Verschiedene (Sozial)Systeme und Auswirkungen auf Kriminalität u.s.w.

e-ding

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Oje, jetzt geht es wieder los mit den wildesten Vermutungen.
Gleich wieder die Rassismuskeule auszupacken, ohne die Hintergründe zu kennen, ist arm.
Nicht immer, wenn ein Schwarzer betroffen ist, bedeutet dies, dass Rassismus im Spiel ist.:rolleyes:

Ich glaube solche Vorfälle in den Staaten sind hausgemacht. Ein liberales Waffengesetz allein ist noch nicht die Ursache für solche Entwicklungen. Knanada macht es vor! Ich denke, erst die Kombination aus weit auseinanderklaffenden sozialen Schichten und die Möglichkeit einfach an Waffen zu gelangen, sind eine gefährliche Mischung.

Das die Polizei dann härter durchgreift, ist selbstverständlich. Dies ist für mich erschreckend, spiegelt es doch die Gesellschaft wieder.
Dieses harte Durchgreifen ist aber durchaus gewollt. Während in Deutschland die Polizei (meistens) deeskalierend wirkt setzt die amerikanische auf Abschreckung und eine Null-Toleranz-Taktik. Die Wahrscheinlichkeit, jemandem mit einer Waffe zu begegnem ist dort eben um ein Vielfaches größer.

Tja, : "Die Geister, die ich rief....!"


MFG
 

Robert85

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Ich denke, erst die Kombination aus weit auseinanderklaffenden sozialen Schichten und die Möglichkeit einfach an Waffen zu gelangen, sind eine gefährliche Mischung.
Das die Polizei dann härter durchgreift, ist selbstverständlich.
MFG
Das denke ich nicht, denn Gewalt sorgt immer für Gegengewalt. Was fühlen denn die die Angehörigen und Betroffenen? Trauer und Hass.
Deshalb solte die Polizei nicht dafür sorgen immer noch härter zuzuschlagen um Angst und Respekt zu ernten.
Anstattdessen sollten sie und vor allem der Staat besser dafür sorgen dass diese weit auseinanderklaffenden sozialen Schichten nicht noch weiter auseinander klaffen und man eben nicht mehr so einfach die Möglichkeit hat an Waffen zu gelangen.
 

e-ding

Commander
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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

@roby
Also doch die Kombination aus Beidem!:rolleyes:
 

KL0k

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Das denke ich nicht, denn Gewalt sorgt immer für Gegengewalt. Was fühlen denn die die Angehörigen und Betroffenen? Trauer und Hass.
Deshalb solte die Polizei nicht dafür sorgen immer noch härter zuzuschlagen um Angst und Respekt zu ernten.
Anstattdessen sollten sie und vor allem der Staat besser dafür sorgen dass diese weit auseinanderklaffenden sozialen Schichten nicht noch weiter auseinander klaffen und man eben nicht mehr so einfach die Möglichkeit hat an Waffen zu gelangen.
was aber überhaupt nicht möglich ist. da die waffenlobby dort viel zu viel zu sagen hat. desweiteren beruht die halbe geschichte der vereinigten staaten auf waffengebrauch. das fängt mit dem tee in den hafen schmeissen an, geht über die vertreibung der ureinwohner und zieht sich bis heute in beispielsweise die lockeren gesetze in florida wo nun jeder sofort schiessen darf sobald er sich in irgendeiner art und weise bedroht fühlt und sein leben bedroht sieht (was natürlich seeeehr dehnbar ist vor amerikanischen gerichten).
 

Sidolin

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

@Roby: Das ist natürlich alles sehr viel leichter gesagt als getan. Es gibt wohl Probleme, die lassen sich nicht so lösen, wie man sie gerne lösen wollte, sondern eben nur mit Mitteln, die schmerzlich sind.

Ein bisschen was anderes: Man stelle sich mal vor, in einigen Jahren werden auch die Schichten in Deutschland noch weiter auseinander geraten (ein natürlicher Prozess). Ist es wirklich realistisch, dass der Staat verhindern können wird, dass bestimmte Gruppen illegalerweise Waffen besitzen? Gerade wenn man Ausländer ist und Kontakte ins Heimatland hat, hat man häufig den Vorteil gegenüber den Deutschen in Deutschland, leichter an Waffen ranzukommen.
In einem Bürgerkrieg hätte man also einen bedeutenden Vorteil. Deswegen wäre es für alle besser, das Waffengesetz zu entschärfen, wo es nötig ist.
 

Der Daedalus

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Gerade die USA haben es schwer was die harmonisierung der sozialen Unterschiede angeht.
Jahr für Jahr kommen mehr illegale ins Land, diese Menschen werden im Regelfall nunmal nicht ein eine soziale Schicht aufsteigen die man als gesicherte Existenz bezeichnen kann. Dass dann dort in diesen Schichten die Anfälligkeit für Kriminalität höher ist scheint offensichtlich.

Liberale Waffengesetze sind so etwas wie eine Tradition in den USA. Und selbst wenn man von heute an den Verkauf von Waffen an Privatleute unterbinden würde, wären trotzdem noch Millionen von Waffen im Umlauf von denen keiner etwas weis. Ferner bezweifle ich, dass der Großteil der Verbrechen mit legal erworbenen Waffen geschieht. Diese müssen nämlich (auch in den USA) registriert werden.

Ferner sind das alles Dinge die die Regierung betreffen und keinesfalls den Polizisten auf der Straße. Dieser muss mit dem Status Quo versuchen fertig zu werden und kann sich nicht den Luxus erlauben in einer "was wäre wenn" Welt zu leben.
Und wenn der Status Quo nunmal so ist, dass, und dies trifft gerade New York, das viele Gangs (die nunmal leider auch oft in den Getthos (welche es ja "offiziell garnicht mehr gibt" der schwarzeexistieren) entstehen die mit Waffengewalt und Drogenhandel versuchen auch in der unteren sozialen Schicht zu Geld zu kommen, dann muss der Straßencop damit fertig werden.
Und wenn so ein Cop abends kurz vor einer Razzia, bei welcher mit Waffengebrauch gerechnet wird, von einem Auto angefahren wird, dessen Fahrer er sich vorher als Polizist zu erkennen gegeben hat, dann greift er zur Waffe, dass ist menschlich Nachvollziehbar.
Dies natürlich nur für den Fall, dass es sich so zugetragen hat wie im ersten Welt Artikel.
 

KL0k

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

nur wird uns das problem in absehbarer zeit vielleicht auch betreffen.
trotz schärferer waffen gesetze. allein das ding was da vor kurzem in berlin passiert ist, kann man fast als indikator dafür verwenden, was noch auf uns zu kommt. vor 10 jahren oder so, war so ein verhalten noch undenkbar und hätte entsetzen und ungläubigkeit als reaktion zur folge gehabt. heutzutage wird sowas immer alltäglicher und man kann sich in etwa ausmalen wo das noch hinführt, da sich die situationen immer weiter hochschaukeln. allein wenn ich an die vorkommnisse unserer partymeile hier denke... bremen war zwar immer schon bekannt für hohe kriminalität auf die bürgerzahl gerechnet, aber mit schiessereien auf offener straße hätte ich damals auch nicht gerechnet. nun die dinge die in letzter zeit vermehrt über vorfälle in berliner brennpunkten ans tageslicht geschwemmt werden und auch ne stetige steigerung zeigen...
ich denke jeder mit ein wenig vorstellungskraft kann sich ausmalen wohin das ganze noch führen könnte.
und dann sind solche "schreckensnachrichten" wie diese hier vielleicht auch bald in unserem land "möglich". mir graut irgendwie vor der entwicklung.
 

Robert85

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

@ e-ding was ich damit sagen wollte ist das härteres Durchgreifen zu keinem Ziel führt außer zu noch mehr Gegengewalt.

@Sidolin Klar lassen sich die Dinge nicht von heute auf morgen verändern aber solche Ereignisse sind wohl klar ein Schritt in die falsche Richtung.

Und die Waffengesetze zu entschärfen um eine "Ausgeglichenheit" zu erreichen halte ich auch für falsch, ich würde sie eher noch mehr verschärfen da ohnehin meiner Meinung nach Ausländer und Deutsche nahezu gleiche Möglichkeiten haben illegal an Waffen zu kommen.

Aber die wohl einzige Möglichkeit die ansteigende Gewaltbereitschaft von Bürgern zu verhindern ist zu vermeiden dass die sozialen Schichten immer noch weiter auseinander geraten. Was aber unser Vater Staat mit Hartz4 wohl kaum ernsthaft versucht hat.
 

Der Daedalus

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@aXams: Danke!

@Equest:

Wusste ich noch garnicht, aber das erscheint natürlich logisch.
Auf jeden Fall zeigt auch das, dass nicht immer die Regierung Schuld ist an solchen Fehlentwicklungen. Wenn ich höre, dass hier mal wieder zum "America bashen" (welch dummer Begriff) aufgerufen wird, kommt es mir echt hoch.

Schaut euch mal in unserer Gesellschaft um. An unserer Fachhochschule mehren sich die Diebstähle. Man geht in einen Pool Raum (Computerraum) richtet dort seinen Arbeitsplatz ein, steckt den USB Stick in die Buchse und arbeitet. Irgendwann kommt dann der Drang danach etwas Wasser zu lassen. Also PC Sperren, Handy und Potte in die Tasche und ab zur Toilette (2 Türen weiter). Der USB Stick bleibt natürlich in der Buchse.
Kommt man wieder ist er weg ... in dem Raum sitzen 20-30 Leute und keinen scheint es interessiert zu haben.

Das ist nur ein Beispiel von vielen, wo der Staat absolut keine Schuld an der steigenden Kriminalität hat, denn den meisten Studenten an unserer FH geht es Finanziell recht gut.

Aber natürlich, wie so oft, werden Ausreden gefunden um die eigene Verantwortlichkeit an andere abzugeben.

Zitat von Roby Ryder:
Aber die wohl einzige Möglichkeit die ansteigende Gewaltbereitschaft von Bürgern zu verhindern ist zu vermeiden dass die sozialen Schichten immer noch weiter auseinander geraten. Was aber unser Vater Staat mit Hartz4 wohl kaum ernsthaft versucht hat.
Mit Harz IV kann man ein würdiges Leben führen. Ich selbst hab 2 Jahre mit weniger auskommen müssen und hab es auch geschafft.
Ich bestreite garnicht, dass die unterschiedlichen Schichten in Deutschland auseinanderdriften. Allerdings ist dies keine Rechtfertigung gewaltbereit zu werden. Es passiert natürlich immer wieder (was ich ja auch selbst erwähnte) kann doch aber keine legitimation sein.
Wie wir mit dieser Entwicklung umgehen ist erstmal ein gesellschaftliches und dann in zweiter Linie ein staatliches Problem.

Wir sind eine Gesellschaft von Wegsehern, Angsthasen und Ignoranten.
Wenn eine Familie ihr Kind scheiße erzieht, tangiert das die Menschen im Umfeld meist nur Päriphär. Wenn auf der Straße eine alte Frau beraubt wird, muss man froh sein, wenn überhaupt wer ein Handy aus der Tasche holt um die Polizei zu rufen. Wenn bei uns in der FH geklaut wird schweigen die Zeugen anscheinend lieber. ...
Vielleicht sollte die Gesellschaft mal darüber nachdenken was sich ändern muss und nicht immer nur auf den Staat verweisen.

Übrigens ist das ein Problem was die USA und Deutschland gleichermaßen betrifft. Wie hier schon richtig erwähnt wurde hinken wir der Entwicklung in den USA nur ein paar Jahre hinterher.
 

e-ding

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Mit Harz IV kann man ein würdiges Leben führen.
offtopic:
Yupp, sehe ich auch so! Das Problem ist aber vielmehr, dass das Einkommen zwischen Erwerbslosen und Berufstätigen stärker abgegrenzt werden muss.
Es kann nicht sein, dass man trotz Arbeit (Friseurinnen, Arzthelferinnen, etc.) zum Teil, ein Einkommen auf gleichem Niveau wie ein Arbeitsloser bezieht.

Auch so entstehen "Unterschichten". Arm trotz Arbeit darf nicht sein!

MFG
 

Robert85

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Was soll oder kann die Gesellschaft bzw. jeder einzelne von uns daran ändern ?
Die einzigen die Einfluss darauf haben sind doch Staat und Medien.

Klar ist jeder dafür selbst veranwortlich was er tut aber wen jemand wie z.B. ein USB - Stick klaut, würde er es sich nicht zweimal überlegen wenn er daführ wesentlich härter bestraft würde. Ganz gleich wenn er auch in diesem Beispiel nicht erwischt wurde die Angst dass es passiert währe doch viel größer.
 

Der Daedalus

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Was soll oder kann die Gesellschaft bzw. jeder einzelne von uns daran ändern ?
Die einzigen die Einfluss darauf haben sind doch Staat und Medien.
Genau mit dieser Einstellung geht es bergab in Deutschland.

Was du leisten kannst? Schaue auf dein Umfeld. Werde kritischer, nicht gegenüber dem Staat sondern gegenüber dir selbst und deinen Mitmenschen.
Handle, wenn du siehst, dass etwas unrechtes geschieht.
Schau nicht weg, wenn deine Freunde latentes rechtes Denken offenbaren.
Schau nicht weg, wenn deinem Mitmensch etwas schlimmes angetan wird.
...

Es gibt so viel, was jeder einzelne machen kann.
Hartz IV legitimiert keine Kriminalität. Und wenn ein Hartz IV Empfänger kriminell wird, dann ist es erstmal ein Problem, welches durch ein Individuum verursacht wurde und nicht durch Hartz IV.

Klar ist jeder dafür selbst veranwortlich was er tut aber wen jemand wie z.B. ein USB - Stick klaut, würde er es sich nicht zweimal überlegen wenn er daführ wesentlich härter bestraft würde. Ganz gleich wenn er auch in diesem Beispiel nicht erwischt wurde die Angst dass es passiert währe doch viel größer.
Die Härte der Strafe ist zweitrangig. Wegen einem USB Stick wird wohl niemand ins Gefängnis kommen und das ist richtig so.
Entscheidend ist aber, dass die Menschen erstmal aktiv werden und darüf sorgen, dass jemand bestraft wird. 20-30 Leute in dem Raum haben weggesehen wärend sich einer bedient hat ...
Warum klaut man sowas überhaupt? 10€ kostet so ein Teil heutzutage.
Ist der Staat schuld daran, dass jemand sowas klaut? Wohl kaum! Es ist unsere degenerierende Gesellschaft. Du magst mit archaischen Strafen die Auswirkungen dieses Prozesses etwas unterdrücken können, aber es ändert nichts daran, dass unsere Gesellschaft mehr und mehr verkommt, weil das einzelne Individuum sich der eigenen Verantwortung für die Gesellschaft nicht mehr bewusst ist (wie man hier vortrefflich lesen kann).
 

KL0k

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Genau mit dieser Einstellung geht es bergab in Deutschland.

Was du leisten kannst? Schaue auf dein Umfeld. Werde kritischer, nicht gegenüber dem Staat sondern gegenüber dir selbst und deinen Mitmenschen.
Handle, wenn du siehst, dass etwas unrechtes geschieht.
Schau nicht weg, wenn deine Freunde latentes rechtes Denken offenbaren.
Schau nicht weg, wenn deinem Mitmensch etwas schlimmes angetan wird.
problem dabei seh ich aber auch darin das man dann genauso "am arsch" sein kann in so einer situation (klar bei nem kleinen diebstahl wie deinem usbstick oder so is das pillepalle, aber wenn es um ne wirkliche bedrohung geht, ziehen viele den schwanz ein und das ist nicht nur in deutschland so). und ich denke das viele deswegen auch so handeln, das sie das weite suchen wenn was passiert. und genau das gibt denen ja erst soviel freiraum.
nicht jeder ist eben dazu bereit sein eigenes leben zu riskieren für eine vollkommen fremde person.

Es gibt so viel, was jeder einzelne machen kann.
Hartz IV legitimiert keine Kriminalität. Und wenn ein Hartz IV Empfänger kriminell wird, dann ist es erstmal ein Problem, welches durch ein Individuum verursacht wurde und nicht durch Hartz IV.
ich denke schon das es sekundär damit zu tun hat. wenn man die entwicklung hier verfolgt und parallelen zu deutschlands-ziehvater zieht, springt einem das schon ziemlich ins auge.
dort gibt es so gut wie keine hilfsgelder wie es hier der fall ist, dementsprechend klaffen ja die verhältnisse ja auch so weit auseinander. hier werden gelder immer mehr weggestrichen und die kriminalität steigt nach oben. klingt für mich nach nem aktion-reaktion-verhältnis. sicher ist das kein alleiniger auslöser, aber damit wird eben genau das geschührt, das auseinanderklaffen. weil die finanziellen lebensstandards auf diese weise eben immer weiter auseinander klaffen, was platz schafft für neid, gier und all das. somit würde ich das nicht einfach so abtun.


Die Härte der Strafe ist zweitrangig. Wegen einem USB Stick wird wohl niemand ins Gefängnis kommen und das ist richtig so.
Entscheidend ist aber, dass die Menschen erstmal aktiv werden und darüf sorgen, dass jemand bestraft wird. 20-30 Leute in dem Raum haben weggesehen wärend sich einer bedient hat ...
Warum klaut man sowas überhaupt? 10€ kostet so ein Teil heutzutage.
Ist der Staat schuld daran, dass jemand sowas klaut? Wohl kaum! Es ist unsere degenerierende Gesellschaft. Du magst mit archaischen Strafen die Auswirkungen dieses Prozesses etwas unterdrücken können, aber es ändert nichts daran, dass unsere Gesellschaft mehr und mehr verkommt, weil das einzelne Individuum sich der eigenen Verantwortung für die Gesellschaft nicht mehr bewusst ist (wie man hier vortrefflich lesen kann).
ich denke da greift der alte spruch: gelegenheit schafft diebe.
 

Robert85

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Klar kommt wegen einem USB-Stick niemand in den Knast, soll er ja auch gar nicht.
Ich hatte dieses nur als Beispiel genommen.

ich denke schon das es sekundär damit zu tun hat. wenn man die entwicklung hier verfolgt und parallelen zu deutschlands-ziehvater zieht, springt einem das schon ziemlich ins auge.
dort gibt es so gut wie keine hilfsgelder wie es hier der fall ist, dementsprechend klaffen ja die verhältnisse ja auch so weit auseinander. hier werden gelder immer mehr weggestrichen und die kriminalität steigt nach oben. klingt für mich nach nem aktion-reaktion-verhältnis. sicher ist das kein alleiniger auslöser, aber damit wird eben genau das geschührt, das auseinanderklaffen. weil die finanziellen lebensstandards auf diese weise eben immer weiter auseinander klaffen, was platz schafft für neid, gier und all das. somit würde ich das nicht einfach so abtun.
Meine Rede !
Was du leisten kannst? Schaue auf dein Umfeld. Werde kritischer, nicht gegenüber dem Staat sondern gegenüber dir selbst und deinen Mitmenschen.
Handle, wenn du siehst, dass etwas unrechtes geschieht.
Schau nicht weg, wenn deine Freunde latentes rechtes Denken offenbaren.
Schau nicht weg, wenn deinem Mitmensch etwas schlimmes angetan wird.
...
.
Zu sagen beides ist die Lösung für das Problem währe wohl übertrieben aber ganz bestimmt der richtige Weg.

Thanks...
 

Der Daedalus

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Zu sagen beides ist die Lösung für das Problem währe wohl übertrieben aber ganz bestimmt der richtige Weg.
Ich denke, dass all diese Probleme die unsere Gesellschaft so hat keine mehr wären wenn die Leute in unserem Land endlich mal ihren Arsch hochbekommen würden und anfangen zu kapieren, dass sie die Gesellschaft sind und das diese Gesellschaft in erster Linie durch sie geformt wird.
Der Staat kann regulierend eingreifen, aber keinesfalls steuernd! Eine Gesellschaft zu steuern, dass hat man in der DDR versucht und es hat nicht geklappt.
Und Eigenverantwortlich und Aufmerksam durchs Leben zu gehen ist der wichtigste Grundsatz für das oben genannte. Anstatt sinkendem Harzt IV hinterherzuweinen sollte man als Betroffener mal selbst überlegen wie man mit wenig Geld ein erfülltes Leben führen kann. Da gibt es 1000de von Möglichkeiten, wenn man nur den Arsch hoch bekommt. Macht aber kaum jemand.
Anstatt auf Unternehmen zu fluchen die Arbeitsplätze ins Ausland verlegen, sollte man mal anfangen die eigene "Geiz ist Geil" Mentalität über Bord zu werfen und durch bewussten Einkauf Unternehmen zu stärken die weiterhin in Deutschland produzieren.
...

@KL0k:

Du kannst die USA nicht mit Deutschland vergleichen, was das soziale Netz angeht. Hartz IV ist das unterste Limit von dem, was jemals in Deutschland realisiert werden wird. Alles andere wäre ein Bruch mit unserer Verfassung und zwar mit einem Teil der Verfassung welcher unantastbar ist.
Und Hartz IV kann und darf nicht die Legitimation für Verbrechen sein! Keiner wird durch Hartz IV in die Kriminalität getrieben, denn keiner muss kriminell werden um zu überleben.
Den Politikern, bzw dem Staat einen Vorwurf zu machen halte ich für absolut daneben.
 

KL0k

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

hm. da möchte ich vehement widersprechen.
es wird mMn über kurz oder lang darauf hinaus laufen, (und das zwangsläufig,) das unser system wie wir es kennen irgendwann so nicht mehr existieren wird. das ist rein rechnerisch denke ich nicht drin. gesetzlich geschützt hin oder her. bei einer konstanten weiterverschuldung des staates und immer größer werdenden kosten (da ja jeder, sobald irgendwo geld da is, die hand aufhält), wird es doch darauf hinauslaufen, das das system irgendwann zusammenbricht. aber das ist ein thema was völlig off topic führt.
und ich denke schon das hartz4 einen teil zur kriminalisierung beiträgt.
denn wenn man eh schon verschuldet ist und mit einem mal seinen job verliert als beispiel, und daraufhin nicht mehr mit dem geld auskommt um ne familie durchzubringen, wählen viele um irgendwie über die runden zu kommen den weg der schwarzarbeit oder suchen andere wege "den verlust auszugleichen". ich bin beispielsweise mit sozialhilfe aufgewachsen und weiss wie sehr man da zum teil knapsen muss und teilweise dennoch nicht über die runden kommt, das einem die schulden die haare vom kopf fressen bis man selbst bald nichtmal mehr weiss woher man überhaupt genug geld für nahrung bekommen soll(!). meine mom hats früher sehr passend ausgedrückt "zum leben zu wenig zum sterben zuviel". wenn meine mom beispielsweise damals nicht noch nebenbei n bisschen schwarz putzen gegangen wäre, wüsst ich nich wo wir heute wären. und so etwas ist weissgott kein einzelfall. erst recht nicht in einer gesellschaft die geld und statussymbole höher eingestuft als menschliche werte. das führt irgendwann zwangsläufig zur kriminalisierung. was meinst du denn warum beispielsweise in den slums der staaten der drogenverkauf und konsum so weit verbreitet ist? bestimmt nicht weil geld auf bäumen wächst. sondern weil die einen sonst nich über die runden kommen und die andern der welt entfliehen wollen für einen moment. und das ist nicht nur dort drüben der fall. das selbe phänomen findet man hier auch. je schlechter die lebensverhältnisse umso wahrscheinlicher das abrutschen in so eine szene.
und das sind so punkte wo ich nicht begreifen kann wie man auf so eine meinung kommen kann wie du sie vertrittst.
 

Brigitta

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Hm, ist interessant, aber weicht doch jetzt schon sehr vom Thema ab.

Wenn ihr das weiter diskutieren wollt, dann macht doch einen eigenen Thread zum Vergleich der (Sozial)Systeme und den Auswirkungen auf Kriminalität u.s.w. auf.

EDIT:
Beiträge so gut wie möglich getrennt und vom Thema USA - Polizei - Wahnsinn? abgeschnitten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Der Daedalus

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hm. da möchte ich vehement widersprechen.
es wird mMn über kurz oder lang darauf hinaus laufen, (und das zwangsläufig,) das unser system wie wir es kennen irgendwann so nicht mehr existieren wird. das ist rein rechnerisch denke ich nicht drin. gesetzlich geschützt hin oder her. bei einer konstanten weiterverschuldung des staates und immer größer werdenden kosten (da ja jeder, sobald irgendwo geld da is, die hand aufhält), wird es doch darauf hinauslaufen, das das system irgendwann zusammenbricht. aber das ist ein thema was völlig off topic führt.
Ja? Dann auch hier die Forderung nach handfesten Belegen.
Das mag für unser Rentensystem zutreffen aber keinesfalls für unser soziales Sicherungssystem, welches im Moment ja sogar eine positive Entwicklung hin zu mehr Entlastung erfährt.
Hier ist die demographische Entwicklung sogar förderlich, da in ein paar Jahren die Zahl derer die in das Berufsleben eintreten ständig sinken wird und die Zahl derer die Ausscheiden steigt.
Ferner sinkt auch die Staatsverschuldung wieder und vielleicht kommt es in den nächsten Jahren sogar zu einem ausgeglichenen Haushalt.
Also bitte handfeste Belege für deine Aussage.
Welche übrigens nicht OT ist, da die Entwicklung der Sozialsysteme hier ja Grundlage zur Diskussion ist.

und ich denke schon das hartz4 einen teil zur kriminalisierung beiträgt.
Man mag Parallelen Erkennen zwischen der Entwicklung unserer Gesellschaft und der Entwicklung der Zuwendungen des Staates.
Was aber keinesfalls die kausalen Zusammenhänge erklärt. Wie hier schon gesagt wurde ist Hartz IV keinesfalls Legitimation für Kriminalität. Und durch Hartz IV muss man nicht kriminell werden weil man sonst nicht überleben könnte.
Die Entwicklung die uns dazu führt, dass Menschen potentiell eher dazu bereit sind Kriminell zu werden muss also vorher statt gefunden haben.

denn wenn man eh schon verschuldet ist und mit einem mal seinen job verliert als beispiel, und daraufhin nicht mehr mit dem geld auskommt um ne familie durchzubringen, wählen viele um irgendwie über die runden zu kommen den weg der schwarzarbeit oder suchen andere wege "den verlust auszugleichen".
Schwarzarbeit lasse ich jetzt mal außen vor, da es IMO nicht direkt als kriminelle Handlung zu bezeichnen ist, wenn jemand schwarz Arbeiten geht. Derjenige der einen schwarzarbeiter Beschäftigt ist da eher der Kriminelle.
Ferner ist es ja nun mal so, dass unsere sozialen Sicherungssysteme ausreichen um ein menschenwürdiges Leben zu führen.
Einen bewussten Umgang mit dem wenigen Geld natürlich vorrausgesetzt.

erst recht nicht in einer gesellschaft die geld und statussymbole höher eingestuft als menschliche werte. das führt irgendwann zwangsläufig zur kriminalisierung.
Aber genau das ist doch eines dieser gesellschaftlichen Probleme!
Warum ist es denn so, dass Kinder sich gegenseitig immer das neueste Handy vorzeigen müssen? Warum ist der Zwang nach Statussymbolen so groß?
Das ist doch kein Problem wo der Staat eingreifen kann, sondern eben eins, wo jeder einzelne Mensch regelnd Tätig werden muss. Wenn man einem solchen "Druck" nachgibt, dann bedeutet das in erster Linie persönliche Schwäche. Und wenn man dann kriminell wird um die durch diesen Druck erzeugten Wünsche zu erfüllen, dann ist das einzelne Individuum schuld daran, dass es kriminell geworden ist und NIEMAND anders.
Soll der Staat uns vorschreiben, dass kein Kind mehr ein Handy besitzen darf? Soll der Staat uns verbieten, dass wir tolle Autos fahren und teure Kleidung tragen, wenn wir uns es leisten können?
Würde ich persönlich als massiven Eingriff in meine Freiheitsrechte sehen.

was meinst du denn warum beispielsweise in den slums der staaten der drogenverkauf und konsum so weit verbreitet ist? bestimmt nicht weil geld auf bäumen wächst. sondern weil die einen sonst nich über die runden kommen und die andern der welt entfliehen wollen für einen moment. und das ist nicht nur dort drüben der fall. das selbe phänomen findet man hier auch. je schlechter die lebensverhältnisse umso wahrscheinlicher das abrutschen in so eine szene.
und das sind so punkte wo ich nicht begreifen kann wie man auf so eine meinung kommen kann wie du sie vertrittst.
Auch der Drogenverkauf ist in erster Linie das Resultat menschlicher Schwäche.
Würde man keine Drogen konsumieren, so hätte man mehr Geld zum Leben und die Chancen irgendwann wieder in ein geregeltes Arbeitsverhältnis zu kommen würden steigen. Das ist erstmal ein Punkt den wir festhalten.
Drogen als Ersatz für ein erfülltes Leben? Entfliehen in eine andere Welt?
Nun ich kenn mich in dem Punkt nicht so gut aus, wie es in den USA aussieht, doch in unserem Land ist die Zahl der freiwilligen Helfer in Ehrenamt und karitativen Einrichtungen stark rückläufig. Im Gegenzug ist die Zahl der Arbeitslosen relativ hoch.
Vielleicht kommst du ja selbst drauf, was ich damit sagen will ... [Es ist nicht die Forderung danach, dass Menschen gezwungen werden ehrenamtliche zu ersetzen]
 

KL0k

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AW: USA - Polizei - Wahnsinn?

Ja? Dann auch hier die Forderung nach handfesten Belegen.
Das mag für unser Rentensystem zutreffen aber keinesfalls für unser soziales Sicherungssystem, welches im Moment ja sogar eine positive Entwicklung hin zu mehr Entlastung erfährt.
Hier ist die demographische Entwicklung sogar förderlich, da in ein paar Jahren die Zahl derer die in das Berufsleben eintreten ständig sinken wird und die Zahl derer die Ausscheiden steigt.
Ferner sinkt auch die Staatsverschuldung wieder und vielleicht kommt es in den nächsten Jahren sogar zu einem ausgeglichenen Haushalt.
Also bitte handfeste Belege für deine Aussage.
Welche übrigens nicht OT ist, da die Entwicklung der Sozialsysteme hier ja Grundlage zur Diskussion ist.
positive entwicklung? worauf beziehst du das? auf die vorwinterlichen "alles sieht toll aus"-ansprachen die vermehrt in den letzten tagen in erscheinung treten? ich bitte dich. das ist doch nichts als n versuch die wirtschaftslage irgendwie positiv zu halten. kam gestern erst irgendwo in den nachrichten das dieses jahr die mehrheit der leute kein weihnachtsgeld bekommt, aber im selben atemzug das der einzelhandel dennoch mit einem
florierendem weihnachtsgeschäft rechnet. man muss doch kein hellseher sein um zu merken woher da der wind weht.
wenn ich mir in erinnerung rufe das die geburtenraten stark rückläufig waren das vor nem halben jahr oder so sogar von einem rekordtief die rede war frage ich dich worauf das schließen lässt und wohin das führen wird?
ich will dir ja nicht alles vorkauen. aber da du ja durchaus gebildet scheinst, kannst du dir sicher denken worauf ich da hinaus will bei schlechter arbeitsmarktlage und rückläufigen geburtenraten.
da fehlt das gleichgewicht auf dauer. meiner ansicht nach ist der generationenvertrag irgendwann zum scheitern verurteilt bei gleichbleibender entwicklung.

Man mag Parallelen Erkennen zwischen der Entwicklung unserer Gesellschaft und der Entwicklung der Zuwendungen des Staates.
Was aber keinesfalls die kausalen Zusammenhänge erklärt. Wie hier schon gesagt wurde ist Hartz IV keinesfalls Legitimation für Kriminalität. Und durch Hartz IV muss man nicht kriminell werden weil man sonst nicht überleben könnte.
Die Entwicklung die uns dazu führt, dass Menschen potentiell eher dazu bereit sind Kriminell zu werden muss also vorher statt gefunden haben.
ich sage ja auch nicht das es die alleinige erklärung für all das ist. aber es trägt sicherlich seinen teil dazu bei. immerhin kann man dann wenn man einmal in diese sparte gerutscht ist nicht mehr mit anderen mithalten und bleibt auf der strecke. unabhängig davon ob es einen selbst betrifft oder die mit denen man zusammenlebt (lebenspartner, kind).
was zum einen zu gesellschaftlichem druck führt irgendwie im wettbewerb zu bleiben, sowohl finanziell als auch im auftreten. denn jeder weiss das qualität kostet. als kind bist du quasi der klassen-arsch wenn du mit irgendwelchen billigtretern ankommst. usw.
da kreide ich allerdings die ursache eher den medien bzw der werbung an, sowie dem elternhaus, und den durch beides vermittelten wertvorstellungen. nur trägt dieser zustand der schichtengesellschaft eben auch seinen teil dazu bei.

Schwarzarbeit lasse ich jetzt mal außen vor, da es IMO nicht direkt als kriminelle Handlung zu bezeichnen ist, wenn jemand schwarz Arbeiten geht. Derjenige der einen schwarzarbeiter Beschäftigt ist da eher der Kriminelle.
Ferner ist es ja nun mal so, dass unsere sozialen Sicherungssysteme ausreichen um ein menschenwürdiges Leben zu führen.
Einen bewussten Umgang mit dem wenigen Geld natürlich vorrausgesetzt.
warum differenzierst du hier? schwarzarbeit ist rein rechtlich auch eine illegale handlung, somit kriminell. wie definierst du menschenwürdiges leben? ich denke (aus eigener erfahrung) das so ein leben alles andere als menschenwürdig ist. klar, es ist besser als gar nichts... es ist aber auch nicht viel mehr als gar nichts. klar wenn man alle lücken ausnutzt und sich alles finanzieren lässt kann man über die runden kommen.. irgendwie.. aber wenn man sich nicht so parasitär verhalten will und alle möglichen gelder doppelt und dreifach versucht einzustreichen muss man doch zum teil arg knapsen. aber da prallen wohl welten (oder schichten?) auf einander.

Aber genau das ist doch eines dieser gesellschaftlichen Probleme!
Warum ist es denn so, dass Kinder sich gegenseitig immer das neueste Handy vorzeigen müssen? Warum ist der Zwang nach Statussymbolen so groß?
Das ist doch kein Problem wo der Staat eingreifen kann, sondern eben eins, wo jeder einzelne Mensch regelnd Tätig werden muss. Wenn man einem solchen "Druck" nachgibt, dann bedeutet das in erster Linie persönliche Schwäche. Und wenn man dann kriminell wird um die durch diesen Druck erzeugten Wünsche zu erfüllen, dann ist das einzelne Individuum schuld daran, dass es kriminell geworden ist und NIEMAND anders.
Soll der Staat uns vorschreiben, dass kein Kind mehr ein Handy besitzen darf? Soll der Staat uns verbieten, dass wir tolle Autos fahren und teure Kleidung tragen, wenn wir uns es leisten können?
Würde ich persönlich als massiven Eingriff in meine Freiheitsrechte sehen.
ich will sicher nicht das der staat in dem maße eingreift das george orwells 1984 irgendwann realität wird oder ein vergleichbarer blödsinn. aber du kannst mir nicht erzählen das jeder der gerne mit denen konkurieren würde, um irgendwie zu ansehen zu kommen an das er sonst nicht gelangen würde, gleich schwach ist. das würde dann einen überwiegend großen teil unserer bevölkerung ausmachen.
das fängt bei dem werbeslogan "kleider machen leute" an und hört im druck auf den kinder von mitschülern bekommen was sich dann durch diese erfahrungen durch den rest des lebens der person zieht und evtl dann an kinder wieder weitergegeben wird.
anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären.
ich bin auch überfragt wo man da am besten ansetzen könnte um dieser entwicklung entgegenzuwirken, aber ich bezweifle das das nicht zusammen hängt mit oben genanntem.

Auch der Drogenverkauf ist in erster Linie das Resultat menschlicher Schwäche.
Würde man keine Drogen konsumieren, so hätte man mehr Geld zum Leben und die Chancen irgendwann wieder in ein geregeltes Arbeitsverhältnis zu kommen würden steigen. Das ist erstmal ein Punkt den wir festhalten.
Drogen als Ersatz für ein erfülltes Leben? Entfliehen in eine andere Welt?
Nun ich kenn mich in dem Punkt nicht so gut aus, wie es in den USA aussieht, doch in unserem Land ist die Zahl der freiwilligen Helfer in Ehrenamt und karitativen Einrichtungen stark rückläufig. Im Gegenzug ist die Zahl der Arbeitslosen relativ hoch.
Vielleicht kommst du ja selbst drauf, was ich damit sagen will ... [Es ist nicht die Forderung danach, dass Menschen gezwungen werden ehrenamtliche zu ersetzen]
du vergisst aber das diese menschen die so einen weg einschlagen bereits abgestürzt sind und dementsprechend dann evtl überhaupt nicht in der lage sich noch irgendwie zu fangen.
wir leben doch schon inner ellbogen gesellschaft mit starkem konkurrenzverhalten an allen ecken und enden. stell dir beispielsweise vor eine person verliert den halt durch mobbing (was heutzutage keine seltenheit mehr ist). vertrittst du dann immernoch die meinung das diese person einfach nur schwach ist? oder wenn man im prinzip ein oder zwei dekaden vor der chance auf den eintritt in die rente vor die tür gesetzt wird durch die gewinnmaximierungsgeilheit irgendeiner firma. das deren chacen relativ schlecht stehen sich irgendwie wieder ein standbein aufzubauen dürfte einleuchten oder? (qualifikationen und festigung der psyche lassen wir dabei mal aussen vor) jetzt projezier das mal bitte in gedanken auf ballungsgebiete und behalt dabei im hinterkopf das in solchen umständen kinder groß werden die das alles mitansehen. die "die stark genug sind" werden alles daran setzen nicht so zu enden (und das mit allen mitteln), und der rest entwickelt ne scheiss egal einstellung und flüchtet. wobei beide exemplare aber eigentlich eine reelle chance hätten haben können. das die perspektiven nicht so rosig sind aus deren sicht mal ebenfalls aussen vor. aber ich denke du kannst mir folgen..
 
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Der Daedalus

Commander
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Wie gesagt, die geringe Geburtenrate ist auf der einen Seite ein Nachteil für die Rente wird aber in wenigen Jahren einen positiven Effekt auf den Arbeitsmarkt haben.
Woher ich meine optimistische Sicht der Dinge beziehe?

http://www.destatis.de/indicators/d/arb410ad.htm
http://www.destatis.de/indicators/d/arb310ad.htm
http://www.destatis.de/indicators/d/tkarb820.htm
http://www.destatis.de/basis/d/bevoe/src/poppyrger_v1w1.svg
http://www.destatis.de/download/d/aussh/gesamtentwicklung.pdf
http://www.zeit.de/online/2006/48/konjunktur-oecd-wachstum <--- Inflation ist nicht zwangsläufig etwas schlechtes
http://www.allianz.com/azcom/dp/cda/0,,1217127-49,00.html

So und jetzt kommst du mit deinen Quellen ... Du hast recht ich bin gebildet und daher komm ich zu dem Schluss, dass es mit Deutschland bergauf geht. Wenn du mir das Gegenteil belegen willst dann solltest du endlich damit anfangen.

was zum einen zu gesellschaftlichem druck führt irgendwie im wettbewerb zu bleiben, sowohl finanziell als auch im auftreten. denn jeder weiss das qualität kostet. als kind bist du quasi der klassen-arsch wenn du mit irgendwelchen billigtretern ankommst. usw.
Ja und wo hat da der Staat irgendeine Schuld?
Es ist unsere kranke Gesellschaft in der Kinder die mit Klamotten von Aldi durch die Gegend laufen gemobbt werden. Es ist nicht die Schuld der Politiker.
Muss etwa die Politik dafür sorgen, dass Kinder alle mit Nike Klamotten zur Schule gehen können auch wenn die Eltern Arbeitslos sind und das nur weil unsere kranke Gesellschaft so viel Wert auf solche Statussymbole legt?

Ferner frage ich mich, wo du einen Druck siehst durch Statussymbole "im Wettbewerb" zu bleiben. Wenn du damit auf die Jobsuche anspielst, dann solltest du dir vielleicht sagen lassen, dass natürlich ein bestimmtes Auftreten erwartet wird, einer Personalabteilung ist es aber im Regelfall doch recht egal ob das jetzt Markenklamotten sind die der Bewerber da trägt oder nicht. Und Stilvoll kann man sich auch mit billigen Klamotten kleiden.
Meine Lieblingsklamotte ist bei weitem nicht die teuerste die ich im Schrank hängen hab und kam von keiner namhaften Marke.

wie definierst du menschenwürdiges leben? ich denke (aus eigener erfahrung) das so ein leben alles andere als menschenwürdig ist. klar, es ist besser als gar nichts... es ist aber auch nicht viel mehr als gar nichts. klar wenn man alle lücken ausnutzt und sich alles finanzieren lässt kann man über die runden kommen.. irgendwie.. aber wenn man sich nicht so parasitär verhalten will und alle möglichen gelder doppelt und dreifach versucht einzustreichen muss man doch zum teil arg knapsen. aber da prallen wohl welten (oder schichten?) auf einander.
Wie gesagt ich kam auch über zwei Jahre mit weniger als 345€ aus (nach Abzug der Kosten die sonst noch auf den Regelsatz drauf kommen).
Natürlich war das nicht das tollste Leben was man sich vorstellen konnte, aber ich habe so erstens gemerkt, dass ich alles dran setzen muss das ich niemals Hartz IV Empfänger werden und zweitens habe ich gemerkt, dass man nicht viel Geld braucht um ein erfülltes Leben zu führen.
Was ist ein menschenwürdiges Leben? Nun ich denke, dass man natürlich die Grundversorgung gedeckt haben sollte. Also Nahrung, Wohnung, Kleidung und Gesundheit. Zudem muss natürlich auch ein gewisser Betrag zu Teilnahme am "Leben" vorhanden sein. Doch hier kommt man mit wenigen Euros am Wochenende schon sehr weit.
Für 3-5 Euro kommt man in die meisten Diskos und wenn man sich dort nicht gerade besäuft, dann kann man selbst für 10€ einen sehr schönen langen Abend mit seinen Freunden verbringen. An Kinotagen kostet die Kinokarte 5€, ...

aber du kannst mir nicht erzählen das jeder der gerne mit denen konkurieren würde, um irgendwie zu ansehen zu kommen an das er sonst nicht gelangen würde, gleich schwach ist. das würde dann einen überwiegend großen teil unserer bevölkerung ausmachen.
Wer Statussymbole braucht um zu Ansehen zu gelangen, der ist für mich ein schwacher Mensch, denn er scheint ja sonst nichts zu haben mit dem er in seinem Umfeld landen kann.
Und das streben danach etwas "besseres" zu werden bzw. sich Luxus leisten zu können ist natürlich essentieller Bestandteil eines kapitalistischen Systems. Das ist auch der Bestandteil der dieses System in meinen Augen so gut macht.
Allerdings sollte man nicht Streben mit Zwang verwechseln. Nur weil ich davon Träume einen Aston Martin zu besitzen und versuche dies irgendwie zu realisieren, heißt das noch lange nicht, dass ich ein schlechterer Mensch werde wenn ich dieses Ziel niemals erreiche.
Ich habe 2002 mein Abi gemacht und erst nach meiner letzten Abiturklausur habe ich mir mein erstes Handy gekauft, ganz einfach weil ich vorher niemals ein Handy gebraucht hab. Und bin ich deswegen ein schlechterer Mensch gewesen (schon damals hatte fast jeder n Handy)? Natürlich nicht.
Das natürlich ein gewisses Selbstbewusstsein dazu gehört um sich dem Gruppenzwang entgegen zu stellen ist selbstverständlich.

du vergisst aber das diese menschen die so einen weg einschlagen bereits abgestürzt sind und dementsprechend dann evtl überhaupt nicht in der lage sich noch irgendwie zu fangen.
Und auch hier wieder ist in erster Linie die Gesellschaft verantwortlich. Durch ehrenamtliche Tätigkeit in Hilfseinrichtungen für Drogenabhängige zum Beispiel kann man meist weit mehr erreichen als durch staatliche Eingriffe.

wir leben doch schon inner ellbogen gesellschaft mit starkem konkurrenzverhalten an allen ecken und enden
Richtig leben wir. Und ist das die Schuld des Staates?
In aller erster Linie ist das ein Problem unserer Gesellschaft und wir als Gesellschaft sind dafür verantwortlich uns aus diesem Loch heraus zu entwickeln.

oder wenn man im prinzip ein oder zwei dekaden vor der chance auf den eintritt in die rente vor die tür gesetzt wird durch die gewinnmaximierungsgeilheit irgendeiner firma. das deren chacen relativ schlecht stehen sich irgendwie wieder ein standbein aufzubauen dürfte einleuchten oder?
Auch hier ist in erster Linie die Gesellschaft in die Verantwortung zu ziehen.
Hier auch wieder eine kleine Parallele:
Im Moment macht Trigema wieder Werbung damit, dass sie alles in Deutschland produzieren. Zwei Spots später kommt dann Saturn mit dem "Geiz ist Geil" Spruch. Danach Media Markt mit ihren "Ich bin doch nicht blöd Spots".
3 mal darfst du raten, welche der Spots wohl mehr Leute ansprechen ...
Warum schreien wir immer nach dem Staat, wenn wir merken, dass ein Unternehmen eine in unseren Augen schlechte Handlung begeht?
Warum nutzen wir nicht die Mittel die wir selbst haben? Wir sind die Kunden und der Kunde regiert noch immer den Markt.
Denkst du denn, dass Addidas nicht reagieren würde, wenn jetzt alle auf einmal nur noch Sportartikel von Trigema kaufen?

die "die stark genug sind" werden alles daran setzen nicht so zu enden (und das mit allen mitteln), und der rest entwickelt ne scheiss egal einstellung und flüchtet. wobei beide exemplare aber eigentlich eine reelle chance hätten haben können. das die perspektiven nicht so rosig sind aus deren sicht mal ebenfalls aussen vor. aber ich denke du kannst mir folgen..
Natürlich kann ich dir da folgen. Aber deine Schlüsse sind falsch!
Das Problem ist ein gesellschaftliches! Also muss unsere Gesellschaft etwas daran ändern. Wir müssen weg von der "Geiz ist Geil" Mentalität. Wir müssen weg von diesem Konsumdruck. Aber das müssen wir erreichen. Durch höheres Arbeitslosengeld bewegst du nichts! Du unterdrückst bestenfalls die Symptome der Krankheit.

Ich denke übrigens, dass die sehr weiche und angenehme soziale Hängematte in die man bis Mitte der 90er Jahre immer wieder zurück fallen konnte eine sehr negative Nebenwirkung hatte.
Wir haben verlernt Verantwortung für uns selbst zu übernehmen.
40 Jahre lang sind die Deutschen mit der Einstellung groß geworden, dass der Staat alles für einen übernimmt. Dies sieht man heute daran, dass immer wieder nach dem Staat gerufen wird wenn uns etwas nicht passt.
Wir haben verlernt unser Leben in unsere eigenen Hände zu nehmen.

Fangen wir an das wieder zu erlernen, dann wird auch unsere Gesellschaft gesunden.
 
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