Videos als Nachlass

Millkaa schrieb:
Vor allem wenn man sich die Flutkatastrophe im Juli anschaut, da wären alle USB Sticks aus den Schließfächern in den abgesoffenen Banken auch nicht mehr wirklich zu retten. Zumindest nur mit hohem Aufwand.
Guter Punkt! Aber so Kleinteile könnte man ja zumindest in Plastik einschweißen (Vakuumiergerät o.ä.) um sie vor der Umwelt abzutrennen. Gegen einen Brand hilft das zwar auch nichts aber zumindest Wasser und Sauerstoff können dann nicht mehr ran. Schädliches Sonnenlicht sollte im Bankachließfach eh sowieso kein Problem sein! ;)

Meine Backups lagern bei meinen Eltern analog und digital in mehreren luftdichten Plastiksäcken welche sich dann nochmals in einer dieser durchsichtigen Aufbewahrungsboxen befinden damit Nagetiere nicht sooo leicht drankommen.. Gegen einen Brand ist das zwar nicht gefeilt aber solange sich keine Ratte da dran zu schaffen macht, sollte es keine Probleme geben.
 
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Das ist tatsächlich eine sehr gute Idee. An das Laminieren Bzw. Vakuumieren habe ich noch nicht gedacht.
 
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TomPrankYou schrieb:
Laminieren kannst du soweit ich weiß nur Papier. Wenn du anfängst DVDs zu laminieren würde es mich nicht wundern, wenn der Kunststoff der Folie mit der Oberfläche der DVD verschmilzt oder zumindest anschmilzt und die DVD dadurch sowieso unbrauchbar wird.
 
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Ich wünsche dir alles Gute für deinen zukünftigen Weg und hoffe sehr, dass sich doch noch alles zum guten wendet.

Da ich durch den gleichzeitigen Verlust meiner Eltern letztes Jahr vor ähnlichen Überlegungen stand, habe ich mich näher mit der Funktion des Digitalen Erbes beschäftigt.

Ich bin Apple User und letztes Jahr wurde die Möglichkeit des digitalen Nachlasses geschaffen. Hier reduziert sich der Aufwand auf ein Blatt Papier mit einem Code drauf.

So könntest Du in der iCloud Collagen oder Videos hochladen zu bestimmten Ereignissen deiner Kinder.

Ich weiß man bindet sich an einen Anbieter, bin aber recht zuversichtlich das die Cloud nicht in 5 Jahren abgeschaltet wird. :)
 
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Hi @TomPrankYou,

kann Deine Intention bestens nachfühlen, geht mir fast genauso.

Vor 4 Jahren akute plötzliche Erkrankung, die ich knapp überlebt habe. Kurz darauf neue zusätzliche „unschöne“ Diagnose mit zeitlich unprognostizierbarer Überlebensrate.
Bis heute hats gereicht, kann aber jederzeit auch anders werden.

Bin wie viele hier ausgesprochen PC-affin, mein ganzes Leben und das meiste meiner Familie ist mittlerweile digitalisiert. Bin nur leider der einzige, der damit umgehen kann.
Dokumente gibts auch noch auf Papier aber halt nicht alles (zB mailverkehr).

Nach dem Ereignis aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung vor 4 Jahren verbrachte ich 3 Wochen im Koma (keine Aufwachgarantie ärztlicherseits und schon gar nicht in welchem Geistes- und körperlichen Zustand) und liess meine Gattin leider ziemlich planlos zurück.
Nur dank schriftlicher Notizen einiger Schlüsselcodes (zB für keepass) und der Hilfe guter und kompetenter Freunde kam sie dann an durchaus wichtige Daten.

Daraus habe ich gelernt, das darf nicht nochmal passieren!

Habe als erstes auch ein Schliessfach gemietet, div Kopien auf HDDs und Scheiben gesichert und da deponiert.
Bei der gleichen Frage nach der Abspielbarkeit in einigen Jahren, kam ich für mich auf folgende Lösung:
Besorgte mir ein kleines ausrangiertes Notebook mit Laufwerk, darauf im Prinzip nur benötigte Abspielsoftware. Das kam auch ins Schliessfach.
Das ganze Paket hole ich mir 1x im Jahr nach Hause, überprüfe alles auf Funktionalität und bringe alles auf den neuesten Stand. Bei technischen Defekten wird das entsprechende Teil einfach ersetzt – so wenigstens der Plan – bisher funktioniert es.

Brauchte dafür natürlich ein etwas grösseres Schliessfach mit entsprechend höheren Kosten – ist mir aber egal, unterm Strich rechnet sich das.

Während meines Intensivaufenthaltes brauchte mein Gattin zB. eine damals (blöderweise nicht vorhandene) Patientenverfügung vom Familiengericht, war eine zusätzliche Belastung für das Mädchen und von den Kosten dafür hätte ich die Bankgebühren für eine längere Zeit bestreiten können! Auch soetwas ist heute natürlich hinterlegt…

Ob eine Hinterlassenschaft in der Form zielführend und brauchbar ist, dürft ihr gerne diskutieren – mir fiel bis jetzt nichts besseres ein.

Dir jedenfalls ALLES GUTE und Kopf hoch – Ich habe entgegen jeder Statistik bis heute überlebt und wünsche Dir ebenfalls noch eine sehr lange Zeit mit und für Deine Familie!
Gruß
Dieter
 
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Hat sich bei mir wirklich etabliert, habe das vom Airsoft noch übrig gehabt:
https://www.amazon.de/Lipolix-feuerfest-Liposack-Qualität-Deutschen/dp/B06WP6ZQV4
Die Dinger sind Gold wert und ne DIN A4 Seite passt vom Format in die größeren rein.
Da passen alle möglichen Speichermedien rein, auch vakuumiert. Dann hast du Schutz gegen Wasser, Sauerstoff und Feuer.
Sicherlich wird das keine XX Stunden Vollbrand aushalten, aber die gängigsten Feuer mit Feuerwehr wird das überleben.
Wenn es irgendwann mal wieder einen Krieg gibt hilft das ja eh nix.
 
Tenferenzu schrieb:
wenn der Kunststoff der Folie mit der Oberfläche der DVD verschmilz
Geht doch technisch erst gar nicht durch des Laminiergerät...

Ich bin dazu übergegangen das zu vakuumieren - k.A. ob das ausreicht, aber wenigstens vor groben Verunreinigungen geschützt
 
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Vakuumieren erhöht bestimmt den Schutz, da keine Feuchtigkeit und keine Luft/Sauerstoff eindringen kann.
Allerdings würde ich da nicht zu einem der günstigen Supermarktgeräte raten. Ich habe so ein 30€ Gerät, das kann nur sehr dünne Tüten verschweißen und nach einigen Monaten ist wieder wieder Luft in den Tüten. Für Tiefkühlkost reicht es, aber für eine längere Lagerung sind die etwas professionelleren Geräte bestimmt besser geeignet.
 
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calippo schrieb:
Allerdings würde ich da nicht zu einem der günstigen Supermarktgeräte raten.
Mit einem Gerät wie Caso VC10 ist man sehr gut beraten und die Originalen (!!) Folien sind auch sehr dick und das Ergebnis wirklich gut.
 
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TomPrankYou schrieb:
Das ist tatsächlich eine sehr gute Idee. An das Laminieren Bzw. Vakuumieren habe ich noch nicht gedacht.
Laminieren: Nein ^^ Vakuumverpacken: Ja. Der Nachteil ist natürlich die regelmäßige Sichtung/Prüfung der Datenintegrität, da muss anschließend jedes Mal neu verschweißt werden. Ich denke, diesbezüglich übertreibt mans hier ein wenig. Ich habe knapp 40 Jahre alte CDs (allerdings industriell gepresste), die sehen aus wie am ersten Tag und laufen auch noch genauso gut.

Ich will damit nicht sagen, dass CDs (oder generell optische Datenträger) das Mittel zum Zweck sind, aber sofern man seine Datenträger vor Staub und Sonnenlicht schützt, hat man - besonderes, wenn man sie regelmäßig prüft - wenig zu befürchten.

Diesbezüglich würde ich den Aufwand eher gering halten und vorab einfach die richtige Archivierungsmethode wählen, die ein langfristiges "Pflegen" überflüssig macht - wobei das regelmäßige Sichten natürlich Zeit in Anspruch nimmt. Das sollte man von guten Freunden oder der Verwandtschaft aber tatsächlich abverlangen können.

knoxxi schrieb:
So könntest Du in der iCloud Collagen oder Videos hochladen zu bestimmten Ereignissen deiner Kinder.

Ich weiß man bindet sich an einen Anbieter, bin aber recht zuversichtlich das die Cloud nicht in 5 Jahren abgeschaltet wird. :)
Als zusätzliche Lösung, wie gesagt. Es geht nicht darum, dass die Apple Cloud in 5 Jahren nicht mehr existiert, aber auch da kanns Pannen und Angriffe geben, die im worst Case Daten unwiederbringlich zerstören - man denke da nur an den Vorfall des französischen Serverbetreibers, dem ohne Redundanz ganze Container voll Server (und Daten) abgeraucht sind - und auch da hatten große Firmen ihre eigenen Clouds ausgelagert.

deYoda schrieb:
Daraus habe ich gelernt, das darf nicht nochmal passieren
Oh man, wenn man eure Stories liest, überdenkt man tatsächlich sein eigenes Leben (auch ich bin Familienvater und gehe stramm auf die 40 zu). Derzeit lagere ich meine persönlichen Daten auf dezentralen Backups und teste sie regelmäßig, aber ich werde heute Abend mal mit meiner Frau darüber sprechen, was ihr alle hier so berichtet und teils auch von euch selbst beschreibt. Das ist ein Thema, mit dem man sich eigentlich nie auseinandersetzen will, es aber dennoch dringend und rechtzeitig einmal tun sollte.

Wie bereits gesagt: besser man hat ein solches Konzept und benötigt es hoffentlich nie, als eben anders herum. Das sollte man sich dann auch ein paar Euro Instandhaltungskosten pro Jahr kosten lassen.

Millkaa schrieb:
Hat sich bei mir wirklich etabliert, habe das vom Airsoft noch übrig gehabt:
https://www.amazon.de/Lipolix-feuerfest-Liposack-Qualität-Deutschen/dp/B06WP6ZQV4
Die Dinger sind Gold wert und ne DIN A4 Seite passt vom Format in die größeren rein.
Ich glaube, du missverstehst diese Beutel. Sie schützen vor einem Brand vom Inneren heraus, namentlich vor LiPo-Bränden. Diese dauern keine Stunden, sondern - im Falle eines Handy- oder Modellbauakkus nur wenige Sekunden. Ein Brand, der aussen entsteht, wird mit Sicherheit länger dauern und den Inhalt wohl so sehr aufheizen, dass hier nichts übrig bleibt, was es sich zu retten lohnt.

Auch ein feuerfester Safe, wie er hier so oft beschrieben wird, ist meiner Meinung nach der falsche Weg.

Ich kann es nur noch einmal sagen: dezentrale Backups, durch Freunde bzw. Verwandte regelmäßig kontrolliert. Sicherer wird es nicht und auch nicht zukunftssicherer - und darum muss es bei diesem Vorhaben ja dringlichst gehen, wenn die Sachen eben auch in 20 oder 30 Jahren noch abrufbar sein sollen.
 
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calippo schrieb:
Vakuumieren erhöht bestimmt den Schutz, da keine Feuchtigkeit und keine Luft/Sauerstoff eindringen kann.
Beim Vakuumieren wäre ich vorsichtig. Luftdruck und so.
Ich würde nur einschweißen.

Cloud in 40 Jahren ist fraglich.
 
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DJMadMax schrieb:
Ich glaube, du missverstehst diese Beutel.
Bitte meinen Beitrag lesen und nicht irgendwas reininterpretieren was nicht da ist, Danke.
Das was von Innen gegen Feuer schützt, tut dies auch von Außen.
Ich habe bewusst gesagt, dass es auf die heutige Zeit bezogen ist, wo Feuerwehren relativ fix am Einsatzort sind. Also müssen keinen stundenlangen Brände ausgehalten werden.
Nicht einfach immer gegen etwas sein und die Leute einfach mal so einschätzen, als hätten sie keine Ahnung.
 
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DJMadMax schrieb:
Das ist ein Thema, mit dem man sich eigentlich nie auseinandersetzen will, es aber dennoch dringend und rechtzeitig einmal tun sollte
DAZU kann ich rückblickend jedem nur raten!
Stelle mir gerade vor, was gewesen wäre, hätte ich es nicht wenigstens in Ansätzen gemacht.
In den einschlägigen Foren wird häufig genug von Fällen berichtet und ich hab es auch schon live im Umfeld erlebt, Familienangehörige sind teils verzweifelt weil ÜBERHAUPT NICHTS sortiert und/oder geregelt war.
Ist nicht besonders lustig.

Greift halt meist die Verdrängung, nach dem Motto: Wird schon nix passieren
 
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Millkaa schrieb:
Bitte meinen Beitrag lesen und nicht irgendwas reininterpretieren was nicht da ist, Danke.
Den habe ich gelesen und ich werde es kein weiteres Mal tun, denn davon wird der Tipp mit diesem Beutel leider nicht besser. Zumal er bei dezentraler Lagerung sowieso irrelevant wird, es sei denn, es brennt/überflutet an zwei räumlich voneinander getrennten Örtlichkeiten gleichzeitig.
 
DJMadMax schrieb:
Oh man, wenn man eure Stories liest, überdenkt man tatsächlich sein eigenes Leben (auch ich bin Familienvater und gehe stramm auf die 40 zu).

Ich habe die letzten Jahre diesbezüglich auch keinen Gedanken daran verloren. Es geht jedoch schneller wie man denkt. Mit 31 Jahren Typ 1 Diabetes bekommen und nun 8 Jahre später Amyotrophe Lateralsklerose.

Da hast wirklich lieber Krebs als diesen Scheiß. Dennoch bin ich mit mir selbst im Reinen, vor 100 Jahren wäre ich bereits an dem Diabetes verstorben. So hat mir die Medizin wenigstens noch einen Aufschub von mindestens 8 Jahren ermöglicht und ich durfte bei der Geburt meiner beiden Kinder dabei sein.

Alles andere haben wir leider nicht im Griff und müssen es einfach als gegeben erachten.

Ich werde nun morgen sämtliche Ratschläge und Tipps beherzigen Bzw. in die Tat umsetzen damit die Kurzen ihren Papa nicht vergessen Bzw. sich ein Bild von ihm machen können :)

Ich persönlich kann nur jedem raten, sich auch bei bester Gesundheit mit dem Thema auseinander zu setzten um im Fall der Fälle vorgesorgt zu haben.
 
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KnolleJupp schrieb:
Die Probleme bezüglich Abspielgerät/Dateiformat/Codecs usw. hättest du in jedem Fall. Da ist keine Variante besser als jede andere.
Das Problem gibt es ja auch heute. Wer vor 50 Jahren mal was auf Mikrofilm gesichert hat, kann das aber auch heute noch auslesen. Es hat nur nicht jeder so ein Gerät zu Hause stehen.

Neben der Haltbarkeit der Medien, der Verfügbarkeit von Laufwerken und Schnittstellen kommt die Software noch dazu als Störfaktor hinzu: So sehr ich den Wunsch nach bewegten Bildern und Ton nachvollziehen kann, würde ich an der Stelle eine anderen Abwägung treffen.

Wenn man sich die div. technischen Medien der letzten Jahrzehnte anschaut, dann hat im wesentlichen nur die CD 40 Jahre überlebt. Der Aufwand für eine langfristige Verfügbarkeit technischer Lösungen ist enorm. Aber "einfache" Bilder haben eine sehr hohe Lebenserwartung, wenn sie gut produziert und gelagert werden. Bei den digitalen Inhalten halte ich ein Kopieren und Konvertieren in regelmäßigen Abständen ("Pflege") für unvermeidbar. Natürlich gibt es noch lesbare Disketten aus den 80/90er Jahren, selbst gebrannte CD/DVDs etc. oder lange unterstützte Dateiformate (JPEG, GIF, MP3), aber das ist alles "best effort" ohne jegliche Garantie.

Im schlimmsten Fall sind Deine Ressourcen begrenzt, die Verfügbarkeit der Technik ungewiss und Zeit ein sehr wertvolles Gut: Hinterlasse einen qualitativ hochwertigen Bildband o.ä., der sich verhältnismäßig einfach herstellen und lagern (mehrere Kopien) lässt.


Mehr wird sich kaum sinnvoll und zuverlässig umsetzen lassen. :-(

viel Glück,
Christian
 
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