Welche Auskünfte an Arbeitgeber

SapereAude

Lt. Commander
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Tag zusammen,

ich trete grad einen Job als studentische Aushilfe an. Jetzt darf ich einen Personalbogen ausfüllen und die wollen ordentlich was wissen. Jetzt frag ich mich, ob ich überhaupt verpflichtet bin, dem Arbeitgeber über folgendes Auskunft zu geben (ist ja schon sehr privat und muss ihn eigentlich nichts angehen):

familiäre Verhältnisse (ledig, verheiratet...) (find ich noch OK)
Schulische und berufliche Aus- und Weiterbildung (Schule, Uni, Prüfungen bestanden etc.)
bisherige berufliche Tätigkeit (von..bis...wo)

dann Fragen ob Musterung und Wehrdienst.


wir reden hier von einem erfolgreichen Elektronikmarkt als Arbeitsgeber.

Was meint ihr?
 
Du willst doch die Stelle haben und wenn Du keine Auskunft gibst, wirst Du sie wohl nicht bekommen. Kannst ja bei all den Fragen dahinter schreiben "Datenschutz" und nicht weiter drauf eingehen, melde Dich aber dann auch was es gegeben hat, bin gespannt wie der AG sich dann verhält.
 
Ist doch im Grunde nichts weiter als das, was man in einem normalen Lebenslauf angibt.

Ok, das mit den Prüfungen vielleicht - aber was genau soll da angegeben werden? Wird wohl auch in irgendeiner Form in den Zeugnissen stehen.
 
um genommen werden oder nicht, gehts nicht. Wurde schon eingearbeitet. Sind nur Formalien...deswegen stört mich das...
 
Das gehört aber doch in jeden Lebenslauf, also was hast Du zu verbergen?
 
und so einer studiert.. schließ dich doch am besten zuhause ein! scheinbar hast du dich in deinem leben noch nie irgendwo beworben.. sonst wüsstest du, dass das ganz normale informationen sind.
wenn du dich wegen sowas schon aufregst, dann rutsch nach deinem studium mal bloß nicht in hartz4!!
 
Ich sehe auch kein Problem in diesen Fragen. Kritischer wäre die Frage nach Relegion oder sexueller Orientierung oder bei Frauen die Frage nach Schwangerschaft (die ist nicht erlaubt) oder ähnliches.

Gibt es noch weitere Fragen bei denen du die Korrektheit anzweifelst?
 
...vielleicht weil DEIN Personalbüro über dich Bescheid wissen will. (Personaleinschätzung, -entwicklung, etc.)
Das sind absolute Standardfragen.

Frage 4: Musterung oder Wehrdienst: Keine Ahnung wie es aktuell in D aussieht, aber in Ö wirst du nunmal als Staatsbürger früher oder später eingezogen. (sofern tauglich)
Manche schieben den Wehrdienst auf und schon hat der Arbeitgeber ein Problem, da der frisch eingeschulte neue Angestellte mal eben 7 Monate weg ist. Soetwas ist ärgerlich, teuer und für keinen Beteiligten angenehm. (nochmals eingeschult werden, da man nach 6 Monaten Heer nicht mal mehr...kann)
Nicht wenige sind nach dem aufgeschobenen Bundesheer hoch verschuldet und der Arbeitgeber darf sich auch noch mit einer Gehaltspfändung herumschlagen. (als 18-jähriger hat man nunmal niedrigere Fixkosten und kommt mit dem mageren Sold eher aus)

@Fu Manchu
Sogar diese Fragen (Religion, sexuelle Orientierung) sind zum Teil zulässig und müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Lediglich die Schwangerschaftsfrage darf frau unwahr beantworten.
 
Zuletzt bearbeitet:
ob Wehrdienst oder Zivildienst darf glaub nicht gefragt werden.
wobei, schreibt man ja eigentlich auch in den Lebenslauf, sonnst hat man ja ne blöde Lücke.

die gleichen fragen hast vermutlich beim Studienbeginn auch beantwortet.
also was stört es dich?
 
und so einer studiert.. schließ dich doch am besten zuhause ein! scheinbar hast du dich in deinem leben noch nie irgendwo beworben.. sonst wüsstest du, dass das ganz normale informationen sind.

So ist es.

Fragt mich mein Chef wie ich heiße.
Das geht Sie einen Scheiß an.
Willkommen in unserer Firma Herr " Das geht Sie einen Scheiß an "

Mal ehrlich,das sind Fragen die mir bisher in JEDER Firma gestellt wurden.Völlig normal.Beworben hat sich der TE vorher scheinbar noch nirgends.Dazu muß man noch nicht mal Student sein um diese Fragen nachzuvollziehen.
 
Das sind alles normale Infos die im Lebenslauf stehen (sollten). Der familiäre Status ist allein aus steuerlichen Gründen interessant, deinen schulischen Werdegang will jeder Arbeitgeber wissen genauso wie bisherige Arbeitgeber.

Wehr- oder Zivildienst ist da die einzige Frage die eventuell "überflüssig" ist, kommt aber auch auf dein Alter an. Falls du noch recht jung bist und gezogen werden könntest wäre das eventuell interessant. Aber meine Zivildienstzeit steht natürlich genauso im Lebenslauf, sonst wären da ja auch ~11 Monate Lücke ;)
 
Die Religionszugehörigkeit muss man bei einem Bewerbungsgespräch nicht beantworten.

Wenn man den Job bekommen hat, muss die Religionszugehörigkeit aber wegen eventuell abzuführender Kirchensteuer angegeben werden.

Der Rest steht eigentlich in jedem Lebenslauf.
 
Angaben zu familiären Verhältnissen sind normal auch optional und müssen nicht angegeben werden (zumindest lt. dem Career-Service an unserer Uni). Alle anderen Fragen sind eigtl. Standard.
 
Bei einer Bewerbung ist das nicht relevant. Wenns wie hier um einen Personalbogen geht, spielt es für den Arbeitgeber schon eine Rolle, welche Steuerklasse du hast und ob evtl. Freibeträge (Kinder) zu berücksichtigen sind.
 
Sherman123 schrieb:
...Sogar diese Fragen (Religion, sexuelle Orientierung) sind zum Teil zulässig und müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Lediglich die Schwangerschaftsfrage darf frau unwahr beantworten.

Also die sexuelle Orientierung schon mal gar nicht, und IMO muss auch die Relegion auf Nachfrage nicht mitgeteilt werden bzw. darf man darüber lügen ohne eine spätere Kündigung zu befürchten.

Ausnahme die Kirche: diese hat vor Gericht eine Kündigung aufgrund von sex. Orientierung durchgewirkt, hier liegt aber eine Ausnahme vor. (lesbische Kindergärtnerin)

andere AG: bei der Relegion kann höchsten ein auf Relegion basierendes Verhalten zur Kündigung führen, aber nicht die Falschauskunft darüber.

Wer Kirchensteuer zahlen will/muss, wird das freiwillig angeben.
 
Also, Auskunft über meine Prüfungsleistungen würde ich dem Blödmarkt um die Ecke auch nicht geben. Was (sinvolles) anfangen können die damit sowieso nicht außer die eigene Datensammelwut befriedigen. Aber der Rest ist doch eigentlich ziemlich normal.
Die Frage nach dem Wehrdienst würde ich bei so einer Tätigkeit nicht unbedingt erwarten, aber ungewöhnlich ist sie auch nicht.
 
Das sind doch meist Standard-Fragebögen die jeder Mitarbeiter ausfüllt, egal ob Aushilfe oder FÜhrungskraft.
Dahinter steckt doch keine "Datensammelwut" wie manche Verschwörungstheoretiker hier vermuten.
Der Arbeitgeber will einfach in der Personalakte die Ausbildungsstand haben. Damit sichert sich ein Arbeitgeber auch ab, z.B. wenn sie einen Dipl.-Ing. einstellen und nach 3 Jahren kommt raus derjenige hat nie studiert und nur den Hauptschulabschluss...

Desweiteren gibt es heute das große Feld der "Personalentwicklung". Vielleicht benötigt man ja mal qualifizierte Mitarbeiter für andere Bereiche und kann dann anhand der Personalakten intern Leute ausfindig machen.
Geschieht bei einem Elektrofachmarkt tendentiell eher selten, aber in der Industrie kommt sowas durchaus vor.
 
lalas schrieb:
Dahinter steckt doch keine "Datensammelwut" wie manche Verschwörungstheoretiker hier vermuten.
Der Arbeitgeber will einfach in der Personalakte die Ausbildungsstand haben.

Steht dir ja frei diese Daten anzugeben, ich würde das nicht tun (und habe das bislang auch nicht).
Wenn ich im Blödmarkt Ware einsortieren soll, also eine Tätigkeit, die grundsätzlich jeder Ungelernte ausführen kann, wozu müssen die dann wissen, dass ich in HF-Technik und ASIC-Design ne 1,3 habe, und in Chinesisch II ne 3,3? Das ist für die Tätigkeit (und vermutlich auch jede andere Karriereoption in diesem Unternehmen) völlig irrelevant. Und ohne plausible Begründung keine Daten, so einfach ist das.
Ist ja nicht so, dass er sich als Werksstudent oder Prakti beworben hat. Das wären legitime Gründe für so eine Auskunft. Eine Aushilfsstelle ist es aber ganz sicher nicht. oO
Und btw.: wenn man sich als Dipl.Ing auf eine Stelle bewirbt, die für Dipl.Ing ausgeschrieben ist, dann wird man der Bewerbung sicherlich sein Diplom beilegen. Aber das ist eine völlig andersartige Situation.
 
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