Welche Art Kabel ist das?

jbrand

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Hallo zusammen!

Eine vermutlich recht simple Frage an die Experten:

In unserem neuen Haus (Baujahr 2016) sind laut Vermieter in jeden Raum "Telefonkabel" verlegt worden. Im Keller kommt dann eine ganze Reihe dieser Kabel heraus (siehe Foto, welches eines der Stränge mal im Detail zeigt). Er wusste allerdings nicht, ob es sich um Netzwerkkabel oder eventuell tatsächlich noch Telefonkabel handelt. Mit seinen 70 Jahren hat er laut seiner Aussage davon auch keine Ahnung mehr. In den Räumen selber sind noch keine Anschlussdosen etc. installiert, da der Vormieter lediglich die ebenfalls verlegten Kabelanschluss (Coaxial)-Verbindungen genutzt hat.

Könnt ihr mit Hilfe des Fotos erkennen, um was es sich dabei handelt?

Vielen Dank für eure Hilfe!
 

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Telefonkabel
 
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Das sind Telefonkabel
 
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Danke für die Hilfe.

Im Laufe des Jahres haben wir die Möglichkeit Glasfaser ins Haus zu erhalten.

Im Haus sind keine Leerrohre verlegt worden. Kann man eines dieser Telefonkabel "mühelos" gegen ein Netzwerk- oder Glasfaserkabel ersetzen, welches vom Keller ins Büro (erster Stock) laufen würde?
 
Ein J-Y(ST) Y Kabel. Gern für Telefon, Klingeln etc. verwendet.
 
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jbrand schrieb:
Im Haus sind keine Leerrohre verlegt worden. Kann man eines dieser Telefonkabel "mühelos" gegen ein Netzwerk- oder Glasfaserkabel ersetzen, welches vom Keller ins Büro (erster Stock) laufen würde?

Wie soll das gehen, wenn sie nicht in Rohre verlegt sind? Mühelos wird das wohl nicht.
 
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jbrand schrieb:
Danke für die Hilfe.

Im Laufe des Jahres haben wir die Möglichkeit Glasfaser ins Haus zu erhalten.

Im Haus sind keine Leerrohre verlegt worden. Kann man eines dieser Telefonkabel "mühelos" gegen ein Netzwerk- oder Glasfaserkabel ersetzen, welches vom Keller ins Büro (erster Stock) laufen würde?
Wo wurde denn die jetzige Leitung verlegt, wenn nicht in einem Leerrohr?
Das alte raus, das neue dann am unteren Ende verbinden und dann mit rausziehen. Aber das würde ich erst mal testen, ob sich da überhaupt was bewegt.
Glasfaser ist zwar etwas dünner, aber ich denke nicht dass Du spleißen möchtest.
Und ein >Cat 6a sollte die 10G bei der Länge durchaus schaffen. Einzig interessant wäre noch neben was die Leitung her läuft.
 
die telefonkabel sind ja höchstwahrscheinlich in einem leerrohr verlegt, und nicht einfach in die wand geputzt (das hab ich aber auch schon zur genüge gesehen) ... mal testen ob du das gewaltfrei rausziehen kannst.

telefonkabel haben zwar auch 8 bis 16 adern, allerdings sind diese weder passend geschirmt noch in der geeigneten weise verdrillt. der wellenwiderstand entspricht auch nicht dem eines richtigen netzwerkkabels. geht also in der theorie, fehler und schlechte übertragungsraten sind aber dann vorprogrammiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind Telefon Kabel die man auch für LAN verwenden kann. Je nachdem wie viele Adern vorhanden sind gehen 1 bei 8Adern oder 2 bei 16Adern Gigabit LAN damit.
 
lazsniper schrieb:
mal testen ob du das gewaltfrei rausziehen kannst.

Aber bitte nur ein ganz kurzes Stück zum Testen.

Dann kann man das neue Kabel an das alte kleben und beim raus ziehen rein ziehen.
 
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Andere doofe Frage, weiß Du denn wo die Kabel in den Zimmern ankommen??? Einfach mal nachsehen wie viele Adern da ankommen. Ich fürchte ja da kommen keine 8 in jedem Zimmer an :mussweg:
 
Warte mal... Du sprichst von "Vermieter", ne?
Lasse es dir unbedingt schriftlich geben dass Du das darfst, ohne dafür blechen zu müssen wenn ihr auszieht
 
Folgender Hinweis - der aber von folgenden Annahmen ausgeht:
a) die Telefonkabel sind wirklich nicht in Leerrohren verlegt (und damit für ein leistungsfähiges LAN nicht verwendbar)
b) Die Glasfaser kommt wirklich ins Haus

Die Glasfaser wird ins Haus verlegt und kommt übrlicherweise in einen Keller oder ähnlich - sinnvollerweise dorthin, wo auch die Koaxialkabel her kommen. Es sollte möglich sein, den Server (oder das Glasfaser-"Modem") dorthin zu verlegen. Wie ich (erst kürzlich) aus diesem Thread erfahren habe, ist es möglich, Koaxialkabel als Ethernet zu nutzen. Das braucht beim Einspeisepunkt (im Keller) und beim Austritt (Zimmer) einen MoCa-Adapter.
 
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jbrand schrieb:
Danke für die Hilfe.

Im Laufe des Jahres haben wir die Möglichkeit Glasfaser ins Haus zu erhalten.

Im Haus sind keine Leerrohre verlegt worden. Kann man eines dieser Telefonkabel "mühelos" gegen ein Netzwerk- oder Glasfaserkabel ersetzen, welches vom Keller ins Büro (erster Stock) laufen würde?
Hier kannst Du Dich mal ganz oberflächlich einlesen, Du kannst Dein Telefonkabel als Netzwerkkabel durchaus nutzen, mit Abstrichen bei der Leistung, ganz einfach ausgedrückt, Sie sind einfach zu wenig abgeschirmt, das heißt die übertragene Geschwindigkeit wird langsam sein.
Aber wofür auch? Wenn jetzt Glasfaser verlegt wird neu, dann wird doch nur noch FTTH verlegt, das heißt Du bekommst Deinen Anschluss bis in Deine Wohnung, an diesen schließt Du dann Deinen Router an und wie D dann in Deiner Wohnung weiter gehst, da steht Dir alles offen wie bisher auch, WLAN, LAN oder Powerline, alle anderen Glasfaserverlegearten die es so gibt, werden doch gar nicht mehr gefördert und damit auch nicht verbaut, mein Wissensstand, der muss nicht der Wahrheit entsprechen, am besten kontaktierst Du die Glasfaser Firma diesbezüglich, die können Dir doch am genauesten verraten, wo dann der Glasfaseranschluss im Haus sitzt, bei uns i der Gegend konnten wir z. B. angeben in welchem Zimmer der Anschluss sein soll.
Alte Telefonkabel als Netzwerkkabel missbrauchen wird Dir auf Dauer wahrscheinlich keine Freude bringen.
 
Was ist das für ein Kabel? siehe diese Seite
Wie nutze ich das als Netzwerkkabel? siehe diesen Thread von @thom53281

Auch wenn im Leerrohr verlegt, würde ich mir erstmal nicht die Mühe machen die zu tauschen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass da Gigabit Ethernet drüberläuft, und da man Dosen/Keystone wiederverwenden kann, kann man den Aufwand die Kabel zu tauschen auf später (wenn nötig) verschieben.
Eddy021771 schrieb:
Du kannst Dein Telefonkabel als Netzwerkkabel durchaus nutzen, mit Abstrichen bei der Leistung, ganz einfach ausgedrückt, Sie sind einfach zu wenig abgeschirmt, das heißt die übertragene Geschwindigkeit wird langsam sein.
Schirmung wird ab Cat.6a interessant, also ab 10 GBit/s und wenn er das bräuchte, würde er hier höchstwahrscheinlich nicht fragen, was da liegt.
 
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Eddy021771 schrieb:
Aber wofür auch? Wenn jetzt Glasfaser verlegt wird neu, dann wird doch nur noch FTTH verlegt, das heißt Du bekommst Deinen Anschluss bis in Deine Wohnung, an diesen schließt Du dann Deinen Router an und wie D dann in Deiner Wohnung weiter gehst, da steht Dir alles offen wie bisher auch, WLAN, LAN oder Powerline, alle anderen Glasfaserverlegearten die es so gibt, werden doch gar nicht mehr gefördert und damit auch nicht verbaut, mein Wissensstand, der muss nicht der Wahrheit entsprechen, am besten kontaktierst Du die Glasfaser Firma diesbezüglich, die können Dir doch am genauesten verraten, wo dann der Glasfaseranschluss im Haus sitzt, bei uns i der Gegend konnten wir z. B. angeben in welchem Zimmer der Anschluss sein soll.

Die Telekom übernimmt das hier im Städtchen.

Bei uns handelt es sich um eine Doppelhaushälfte und entsprechend wird standardmäßig das Glasfaser in den Keller gelegt. Die Telekom bietet zusätzlich eine kostenlose Verlegung von bis zu 20m Glasfaserkabel vom Keller in den gewünschten Raum des Hauses an, sofern das baulich alles "vorbereitet" ist. Zitat:

Dazu müssen Sie vorher den Leitungsweg vorbereiten, d.h. dass alle Deckendurchbrüche (Bohrungen) und die Leitungsführung (Mini-Kabelkanäle, Leerrohre) bereits vor dem Anschluss-Termin abgeschlossen sind.

Daher meine ersten Recherchen bzgl. der ganzen Situation.

Da ich an der Börse handle und nebenher auch gerne mal das ein oder andere Multiplayerspiel anteste, wären natürlich Leistungseinbußen in Form von erhöhter Ping, Packet Loss usw. nicht allzu erstrebenswert ;)
Ergänzung ()

DerGast schrieb:
Wo wurde denn die jetzige Leitung verlegt, wenn nicht in einem Leerrohr?
Das alte raus, das neue dann am unteren Ende verbinden und dann mit rausziehen. Aber das würde ich erst mal testen, ob sich da überhaupt was bewegt.
Glasfaser ist zwar etwas dünner, aber ich denke nicht dass Du spleißen möchtest.
Und ein >Cat 6a sollte die 10G bei der Länge durchaus schaffen. Einzig interessant wäre noch neben was die Leitung her läuft.

Ich habe gerade mal in einem Zimmer der oberen Etage die Telefonkabelöffnung fotografiert.

Ein Telekom-Mitarbeiter meinte am Telefon zu mir, dass Glasfaserkabel da ab einem "Radius" von unter 6cm empfindlich reagieren. Natürlich ist es schwer jetzt ohne Wissen über den tatsächlichen Lauf des Kabels eine Aussage zur "Kompatibilität" zu treffen.
 

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Auf dem Foto kann man nicht genau erkennen, ob das Kabel im Leerrohr ist.
Aber selbst wenn das der Fall ist, würde ich immer die vorhandenen Kabel nutzen. Weil es einfacher ist.
Wichtig ist, das die Kabel sternförmig verlaufen vom Keller aus. Dann kann man die nutzen für LAN.
Wenn man ins EG 2 LAN Kabel hat bzw. 16 Adern, kann man den Router dort positionieren, statt im Keller. Dann hätte man mit dem WLAN das EG versorgt und braucht nur fürs OG einen Access Point.
Oder man lässt sich Glasfaser bis ins EG legen, wenn die eine Faser durch geschoben bekommen. Das vorhandene Kabel nutzt man als Rückleitung in Keller.
Dort kommt dann Patchpanel und Switch hin.
 
jbrand schrieb:
wären natürlich Leistungseinbußen in Form von erhöhter Ping, Packet Loss usw. nicht allzu erstrebenswert ;)
Halte ich für unwahrscheinlich. Und wenn Gigabit stottert testweise auf 100 MBit/s runterschalten, da sind die Anforderungen ans Kabel nochmal geringer. Tauschen kann man das Kabel dann immmer noch.​

jbrand schrieb:
Ein Telekom-Mitarbeiter meinte am Telefon zu mir, dass Glasfaserkabel da ab einem "Radius" von unter 6cm empfindlich reagieren.
Die meisten Netzwerkkabel und Koaxialkabel liegen bei Biegeradien 30/35mm aufwärts (also quasi bequem um ne Wasserflasche gewickelt), gleiches gilt laut "Glasfaser Ratgeber" der Telekom für Standardglasfaser, wobei die Telekom biegeoptimierte Glasfasern im Gebäude empfiehlt/nutzt(?) die Biegeradien von 10/15mm haben. Laut dem Ratgeber gibt es auch Fasern ab 2,5mm Biegeradius. Mehr Radius macht beim Einziehen halt deutlich mehr Spass.​
 
Ich habe den Eindruck, dass es sich um eines dieser "geriffelten" Rohre handelt (Durchmesser sieht nach 10mm aus). Im Keller kann man an einer Ecke so eines erspähen. Das wäre für ein Glasfaserkabel (laut Internet) natürlich nochmal schlechter.

Das Problem ist leider auch, dass ich mich beim Auftrag dann für zwei Jahre an die Telekom binden muss. Den Ausbau für eine Pauschale gibt es nicht, da das über ein anderes Unternehmen läuft und die Telekom in diesem Fall auf einem anschließenden Vertrag besteht.

Wenn das alles mit den möglichen "Umwegen" und nutzen bestehender Leitungen dann nicht ideal funktioniert (sei es nun "schlechte" Verbindungsqualität etc.), stehe ich quasi "schlechter" da als mit einem Vodafone Kabelvertrag, der mir hier 1000mbit direkt an den Router ins Büro liefern könnte.

Nur haben wir mit deren Angebot und Servicequalität im alten Haus wirklich nicht die besten Erfahrungen gemacht und würden gerne im Zuge des FTTH-Ausbaus hier entsprechend mitziehen...

Trotzdem natürlich nochmals ein großes Dankeschön an alle, die sich hier beteiligt haben. Ich werde mal die entsprechenden Optionen genauer studieren und nochmals mit den involvierten Parteien reden.
 
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