WD RED 4TB Bug - RAID1

[EH]Keeper

Lieutenant
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Hossa,

da hab ich doch ein kleines Problemsche...
habe 2 4TB WD RED der 4TB Sorte in nem RAID1. RAID Conti ist der Intel onboard vom ASUS Z87-Pro.
Jetzt habe ich gelesen, dass ALLE 4TB HDDs der RED-Serie diesen LCC Bug haben.
WD hat da ja auch schon ende 2013 n Firmwareupdate bzw. Patch rausgebracht. Soweit so gut.
Mein Problem ist jetzt nur: die HDDs dürfen nicht im RAID-Modus laufen bzw. werden gar nicht erst erkannt.

Wie kann ich die HDDs jetzt nun patchen? WD schreibt, man soll das RAID1 "offline" setzen... ?!?

Ich habe im RAID-Controller-Setup nur 2 Möglichkeiten:
1. DELETE RAID -> all data on disks will be lost
2. Make RAID to NON-RAID -> all data on disks will be lost (was ich für ziemlich unsinnig halte. Warum werden HDDs gelöscht, wenn man das RAID1 auflösen möchte? Was, wenn eine HDD defekt ist und man kein RAID mehr haben will?)

Ich bin also jetzt nicht wirklich begeistert von diesen 2 Versionen ;).

Und 4TB auf ne USB Platte sichern, das RAID auflösen, HDDs patchen, neues RAID1 erstellen (8h warten bis es aufgebaut ist) und dann die 4TB Sicherung wieder zurückspielen ... die 24 Stunden Zeit möchte ich mir nicht wirklich antun.

Gibts noch ne andre Möglichkeit, wie man die neue Firmware einspielen oder das LCC Problem beheben kann?
 
Erstmal ist die frage ob du das LCC Problem überhaupt beheben musst, bei meiner Nutzung spielt das zum beispiel gar keine Rolle, ich habe ebenfalls 2 WD Red 4tb im Raid 1 laufen auf denen ich meine Filmsammlung habe, wenn ich ein Film streame geht die platte schonmal nicht in den standby und wenn ich ein film drauf kopiere auch nicht da sie ja unter dauer benutzung steht. Also spielt das bei mir keine Rolle. Ist eigentlich nur problemantisch wenn oft und in kurzen abständen auf die platten zugegriffen wird , wenn das bei dir nicht der Fall ist kannste dir das auch sparen.
 
naja... auf den Platten liegen hauptsächlich meine eigenen Bilder- und MP3-Sammlungen...
und MP3s werden ja größtenteils gepuffert und somit immer nur häppchenweise gelesen.
Und bei der Bildersammlung ...mhm... Bild anschauen... 10-20sek? dann das Nächste?... mhm... ich denke, dass das gerade die ungünstigsten Bedingungen sind :)
 
Da hasste wohl recht :D Aber ich befürchte um ein Backup auf eine externe Festplatte und dann beide Platten patchen wirste nicht drumm rumkommen :/
 
bin mir jetzt nicht 100% sicher weil es schon ewig her ist aber theoretisch bei raid 1 sollte das doch easy gehen

raid controller abschalten> eine platte abstöpseln> dann sollte die verbleibene platte doch ohne probs funzen

zumindest hab ich das mal bei einem server vor jahren so gemacht...
 
Stört das Parken der Köpfe bei deinem Anwendungsparametern? Nö. Ergo würde ich da auch garnix machen wenn es keinen Anlass gibt zu handeln. Zumal das auch kein Bug ist sondern ein Stromsparmechanismus. Auf den Betrieb (vorallem im Computer unter Windows) hat das quasi keine Auswirkungen.

Desweiteren muss hier nicht das Raid aufgelöst werden sondern nur im Bios auf IDE oder Kompatibel gestellt werden damit das DOS Tool die Platten finden kann. Nach einem evtl. Firmwareupdate einfach wieder auf Raid stellen und zu einem großen Prozentsatz funktioniert das Raid wieder wie gehabt und wird erkannt. Prinzipiell macht man hier nix anderes wie bei einem Biosupdate. Reset to defaults und dann wieder zurück zu passenden Einstellungen.

Natürlich macht es bei solchen Aktionen immer Sinn ein Backup zu haben. Just in case....
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du noch eine externe Platte auf dem du vorher noch ein Backup deiner Daten machen kannst? ( Sicher ist sicher )

Ansonsten hast du Glück, dass beim Raid 1 die Daten quasi unverändert vorliegen und nicht mit Paritäten gearbeitet wird. Sprich ich würde das Gerät abschalten, eine Festplatte ausbauen, diese Festplatte in meinen Rechner einbauen und diese Platte patchen. ( Im Normalfall sollten die Daten erhalten bleiben wenn nicht hast du ja noch die andere Festplatte.)

Sollte das klappen dann würde ich die zweite Festplatte ausbauen und mit der ähnlich verfahren. ( Sollte es nicht klappen so hast du ja die Daten auf der zweiten Festplatte und kannst deine Daten wiederaufbauen lassen )

Aber wenn du Glück hast ist das nur:
1) Festplatte ausbauen, patchen, dies für beide Platten durchführen und die Platten dann wieder ins NAS einsetzen
 
[EH]Keeper schrieb:
dass ALLE 4TB HDDs der RED-Serie diesen LCC Bug haben.
Das ist kein Bug, sondern ein Feature, wie Humptidumpti schon geschrieben hat. Von meinen 5 WD Red 3TB die ich Ende 2013 gekauft habe, war der LLC ab Werk bei 4 deaktiviert und nur bei der mit der höchsten Seriennummer auf 8s eingestellt, ließ sich aber mit WDIDLE3 umstellen.

Aber ob es daran liegt? Hat einer der Platten vielleicht einen schwebenden Sektor? Ist die TLER ggf. zu kurz einstellt? Das sollte man mit WDTLER einstellen können und die Timeout sollte unter dem Timeout des RAID liegen, damit die Platte nicht aus dem RAID fliegen, wenn mal ein Sektor nicht sofort gelesen werden kann. Richtige SAS RAID Platten können ja auch mit 520 oder 528 Byte pro Sektor formatiert werden und diese zusätzlichen 8 bzw 16 Byte verwendet der Controller für eine eigene Prüfsumme um Lesefehler sofort zu erkennen und die Daten dann von denen der anderen Platte(n) zu lesen und ggf. aus der Parity zu rekonstruieren. Die geht bei SATA Platten nicht und meist werden die SATA Platten auch nicht im RAID verwendet, weshalb die Controller eben versuchen den Sektor so lange zu lesen, bis er es doch noch schafft oder das Zeitlimit (TLER) überschritten wurde und er aufgibt.
[EH]Keeper schrieb:
WD hat da ja auch schon ende 2013 n Firmwareupdate bzw. Patch rausgebracht. Soweit so gut.
Der Patch scheint eine morderne Version von WDIDLE3 zu sein.

[EH]Keeper schrieb:
Ich habe im RAID-Controller-Setup nur 2 Möglichkeiten:
1. DELETE RAID -> all data on disks will be lost
2. Make RAID to NON-RAID -> all data on disks will be lost (was ich für ziemlich unsinnig halte. Warum werden HDDs gelöscht, wenn man das RAID1 auflösen möchte? Was, wenn eine HDD defekt ist und man kein RAID mehr haben will?)
Du hast nicht verstanden, was ein RAID ist und verwechselst es mit einer einfach automatischen Spiegelung auf zwei Platten. Dabei ist ein RAID 1 bei einem guten RAID Controller aber ein konkretes Volumen, wie ein RAID 5 und er garantiert die Datenintegrität. Unter dem Aspekt ist es also logisch, dass man diese Volumen auflösen und die Daten verloren geben muss, wenn man auf eine einzelne Platten schreiben möchte, denn wie sollte der Controller hinterher noch wissen, welche der beiden danach die gültigen Daten für das RAID1 als Volumen enthält.
Ziehe die Platten doch ab und führe den Patch an einem anderen Rechner aus, dann sollte der RAID Controlle rnicht merken, dass dies gefehlt haben.
[EH]Keeper schrieb:
Und 4TB auf ne USB Platte sichern, das RAID auflösen, HDDs patchen, neues RAID1 erstellen (8h warten bis es aufgebaut ist) und dann die 4TB Sicherung wieder zurückspielen ... die 24 Stunden Zeit möchte ich mir nicht wirklich antun.
Ein RAID 1 ersetzt kein Backup und Du solltest sowieso eines auf einem Medium haben, welches in einem anderen Gehäuse steckt, wenn Du die Daten nicht verlieren willst. Eine USB Platte bietet sich dafür an, ein NAS ebenso. Dann hast Du auch kein P im Gesicht, sollte irgendwas schief gehen!
 
Hi,

mir ist durchaus bewusst, dass ein RAID1 kein Backup ist. Und Sicherungen gibt es auf externen Datenträgern.
Das RAID1 ist für mich eine "Hardwareversicherung", da mir schon mehrfach durch defekte HDDs wichtige Daten verlorgen gegangen sind. Und das meist immer kurz VOR der Sicherungsaktualisierung.
Das Problem ist ja, dass es scheinbar nur ein Windows- oder Linuxtool gibt (zumindest hab ich kein DOS-Tool bei WD gefunden).
Wenn ich eine der HDDs ausbaue und in einen andren Windowsrechner verbastle, greift das "fremde" Windows ja auf die HDD zu, um sie zu initialisieren, und schon sind mit großer Wahrscheinlichkeit Daten auf dem Datenträger verändert worden. Was wiederrum zu einem RAID1-Neuaufbau führen wird, wenn ich die gepatchte HDD zurück ins RAID1 packe. Da der selbe Vorgang mit der 2ten HDD auch passieren würde, muss anschließend nochmal ein Rebuild gefahren werden.
Ein Rebuild dauert ca. 8h!

Ob die LCC-Geschichte nun ein BUG (so wird es überall bezeichnet) oder ein Feature ist, sei dahingestellt. Zumindest verkürzt diese Featured-Bug :) die Lebenszeit der HDD erheblich. Und da ich nicht vor habe, in 2 Jahren neue HDDs zu kaufen.... :)

Wenn jemand die DOS-Tool kennt... ich würds probieren :)
 
[EH]Keeper schrieb:
Wenn ich eine der HDDs ausbaue und in einen andren Windowsrechner verbastle, greift das "fremde" Windows ja auf die HDD zu, um sie zu initialisieren, und schon sind mit großer Wahrscheinlichkeit Daten auf dem Datenträger verändert worden. Was wiederrum zu einem RAID1-Neuaufbau führen wird, wenn ich die gepatchte HDD zurück ins RAID1 packe. Da der selbe Vorgang mit der 2ten HDD auch passieren würde, muss anschließend nochmal ein Rebuild gefahren werden.
Ein Rebuild dauert ca. 8h!
So lange du die Initialisierung nicht durchführen lässt (was du bestätigen musst), wird auch nichts auf den Datenträger geschrieben.
 
Die Lebenszeit der Festplatten wird nicht nachweislich verkürzt. Das ist schlichtweg falsch. WD gibt zwar eine Anzahl von Parkvorgängen an, die hat aber weder Einfluß auf die Garantie noch bedeutet ein Erreichen einen Festplattendefekt.

Auch andere Hersteller haben Festplatten im Programm die exzessiv die Köpfe parken. Da scheints aber keinen zu interessieren.
 
WDIDLE3 ist ein DOS Tool, damit haben ich die Einstellung bei meinen 3TB Reds überprüft und bei der einen korrigiert, als ich im Rahmen des BIOS Updates meines N54L sowieso einen USB Stick erstellt habe. Ob man damit auch die Timer der Red 4TB einstellen kann, weiß ich nicht. Sonst nimm halt die Linux Version zusammen mit einem Live-Linux. Linux ist ja nicht so gemein mal eben irgendwelche Platten formatieren zu wollen, die es im Rechner findet.
 
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