Jimmy_C schrieb:
Dem kann ich nur zustimmen. Für Vollformat solltest du viel Zeit mitbringen.
tbird700 schrieb:
Nein. Vollformat lohnt sich für Profis, Semiprofis und überaus ambitionierte Amateurfotografen.
Sowas ist doch völlig verallgemeinert und nicht wirklich richtig.
Ob Kleinbild oder APS-C spielt doch in der Zeit die man investieren muss überhaupt keine Rolle und hängt auch nicht damit zusammen ob man Amateur oder Profi ist.
Primär entscheidet es sich aus den Faktoren:
a) was bin ich bereit zu investieren?
b) welche Erwartungen habe ich?
c) will ich wirklich mit der Kamera umgehen können?
d) welche Einsatzgebiete habe ich?
ad a)
auf Nikon bezogen gehen die Preise natürlich stark auseinander. Den günstigsten Einstieg in die DSLR-Fotografie (APS-C) gibt es mit der D3000 ab 380€, für den günstigsten FF Einstieg muss man schon 1845€ hinblättern (D700)
Aber das ist ja nur der Anfang der Fahnenstange, denn noch wichtiger sind die Objektive.
Ein gutes und brauchbares Einsteigerzoom gibt es für APS-C mit dem 18-105mm schon ab 195€ eine 35mm f/1.8 Festbrennweite ab 173€ (alternativ das klassische, auch FF taugliche 50mm f/1.8 schon ab 120€, da funktioniert allerdings kein AF an den Einsteigermodellen).
Das (mMn) nicht empfehlenswerte Einsteigerzoom für FF (24-120mm) kostet bereits 445€, die wirklich brauchbaren und sehr guten kosten mit 945 bzw. 1400€ schon deutlich mehr.
Neben dem bereits angesprochenen 50mm f/1.8 beginnt der Einstieg in aktuelle Festbrennweiten bei 320€ für das 50mm f/1.4G.
Diese Aufzählung könnte endlos weitergeführt werden, hier soll lediglich ein grober Überblick sein.
ad b)
Die Erwartungen an eine Kamera können unabhäng dessen ob man Profi oder Amateur ist völlig unterschiedlich sein. Soll die Kamera groß oder klein sein? Robust oder spielt es keine Rolle? Will ich ein Klappdisplay? Will ich Videos aufnehmen?
ad c)
Bin ich bereit mich wirklich mit der Materie und den Einstellungen auseinanderzusetzen oder will ich sowieso nur eine "Point and Shoot"? Wenn man klar zu erster Gruppe gehört sollte man vielleicht gleich auf einen Body setzen wo man viele Einstellungen direkt vornehmen kann, und nicht den Umweg über das Menü gehen muss. Gehöre ich aber zur letzeren Gruppe und bin schon am Verzweifeln wenn die Kamera keine grün unterlegte AUTO Funktion am Wahlrad hat, dann sollte man sich - so verlockend die Spiegelreflexfotografie auch klingt - durchaus fragen, ob man nicht doch mit einer Bridge oder Kompaktkamera besser beraten wäre, denn die Ergebnisse könnten durchaus enttäuschen.
ad d)
Möchte man oft in dunkeln Lichtverhältnissen fotografieren, wo auch bewegliche Objekte scharf abgebildet werden sollen, ein Blitz aber nicht praktikabel einsetzbar ist, dann kommt man um eine Kamera mit ausgezeichneten High-ISO Werten nicht herum. Diese findet man (fast) nur im FF Bereich.
Für DX würde der Einsatz im Telebereich sprechen, da man wegen des Cropfaktors von 1,5x einen Vorteil hat.
Man könnte natürlich noch Punkte ergänzen und jeden Punkt noch weiter ausführen, aber ich lasse es mal bleiben.
Deswegen, lieber TO: ohne Infos bzgl. was du machen möchtest und wie viel du bereit bist auszugeben, kann man kaum eine Empfehlung abgeben.