Warum man nicht heiraten sollte....

Solche Beziehungen wie Cashcow's zerbrechen oft daran, dass sie einem Partner mehr zu sagen als dem anderen...wenn nicht gleich dann irgendwann. Hab schon 1-2 Beziehung die etwas "lockerer" waren in die Brüche gehen gesehen, da meistens die Frauen doch nicht so damit einverstanden sind. Kenne aber auch einen Fall wo der Kerl richtig verliebt war und das Mädchen schluss gemacht hat, als er von "zusammen sein" geredet hat.

Dann bevorzuge ich doch die Variante mit der klassischen Beziehung.
 
@Klueze
Ich verwende solche Begrifflichkeiten eigentlich nicht, weil ich keinen Besitzanspruch auf meine Freundin erheben würde ("meins" - "deins"). Daraus folgt allerdings nicht, dass die Beziehung "offen" ist.

Das kann ganz praktische Gründe haben. Ich wohne z. B. in Stadt A, wo ich auch arbeite. Sie wohnt in Stadt B und arbeitet in Stadt C. Wenn man zusammen wohnt, verlängert sich zumindest für einen von beiden der Weg zur Arbeit. Oder einer von beiden pflegt ein zeitintensives Hobby, dem er unter der Woche besser nachgehen kann, wenn er ungestört ist. Oder die Freundin hat Kinder, die in der Pubertät sind und Dir öfter mal auf die Nerven gehen. Es kann viele Gründe geben.

Ein Vorteil ist sicherlich, dass man sich gegenseitig weniger auf den Geist gehen kann. Wochentags erledigt jeder seinen Kram und am Wochenende hat man umso mehr Zeit füreinander. Schlecht ist das wirklich nicht.
 
Ich halte (im Moment) zwar nichts von Heiraten,aber ich bevorzuge auf jeden Fall die Variante der klassischen festen Beziehung.

Etwas anderes könnte ich mit mir nicht vereinbaren - aber das muß jeder für sich entscheiden.

Ich stimme aber "keshkau" in mancher Hinsicht zu.
Ich habe meine Freundin mit Kind kennengelernt und wir sind mittlerweile seit 3 Jahren zusammen,aber ab und zu brauch ich mal meine Ruhe und Abstand und das nehme ich mir dann auch!! (habe noch mein Jugendzimmer bei meinen Eltern mit Zocker- und BastelPC und so).

Ich freue mich dann umso mehr beide wiederzusehen und der ganze Streß ist meist weg, wenn ich mal meine Ruhe hatte und abspannen konnte.
Das gleiche gestehe ich auch meiner Freundin zu und bin dann halt auch mal mit dem Kleinen weg.
 
@Matthias206: Abstand und Ruhe kann man aber auch haben wenn man Verheiratet ist.
 
Das hatte ich auch keshkau. Ist nach ca. 2 Jahren kaputt gegangen. Die meisten Fernbeziehungen klappen eben nicht und wie man die geforderte Flexibilität im Job mit Umziehen mit einer festen Beziehung an einem Ort unter ein Dach kriegen soll, weiß ich auch nicht.
 
Mit der geforderten Flexibilität hadern z. B. viele Studenten, die zum Examen hin bereits eine feste Beziehung haben. Er findet einen Job in Hamburg, sie in München. Oder das Pärchen sucht sich Jobs in Berlin und einer von beiden wird als Trainee zwei Jahre lang durch die Repulbik oder durch Europa gejagt.
 
@orca

"Abstand und Ruhe kann man aber auch haben wenn man Verheiratet ist"

Das ich nicht heiraten möchte ist im Moment (noch) ein Grundsatz von mir.
Als ich im letzten Text von Abstand und Ruhe geschrieben habe war das nicht auf das verheiratet sein bezogen.

Bei uns ist es wohl das Problem der kleinen Wohnung und das man sich dann ab und zu wohl mal auf die Nerven geht.
Ich bin auf dem Dorf in einem großen Haus "mit viel Auslauf" aufgewachsen und habe mich noch nicht so an die Wohnung gewöhnt!!!
 
Menschen sind nun mal nicht für die Ehe gemacht, das ist nur eine "zweifelhafte" Erfindung der Menschen die vollkommen gegen die Natur des Menschen geht. Es ist belegt das der Einfluss von Liebe auf den Hormonhaushalt nach spätestens 2 Jahren versiegt. Und das ist auch gut so! Menschen würden nicht für die Monogamie geboren, Menschen sollen ihr Gengut so weit und oft wie nur möglich verbreiten. Das ist nunmal die Vorgabe der Natur, ich finde es völlig überflüssig diese Frage auf einem Philosophischen Standpunkt "lösen" zu wollen.
 
@Matthias206: Ich habe das schon verstanden und ich begreife das auch. Ich wollte damit nur sagen, dass jeder oder jede mal Abstand und Ruhe braucht.
 
Natürlich muss jeder selber wissen was er will, aber ich persönlich hab bisher den Sinn den Ehen heutzutage noch haben sollen auch noch nicht wirklich eingesehen.

Ich bin immer wieder überrascht, wie die Heirat von einigen Personen aus meinem Umfeld (vorweigend Frauen übrigens, aber vielleicht sprech ich auch mit Männern weniger über solche Themen...) quasi als ganz selbstverständliche Konsequenz von Liebe & Beziehung (und als Voraussetzung für Kinder) gesehen wird.
"Ich bin nicht aus der Kirche ausgetreten, weil ich mal eine richtige Hochzeit haben will", hab ich auch schon gehört.
Die Ehe scheint also bei vielen Menschen noch sehr tief verwurzelt zu sein!

Aber wie gesagt, ich verstehes selber nicht:
  • welchen Unterschied sollte es für Liebe & beziehung machen, ob man nun einen Trauschein hat oder nicht?
  • Weswegen halten so viele an kirchlichen Einrichtungen fest, obwohl sie von der Kirche eigentlich nichts halten?
  • Was geht es den Staat an, welche Männer und Frauen (und in immer mehr Ländern liberalerweise auch M&M/F&F) zusammenleben?

Mein Unverständnis richtet sich jedoch (wohlgemerkt) NICHT gegen langjährige oder lebenslange Beziehungen, sondern NUR gegen die Institution 'Ehe' welche in meinen Augen heutzutage nicht mehr besonder sinvoll ist und wie ein spätverlorenes kirchliches Relikt in einer ziemlich säkularisierten Gesellschaft wirkt.

Diese rein 'biologistische' (wenn man das so sagen kann) Sicht wie -eraz- sie beschrieben hat würde ich also auch nicht unbedingt Teilen. Ich kanns zwar bisher nicht aus Erfahrung einer langjährigen Beziehung sagen, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass Liebe auch nach diesem zweijahres 'Hormonflash' weiterexistieren kann. (Mal ganz abgesehen dass ich den Menschen für nicht ganz sooo stark Gendeterminiert halte)
 
DaveStar, Ehe ist ein Bollwerk gegen allerlei Probleme im Leben. Die (romantische) Vorstellung, dass sich alles ändern kann, sei es Job, Freunde, die Regierung oder der Haushund - die Ehe ist eine Konstante im Leben des Menschen. Bei einigen mehr, bei anderen weniger. Dann heißt es durchbeißen oder scheiden.

  • Für viele Menschen (die meisten dürften weiblich sein, böses Vorurteil :D) ist die Heirat ein zentraler Bestandteil im Leben, der unbedingt ausprobiert werden muss. Ich denke, die Vorstellung, einen festen Partner zu haben, auf dessen Loyalität und Unterstützung man bauen kann, ist dabei das Wichtigste. Dazu kommt noch, das Ehe so etwas wie ein Statussymbol ist. Man zeigt dadurch, dass man in der Lage war, einen Menschen soweit zu überzeugen, sich dauerhaft an einen zu binden.
  • Du musst das so sehen: Wenn die Entscheidung fest steht, dass man heiraten will, wird das ganze auch irgendwann öffentlich. Heute denkt zwar niemand mehr daran, dass der kirchliche Bund irgendeinen Segen bringt und die Ehe verlängert. Aber trotzdem freuen sich viele Frauen darauf, einmal ein Brautkleid zu tragen und so eine Tradition fortzuführen. Neudeutsch ausgedrückt heißt kirchlich trauen dem zweifachen Abschluss der Ehe (Standesamt + Feier) eine dritte Dimension anzufügen, die dazwischen liegt, nämlich die pompöse Darbietung in der Öffentlichkeit. Es werden schicke Bilder gemacht, soweit ich weiß nimmt die Kirche noch immer kein Geld dafür und man ist wenigstens für einen Tag mal ganz im Mittelpunkt, bevor man wieder in den Alltagstrott kommt. Meine Erfahrung ist, dass der Mensch fast jede nachvollziehbare Möglichkeit der Selbstdarbietung MIT FREUDEN annimmt.
  • Die Ehe ist die Basis der klassischen Familie mit Kindern. Sie hat sich bewährt und ist erprobt, kann man sagen. Und der Staat hat ein großes Interesse an Kindern, Stabilität und Dingen, auf die man sich verlassen kann. Die zunehmende Anzahl von Single-Haushalten wird argwöhnisch betrachtet, weil die Leute damit zwar beruflich flexibler sind (mehr Steuern), aber das nicht grade günstig ist für die Geburtenrate.

Auch wenn Ehe etwas an Sinn verloren hat, weil es fast keine moralische Hemmschwelle zur Scheidung mehr gibt (was dem ganzen irgendwie den Sinn raubt - lebenslanger Bund und so) - glaube ich doch daran, dass es sie noch sehr lange gibt. Schließlich hat jeder ein Interesse daran:
Unternehmen erleichtert es das Marketing, wenn sie wissen, dass Ines und Mark dauerhaft zusammenleben. Kinder haben eine größere Sicherheit, dass sie nicht frühzeitig aus dem gewohnten Umfeld gerissen werden. Der Staat wünscht wie oben gesagt Stabilität - mehr geht nicht. Aber das wichtigste ist wohl, dass Ehe den höchstmöglichen Grad an freiwilligem Freiheitsentzug an der eigenen Person darstellt und das dies die Wertschätzung an den anderen ausdrückt. Kleinere Dinge wie etwa, dass Frauen sich mit Ring nicht ständig gegen Balzversuche wehren müssen sind da wohl nebensächlich ;)

Kurzum: Ehe ist sowas wie Gebrauchtwagenkauf. Kostet nicht viel, bringt mehr als einer Person Vorteile und im Extremfall kann man die Entscheidung auch wieder rückgängig machen und den Partner (das Auto) wieder abstossen. Dann muss man aber unter Umständen damit leben, noch ein paar Raten an den Ex (bzw. die Bank) zu zahlen :lol:
 
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