omavoss schrieb:
ich habe Dein Posting mehrfach durchgelesen, bin aber überhaupt nicht schlau draus geworden.
Das tut mir leid. Dann versuche ich es etwas anders:
08/15 WLAN-Router verteilen über DHCP
fast immer ausschließlich ihre eigene IP als Gateway.
Router 1 als Internetrouter mit Internetzugang am WAN
IP-Adresse: 192.168.1.
1
DHCP-Range: 192.168.1.110 - 192.168.1.119
Clients, die von Router 1 eine IP bekommen, haben dann
IP = 192.168.1.11x
Gateway+DNS = 192.168.1.
1
Internetverbindung
funktioniert, da Router 1 (192.168.1.
1) am WAN im Internet ist
Router 2 Access Point/Switch ohne Internetzugang am WAN
IP-Adresse: 192.168.1.
150
DHCP-Range: 192.168.1.210 - 192.168.1.219
Clients, die von diesem DHCP eine IP bekommen, haben dann
IP = 192.168.1.21x
Gateway+DNS = 192.168.1.
150
Internetverbindung
funktioniert nicht, da Router 2 (192.168.1.
150) am WAN
nicht im Internet ist.
Das ist ein übliches Fehlerbild, wenn in einem Heimnetzwerk zwei DHCP-Server aktiv sind, die nicht dafür geeignet sind, parallel aktiv zu sein. Wenn Router2 in diesem Beispiel die Fähigkeit hätte, sauber auch über seine LAN-Verbindung ins Internet zu routen, würde es funktionieren, aber das ist eher selten der Fall, weil solche Router eben nur für das absolute Standard-Szenario gebaut sind und da ist Internet nun mal am WAN.
omavoss schrieb:
Mag sein, dass alle Deine Vorschläge durchaus in ein einem strukturierten Netzwerk funktionieren
Meine Vorschläge? Mein Vorschlag lautet "Nur einen DHCP-Server im Netzwerk" und
höchstens für Server und NAS statische IPs. Das ist eine absolute Basiskonfiguration, für die der Nutzer kein besonderes KnowHow benötigt - genau so ein Setup wie es bei 08/15 Heimnetzwerk-Routern für den Laien vorgesehen ist.
omavoss schrieb:
Für diese User ist DHCP der bequemste Weg, ihr LAN automatisch zu konfigurieren; nur leider kommt dann solchen Usern oftmals APIPA in die Quere, und dann geht gar nichts mehr. Genau das ist dem User @@Idontknownothin passiert, und nun weiß er nicht mehr weiter. Deshalb nochmals der Hinweis: soweit es möglich und erforderlich ist, auf DHCP verzichten und das LAN statisch konfigurieren. Man geht damit sehr oft derartigen Problemen von vornherein aus dem Weg.
Das ist aber nur Symptombekämpfung. Wenn als Fehlerbild eine APIPA auftaucht, der PC also via DHCP gar keine IP-Adresse beziehen kann, dann hat das eine Ursache, die es zu beheben gilt. Spätestens dann, wenn auch Smartphones von der APIPA betroffen sind, wird es sonst nämlich sehr unangenehm, weil ein Smartphone sich in der Regel in einer Vielzahl von WLANs bewegt und man wohl kaum ständig in den IP-Einstellungen rumfummeln möchte.
Die statische IP ist meiner Meinung nach nur in solchen Fällen eine Lösung, wenn es gar nicht anders geht und man über das Forum aus der Ferne die DHCP-Probleme nicht lösen kann. Ein zweiter DHCP-Server im Netzwerk ist aber
omavoss schrieb:
Wer aber von den Laien hier (von denen ich mich keinesfalls ausnehme), die derartige Fragen stellen, macht eine komplette Dokumentation seines LAN; inkl. aller IP-Adressen, MAC-Adressen, SMB-Namen, den ganzen Krempel eben? Das sind doch die wenigsten. Für diese User ist DHCP der bequemste Weg, ihr LAN automatisch zu konfigurieren
Das ist absolut richtig. Richtig ist aber auch, dass gerade diese Laien keine Ahnung davon haben wie IP-Adresse, Subnetzmaske, Standardgateway und DNS zusammenspielen. Sie tippen also maximal blind das ab was im Forum gepostet wird und sobald sie ein weiteres Gerät mit denselben Problemen haben, versuchen sie, die Einstellungen zu replizieren und verursachen im worst case IP-Konflikte, weil sie im DHCP-Bereich landen
oder ihre statischen IPs nicht richtig dokumentiert haben.
Es ist nun mal so, dass für 99% der Heimnetzwerke ein funktionierendes DHCP-Setup wie es vom Router bereitgestellt wird vollkommen ausreichend ist. Deswegen würde ich auch immer erst den Weg gehen, DHCP-Probleme zu lösen anstatt sie zu umgehen.