Was brauche ich alles für WLAN mit 2 bis 3 AP

Broni

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Ich hab gestern von Vodafone deren hauseigenen Arris Router für meinen neuen Gigabit-Tarif bekommen. Meine Erwartung an das Gerät war nicht besonders groß, es war als vorübergehende Lösung gedacht.

Ich war aber völlig überrascht, dass das WLAN des Arris viel besser meine Wohnung „ausleuchtet“ als meine 6590.
Ich hatte vorher die 6590 betrieben mit einem Fritz 3000 Repeater und einem Fritz 1750. Nach meinem ersten Eindruck würde das alle Repeater in meiner Wohnung überflüssig machen.
Kann das sein? Oder mach ich irgendwo einen Fehler? Ich kann das irgendwie nicht glauben. Oder liegt das am neuen Gigabit-Tarif?
 
Nein das W-Lan der 6590 und der 6591 ist nicht wirklich gut. Das der 6490 war etwas besser auch auch nur marginal.
 
Mit der Wlan Abdeckung von den AVM geräten war ich noch nie zufrieden, deswegen bin ich schon länger auf Ubiquiti umgestiegen.
 
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Hi,

ich würde auch sagen: kann gut sein. Die FritzBoxen nutze ich mittlerweile auch nur noch als Modem, der Rest - gerade WLAN - ist Unifi.

VG,
Mad
 
:freak: hätt ich nicht gedacht. Muss echt zugeben, dass mich das pertubiert. :D
Ergänzung ()

Jungs, macht es nicht so spannend, welche Geräte bräuchte ich denn für eine Gigabit-Mesh?
Zukunftssicher mit Wifi 6, damit ich nicht ständig neue Geräte kaufen muss.
 
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Broni schrieb:
hätt ich nicht gedacht. Muss echt zugeben, dass mich das pertubiert.
Du kannst uns mit deinen Fachbegriffen garnicht imprägnieren.

Brauchst du Mesh überhaupt, wenn der VF-Router jetzt so toll ist?
 
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Broni schrieb:
Ich war aber völlig überrascht, dass das WLAN des Arris viel besser meine Wohnung „ausleuchtet“ als meine 6590.
90% hängt an den antennen und deren ausrichtung und der rest sind die örtlichen gegebenheiten, da kann es sein, das die VF Station (hat übrigens einen ziemlichen Ping einfluss - negativ) "besser" bei dir ist, als eine Fritzbox und wenn die Fritzbox allgemein eine Antennenfehlkonstruktion aufweist, ist das ja wenig verwunderlich.

Am sinnvollsten ist es jedoch das WLAN im router auszuschalten (sofern man mehr als das eine gerät benötigt) und sich mit APs weiterzuhelfen, die man im zweifel auch besser platzieren kann.
Wifi 5 ist genau so zukunftssicher, jedenfalls seh ich nicht, das ich in absehbarer Zeit auf "mehr" aufrüsten müsste, wenn ich schon beim Speedtest knapp 800mbit/s mit meinem laptop rausgepresst bekomme, da ist dann auch eher das LAN am Ende. Sehe nicht, das es sich lohnt "extra" Geld für Wifi 6 in die Hand zu nehmen, gibt ja auch hier und woanders berichte, das es teilweise noch komisches verhalten hat.
 
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Spillunke schrieb:
Brauchst du Mesh überhaupt, wenn der VF-Router jetzt so toll ist?

Brauch ich nicht wirklich. Etwas Spieltrieb ist auch dabei. Macht halt einfach Spaß, wenn es
flutscht.

Obs dir 1000€+ Wert ist musst du selbst entscheiden,

😳 Das ist dann doch etwas teuer.

Am sinnvollsten ist es jedoch das WLAN im router auszuschalten (sofern man mehr als das eine gerät benötigt) und sich mit APs weiterzuhelfen, die man im zweifel auch besser platzieren kann.

Das hat man mir hier schon vor längerer Zeit empfohlen. Ich sträube mich etwas, weil es eine Mietwohnung ist und das verlegen von Kabel bauliche Maßnahmen erfordern würde. Mein Widerstand wird aber schwächer. :heilig:

Ich rede mal mit dem Vermieter. Welche Hardware würde man da nehmen?
 
Unifi APs z.b.

LAN Kabel, besonders in der Mietwohnung kann man dann auch einfach "provisorisch" legen. Ich sag mal, das einfachste wäre mit etwas heißkleber das Kabel oberhalb der Sockelleiste befestigen oder mini kabelkanäe legen. das geht dann auch ohne bauliche maßnahmen und musst mal gucken, oft ist der schlitz unter den türen so groß, das da ein LAN Kabel locker durchgeht.
 
Mesh, egal ob Pseudo-Mesh oder echtes Mesh, ergibt überhaupt erst dann einen Sinn, wenn man MEHRERE Zugangspunkte hat, seien es nu APs oder Repeater. Wenn die Kiste von Vodafone deine Bude ausreichend mit WLAN versorgt, brauchst du weder zusätzliche APs/Repeater noch Mesh. Mesh verbessert das Roaming, also den Wechsel eines mobilen Endgeräts von einem AP/Repeater zum nächsten, wenn man sich durch die Wohnung/das Haus bewegt. Gibt es nur den Router selbst, gibt es auch keinen Wechsel, kein Roaming und keinen Sinn für Mesh.


WLAN ist aber grundsätzlich eine Technologie, die auf Mobilität basiert, nicht auf Geschwindigkeit und schon gar nicht Stabilität. Wenn du also besonders schnelles WLAN haben willst, kann man eigentlich nur dazu raten, LAN-Kabel zu legen. Es gibt auch flache LAN-Kabel, die man in jeder Ritze verlegen kann, auch unter Teppichen oder Türen hindurch.
 
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Raijin schrieb:
Wenn die Kiste von Vodafone deine Bude ausreichend mit WLAN versorgt, brauchst du weder zusätzliche APs/Repeater noch Mesh.

Der Punkt ist das Wort ausreichend. Die Wohnung wird ausreichend mit WLAN versorgt - stimmt.

Was spricht aber dagegen, eine Lösung anzustreben (zunächst mal egal ob Mesh oder Kabel mit AP)
die die Wohnung ausgezeichnet mit WLAN versorgt?

Warum soll ich mich mit ausreichend zufrieden geben wollen?

Was ist denn Pseudo Mesh?
 
Broni schrieb:
Was ist denn Pseudo Mesh?
ich schätze das was ich bei mir angestellt habe. 3 APs, alle die gleiche SSID auf beiden Frequenzbändern, wirkt wie Mesh ist es aber nicht wirklich. Viele konfigurieren ihre APs halt auch so, das es unterschiedliche SSIDs hat. Ich weiß von billigen Geräten, das es auch anders nicht wirklich brauchbar funktioniert, weil die Endgeräte sonst nicht genau wissen, mit wem sie sich verbinden oder sich die geräte in die quere kommen und das ist echt nervig.
 
Broni schrieb:
Ich war aber völlig überrascht, dass das WLAN des Arris viel besser meine Wohnung „ausleuchtet“ als meine 6590.
Ich hatte vorher die 6590 betrieben mit einem Fritz 3000 Repeater und einem Fritz 1750. Nach meinem ersten Eindruck würde das alle Repeater in meiner Wohnung überflüssig machen.
Du hast selbst gesagt, dass das "alle Repeater in meiner Wohnung überfüssig machen" könnte. Das klingt doch äußerst positiv. Natürlich kannst du nur selbst beurteilen was die Rahmenbedingungen für überflüssige Repeater/APs, ausreichende und ausgezeichnete Abdeckung sind.

Broni schrieb:
Was spricht aber dagegen, eine Lösung anzustreben (zunächst mal egal ob Mesh oder Kabel mit AP)
die die Wohnung ausgezeichnet mit WLAN versorgt?
Nichts, aber deine Überraschung über die Arris Box liest sich so als wenn es bereits sehr gut läuft.
Mesh ist im übrigen mitnichten die Unterscheidung ob mit oder ohne Kabel. Mesh beinhaltet Technologien zum verbesserten Roaming, bzw. es basiert sogar auf Roaming. Dabei ist es vollkommen unerheblich ob die Infrastruktur aus Access Points, Repeatern oder einer Mischung aus beidem besteht. Bei Mesh spricht man daher in der Regel ganz allgemein von "Nodes".


Broni schrieb:
Was ist denn Pseudo Mesh?
Bei "echtem" Mesh, roamen nicht nur die Clients, sondern auch die Nodes untereinander. Das gilt in dem Falle natürlich primär für die Repeater. Deren WLAN-Uplinks zum Rest des Netzwerks können sich dynamisch an die Gegebenheiten anpassen. Streng genommen kann sogar jeder Client selbst zum Node werden. Theoretisch könnte man mit nur einem AP ein riesiges Mesh aufbauen, bei dem sich die Verbindung dann von Client zu Client hangelt bis sie am AP angekommen ist.
Das wäre zB der Standard 802.11s, der eigentliche Mesh-Standard.

Pseudo-Mesh kann das in der Regel nicht. Das sind normalerweise nur gepimpte Repeater-/AP-Systeme, die dem Client lediglich das Roaming erleichtern, indem sie ihm zusätzliche Meta-Daten mitgeben (zB Auslastung der Nodes, verfügbare Bandbreite, etc), damit der Client dann eine sinnvollere Entscheidung beim Roaming treffen kann.
Das wären zB 802.11k/v


Das ist aber nur eine grobe Beschreibung, weil weder "echtes" Mesh noch Pseudo-Mesh wirklich standardisiert sind. Es gibt die genannten Teilfunktionen, die standardisiert sind, aber nicht jeder Hersteller setzt auch alles davon um und so können ansonsten vergleichbare Mesh-Systeme verschiedener Hersteller auch extrem unterschiedlich performen. Auch müssen die Endgeräte dabei natürlich mitspielen. Hinzu kommt, dass die Hersteller immer noch eifrig an ihren Meshs basteln, insbesondere AVM, die zur Zeit wohl eines der besten Pseudo-Meshs am Markt haben, das laufend verbessert wird. Ich meine aber gelesen zu haben, dass sie bereits über 802.11s nachdenken.
 
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Vielen Dank für die Erklärung. Welche Geräte am Markt haben denn echtes 802.11s-Mesh?

Du hast selbst gesagt, dass das "alle Repeater in meiner Wohnung überfüssig machen" könnte. Das klingt doch äußerst positiv.

Es ist auch positiv, ohne Repeater deutlich besser als vorher mit. Das hat mich total überrascht.

Der Appetit kommt beim Essen. :D

Ich hab zwischenzeitlich gemessen. Ich hab direkt vor dem Router ca. 500 Mbits, weiter hinten in der Wohnung im Schlafzimmer und Arbeitszimmer dann jeweils um die 60 Mbits. Natürlich kann man damit leben. Früher
konnte man von solchen Geschwindigkeiten nur träumen.
 
Der Begriff "Mesh" ist leider so vom Marketing vereinnahmt worden, dass es kaum ersichtlich ist was Mesh-System X und was System Y nu tatsächlich kann. Es wird in jeder Produkbeschreibung das blaue vom Himmel versprochen, aber selbst die Datenblätter geben oftmals keine Auskunft darüber wie das Mesh nu implementiert wurde.

Deswegen stehe ich Mesh auch eher skeptisch gegenüber, weil Mesh eben nicht gleich Mesh ist. Zuviel Marketing, zuviel Buzzword.

Darüber hinaus gibt es dann noch solche Mesh-Komplett-Sets, die aus einem Router(!) und mehreren Nodes bestehen. Sie werben damit, dass das Plug'n'Play ist - ist es auch - aber was sie verschweigen ist, dass sie ein Netzwerk in einem Netzwerk erstellen, eine Router-Kaskade, die ganz andere Probleme nach sich ziehen kann und wird. Natürlich ist das ganze dann noch deppensicher mit einer Smartphone-App einzurichten, auf ein Minimum an Konfigurationsoptionen reduziert (weil's ja sonst nicht in die App passt)....

Wenn Mesh, dann rate ich daher tendenziell tatsächlich zu AVM, also eine Fritzbox als Master und ein paar Repeater als Nodes, im Idealfall natürlich via LAN verbunden, also als "LAN-Brücke" wie AVM den AP-Modus schimpft. Auch wenn man dann auf Gedeih und Verderb den Automatismen der AVM-Blackbox ausgeliefert ist, haben die jüngsten Tests hier auf computerbase.de gezeigt, dass AVM zu den besten (Pseudo-)Mesh-Lösungen am Markt zählt.


Wenn's auch ohne Mesh geht, 1-2 UAP AC Lite/LR/Pro/nanoHD je nach Budget und das war's.
 
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Es wurde mir hier mehrfach WLAN über AP von Unifi empfohlen. Ich wolle anfänglich nicht, weil es bauliche Maßnahmen bedeuten würde. Jetzt kommt der Vermieter mal vorbei und ich will es zumindest mal mit ihm durchsprechen. 😌

Was bräuchte ich denn alles dafür, wenn ich zwei bis drei AP haben wolle?

Ich hab mir ein paar YT-Videos angeschaut, bin aber unsicher. Das ist bei UI scheinbar modularer aufgebaut als das, was ich bisher hatte (Frizboxen).

Kann ich einfach an meinen vorhandenen Router die AP per Kabel anschließen und noch ein UI Key Gen dazu? Oder brauche ich noch einen Switch und ein Security Gateway?

Oder kauft man so ein Amplifi und hängt dann die AP per Kabel dran?
 
Broni schrieb:
Was bräuchte ich denn alles dafür, wenn ich zwei bis drei AP haben wolle?
2-3 APs


Broni schrieb:
Kann ich einfach an meinen vorhandenen Router die AP per Kabel anschließen und noch ein UI Key Gen dazu? Oder brauche ich noch einen Switch und ein Security Gateway?
Ja, kannst du.
Nein, brauchst du nicht.


UniFi ist eine Gerätefamilie, die gemeinsam im UniFi-Controller konfiguriert wird. Man loggt sich also nicht bei jedem AP, Switch, USG nacheinander direkt ein, sondern startet einmal den Controller bzw. ruft ihn im Browser auf und kann dann einfach auf den einzelnen AP klicken, den man jetzt konfigurieren will.
Der Vorteil ist, dass man zB WLANs geräteübergreifend erstellt und am jeweiligen AP dann nur noch aktiviert. Man muss also nicht 2-3x ganz penibel darauf achten, dass man den Schlüssel korrekt eingetippt hat, sondern tut dies genau einmal und kann dann 137 APs auf einen Schlag konfigurieren, wenn man denn soviele APs hat ;)

Switch und USG sind einfach weitere Geräte der Produktfamilie, die dann ebenfalls im Controller konfiguriert werden können. Alle Komponenten sind aber rein optional. Ich habe zB nur einen UAP AC Lite und einen Pro, aber weder UniFi-Switch noch USG. Das ist überhaupt kein Problem, die jeweiligen Sektionen im Controller sind dann eben nur ohne Funktion (zB Routing/Firewall, was nur beim USG der Fall wäre).
 
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Also was benötigt wird:

je nach Größe der Wohnung 2-3 AP AC Lite
ein Cloud Key vers. 2 wäre von Vorteil
Leitungen um an die FB Anzuschließen, ein PoE Fähiger Switch würde die Sache angenehmer machen somit hätte man nur 1 Netzteil und nicht 2-3 ( je AC einen) für PoE
 
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Oder APs von MikroTik nehmen, da kann ein beliebiges MikroTik-Gerät, auch einer der APs, die Controllerfunktion übernehmen.
Preisgünstiger und ähnlich effektiv.
Wenn man die APs in Reihe verkabelt, kann der cAP AC sogar Poe-Passthrough machen.
 
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