Natürlich muss jeder selber wissen was er will, aber ich persönlich hab bisher den Sinn den Ehen heutzutage noch haben sollen auch noch nicht wirklich eingesehen.
Ich bin immer wieder überrascht, wie die Heirat von einigen Personen aus meinem Umfeld (vorweigend Frauen übrigens, aber vielleicht sprech ich auch mit Männern weniger über solche Themen...) quasi als ganz selbstverständliche Konsequenz von Liebe & Beziehung (und als Voraussetzung für Kinder) gesehen wird.
"Ich bin nicht aus der Kirche ausgetreten, weil ich mal eine richtige Hochzeit haben will", hab ich auch schon gehört.
Die Ehe scheint also bei vielen Menschen noch sehr tief verwurzelt zu sein!
Aber wie gesagt, ich verstehes selber nicht:
- welchen Unterschied sollte es für Liebe & beziehung machen, ob man nun einen Trauschein hat oder nicht?
- Weswegen halten so viele an kirchlichen Einrichtungen fest, obwohl sie von der Kirche eigentlich nichts halten?
- Was geht es den Staat an, welche Männer und Frauen (und in immer mehr Ländern liberalerweise auch M&M/F&F) zusammenleben?
Mein Unverständnis richtet sich jedoch (wohlgemerkt) NICHT gegen langjährige oder lebenslange Beziehungen, sondern NUR gegen die Institution 'Ehe' welche in meinen Augen heutzutage nicht mehr besonder sinvoll ist und wie ein spätverlorenes kirchliches Relikt in einer ziemlich säkularisierten Gesellschaft wirkt.
Diese rein 'biologistische' (wenn man das so sagen kann) Sicht wie -eraz- sie beschrieben hat würde ich also auch nicht unbedingt Teilen. Ich kanns zwar bisher nicht aus Erfahrung einer langjährigen Beziehung sagen, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass Liebe auch nach diesem zweijahres 'Hormonflash' weiterexistieren kann. (Mal ganz abgesehen dass ich den Menschen für nicht ganz sooo stark Gendeterminiert halte)