Veränderte Anforderungen an die Workstation - Neukauf oder Aufrüsten

Sturzgebimmelt

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Okt. 2005
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Hallo zusammen,

vor einigen Jahren wurde mir in diesem Forum sehr nett geholfen, als es um die Zusammenstellung meines - noch immer aktuellen - Arbeitsplatz-PCs ging.

Da dieser sich mittlerweile neuen Herausforderungen gegenüber gestellt sieht - denen er in seinem aktuellen Zustand nicht mehr gewachsen zu sein scheint, würde ich mich über den/die ein oder anderen Tip / Empfehlung zur weiteren Vorgehensweise freuen.

So besteht folgendes Problem. Da ich mittlerweile an dem Rechner auch Musik recorde und abmische, macht sich nun doch die begrenzte Rechnerleistung bemerkbar (feststellbar doch rauschen, knacken, stottern beim Abspielen).

Für mich stellt sich nun also die Frage, ob ich dem "Alten" eine Frischzellen-Kur gönne, oder mir direkt etwas passendes Neues konzipiere und den alten nurnoch für Office-Anwendungen nutze.

Meine Tätigkeiten am Rechner gestalten sich wie folgt:

0% Gaming
50% Office-Anwendungen (Word, PowerPoint, Excel)
20% Internet-Anwendungen (Social Media, TV - SkyGo, Youtube, OCR-Reader, etc)
20% Musik-Produktion
10% Videoschnitt.

Die Infos zum Zustand und Aufbau meiner alten Möhre hänge ich an. Mein Budget liegt bei ca. 600 Euro.

Würde mich wirklich sehr über den ein oder anderen Tip freuen!!!
 

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CPU Ryzen 1700X -> 385€
Mainboard ASUS Prime B350-Plus -> 95€
Crucial Ballistix Sport LT grau DIMM Kit 16GB, DDR4-2400 -> 120€
Scythe Mugen 5 -> 45€

macht 645€

Alternativ kann man den 1700 nehmen, man spart dann 50€ bei der CPU und kann erstmal den Boxed Kühler verwenden, was auch 45€ spart.

Welches Netzteil und Gehäuse hast Du?
 
Windows
Monitor
Laufwerke
Festplatte(n)

kann alles übernommen werden.

Für 600 sollte sich da ein schönes Ryzen System zusammen stellen lassen. "Problem" ist, dass für 70% deiner Anwendungen ein kleiner Celeron reichen würde und die restlichen 10-30% massiv Power zu brauchen scheinen. Mittelweg ist eher unbefriedigend, daher wird es wohl auf ein überdimensioniertes Office System herauslaufen.

​Daten zum Netzteil?
 
Sturzgebimmelt schrieb:
Hallo zusammen,

vor einigen Jahren wurde mir in diesem Forum sehr nett geholfen, als es um die Zusammenstellung meines - noch immer aktuellen - Arbeitsplatz-PCs ging.

Da dieser sich mittlerweile neuen Herausforderungen gegenüber gestellt sieht - denen er in seinem aktuellen Zustand nicht mehr gewachsen zu sein scheint, würde ich mich über den/die ein oder anderen Tip / Empfehlung zur weiteren Vorgehensweise freuen.

So besteht folgendes Problem. Da ich mittlerweile an dem Rechner auch Musik recorde und abmische ...
20% Musik-Produktion
i7-7700k + einfaches 270-Board + RAM, siehe hier: http://www.scanproaudio.info/2017/03/02/amd-ryzen-first-look-for-audio/
 
Um welche Software handelt es sich bei deiner Recording Software?

Unterstützt diese Software überhaupt mehr als 4 Threads?
Ist die CPU überhaupt die begrenzende Baustelle oder kommt hier eventuell eine alte HDD bei den Schreibraten an die Lastgrenze, oder es läuft nur der RAM voll?

-Alles Fragen die man vorher klären sollte, bevor man die Ryzen 7 Keule schwingt. ;)
 
Also es handelt sich bei der Software um Studio One v3.

Laut Taskmanager kommt beim konvertieren der Mixe der CPU schon an die 100% Grenze.... Leider.
Ergänzung ()

Die Netzteil und Gehäuse-Frage kläre ich gerade... sorry.
 
also der Prozessor zeigt bei dir nur 1 Kern an...hast du im Bios vielleicht was verstellt ? müssten ja sonst 3 Kerne sein...
 
Oha hoppla - das ist jetzt etwas peinlich, oder? Ehm, ihr merkt ich bin tatsächlich nicht der riesen Crack. Wie kann ich denn testen, ob da bzgl des Prozessors Einstellungsvarianten nicht optimal abgestimmt wurden?
 
Bei einem neuen Board mußt Du unbedingt darauf achten, eins mit einem hochwertigen Audio-Chip auszuwählen. Aktuell wäre das zum Beispiel ein ALC1220, die meisten 800er oder 900er haben einen zu geringen Fremdspannungsabstand (SNR).

Beim Prozessor solltest Du sehr viel Wert auf eine hohe Einzelkern-Leistung legen.

Wenn ich sehe, woher Du kommst, rate ich Dir, unbedingt noch auf den Ryzen 1nnnG (Raven Ridge APU) zu warten. Dessen Grafikleistung wird besser sein, als bei den aktuellen Einsteiger-Grafikkarten.
 
Sturzgebimmelt schrieb:
Oha hoppla - das ist jetzt etwas peinlich, oder? Ehm, ihr merkt ich bin tatsächlich nicht der riesen Crack. Wie kann ich denn testen, ob da bzgl des Prozessors Einstellungsvarianten nicht optimal abgestimmt wurden?

Kann eventuell auch ein Ausleseproblem des Programms sein.

Öffne bitte mal während du recordest den Taskmanager und dort den Tab "Leistung" und mache davon einen Screenshot und füge ihn hier ein.

Daraus kann man dann folgendes ablesen:
1. Die Anzahl der "Balken" bei Verlauf der CPU-Auslastung gibt darüber auskunft wieviele Kerne genutzt werden. (Ob tatsächlich nur einer aktiv ist.)
2. Der Verlauf und die Nutzung gibt Auskunft darüber wieviele Kerne dein Programm aktuell nutzt.
3. Wie stark dein RAM ausgelastet wird.
 
Hallo und nochmals danke für die zahlreichen und zeitnahen Antworten. Ich hänge mal ein Bild an... Befürchte das hat schon eine gewisse Aussagekraft :-(Speicher.jpg
Ergänzung ()

By the way: Mein Netzteil ist von BeQuiet und ist das Model BQT L7-300 W Pure Power...
Das Gehäuse ist von Sharkoon Tower Gehäuse T9
 
Sturzgebimmelt schrieb:
Ich hänge mal ein Bild an... Befürchte das hat schon eine gewisse Aussagekraft
Anhang anzeigen 620617
Damit bleibt es bei meiner Einschätzung. Du brauchst möglichst hohe Einzelkern-Leistung, also Intel. Am besten Du gehst in dieser Tabelle: http://www.cpu-world.com/benchmarks/desktop_CPUs_single.html von oben nach unten - bis Du in Deinen Preisbereich kommst. (Leider sind die "brandneuen" Intel 7xxx noch nicht drin). Ich empfehle i7-7700K + den Rest so günstig wie möglich. Könnte gerade klappen bis 600€. Ansonsten i5-7600k.

Edit: neuere Liste mit i7-7xxx und AMD Ryzen: https://www.cpubenchmark.net/singleThread.html
Dein bisheriger Prozessor AMD A6-3500 läge demnach bei 747 Punkten, ein i7-7700K läge bei 2591 Punkten (ca. 3,5 x so schnell) nur in der Einzelkern-Leistung. Von Mehrkern-Leistung gar nicht zu reden ...

Den AMD-Ryzen solltest Du besser den Hardware-Fachleuten aus dem Forum überlassen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@blöderidiot
Mein Ryzen System (siehe Sig) läuft genauo zuverlässig wie ein Intel System und leistet bei vielen Anwendungsfällen mehr als ein überteuerter 7700K.
 
Wie schon gesagt wurde, für die Internet und Office Arbeiten genügt eine sehr einfache CPU wie z.B. der Pentium G4560.

Beim Videoschnitt sehe ich einen Ryzen 8-Kerner klar im Vorteil gegenüber preislich ähnlichen Intel CPUs. Wobei du beim Ryzen auf jeden Fall noch eine Grafikkarte dazu kaufen müsstest, da er nicht wie deine bisherige CPU eine interne GPU besitzt.


Schwierig wird es derzeit bei der Musikproduktion rauszufinden, was die optimale CPU für dich ist. Eins vorweg, deutlich schneller als dein bisheriges System sind sie alle. Blöderidiot hatte ja schon für Musikproduktion relevante Benchmarks rausgesucht, die zum Ryzen Release veröffentlicht wurden. Leider hat sich noch kein neuer Stand ergeben ob die überproportionalen Performanceeinbrüche bei geringen Latenzen immer noch so auftreten. Deshalb gilt aus meiner Sicht nach wie vor, was ich kürzlich dazu geschrieben habe.

Deshalb:

Wenn wirklich niedrige Latenzen gefragt sind, ist der 7700K die CPU der Wahl (zumindest solange bis das mit den Performanceeinbrüchen beim Ryzen geklärt ist)

Verwendet man sehr wenige Spuren aber mit vielen extrem leistungsfressenden Plugins und dazu ein verschachteltes Routing wird die Singlecoreperformance wichtig. Dann sollte die Wahl ebenfalls auf den 7700K fallen. Der hat @Stock gegenüber den schnellsten Ryzen eine 20-30% höhere Singlecoreperformance (Je nachdem wieviel CPU-Kerne dabei unter Last stehen).

In den restlichen Fällen, vor allem wenn man nicht auf niedrige Latenzen angewiesen ist, weisen die Ryzens mit 6 oder 8 Kernen ein besseres Preisleistungsverhältnis auf. Man müsste bei Intel schon auf die teure X99 Plattform setzen um ähnliche Werte zu erreichen. Ich würde aber schwer dazu raten, einen hochgetakteten Ryzen zu wählen. Also 1600 mit OC, 1600X, 1700 mit OC, 1700X, 1800X je nach Ansprüchen.

Einkalkulieren muss man natürlich die Kosten für die zusätzliche Grafikkarte und die notwendige Kühlung wenn übertaktet werden soll.
 
Hallo zusammen,

nachdem ich jetzt einige Tage Zeit hatte, die Sache zu überdenken, habe ich mich dazu entschieden meinen vorhandenen Rechner als Office-Arbeitsplatz zu behalten und einen zusätzlichen Rechner zur Musik-Mixen und Videoschnitt aufzubauen.
Das liebe Geld wird dabei natürlich erstmal ausschlaggebend sein, so ist der Plan, Komponenten nach und nach zusammenzukaufen - je nach Sparlage. Beginnend mit Gehäuse und Netzteil.

Mir ist bewusst, dass ich hier nicht mehr bei 700 Euro landen werde, da die Peripherie ja auch neu beschafft werden muss... Aber da ich die Ausgaben über die nächsten Monate verteilen werde, muss ich damit dann leben (können).

Habt ihr einen aktuellen Tip für ein Gehäuse und ein Netzteil, welches für meine Zwecke (auch mittelfristig) geeignet, aber auch nicht unbedingt überdimensioniert (€) ist...?

Würde mich sehr über eine Antwort freuen...

By the way: derzeit neige ich dazu, dann irgendwann einen I7 einzubinden.

Gruß
Kevin
 
Hallo zusammen,

ich habe mich lange nicht gemeldet - nochmals besten Dank für die hilfreichen Antworten!
Ich habe von einem Freund günstig / umsonst die nachfolgend abgebildeten Komponenten bekommen
können. Kann ich von diesen Komponenten irgend etwas sinnstiftend einsetzen, wenn ich mir bezüglich der
zuvor geschilderten Problematik eine neue Workstation aufbauen möchte?

Freue mich wieder über euer Feedback - danke sehr!

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das was du brauchst ist ein richtiges audiointerface mit guten asio treibern.. oder stelle die latenz höher..
ohne eine solche soundkarte kannst du doch eigentlich nur einen mac für sowas benutzen..
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sturzgebimmelt schrieb:
Mir ist bewusst, dass ich hier nicht mehr bei 700 Euro landen werde, da die Peripherie ja auch neu beschafft werden muss... Aber da ich die Ausgaben über die nächsten Monate verteilen werde, muss ich damit dann leben (können).



Hi Kevin, habe das auch gerade gelesen da du ja gestern noch was neues in deinem Thread geschrieben hast - bezüglich der Peripherie wenn die Geräte nah beisammen stehen oder vll sogar nebeneinander stehen gibt es für diese Anwedung so genannten Keyboard Video Maus switches (KVM Switch googlen) damit kannst du 1 Monitor, 1 Tastatur 1 Maus an 2 PC's nutzen - falls dir das hilft.

Betreffend dem Kauf über längerem Zeitraum würde ich die fast empfehlen das nicht zu machen (falls es dafür nicht schon zu spät ist) lieber das Geld Sparen und alles auf einmal kaufen statt Hamsterkäufe zu machen (wobei hättest du im Mai eine GPU gekauft wären dir heute alle neidisch auf das ersparte) prinzipiell ist es aber abzuraten, da regelmäßig neuere Technik zu normalerweise sehr ähnlichen Preisen auf den Markt kommt (gut RAM und GPU schwanken momentan leider ziemlich stark)

Bzgl was du übernehmen kannst aus dem geschenkten REchner würde ich sagen die Festplatte als Datengrab sowie das Gehäuse sollten passen, das Netzteil würde ich persönlich nicht nehmen MB / CPU ist halt die Frage welche Basis das ist da der RAM aber DDR2 RAM ist geh ich nicht davon aus, dass man das noch weiter nutzen können wird.

Lg
 
Hallo und danke für die netten und zahlreichen Antworten.

Die Logik, dass das "zusammenhamstern" nicht unbedingt sinnvoll ist, kann ich verstehen.
Werde Mainboard, CPU, Kühler natürlich zusammen kaufen.

Beim RAM etc würde ich einfach schauen wann ich günstig etwas bekomme.

Anfangen würde ich aber mit einem vernünftigen Gehäuse und Netzteil, sowie BluRay Laufwerk / Brenner...

Könnt ihr für meine Zwecke ein geeignetes Gehäuse empfehlen und ein Netzteil? Würde für beides zusammen bis zu 150 Euro investieren.

Vielen Dank!
 
Hallo und nochmals vielen Dank für die zahlreichen und sehr hilfreichen Tips!

Bislang habe ich angeschafft:
- be quiet! Pure Base 600 PC
- WD Blue WD20EZRZ 2 TB Interne Festplatte zum Datenspeicher

Für das Betriebssystem und die Standart-Software ist bestellt:
- Samsung MZ-75E250B/EU 850 EVO interne SSD 250GB

Als Netzteil kommt bei Erscheinung das Be Quiet Straight Power 11 mit 400 Watt in die Kiste.

Soweit - so gut. Bevor es ans "Eingemachte" geht und ich mich der Frage Board - CPU - RAM stellen muss, suche ich noch nach einem geeigneten Laufwerk, welches mir das Auslesen von BluRay (konvertieren von BluRays in verschiedene Formate) und vernünftige Brennen von DVDs und Audio-CDs ermöglicht. BluRay brennen muss / soll es nicht - werde ich wohl ohnehin nie benötigen an dem Teil. Wichtig auch hier: möglichst leise!

Habt ihr Tips?

Bzgl des Gehäuses: sollte ich hier ggf noch die Lüfter "austauschen/optimieren"?
 
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