind dann viele Linsen scharf. Ich würde auch nicht der Kamera die Wahl der Fokus punkte überlassen, woher will die wissen, was du fokussieren willst?
Achja, AF-Betriebsart AI Fokus AF (bei den ersten Bildern) ist unnötig, zumal die Funktion in der Praxis nicht wirklich überzeugt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das 15-85 scheint meiner Meinung nach nicht so viel besser zu sein. Also ich würds wieder zurückgehen lassen. Für das Geld gäbe es einige Objektive, die den kreativen Spielraum deutlich mehr erweitern können als das 15-85.

Zu den Bildern generell: Sind jetzt alle nicht besonders spannend. Selbst für solche Tests würde ich aussagekräftigere Motive suchen. Wenn du solche Vergleiche durchführen will, müssen außerdem alle Bedingungen so weit wie möglich gleich sein, d.h. Stativ, Fokuspunkt fest, gleiche Lichtverhältnisse...

Bei den meisten Bildern draußen hast du zudem ziemliches Clipping drin, d.h. helle und dunkle Stellen, die absaufen. Dagegen helfen mehrere Sachen:
- in RAW fotografieren: generell höherer Dynamikumfang
- jedes Foto nach der Aufnahme anschaun und überprüfen, ob Clipping auftritt. Wenn ja, dann Belichtungskorrektur und nächste Aufnahme. Das solange, bis es passt.
- Nachbearbeitung mit RAW-Entwicklern. Da lässt sich richtig schön viel machen.
 
Erstmal danke für eure Tipps!

Wie meinst du das mit dem zurück gehen lassen? Denkst du, dass es mit einem anderen 15-85 besser wäre? Kann Canon hier nachjustieren?
 
Ich finde, das 15-85 und das 18-135 sind einfach zu ähnlich. Relativ vergleichbarer Brennweitenbereich und auch vergleichbare Lichtstärke. Gut, das 15-85 sollte etwas schärfer sein, aber davon sieht man auf den Fotos oft nicht besonders viel, wenn man jetzt keine Poster ausdruckt.
Ich würde das Geld lieber in ein Objektiv stecken, das mehr Möglichkeiten bietet, z.B. das 8-16er, ein 17-50 1:2.8, eine 50er FB, oder ein ~100 1:2.8 Macro. Mit jedem dieser Objektive könntest du Bilder machen, die mit den beiden oben genannten Objektiven einfach physikalisch nicht möglich sind.
 
Da hast du wohl Recht! Schade - bei der Kritik, die das 15-85 bekommen hat, dachte ich, es sei wohl die beste Option. Egal - nun wird es wohl ein WW oder UWW werden. Bin schon mal gespannt, welche Erfahrungen ich damit machen darf! :)
 
Ganz ehrlich, mach dir erst mal nicht so einen Kopf über Objektive, lerne erst mal deine Cam zu verstehen, keine Automatiken zu benützen und was über Bildgestaltung zu erfahren, was nützen dir richtig gute Objektive, wenn du deren Potenzial nicht aus reizen kannst? Erst im laufe der Zeit weiß man was und mit welcher Brennweite man am liebsten Fotografiert.
Zu viele Anfänger verlieren sich in der Technik und vergessen ganz nebenbei die Bildgestaltung.....
 
Blueline56 schrieb:
Zu viele Anfänger verlieren sich in der Technik und vergessen ganz nebenbei die Bildgestaltung.....

Genau das trifft es und ich habe mich dabei selbst auch immer wieder erwischt. Wichtig ist, dass du an die Grenzen deiner Ausrüstung stößt, bevor du dir neue zulegst. und die 3mm Brennweite, ob nun 15 oder 18mm sind kein neues Objektiv wert. Wenn du mal soweit bist, wäre ggf. das 10-22mm von Canon noch ne Alternative.
Ich würde allerdings dann eher einen anderen Weg gehen und mir eine KB Kamera zulegen, zb die 5d MK I gebraucht. Dazu ein KB Objektiv (17-40) und du bist für dein WW bestens ausgestattet. Aber bis dahin muss es dir das Geld dafür auch Wert sein.

Merke: WW bzw UWW ist auf KB billiger, Tele ist dafür am Crop günstiger.

Und noch ein Tip zum Schluss: das Wichtigste ist die Übung. Unsere Ausrüstung ist nur unser Werkzeug.
 
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