Video Codec´s (AV1. h2xx...) bei 1080p Filmen

User007 schrieb:
Du stellst hier eine Frage und wünscht/erhoffst/"erwartest" dazu eine pauschalgültige Antwort -
Nein, das hast du wohl nicht ganz verstanden. Ich verstehe etwas nicht, kann es nicht begründen, sehe es komplett Gegenteilig und frage um Wissen anderer. Vielleicht übersehe ich etwas, sehe etwas falsch etc.

Aber das hat sich ja gut geklärt hier!

User007 schrieb:
Sorry, aber mit defizilen Einstellungen in Handbrake kenn' ich mich nicht aus.
Schade, das fehlt mir noch ;)

User007 schrieb:
Na ja, dabei frag' ich mich, warum dann so von BDs/DVDs gerippte FHD-Videos doch eine wesentlich größere Datenkapazität aufweisen. Klar, da sind noch verschiedenste Audiospuren bei, aber das allein ist ja nicht für eine Verdrei- bis Vervierfachung von dieser hier kalkulierten Datenmenge verantwortlich.
Das ist ein guter Punkt. Bei einem Freund habe ich die Woche einen 40GB BR Rip gesehen und die dazugehörige MP4 2GB. Ich sag ja, dass ich dahingehend blind bin, aber ich konnte nicht viel Unterschied erkennen. Ganz ehrlich, wenn ich 10% verliere aber 80% Speicherplatz einspare, ist das definitit ein lohnensweter Sweetspot!

Des Weiteren kann ich diese Mengen gar nicht abspeichern inkl. der Backups... Aber das ist ja wieder Subjetiv.

User007 schrieb:
Im Übrigen ist's m. Mg. n. falsch sich auf eine in solchem Zeitrahmen langfristige "Zukunftssicherheit" stützen zu wollen, weil's dafür insbesondere in diesem Bereich Konsumertechnik viel zu schnell Änderungen bzw. neue Standards aufgrund technologischer Weiterentwicklung gibt - [...]
Da hast du absolut recht, ich gehe gerne mit der Zeit. Ich habe die Kassette gehen sehen, die CD... wobei die physische Form der CD ja nach wie vor noch da ist in Form von BR.

Aber warum ich das unter anderem doch als gut ansehe:
  • ich glaube, dass ich meine MP4 noch in 20 Jahren und mehr anschauen kann.
  • im Falle von BRs kann ich neu Rippen, nach 20 Jahren kann man sich die Arbeit vielleicht nochmal machen

Ich mein, es gibt Filme aus den 60/70er, da ist die Qualität so gut, dass man sie heute problemlos anschauen kann!

Mir fehlen nur noch die Settings, wie man das beste rausholt für das beste gleichgewicht. Klar ist das an sich Subjektiv, aber ich denke wir alle wissen schon was damit gemeint ist.
 
Schabing schrieb:
Ich mein, es gibt Filme aus den 60/70er, da ist die Qualität so gut, dass man sie heute problemlos anschauen kann!
Das liegt vor allem daran, dass diese auf Film gedreht wurden und man bei Original Filmrollen noch wahnsinnig viel rausholen kann, wenn man diese neu einscannt. Soweit ich weiß ist da je nach Quellmaterial 8k problemlos möglich. Schwierig wirds erst ab den 90ern, wo der Umstieg aufs digitale stattfand und die Sensoren einfach noch nicht die Auflösungen und Dynamikbereiche hatten. Auch am Computer erstellte Effekte müsste man erst wieder hochaufgelöster produzieren und neu ausspielen.
 
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@Lord Gammlig Guter Hinweise danke. Das mit der Filmrolle haben wir uns auch immer gedacht, aber der zweite Punkt mit der digitalen Version war uns noch nicht so klar.
 
Schabing schrieb:
Bei einem Freund habe ich die Woche einen 40GB BR Rip gesehen und die dazugehörige MP4 2GB. Ich sag ja, dass ich dahingehend blind bin, aber ich konnte nicht viel Unterschied erkennen. Ganz ehrlich, wenn ich 10% verliere aber 80% Speicherplatz einspare, ist das definitit ein lohnensweter Sweetspot!
Da spielen halt mehrere Dinge rein:
  • verwendeter Codec
  • gewählte Codec Settings/Presets
  • Auflösung, Bittiefe, Bilder pro Sekunde, HDR-/DV-Profile
  • schnelle/langsame Szenenwechsel/Kameraschwenks (gibts z.B. viele "Actionszenen")
  • Detailreichtum (wird z.B. viel mit Unschärfefilter gearbeitet?)
  • Bildrauschen, Filmkörnung bzw. bei alten Filmen auch Bildfehler
  • (Kompressionsartefakte bei schon stark komprimierten Videos)

...und das betrifft ja nur den Videoanteil. Bei Audio gibts ja auch Codecs, die ordentlich Datenrate fressen können. So eine TrueHD 7.1 Tonspur kann allein schonmal 4Mbit/s beanspruchen.
 
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qiller schrieb:
Das spielen halt mehrere Dinge rein:
  • verwendeter Codec
  • gewählte Codec Settings/Presets
  • Auflösung, Bittiefe, Bilder pro Sekunde, HDR-/DV-Profile
  • schnelle/langsame Szenenwechsel/Kameraschwenks (gibts z.B. viele "Actionszenen")
  • Detailreichtum (wird z.B. viel mit Unschärfefilter gearbeitet?)
  • Bildrauschen, Filmkörnung bzw. bei alten Filmen auch Bildfehler
  • (Kompressionsartefakte bei schon stark komprimierten Videos)

...und das betrifft ja nur den Videoanteil. Bei Audio gibts ja auch Codecs, die ordentlich Datenrate fressen können. So eine TrueHD 7.1 Tonspur kann allein schonmal 4Mbit/s beanspruchen.
Ja da hast du recht.

Im Moment teste ich:
  • AV1, A/V Synchronisiert
  • SVT, Konstante Bildfrequenz (same as source), 27RF
  • 1080p, kein HDR
  • volle Qualität als Rohmaterial liegt vor als Quelle
  • AAC DTS 5.1 ch 1536 kbps Stereo

danach mache ich die gleichen settings als test, probiere es aber mit AV1 "Intel-QSV" und danach noch "NVEnc". Dann habe ich den "Praxistest". Optisch wird sicher alles (FÜR MICHG) identisch ist. Interessant wird wohl die Transcodierdauert und die Speichergröße anschließend.

Habe mich in diesen Punkten eingelesen, aber man kann ja noch viel detaillierter einstellen. Da ich das nicht kann, lass ich den Rest auf Standard.
 
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Wenn du mehr Rechenzeit erübrigen kannst, bieten sich auch 2 Pass VBR Encodes an. Hier kannst du immer die Gesamtbitrate (und damit die Dateigröße) vorgeben und bekommst in etwa die Qualität eines CRF-Encodings, welches auf dieselbe Dateigröße gekommen wäre. Nachteil ist halt die höhere Encodingdauer, weil du halt immer zusätzlich den ersten Analyse-Pass hast.

CRF-Encodes haben ja grundsätzlich den Nachteil, dass man nicht weiß, bei welcher Bitrate/Dateigröße man landet. Alte Actionfilme mit ordentlich Filmgrain o. Rauschen landen dann schnell bei recht hohen Bitraten. Bei AV1 kann man deswegen auch Filmgrain-Filter aktivieren (Filmgrain wird vor dem Encode erkannt und aus dem Encodingprozess ausgeschlossen und kann später aber auf Wunsch wieder hinzugefügt werden). Das Problem ist damit nur, dass man die Stärke für jedes/n Video/Film erstmal ausprobieren muss.

Schabing schrieb:
AAC DTS 5.1 ch 1536 kbps Stereo
DTS 5.1 mit 1.5Mbit/s ist schon ziemlich viel, wenn du eigentlich recht kleine Dateien haben möchtest. Da landest du mit dem Videoanteil bei vlt. 3-4Mbit/s und verballerst dann trotzdem noch 1.5Mbit/s für die Audiospur. Da würde ich eher auf 768kbit/s DTS runtergehen. Bzw. solltest du auch erstmal prüfen, ob deine Quelldateien überhaupt Multichannel-Sound haben.
 
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qiller schrieb:
Wenn du mehr Rechenzeit erübrigen kannst, bieten sich auch 2 Pass VBR Encodes an. Hier kannst du immer die Gesamtbitrate (und damit die Dateigröße) vorgeben und bekommst in etwa die Qualität eines CRF-Encodings, welches auf dieselbe Dateigröße gekommen wäre. Nachteil ist halt die höhere Encodingdauer, weil du halt immer zusätzlich den ersten Analyse-Pass hast.
Das sagt mir jetzt gar nichts. Der Vorgang mit SVT hat gerade 45 Minuten gedauert. Viel länger sollte es nicht dauern, da ich 100-200 Vorgänge vor mir habe. Ich habe Zeit und geduld, aber sonst werde ich nie mehr fertig im Leben.
qiller schrieb:
Das Problem ist damit nur, dass man die Stärke für jedes/n Video/Film erstmal ausprobieren muss.
Puh, ich habe mir das wie folgt vorgetellt. Ich lege mir die "perfekten" (für mich) settings fest und zieh das durch alle Filme durch.

qiller schrieb:
DTS 5.1 mit 1.5Mbit/s ist schon ziemlich viel, wenn du eigentlich recht kleine Dateien haben möchtest. Da landest du mit dem Videoanteil bei vlt. 3-4Mbit/s und verballerst dann trotzdem noch 1.5Mbit/s für die Audiospur. Da würde ich eher auf 768kbit/s DTS runtergehen. Bzw. solltest du auch erstmal prüfen, ob deine Quelldateien überhaupt Multichannel-Sound haben.
Danke für diesen Hinweis, sowas bringt mich echt weiter. Ich versuche nebenzu zu schauen, wie man das verstellt.
Das ist einfach ein Film, den ich zum testen hernehme. Dei Mbit/s kann man nicht einfach ändern...

Früher hatte ich eine große Canton 5.1 Surround anlage. Heutzutage nutzue ich 2 Smarte Speaker oder am PC eine ordentliche 2.1 Anlage.
Dh da würde sicherlich ein guter, durchchnittlicher Stereo Sound eignen. Ich versuche mal 768kbit/s DTS eingestellt zu bekomen.
Danke!
 

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Schabing schrieb:
Ich mein, es gibt Filme aus den 60/70er, da ist die Qualität so gut, dass man sie heute problemlos anschauen kann!

Problemlos ist das nicht, auch Filmmaterial altert und so ist man meistens froh, wenn man in irgendeinem Archiv noch eine gut erhaltene Erstkopie findet ;)

Grundsätzlich ist es deshalb zu Archivierungszwecken angebracht schlicht die Quelle zu sichern, dies wird auch im professionellem Bereich so gemacht. Je nach Kamera Typ meist im Log Format und bei günstigeren Sequenzen die per GoPro und Co oder vergleichbaren aufgenommen wurden ist es oftmals auch nur h264 oder h265.

Die üblichen verdächtigen Programme die dann im Post genutzt werden können diese Formate importieren und legen dann wiederum das Material nach der Bearbeitung in ihrem eigenem "verlustfreien" Format ab.

Final wird dann für das jeweilige Medium vom Master encodiert. Bei CD/DVD/BD25/50/100 muss natürlich die Größe stimmen und man ist auf die bei Festlegung des Standards beschlossenen Codecs limitiert.
Bei Material, welches gestreamt werden soll geht es natürlich zum einen um den Speicherplatz auf dem Server und um die Datenmenge, die via Internet beim Kunden landet und hier sind die neuen sehr effizienten Codecs entstanden. Momenten etabliert sich da eben AV1.

qiller schrieb:
Wenn du mehr Rechenzeit erübrigen kannst, bieten sich auch 2 Pass VBR Encodes an. Hier kannst du immer die Gesamtbitrate (und damit die Dateigröße)

Da der TE ja kein fixes Speichermedium anpeilt, ist die Dateigröße ja erst mal sekundär. Ich würde also den Weg über die Qualität gehen. A B Vergleiche sind da natürlich sehr zeitaufwändig, insofern würde ich mir mal das Thema VMAF anschauen.

Video Multi-Method Assessment Fusion (VMAF) wurde zusammen mit Netflix entwickelt um eine Metrik für die Qulität eines umcodierten Videos zu bekommen. Eine Daumen Regel wäre hier im Schnitt über 95% zu liegen und im unteren 1% die 93% Marke nicht zu unterschreiten.

Es gibt dafür Tools, die dir auf dem Weg dahin helfen, da sich dies ja von Quellmaterial zu Quellmaterial unterscheidet. AB-AV1 ist da ein guter Einstieg. Das Tool, analysiert Abschnitte des Quellenmaterials und gibt dann eine CRF Empfehlung aus. Ich weiß nicht, ob Handbrake eine ähnliche Funktionalität bietet.

Es gibt natürlich auch noch Zahlreiche andere Parameter und je nach genutzten Encoder auch wieder Unterschiede. Insofern ist es da echt schwer genau den einen Weg vorzugeben, ich denke das wichtigste ist, das du mit dem Ergebnis zufrieden bist.
 
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Spawn182 schrieb:
Problemlos ist das nicht, auch Filmmaterial altert und so ist man meistens froh, wenn man in irgendeinem Archiv noch eine gut erhaltene Erstkopie findet [...........]
Dankesehr für deinen guten Input. Aber ich denke, das ist für mich zu weitführend bzw. zu kompliziert.

Ich denke ich habe zwei gute Punkte an denen ich schrauben kann und dann ein gutes Ergebnis habe, mit dem man GUT leben kann.

1. vielleicht kann ich in Handbrake irgendwie die Tonspur von 1536 kbps auf 768 bekommen (wenn die Qualität ausreichend ist)

2. heute habe ich 3x das gleiche Video bearbeiet mit AV1.

2.1 SVT dauerte ca 45minuten und ist 1,77GB groß
2.2 IntelQSV dauerte ca 15 Minuten und ist 1,74GB groß, die Qualität aber leicht sichtbar schlechter als bei SVT
2.3 NVEnc dauerte ca. 6:45 Minuten und ist 5,08GB groß, sieht aber wieder besser aus (eher wie SVT).

Das ganze ist auch nachvollziehbar, wenn ich die Dauer oder dann die Dateigroße sehe. Sieht so aus, als ob man einen Tod sterben muss. SVT bestes Verhältnis, aber 45Minuten oder NVEnc, dafür zu große Dateien.
 
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Hier noch ein interessanter Reddit Link, in dem sich einer die Mühe gemacht hat, die aktuellen Codecs in Handbrake nach Zeit, Dateigröße und Qualität zu vergleichen. Wie immer keine exakte Wissenschaft, aber eben hilfreiche Information.

Fazit: AV1 ist unterm Strich momentan der effizienteste Codec im Bereich Qualität pro Dateigröße, bei aktueller Hardware ist auch die Zeit konkurrenzfähig.

full-comparison-between-h-264-h-265-and-av1-encoding-v0-54ogpmex4atc1.webp
 
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Schabing schrieb:
Ich lege mir die "perfekten" (für mich) settings fest und zieh das durch alle Filme durch.
Wie Spawn182 ja schon anmerkte, ist das halt nicht so einfach. Würde bedeuten, dass man dann sowas wie Filmgrain-Filter weglässt (hat ja nicht jeder Film) und man sich auf einen CRF-Wert festlegt. Dann wirst du je nach Film auch teilweise deutliche Unterschiede in den Dateigrößen feststellen können. Dann wird der eine Film mit 2h Dauer halt mal 4GB und der nächste könnte dann 8GB groß sein.

Schabing schrieb:
Dh da würde sicherlich ein guter, durchchnittlicher Stereo Sound eignen.
Also bei Filmen bin ich kein Fan von Audio-Encodings und muxe die bloss. Ob du die Mehrkanal-Informationen/-Codecs zu einem Bitraten-niedrigeren Stereo Codec heruntermixen willst, musst du selber entscheiden. Es gibt notfalls auch Extrem-Kompressionen, wie AC3/DD 5.1 mit 384kbit/s. Da gehen dann wenigstens die Surround-/LFE-/Center-Informationen nicht verloren.
 
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@Schabing Du kannst ja mal das ab-av1 Tool auf deine Encodes anwenden.

AB-AV1 und ffmpeg in den gleichen Ordner schmeißen und dann folgenden Befehl nutzen.
"original.mkv" ist dabei dein Quelle (muss nicht mkv sein, halt ein Format, dass ffmpeg lesen kann) und "distorted.mkv" eben dein Encode.

Code:
ab-av1.exe vmaf --reference "original.mkv" --distorted "distorted.mkv"

Der Macher des Tools gibt auch einige Erklärungen in seinem Blog.

PS Das im Blog verlinkte Av1an sieht auch sehr interessant aus.
 
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Spawn182 schrieb:
Fazit: AV1 ist unterm Strich momentan der effizienteste Codec im Bereich Qualität pro Dateigröße, bei aktueller Hardware ist auch die Zeit konkurrenzfähig.
Anscheinend wird SVT AV1 10 bit wird entgegensatz zu h265 immer größer...

h264: 3,354GB
h265: 2,910GB
AV1: 2,082GB
--- Einstellungen optimiert:
AV1 SVT: 1,77GB (augenscheinlich perfektes Ergebnis, aber lange Kodierungszeit)
AV1 IntelQSV: 1,74GB (hier aber sehr kurze Kodierungszeit und schlechtere Qualität!)
AV1 NVEnc: 5,08GB (hier aber sehr kurze Kodierungszeit!)

Das wären jetzt meine Praxiserfahrungen der Tage.
qiller schrieb:
Wie Spawn182 ja schon anmerkte, ist das halt nicht so einfach. Würde bedeuten, dass man dann sowas wie Filmgrain-Filter weglässt (hat ja nicht jeder Film) und man sich auf einen CRF-Wert festlegt. Dann wirst du je nach Film auch teilweise deutliche Unterschiede in den Dateigrößen feststellen können. Dann wird der eine Film mit 2h Dauer halt mal 4GB und der nächste könnte dann 8GB groß sein.
CRF wird wohl der RF Wert sein, den ich aktuell bei glaub 27 habe. Ja das ist der Plan! Ich gehe schon davon aus, das ich -->in etwa<-- ähnliche Größen bekomme. Aber bin auf die Abweichungen gespannt.

Kann man vorher vielleicht grob erkennen, welche Filme aus der Reihe tanzen könnten und eine Größere Dateigröße ergeben könnten, um gegensteuern zu können? Helle Filme (=mehr Informationen) oder mit mehr Bewegung/Schwenks etc?

qiller schrieb:
Also bei Filmen bin ich kein Fan von Audio-Encodings und muxe die bloss. Ob du die Mehrkanal-Informationen/-Codecs zu einem Bitraten-niedrigeren Stereo Codec heruntermixen willst, musst du selber entscheiden. Es gibt notfalls auch Extrem-Kompressionen, wie AC3/DD 5.1 mit 384kbit/s. Da gehen dann wenigstens die Surround-/LFE-/Center-Informationen nicht verloren.
hm, also die Idee oder der Punkt der erwähnt wurde, von bspw. 1536 kbps auf 768kbit/s zu gehen wäre evtl problematisch? Dann wäre dies Optimierung egal

qiller schrieb:
CRF-Encodes haben ja grundsätzlich den Nachteil, dass man nicht weiß, bei welcher Bitrate/Dateigröße man landet. Alte Actionfilme mit ordentlich Filmgrain o. Rauschen landen dann schnell bei recht hohen Bitraten
Den Punkt schaue ich mir nochmal genauer an im moment.

Spawn182 schrieb:
AB-AV1 und ffmpeg in den gleichen Ordner schmeißen und dann folgenden Befehl nutzen.
Das ist was komplett neues, muss mich da erstmal einlesen ^^


--------

EDIT:

wäre statt dem RF wert eine mittlere Bitrate besser, wenn ich da immer die gleiche nehme?
 
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Schabing schrieb:
CRF wird wohl der RF Wert sein, den ich aktuell bei glaub 27 habe.
Ja, Rate Factor, Constant Rate Factor, spielt keine Rolle.
Schabing schrieb:
Ich gehe schon davon aus, das ich -->in etwa<-- ähnliche Größen bekomme.
Da würd ich nicht drauf wetten, deswegen erwähne ich es ja.
Schabing schrieb:
Kann man vorher vielleicht grob erkennen, welche Filme aus der Reihe tanzen könnten und eine Größere Dateigröße ergeben könnten, um gegensteuern zu können? Helle Filme (=mehr Informationen) oder mit mehr Bewegung/Schwenks etc?
Ja, wie oben schon geschrieben, schnelle Szenen/Kameraschwenks, generelle Unruhe im Bild, Rauschen/Filmgrain und das am besten noch kombiniert mit hohen Details bzw. wenig Unschärfe. Ansonsten halt Tools, wie von @Spawn182 erwähnt verwenden.
Schabing schrieb:
hm, also die Idee oder der Punkt der erwähnt wurde, von bspw. 1536 kbps auf 768kbit/s zu gehen wäre evtl problematisch? Dann wäre dies Optimierung egal
Oben im Screenshot wandelst du die DTS 5.1 Spur halt in eine 160kbit/s AAC Stereo Tonspur um. Daher nahm ich an, dass das so gewollt ist.
Schabing schrieb:
wäre statt dem RF wert eine mittlere Bitrate besser, wenn ich da immer die gleiche nehme?
Avg/Constant Bitrate (also die Single Pass Modi) kann man nur von abraten, weil hier die Analyse über den kompletten Film fehlt, die festlegt, wo mehr Bitrate benötigt wird und wo man auch mit weniger auskommen kann.

Edit: Du musst dir das ungefähr so vorstellen. CRF und 2 Pass VBR kommen bei derselben End-Bitrate auf ca. dieselbe Qualität, nur dass du bei CRF vorher nicht weißt, auf welche Bitrate du kommst (weil das ein 1 Pass Encode mit schwankender Bitrate ist) und bei 2 Pass VBR mehr Encodingzeit durch den extra Analyse Pass hast.

Avg/Constant Bitrate hingegen resultiert in (durchaus stärker) schwankende Qualität des Videos, hat aber den Vorteil, dass man die Bitrate festlegen kann und die Encodingzeit niedrig bleibt. Man nimmt das gern fürs Streaming. Wenn du mal Twitch Streams dir anschaust, wo ja recht niedrige H264 Bitraten üblich sind, wirst du sehen, dass bei viel Action der Stream ordentlich aufblockt und man in schlimmen Fällen nur noch Pixelmatsch erkennt. Das kommt halt durch die konstante (niedrige) Bitrate, die bei viel Action normalerweise nach oben gehen müsste, damit es eben nicht aufblockt oder zu Pixelmatsch kommt.
 
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qiller schrieb:
Ja, wie oben schon geschrieben, schnelle Szenen/Kameraschwenks, generelle Unruhe im Bild, Rauschen/Filmgrain und das am besten noch kombiniert mit hohen Details bzw. wenig Unschärfe. Ansonsten halt Tools, wie von @Spawn182 erwähnt verwenden.
Mercy, jetzt hab ich es besser verstanden. Ich schau mir das direkt mal an, ob ich das hinbekomme. ab-av1 nimmt also einen Teilausschnitt und gibt ne RF Empfehlung raus. hoffentlich hat das Programm nicht ein zu hohes Niveau und liebt 5GB Filme ;)

qiller schrieb:
Oben im Screenshot wandelst du die DTS 5.1 Spur halt in eine 160kbit/s AAC Stereo Tonspur um. Daher nahm ich an, dass das so gewollt ist.
uhh guter Hinweis, danke. Das wird automatisch so gemacht, ich kann hier nur bis 512 hochgehen. Ist das eine Einstellung mit der man gut leben kann?
qiller schrieb:
Avg/Constant Bitrate (also die Single Pass Modi) kann man nur von abraten, weil hier die Analyse über den kompletten Film fehlt, die festlegt, wo mehr Bitrate benötigt wird und wo man auch mit weniger auskommen kann. [...]

Okay dann bleibe ich beim RF wert und versuche mak ab-av1 zum laufen zu bringen. Ich gebe Rückmeldung.

---
Aber einfach nur weil ich bisschen neugierig bin, braucht man eher bei neueren Filmen eine stärkere Komprimierung, also einen niedrigeren RF Wert?
Könnte mir vorstellen, weil mehr details, alles "rasanter" wird und immer mehr "BOOM" dabei ist, es so ist. Auf der anderen Seite, wird die Technik allerdings besser...
Sehr interessant alles.
 

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Schabing schrieb:
ich kann hier nur bis 512 hochgehen
Naja, ich rede eigentlich mehr vom Verlust der Mehrkanal-Informationen, wenn du eine 5.1 DTS Tonspur in eine AAC Stereo Tonspur umwandelst. Würd ich zumindest nicht wollen. Und wenn AAC Stereo gewollt ist, reichen 160kbit/s aus, 512kbit/s ist quatsch (dann kannst du auch die 256kbit/s draufpacken und 768kbit/s 5.1 DTS nehmen^^).

Schabing schrieb:
braucht man eher bei neueren Filmen eine stärkere Komprimierung, also einen diedrigeren RF Wert?
Niedrigerer RF-Wert = mehr Qualität (bzw. weniger Differenz zum Quellmaterial). D.h. die Komprimierung nimmt mit niedrigerem RF-Wert ab, sprich die Dateien werden größer.

Schabing schrieb:
Könnte mir vorstellen, weil mehr details, alles "rasanter" wird und immer mehr "BOOM" dabei ist, es so ist.
Tatsächlich sind neuere Filme meistens besser komprimierbar, weil sie auf SchnickSchnack wie extra Filmgrain oder Rauschen verzichten. Und teilweise werden auch bestimmte Details verunschärft, weil vlt. das Budget für gut aussehende Specialeffects nicht mehr gereicht hat oder es sogar eine Forderung der Streaminganbieter ist, um die Bitraten beim Streaming zu senken. Ich hoffe zwar nicht, dass es solche Überlegungen gibt (würde den Film schon gern so sehen, wie die Macher sich das gedacht haben^^), aber vorstellen könnte ich mir das durchaus.

Mach doch mal den Test: Encodiere mal die HBO Logo-Einblendung mit seinem "Fernsehrauschen" und dann das von Netflix. Riesen Unterschied^^.
 
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qiller schrieb:
Niedrigerer RF-Wert = mehr Qualität (bzw. weniger Differenz zum Quellmaterial). D.h. die Komprimierung nimmt mit niedrigerem RF-Wert ab, sprich die Dateien werden größer.
habs nur durcheinander gebracht, im Programm stehts nochmal richtig dran, danke.

qiller schrieb:
Naja, ich rede eigentlich mehr vom Verlust der Mehrkanal-Informationen, wenn du eine 5.1 DTS Tonspur in eine AAC Stereo Tonspur umwandelst. Würd ich zumindest nicht wollen. Und wenn AAC Stereo gewollt ist, reichen 160kbit/s aus, 512kbit/s ist quatsch (dann kannst du auch die 256kbit/s draufpacken und 768kbit/s 5.1 DTS nehmen^^).
Also wäre die Option "DTS Passthru" eine Möglichkeit, eine ziemlich gute.

Eine andere wäre AAC oder DTS mit geringerer kbit/s. Ich teste mal wie viel das im MB/GB unterschied macht. Wenn es nur gering ist, lohnt sich die Komprimierung nicht.
Wähle ich DTS-HD statt DTS aus, kann ich höhere kbps auswählen, da gibt es dann die 768.

AAC Stereo 160kbit/s habe ich bereits, mal sehen was bei DTS-HD 768kbit/s rauskommt :)

Danke das Hilft mir extrem weiter, das hat mich noch gefehlt.
 
Bin mehr bei Staxrip zuhause, da kannste halt Copy/Mux (heißt bei Handbrake glaub "Passthrough"?), den DTS Core aus DTS HD/MA extrahieren lassen oder halt neu encodieren. Bitrate kannste beim neu Encodieren festlegen.
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Schabing schrieb:
Also wäre die Option "DTS Passthru" eine Möglichkeit, eine ziemlich gute.
Bei Passthru wird der Ton, in diesem Fall in DTS, ohne Umwandlung und Komprimierung übernommen. Du kannst da in einem Pop Up Fenster auch festlegen welche Audioformate du einfach durchschleusen oder welche du wie umwandeln möchtest.
 
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Ich kann das schwer einschätzen. Wenn ich den Ton durchschleuse, also 100% Qualität komprimiere zu "DTS-HD 768kbit/s" wie ist das im Vergleich? Habe ich da starke Verluste im Ton? Ich kann das noch überhaupt nicht einschätzen wenn ich das anhöre...
 

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